Auschreibung "Kassel, Fulda und Stockheim"

  • Zitat

    Original von Hacker
    [quote]Original von Jörg L
    ....
    Soweit ich weiß (ich glaube, das wurde mir sogar hier im Forum erklärt) können auf dem SE 32 aufgrund zu niedriger Bauwerkshöhen keine Doppelstockwagen eingesetzt werden - ist dem tatsächlich so? Wenn ja, würde das wohl auf eine Triebwagen-Lösung hinauslaufen, sofern die DB nicht als Sieger aus der Ausschreibung hervorgeht.


    Gruß,
    Christoph


    Das würde dann bedeuten, dass man für wenige Züge am Tag Triebwagen beschaffen müsste. Allerdings kann ich mir schon vorstellen, dass man für die SE nach Stockheim eine Mischkalkulation (Dostos/Einstos) anbieten wird, somit hätte man für die HVZ auch Züge nach Nidda.

    Einmal editiert, zuletzt von Ole ()

  • Der SE32 (Horlofftal) ist ja in der Ausschreibung mit der SE34 (Niddertal, Stockheimer Lieschen) zusammen und soll durch die geforderte Flügelung nachwievor auch betrieblich verbunden sein. Da einstöckige Neubauwagen in Deutschland mehr als selten sind, müsste es bei einem tatsächlichen Dostoverbot nach Nidda also Triebwagen werden. Auch wenn gebrauchtes Material durch die Ausschreibung erlaubt ist, mit n-Wagen darf keiner mehr kommen. Die gleichen Triebwagen müssen dann nach Stockheim fahren, zumindest auf den zwei Zügen der nachmittäglichen HVZ, schließlich werden nur Triebwagen der gleichen Familie miteinander kuppelbar sein.


    Für die meiste Zeit sind Triebwagen auf der Niddertalbahn sogar vorteilhaft, da die Dostozüge einfach überdimensioniert sind. Natürlich sollten es auch keine kleinen Triebwagen sein, sondern 50 m Länge (~ 628) wären optimal. So hat man zu schwachen Zeiten ein ausreichendes Gefährt und kann zur HVZ bis zu Dreifachtraktionen nach Stockheim schicken, während man die Bahnsteiglängen mit 150 m genau ausnutzt. Dies ist vorallem dann wichtig, wenn es tatsächlich nur Triebwagen sein sollten. Denn ist ja fraglich, wenn für die Flügelzüge und schwachen Zeiten solche Triebwagen her müssen, dann noch zusätzlich Dostozüge für die ganz besonders belasteten Pendlerleistungen, vermutlich ein paar mal morgens, fahren werden? Alle Unternehmen außer der DB müssten dann Triebwagen, Loks und Dostos kaufen und versorgen. Ist das nicht unwirtschaftlich?




    Grundsätzlich bin ich der Meinung zugeneigt, dass die SE32 Unsinn sind, erst recht als Ausschreibung im Paket mit dem Niddertal. Alle Züge zwischen Friedberg - Nidda/Wölfersheim sollten zusammen ausgeschrieben werden: Triebwagen, Flügelung in Beienheim und grundsätzlicher Umstieg in Friedberg. So müssen die SE32 zwischen Friedberg und Frankfurt so dazugequetsch werden, dass es nicht ohne Überholungen durch REs geht und man so mit Umstieg in Friedberg auf eben jene REs sogar schneller ist.


    Der Witz ist aber, bzw. ich zugeben muss, dass es so, wie es ist, sogar recht sinnvoll zu sein scheint. Die beiden morgendlichen Züge Nidda - Frnakfurt, scheinen ohne Überholung auszukommen. Ob dadurch dann die S6 noch mehr leidet? Sie benötigen zwischen Friedberg und Frankfurt rund 30 min. Die nachmittäglichen Züge, die in Bad Vilbel von den Stockheimer getrennt werden, werden zwar dort auch überholt und brauchen rund 35 min. Aber die entsprechenden Anschlusszüge, also die, die in Bad Vilbel überholen, sind ein IC und RE nach Kassel. Der IC ist nicht mit RMV-Fahrkarten zu benutzen, der RE vermutlich mehr als gut gefüllt. So ist es gut, dass hier diese Züge der Horlofftalbahn ab Frankfurt Hbf fahren.

  • Hallo,


    die Treibwagen müsste man nicht nur für wenige Züge am Tag sondern auch für die kompletten Leistungen an Wochenenden vorhalten, die dank Anwohnerprotesten nicht mehr mit Lok + 3 Dostos gefahren werden (stand auch hier im Forum).
    So gesehen wäre auch die HLB ein möglicher Kandidat für den Betrieb auf der Niddertalbahn, denn am Wochenende sollten noch einige GTWs in Nidda abgestellt sein.


    Gruß,
    Christoph

  • Hacker : Die GTWs der HLB von den anderen Strecken braucht es nicht, da das Unternehmen wegen der Flügelzüge zur HVZ sowieso genug Triebwagen vor Ort hätte.

  • Zitat

    Original von Hacker
    Hallo,


    die Treibwagen müsste man nicht nur für wenige Züge am Tag sondern auch für die kompletten Leistungen an Wochenenden vorhalten, die dank Anwohnerprotesten nicht mehr mit Lok + 3 Dostos gefahren werden (stand auch hier im Forum).
    So gesehen wäre auch die HLB ein möglicher Kandidat für den Betrieb auf der Niddertalbahn, denn am Wochenende sollten noch einige GTWs in Nidda abgestellt sein.


    Gruß,
    Christoph


    Jein, das Dosto Verbot am Wochenende bezieht sich nur auf das momentan dort eingesetzte Material. Wenn in Zukunft neuere Loks beschafft werden, dann dürfen die auch am Wochenende fahren.

  • Wenn wir schon bei den Spekulationen zu Beschränkungen sind B)
    War da nicht noch die Sache, dass bei einem der verbreiteten modernen Dieselloktypen die Achslast ein Problem ist?

  • Zitat

    Original von MdE
    War da nicht noch die Sache, dass bei einem der verbreiteten modernen Dieselloktypen die Achslast ein Problem ist?



    Welchen meinst du? Oder weißt du das selbst nicht und wolltest allgemein rückfragen? :)


    Der klassische ER20 hat jedenfalls wie die 218 20 t Achslast; die dieselelektrische TRAXX aber 21,3 t. Einen vierachsigen Eurorunner auf der Basis der 2007er-Plattform gibt es derweil noch nicht.

    Fág an Bealach!

  • Zitat

    Original von Ole


    Jein, das Dosto Verbot am Wochenende bezieht sich nur auf das momentan dort eingesetzte Material. Wenn in Zukunft neuere Loks beschafft werden, dann dürfen die auch am Wochenende fahren.


    Hallo,


    das ist mir im Moment des Schreibens nicht eingefallen. Du hast natürlich recht. - Allerdings stellt sich die Frage, ob es am Wochenende tatsächlich immer notwendig ist, Doppelstockzüge einzusetzen. Wenn natürlich für fast alle Leistungen solche vorausgesetzt werden, wird wohl kaum ein Anbieter zusätzlich noch einige Triebwagen vorhalten. Letztendlich bleibt uns aber nichts anderes übrig, als das Ausschreibungsergebnis abzuwarten, denn der Fahrzeugeinsatz wird stark vom Betreiber geprägt sein.


    Gruß,
    Christoph

  • Im Ausschreibungskalender des RMV steht als Fahrzeugtyp bei den drei Bündeln "Lok-Dosto" und beim Teilnetz Kinzigtal noch "Dosto-ET". Heißt das, dass diese Fahrzeuge vorgeschrieben sind? (Immerhin ist es beim Teilnetz Main-Lahn-Sieg anders gekommen)...

  • Die Fahrzeugtypen sind Vorschläge, aber keine verpflichtenden - im Gegensatz zur Beförderungskapazität, und die wird man im Pendlerverkehr auf der Niddertalbahn einstöckig kaum erreichen können.

  • Nochmals zu der vierachsigen Eurorunner-2007-Variante für den Iran - ein weiteres Foto auf railcolor.net: Klick.


    Die Zahl auf der Front in der persischen Variation der östlich-arabischen Ziffern heißt 1502.

    Fág an Bealach!

  • Was ich damit zeigen wollte, war, dass sich durchaus auch aus der aktuellen Eurorunner-Linie eine für den deutschen Regionalverkehr geeignete Lok ableiten ließe - und wie diese aussehen könnte.

    Fág an Bealach!

  • Ja, das sind sozusagen Classic-Eurorunner. Der neue Kasten hingegen ist auch mit Blick auf die demnächst für Neufahrzeuge verpflichtend werdenden Unfallsicherheitsrichtlinien entwickelt worden, von denen Hajü gesprochen hat. Der Eurosprinter mit dem neuen Kasten - bisher von der SNCB und der CP bestellt - sieht so bzw. so aus.

    Fág an Bealach!