Zwangseinführung des eTickets / Abschaffung der papiernen Zeitkarten

  • Das die Busse keine Kartenleser haben, ist ja noch nachvollziehbar.
    Aber das in RMV Verkehrsmitteln keine RMV Fahrkarten gelten, nur weil sie in einer anderen Dareichungsform vorhanden sind??? Da usw wohl bei der Vergabe etwas schief gelaufen (oder sind noch Pferde vorgespannt? )

  • Um mal ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen: meine Beobachtung ist, dass bei sämtlichen Viabus-Druckern das E-Ticket Lesegerät deaktiviert ist. Dafür können die Subs aber nichts, da das eben Viabus-Drucker sind. Da bleibt also nur die Devise durchwinken und als Fahrgast beschweren, warum die Lesegeräte nicht gehen (sowohl die Zelisko-Drucker auf den RMV-Bündeln als die Ex-RKH-Drucker sind technisch dazu in der Lage.

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  • Ich hab mal ganz nett den Busfahrer in der MKK-30 gefragt, der hat mir das so bestätigt.


    Gehen wir mal davon aus, dass Du kein Märchen erzählst und sich das wirklich so zugetragen hat.
    Ich wüsste nicht, dass Busfahrer eigenmächtig Tarife aufstellen dürfen. Frage schriftlich beim Unternehmen nach, was von dieser Behauptung ihres Fahrers zu halten ist und zugleich beim RMV. Da ich davon ausgehe, dass dieser hier ohnehin mitlest, wird dein Problem nicht unbekannt sein. Bitte um entsprechende Maßnahmen zur Fahrerschulung respektive zur Durchsetzung des gültigen Tarifs beim betroffenen Unternehmen.
    Und berichte uns dann von den Antworten.

  • Du bekommst doch, jedenfalls wenn du an einem Automaten in Frankfurt ein E-Ticket erstehst und mit Karte zahlst, aus Papierspargründen anstelle einer papiernen Fahrkarte:

    • einen papiernen Kundenbeleg
    • einen papiernen Servicebeleg
    • und eine papierne Quittung


    Auf dem Servicebeleg steht drauf, was für eine Fahrkarte du gekauft hast und in welchem Zeitraum sie gültig ist. Die anderen beiden Papiere weisen nach, dass du die sie bezahlt hast. Das alles wie eine 'richtige' Fahrkarte auf RMV-eigenem fälschungssicherem Papier. Zeig doch diese Sammlung vor, wenn sich jemand querstellt?

  • Also ich habe bloß eine Rechnung im Format DIN A4 bekommen, gedruckt auf ganz normalem Papier das ich mir zuhause auch selbst drucken könnte, wenn ich wollte. Vielleicht gibt es den ganzen anderen Kram ja nur bei personalisierten Fahrkarten? Meine Fahrkarte ist unpersönlich, somit bekomme ich wohl keinen Kundenbeleg, bin in dem Sinne kein "Kunde".

  • Marc zitierte, was Automaten der vgf drucken. Da ist nichts personalisiertes dabei. Den personalisierten Kram gibt es ja nur als Abofalle, entweder online oder man muß sogar persönlich hin.
    Kommt für mich nicht in Frage.

    Dank Petra werde ich zum Kunstkenner. Je öfter ich das Gebrabbel höre, desto mehr verstehe ich van Gogh.

  • Heute wurde ich zumindest nicht abgewiesen. Morgens auf der X93 waren die Lesegeräte zwar tatsächlich abgeschaltet wie beschrieben, ich durfte aber trotzdem rein. In der Kahlgrundbahn war kein Kontrolleur anwesend und zurück per Viabus (566, MKK-54) gilt sowieso Freifahrt.


    Allerdings hat man mir gesagt, dass Rack zwei bzw. sogar drei (OF-99) getrennte Fuhrparke betreibt: einen für die X93 und gelegentliche Einsätze auf 562 und 566, und einen für MKK-30/31/32/33. Letztere sind anders ausgestattet und haben keinen Kartenleser und dort würde wohl das eTicket nicht akzeptiert werden.

  • Marc zitierte, was Automaten der vgf drucken. Da ist nichts personalisiertes dabei. Den personalisierten Kram gibt es ja nur als Abofalle, entweder online oder man muß sogar persönlich hin.
    Kommt für mich nicht in Frage.

    Wieso „Abofalle“?

  • Die personalisierte Jahreskarte gibt es nur als Abo, das sich automatisch verlängert wenn man nicht rechtzeitig kündigt. Die nicht personalisierte Jahreskarte gibt es alternativ auch ohne Abo.


    Dass es Jahreskarten nur in den RMV-Mobilitätszentralen gibt, war m. W. schon immer so. Nur ab Monatskarte abwärts kann man auch am Automaten oder sogar im Bus kaufen.

  • Die personalisierte Jahreskarte gibt es nur als Abo, das sich automatisch verlängert wenn man nicht rechtzeitig kündigt. Die nicht personalisierte Jahreskarte gibt es alternativ auch ohne Abo.

    Das ist bekannt, aber auch das Abo kann man monatlich kündigen. Daher frage ich nochmal: Wo ist da die „Abofalle“?

  • Zitat

    Wieso „Abofalle“?


    Für mich ist grundsätzlich jede Form von Abonnement unnötige Gängelung der Kunden, mit dem "Geschmäckle", man hoffe, der Kunde vergisst zu kündigen und zahlt brav weiter.
    Ich sehe in dieser Form der Jahreskarte keinen Vorteil, sie kann nichts, was meine am Automaten gezogene Karte nicht auch könnte. (im Falle des Verlusts über die Seite des RMV sperren und Ersatz bekommen geht ja trotzdem, da die Karte, in Sinne von dem Träger des Tickets, auf mich registriert ist.) Vorteil bei meiner Methode ist sogar, wenn ich eine neue Jahreskarte bräuchte, aber nicht mal eben über 1300 Euro greifbar habe, kaufe ich sie eben nen Monat später.


    Ich habe beispielsweise nicht mal einen Handyvertrag. Natürlich habe ich ein Smartphone und kann dies auch nutzen, aber ich bin überzeugter Prepaidkunde. Abonnements habe ich grundsätzlich nur wo es sich nicht vermeiden läßt (DSL daheim beispielsweise), und Dinge wie die BahnCard werden nach Erhalt zum Ende der Laufzeit gekündigt und dann bei Bedarf neu beschafft.

    Dank Petra werde ich zum Kunstkenner. Je öfter ich das Gebrabbel höre, desto mehr verstehe ich van Gogh.

  • Für mich ist grundsätzlich jede Form von Abonnement unnötige Gängelung der Kunden, mit dem "Geschmäckle", man hoffe, der Kunde vergisst zu kündigen und zahlt brav weiter.


    Nun ja, die EU hat ja schon viel positives bewirkt (was "Europagegner" gerne ignorieren und die Errungenschaften, die ihnen Vorteile verschaffen, mitnehmen, aber den Rest schlecht reden), warum also nicht auch hier. Stoße den Europaabgeordneten Deines Vertrauens darauf an, daß er eine Stärkung der Verbraucherrechte angeht: Per Gesetz sollen alle Unternehmen verpflichtet werden, ihre Endkunden rechtzeitig x Tage vor Ablauf der Kündigungsfrist auf selbige schriftlich hinweisen zu müssen.


    Zitat

    Ich habe beispielsweise nicht mal einen Handyvertrag.


    Das kannst Du inzwischen problemlos machen, denn die obige Idee ist hier inzwischen zwangsweise umgesetzt. Auf jeder Rechnung muß Dir der Betreiber den letztmöglichen Kündigungstermin nennen.

  • Warum sollte ich mir extra Arbeit machen, rausfinden, wer da zuständig ist, anfangen irgendwelche Briefe zu schreiben, wenn ich doch so hervorragend lebe?
    Jahreskarte kann ich am Automaten kaufen (leider nicht mehr wie früher am card-o-mat mit beliebigem ersten Gültigkeitstag) Prepaidhandy mit automatischer Aufladung ist komfortabel wie ein Vertrag, ohne die "Nebenwirkungen"... Und selbst die BahnCard kann man mittlerweile online kündigen. Man kann ohne unnötige Abos gut leben.

    Dank Petra werde ich zum Kunstkenner. Je öfter ich das Gebrabbel höre, desto mehr verstehe ich van Gogh.

  • Für mich ist grundsätzlich jede Form von Abonnement unnötige Gängelung der Kunden, mit dem "Geschmäckle", man hoffe, der Kunde vergisst zu kündigen und zahlt brav weiter.

    Anders als bei Handyverträgen oder ähnlichem reden wir beim Jahresabo allerdings über maximal einen Monat "brav weiterzahlen".

    Ich sehe in dieser Form der Jahreskarte keinen Vorteil, sie kann nichts, was meine am Automaten gezogene Karte nicht auch könnte.

    Doch - nämlich eben die automatische Verlängerung, wodurch man sich um nichts kümmern muss, solange der gewünschte räumliche Geltungsbereich sich nicht ändert. Was auf einen erheblichen Teil der Abo-Kunden zutreffen dürfte.

    (im Falle des Verlusts über die Seite des RMV sperren und Ersatz bekommen geht ja trotzdem, da die Karte, in Sinne von dem Träger des Tickets, auf mich registriert ist.)

    Da sprichst du die grundsätzliche Frage an, ob eine Unterteilung in persönliche und übertragbare Jahreskarte überhaupt noch sinnvoll ist, oder sich dies mit der Einführung des eTickets überholt hat. Eigentlich bleibt nur noch die Mobilitätsgarantie als Unterschied.

    Vorteil bei meiner Methode ist sogar, wenn ich eine neue Jahreskarte bräuchte, aber nicht mal eben über 1300 Euro greifbar habe, kaufe ich sie eben nen Monat später.

    Wer den Jahresbetrag im Ganzen nicht greifbar hat, wählt doch erst Recht das Abo mit monatlicher Zahlung.

    Ich habe beispielsweise nicht mal einen Handyvertrag. Natürlich habe ich ein Smartphone und kann dies auch nutzen, aber ich bin überzeugter Prepaidkunde. Abonnements habe ich grundsätzlich nur wo es sich nicht vermeiden läßt (DSL daheim beispielsweise), und Dinge wie die BahnCard werden nach Erhalt zum Ende der Laufzeit gekündigt und dann bei Bedarf neu beschafft.

    Das kannst du halten wie du willst und sei dir unbenommen. Ich finde es nur unangebracht, bei einem Produkt, welches das "Abo" bereits im Namen trägt, wo auf die automatische Verlängerung bestens hingewiesen wird und das zudem eben monatlich gekündigt werden kann, von einer Falle zu reden.

  • Ich zitiere mal nicht, mehrere Blöcke sind in Tapatalk kaum zu handhaben.


    Aber, ist die automatische Verlängerung so ein riesiger Vorteil? Zugegeben, ich weiß nicht, ob das heute online einfacher ist. Früher ging das nur mit Formular, Foto!, irgendwo persönlich erscheinen, Wartezeit,... Da kommen mit der Fahrzeit zur Verkaufsstelle schnell mal zwei Stunden zusammen. Am Automaten (wo man als regelmäßiger Nutzer des ÖPNV ohnehin ständig vorbei kommt) dauert es keine zwei Minuten. Nach 60 Jahren erst hat man also am Automaten mehr Zeit gebraucht als mit dem Abo aus der Verkaufsstelle. Und das soll weniger komfortabel sein? (skeptischer Blick)


    Und die monatliche Bezahlung macht die Sache doch auch noch mal teurer... Ist also auch nicht wirklich attraktiv gegen einen Monat "schieben"...


    Die Mobilitätsgarantie würde mir gar nichts bringen, zum Bahnhof muß ich Straßenbahn fahren. Ist die verspätet und mein ICE weg, habe ich so oder so die A...karte gezogen.


    Fazit: keinem Vorteil stehen erhebliche Nachteile entgegen..

    Dank Petra werde ich zum Kunstkenner. Je öfter ich das Gebrabbel höre, desto mehr verstehe ich van Gogh.

  • Okay, die "Mobilitätsgarantie" habe ich wohl beim Überfliegen etwas falsch verstanden, aber dabei noch ein wichtiges Detail übersehen - die Deckelung auf 15 Euro. Damit kommt man in Frankfurt per Taxi ja gerade mal zwei Ampeln weit. Meine letzte Notfallfahrt mit dem Taxi von Oberrad zum Hbf waren (auf direktem Weg) 45 Euro zuzüglich Trinkgeld.


    Fazit: Witz, ganz schlechter.

    Dank Petra werde ich zum Kunstkenner. Je öfter ich das Gebrabbel höre, desto mehr verstehe ich van Gogh.

  • Noch schlimmer ist, dass es der RMV auch mit dem eTicket nicht hinbekommen hat, das Problem der Anschlussfahrkarten zu lösen.


    Eine arme Dame ist heute in den Bus zugestiegen und hatte ein gültiges eTicket, allerdings nur bis Offenbach. Sie wollte jetzt eine Anschlussfahrkarte für die Weiterfahrt nach Frankfurt. Wie lautet die richtige Antwort auf diese Frage? Natürlich, sie muss mit der S-Bahn bis OF-Kaiserlei, dort aussteigen, am Automaten eine (papierne) Fahrkarte Einzelfahrt Frankfurt für 2,75 € lösen und dann hoffen dass der nächste Zug bald kommt. Genauso wie schon zur Zeit der Papierfahrkarten. Dass man die Dinger immer noch nicht im Voraus kaufen kann (oder meinentwegen auch Tageskarten, die sogar billiger wären als 2x Einzelfahrt) ist armselig.

  • Meine letzte Notfallfahrt mit dem Taxi von Oberrad zum Hbf waren (auf direktem Weg) 45 Euro zuzüglich Trinkgeld.


    Rein interessehalber: Wie kommt denn so ein Preis zustande? Selbst aus dem hintersten Winkel in Oberrad dürften es doch maximal acht km zum Bahnhof sein. Das wären mehr als 5 EUR/km. Und fast eine Stunde Standzeit mag ich mir nicht so ganz vorstellen.

  • Ich bin eingestiegen, der Fahrer hat die Uhr gestartet, es ging irgendwo bei 6 oder 7 Euro los, und dann hat das Teil eben fleißig gezählt, bis wir am Bahnhof ankamen. Die Fahrt war zügig, auf dem Weg, den ich mit dem Auto auch gewählt hätte.
    Mehr Informationen oder gar Details, wie sich der Preis zusammensetzt, bekommt man ja nicht


    Hätte ich vorher gewußt, wie teuer das wird, wäre ich gleich mit dem Auto gefahren, die Tiefgarage wäre für die paar Stunden bis zu meiner Rückkehr billiger gewesen.

    Dank Petra werde ich zum Kunstkenner. Je öfter ich das Gebrabbel höre, desto mehr verstehe ich van Gogh.