Mainzer Verkehrsgesellschaft will Straßenbahn bis auf den Lerchenberg führen

  • Der vom Mainzer Stadtrat 2008 angestoßene Ausbau des Straßenbahnnetzes nimmt konkrete Gestalt an. Heute beschäftigte sich der Stadtvorstand mit einer Präsentation des Vorstandes der Stadtwerke Mainz AG und der Geschäftsführung der Mainzer Verkehrsgesellschaft mbH (MVG) zu einer neuen Straßenbahnlinie vom Hauptbahnhof-West bis zum Lerchenberg. Diese Präsentation basiert auf einer standardisierten Bewertung, die die MVG in Auftrag gegeben hatte. Die Untersu-chung kommt zu dem Schluss: Der Ausbau würde zu einer deutlichen Steigerung der Attraktivität des Öffentlichen Personennahverkehrs in Mainz führen. Eine Straßenbahnverbindung über die Universität, das neue Stadion, Bretzenheim und Marienborn bis zum Lerchenberg ist verkehrlich und wirtschaftlich sinnvoll und erfüllt die engen Förderkriterien von Land und Bund. Die Förderung ist eine wichtige Voraussetzung für das Projekt.


    Quelle und Fortsetzung: http://www.stadtwerke-mainz.de…che=1&id=11351&backlink=2

  • Na dann viel Glück.


    Ein Verkehrsprojekt kann noch so sinnvoll sein und noch so viel Nutzen mit sich bringen - ohne den politischen Willen, es auch umzusetzen, hat es keine Chance.


    Und eben diesen politischen Willen, dieses ausdrückliche politische Bekenntnis zur Straßenbahn, kann ich in Mainz beim besten Willen nicht entdecken. Leider.

    Hinweis: Sofern nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet, spiegeln meine Beiträge nur meine persönliche Meinung. Diese muß nicht zwangsläufig der meines Arbeitgebers, irgendwelcher Institutionen oder von sonstwem entsprechen, sie muß auch nicht unbedingt jedem gefallen, ich lasse sie mir aber auch nicht verbieten oder madig machen und werde mich im Normalfall auch nicht dafür, daß ich eben eine eigene Sicht der Dinge habe, entschuldigen.

  • Vielleicht zahlt ein bekannter TV-Sender am Lerchenberg die Strecke mit. Dafür bekommen die Mainzelmännchen kostenlose Tickets. Mit dem Zweiten fährt man besser :tongue:.

    25 Jahre Durchmesserlinie 11 Höchst/Zuckschwerdtstraße - Hauptbahnhof - Fechenheim/Schießhüttenstraße ab dem Sommerfahrplan 1991. -- Zehn Jahre Verkehrskreisel am Höchster Dalbergplatz 2007 - 2017 an der Königsteiner Straße. -- Bahnhof Frankfurt-Höchst seit 2016 barrierefrei mit fünf Aufzügen für neun Gleise : zweitgrößter Bahnhof in Frankfurt vor dem Südbahnhof.

  • Zitat

    Original von Lichtgrauorangegelb
    Vielleicht zahlt ein bekannter TV-Sender am Lerchenberg die Strecke mit. Dafür bekommen die Mainzelmännchen kostenlose Tickets. Mit dem Zweiten fährt man besser :tongue:.


    Dann erübrigt sich ja zumindest die Diskussion um die künftige Liniennummer - eine "2" gibt es zwar derzeit auch noch in Wiesbaden, aber die paar Frühfahrten lassen sich auch umbenennen. Die beiden Mittagsfahrten wurden eh gerade in die 14 integriert. :)


    Nach den lustigen gelben Bussen gibts dann auch noch Mainzelmännchen-Bahnen.

  • ...und zur Fachhochschule
    ...und zum Stadion*
    ...und zum ZDF-Sendezentrum


    [SIZE=7]*=Frankfurt-Fans sind von der Beförderung ausgeschlossen[/SIZE] :P

  • Naja, ich habe einige Zeit in Marienborn gewohnt und die Busverbindungen sind in der Tat herrvoragend. Die 6 tangiert Marienborn gerade so, die Entfernung aus der "Südoststadt" ist weit, da hat man aber die 70 oder die Bahn zum Hbf. Desweiteren fahren im Moment alle Busse am Sonnigen Hang vorbei, dem sozialen Brennpunkt (ein paar Hochhäuser, viele Leute). Dort steigen immer sehr viele Leute ein und aus. Fährt die Bahn nun wirklich am Neubaugebiet vorbei zum ZDF (nördlich Hinter den Wiesen im Feld auf Google maps), dann müssen die Leute aus dem Gebiet dort sowie aus den südöstlichen Häusern tatsächlich ein gutes Stück mehr laufen.


    Vergleich zu jetzt: die 70 fährt stadteinwährst durch Pfarrer-Dorn-Str., die 6 endet dort, stadtauswärts durch im Borner Grund. Dass die Linien umgeleitet werden oder durch die Straßenbahn ersetzt werden, ist jetzt nicht so abwegig, da Marienborn auch nicht soo groß ist und jetzt schon eine überdurchschnittlich gute Anbindung (alle 10-15-20 Minuten in die Innenstadt).

  • Marienborn alleine rechtfertigt natürlich keine Straßenbahn, trotzdem hat die Strecke ingesamt einen hohen Kosten-Nutzen-Wert erreicht. Gerade deswegen sollte man als Marienborner glücklich sein, dass man sie trotzdem angeboten bekommt. Ich kann mir schlecht vorstellen, dass die Linie 70 als Tangentialverbindung wegfällt. Die Mainzelbahn würde das sonst eher ländliche Marienborn deutlich aufwerten.

  • Die Lerchenberger Reaktionen sind für mich überraschend positiv. Denn hier in meiner Umgebung (am Bürgerhaus) herrscht doch ein Angst vor der Wendeschleife (Quietschen) sowie der führung durch das Wäldchen (gibt es weiterhein den Weg und an jeder Häuserreihe eine Querung der Schienen?) Außerdem sieht man bei den direkten Anwohnern nicht nur den Lärm, sondern auch die Erschütterungen, die bei einer Straßenbahn nicht wegdisskutiert werden können. Und ausgerechnet dieser etwas kritische Abschnitt ist bisher nicht als ÖPNV-Trasse vorgesehen gewesen... Da bin ich mal gespannt, wie das in der Planungsphase weitergeht.


    Einzelne Stimmen, die eine verschlechterung der Anbindung befürchten, kann ich dagegen derzeit nicht nachvollziehen. Die 68 wird wohl ziemlich sicher gestrichen. Dafür wird der Straßenbahntakt von der hohen Auslastung der 6 profitieren, so dass ich da nur Vorteile sehe.
    Die 70 wird teilweise auch entbehrlich, allerdings wird man weiterhin eine Verbindung nach Finthen halten und auch der alte Ort von Marienborn sowie die STrecke über die Pariserstraße werden irgendwie erschlossen werden müssen. So überlebt die Linie vielleicht, oder das ganz Liniensystem wird irgendwie umgestellt.
    Die 45 muss weiterhin Drais erschließen und auch die Menzelstraße hat ein nicht geringes Fahrgastaufkommen. Daher rechne ich mit einem Fortbestand der 54, wenn auch vielleicht bis Hebbelstraße gekürzt (der rest wird j komplett durch die Strab bedient).


    Ich fände es ja absolut klasse, wenn die Strab Wendeschleife um das Bürgerhaus herumlaufen wurde. So hätte man als netten Nebeneffekt auch große Radien mit wenig Quietschen. An der jetzigen Hebbelstraße R. Hindemithstraße wäre dann eine Backe-an-Backe Haltestelle mit Strab und Bus möglich.Würde man das entsprechend bauen, könnte der Bus 54 dann um diese HAltestelle auch wenden. Platz ist ja mit der Wiese etc ausreichend vorhanden.
    Edit: Ok, an der jetzigen Position wird es zum Wenden doch etwas eng. Dann verlege ich das ganze ben auch die Wiese...

  • Aus der Kategorie "Top & Flop" der AZ:


    Zitat

    Hoch lebe die Tram! Mit den Plänen, die Mainzer Straßenbahn über die Universität bis auf den Lerchenberg weiter auszubauen, beweisen die Stadtwerke ökologischen Weitblick.