Fahrgäste erleiden Kreislaufzusammenbruch in überfüllter Vlexx

  • Halten wir doch fest: So oder so hätten Fluch und Schande die Vlexx und deren Personal getroffen. Egal ob man versucht, übervoll weiter zu fahren, keine neuen Fahrgäste einsteigen zu lassen oder gar den Zug komplett zu räumen. (Dann kommt es wieder zu tumultartigne szenen wie in Butzbach). Also wie man's macht, es ist verkehrt.


    Richtig wäre es gewesen, das abzuliefern, was bestellt wurde. Also korrekte Zuglänge (und fahrplanmäßige Zeit ).

  • Das ist sehr schlau gesagt, aber es soll hin und wieder vorkommen, dass dies aus den verschiedensten Gründen objektiv nicht möglich ist, nennen wir es mal Leistungstörung. Wenn ein Fahrzeug nicht fährt, ist es sinnlos zu fordern, es solle fahren - geht halt nicht. Und dann?

  • Mit Kauf von qualitativen Fahrzeugen, genügend Reserve und Wartung sollten immer genügend Fahrzeuge bereit sein.


    Es ist halt nicht einfach den Idealpunkt zu treffen, wo man vorigen Satz vollständig erfüllt und dabei vorausschauend die geringsten Betriebskosten aufwenden muss.

    Vollkommen Großartiges Forum

  • Mit Kauf von qualitativen Fahrzeugen, genügend Reserve und Wartung sollten immer genügend Fahrzeuge bereit sein.

    Wie soll ein EVU so jemals eine Ausschreibung gewinnen?
    Qualitativere Fahrzeuge gibt es auf dem Markt nicht.
    Reserve ist im Kostenrahmen nicht drin.
    Gute Wartung kann Ausfälle mindern, aber nicht verhindern.


    Der Staub sammelt sich auch an, wenn nur die Lüftung oder die Heizung läuft. Es ging aber um die Klimaanlage...

    Mir ging es darum, ob es beim HLB-LINT von oben zieht oder nicht. Und die Heizung ist unten am Boden, nicht oben an den Fenstern.

    2 Mal editiert, zuletzt von MdE ()

  • Mir ging es darum, ob es beim HLB-LINT von oben zieht oder nicht. Und die Heizung ist unten am Boden, nicht oben an den Fenstern.


    Da kommt auch warme Luft oberhalb der Fenster raus. Ich kann es nämlich nicht leiden, wenn ich am Fenster angelehnt sitze, zu schlafen versuche, und mich fühle, als hätte jemand einen Fön auf mich gerichtet.


    Ist aber letztlich auch unerheblich, mein Punkt war, daß bei den Kisten die Klimaanlage oft nur mit angezogener Handbremse läuft (so wie manche Königsteiner Lint seit Wochen mit den gleichen kaputten Türen, Schiebetritten und Vandalismusschäden rumfahren). Der abgelagerte Staub, den Du angeführt hast, ist kein Gegenargument, denn um Staub abzulagern reicht es, wenn dort Luft durchgeht. Und das passiert auch ohne funktionierende Kältemaschine. Dein "es zieht am Fenster" kann ich als jemand, der bewegte Luft (sofern die Temperatur nicht zu warm ist) sehr gerne mag, und daher das Konzept "es zieht" nicht verstehe, ohnehin nicht weiter kommentieren.

    Dank Petra werde ich zum Kunstkenner. Je öfter ich das Gebrabbel höre, desto mehr verstehe ich van Gogh.

    2 Mal editiert, zuletzt von Colaholiker ()

  • Nach dem verlinkten Artikel wurde der außerplanmäßige Halt wegen eines Signals eingelegt, es stellt sich die Frage, ob der Lokführer am vorangegangenen Halt bereits wusste, dass und ggf. wie lange er würde warten müssen. Abgesehen davon ist niemand gezwungen, einen überfüllten Zug zu besteigen. Wenn man das tut, könnte man wissen, was einen u.U. erwartet.


    Wie bereits sagt, war der Zug schon vor dem Hp. Waggonfabrik überfüllt. Ein Eingreifen wäre schon früher geboten gewesen. Über den Hinweis mit dem Einsteigen kann ein Alzeyer wahrscheinlich nur Lachen.


    Halten wir doch fest: So oder so hätten Fluch und Schande die Vlexx und deren Personal getroffen. Egal ob man versucht, übervoll weiter zu fahren, keine neuen Fahrgäste einsteigen zu lassen oder gar den Zug komplett zu räumen. (Dann kommt es wieder zu tumultartigne szenen wie in Butzbach). Also wie man's macht, es ist verkehrt.


    Verantwortungsvoll wäre es gewesen den Zug zu räumen um eine mögliche Gesundheitsschädigung zu vermeiden. Wenn das einem Teil der Kundschaft im Zug nicht passt, kann man genau damit argumentieren.

  • Mit Kauf von qualitativen Fahrzeugen, genügend Reserve und Wartung sollten immer genügend Fahrzeuge bereit sein.


    Es ist halt nicht einfach den Idealpunkt zu treffen, wo man vorigen Satz vollständig erfüllt und dabei vorausschauend die geringsten Betriebskosten aufwenden muss.


    Das liegt aber fairer Weise nicht am EVU sondern am Besteller. Wenn in der Ausschreibung schon konkrete Fahrzeugzahlen gefordert werden, hat keiner eine Chance, der mehr anbietet. Wenn der Besteller einen zuverlässigen Betrieb will, müsste er in der Ausschreibung einfach gleich drastischere Maßnahmen bei (Teil-)Ausfällen anfordern. Würde in der Ausschreibung gleich eine Konventionalstrafe von 10 Mio € pro Minute verspätete Abfahrt oder fehlenden Zugteil festgelegt, würde wohl jeder Bieter gleich mit 2 Hot-Stanby Zuggarnituren + TF an jedem Startbahnhof kalkulieren..

  • Verantwortungsvoll wäre es gewesen den Zug zu räumen um eine mögliche Gesundheitsschädigung zu vermeiden.


    Heißt was genau? Zug räumen heißt, ihn leer fahren zu lassen? Wohin? Zum Ziel oder zurück? Ich möchte nicht wissen, welcher shitstorm losgberochen wäre, wenn vlexx einen leeren Zug hätte weiterfahren lassen.

  • Verantwortungsvoll wäre auch gewesen, gar nicht erst in den Zug einzusteigen wenn er schon so voll ist.


    Aber glaubt jemand hier ernsthaft, es hätte funktioniert, mit nur einem Teil der Fahrgäste weiter zu fahren? Viel Spaß beim Diskutieren auf dem Bahnsteig...



    Und beschwert sich ernsthaft jemand über den Betreiber, wenn er im Hochsommer ins volle Freibad geht und einen Hitzschlag bekommt oder von anderen Badegästen gerempel wird? Aber bei der Bahn ist immer die Bahn für das Verhalten der Fahrgäste schuld...

  • Und beschwert sich ernsthaft jemand über den Betreiber, wenn er im Hochsommer ins volle Freibad geht und einen Hitzschlag bekommt oder von anderen Badegästen gerempel wird?


    Wenn die Liegewiese gesperrt ist, weil der Betreiber sie nicht ausreichend bewässert hat, und alle auf dem Beton ums Becken herumliegen - ja, dann beschwere ich mich über den Betreiber (und, falls vorhanden je nach Gegebenheiten auch über den, der den Schwimmbadbetrieb ausgeschrieben und vergebenhat)!


    Klar, es gibt unvorhergesehene Ereignisse. Aber dagegen muss Abhilfe geschaffen werden, mit Reserven oder was auch immer. Natürlich kostet das Geld, aber ich glaube ein attraktiver Nahverkehr ist das wert! Sonst steigen die Pendler wieder ins Auto.

  • Heißt was genau? Zug räumen heißt, ihn leer fahren zu lassen? Wohin? Zum Ziel oder zurück? Ich möchte nicht wissen, welcher shitstorm losgberochen wäre, wenn vlexx einen leeren Zug hätte weiterfahren lassen.


    In einem ähnlichen Fall in Berlin hat man die Fahrgäste zur Vernunft aufgerufen und gebeten den Zug freiwillig zu verlassen. Da dies nicht gelang hat man die Bundespolizei hinzugerufen und hat den Zug teilweise räumen lassen um eine Gesundheitsgefährdung ausschließen zu können. Verärgerte Kunden hatte man damit auch reichlich (darum geht es auch gar nicht), dafür blieben aber alle gesund und es kam zu keinem Rettungsdiensteinsatz wie in Mainz.

  • Wenn die Liegewiese gesperrt ist, weil der Betreiber sie nicht ausreichend bewässert hat, und alle auf dem Beton ums Becken herumliegen - ja, dann beschwere ich mich über den Betreiber (und, falls vorhanden je nach Gegebenheiten auch über den, der den Schwimmbadbetrieb ausgeschrieben und vergebenhat)!

    Ob das so sinnvoll bzw. rational ist? Ich würde halt gar nicht erst da reingehen...



    Klar, es gibt unvorhergesehene Ereignisse. Aber dagegen muss Abhilfe geschaffen werden, mit Reserven oder was auch immer. Natürlich kostet das Geld, aber ich glaube ein attraktiver Nahverkehr ist das wert! Sonst steigen die Pendler wieder ins Auto.


    Da wiederum mag ich dir gar nicht widersprechen! Nur liegt das kaum in der Macht des EVUs, sondern der Politik. Aber welcher niedrige Anteil der Fahrgäste denkt schon so weit :pinch: