Regionaltangente West (PFA Süd_1)

  • In der kommenden Woche wird das RP Darmstadt zur Einleitung des Anhörungsverfahrens die Pläne für den PFA Süd_1 (Abzweig Kelsterbach > Flughafen > Buchschlag) öffentlich auslegen. Zu gegebener Zeit werden sie dann auch wieder online zugänglich sein.


    Der Abschnitt innerhalb Neu-Isenburgs (Bf > Birkengewann) firmiert als PFA Süd_2.

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  • Das könnte am Stadion noch interessant werden. Laut Bundesverkehrswegeplan 2030 beinhaltet das Projekt Knoten Frankfurt auch den "Neubau 2-gleisiges Überwerfungsbauwerk Frankfurt-Stadion in der Relation Frankfurt Süd – Frankfurt-Stadion – Frankfurt Flughafen Regionalbahnhof". Nun ist am Stadion ein eingleisiges Überführungsbauwerk geplant, dass die Anforderungen aus dem Bundesverkehrswegeplan nicht erfüllt. Es wird also spannend, ob und welche Einwendungen dagegen erhoben werden. Sollte die Planung wie jetzt vorgesehen umgesetzt werden, dürfte ein zweites Überführungsbauwerk nur sehr eingeschränkt umsetzbar sein.

  • Es ist nicht zu erwarten, dass DB Netz Einwendungen gegen die RTW erhebt. Erstens ist sie in die RTW-Planung eingebunden, zweitens gäbe es dafür keine Rechtsgrundlage, weil die Ausführungen im BVWP keine Rechtsqualität haben. Was da schon alles drin gestanden hat...

  • Das könnte am Stadion noch interessant werden. Laut Bundesverkehrswegeplan 2030 beinhaltet das Projekt Knoten Frankfurt auch den "Neubau 2-gleisiges Überwerfungsbauwerk Frankfurt-Stadion in der Relation Frankfurt Süd – Frankfurt-Stadion – Frankfurt Flughafen Regionalbahnhof". Nun ist am Stadion ein eingleisiges Überführungsbauwerk geplant, dass die Anforderungen aus dem Bundesverkehrswegeplan nicht erfüllt. Es wird also spannend, ob und welche Einwendungen dagegen erhoben werden. Sollte die Planung wie jetzt vorgesehen umgesetzt werden, dürfte ein zweites Überführungsbauwerk nur sehr eingeschränkt umsetzbar sein.

    Das Überwerfungsbauwerk laut Bundesverkehrswegeplan dient der Relation Flughafen---Südbahnhof. Das Überwerfungsbauwerk der RTW dient der Relation Flughafen---Neu Isenburg.


    Könnte es nicht sein, dass eben doch noch ein weiteres Überwerfungsbauwerk entstehen soll?


    Wie sieht es denn mit der RTW-Strecke hinter dem Ü-Bauwerk aus (also zwischen Ü-Bauwerk und Neu-Isenburg Bf.)? Bekommt die Strecke dort eine eigene Trasse oder verläuft sie auf Bestandstrassen?

    "Phantasie ist wichtiger als wie wo Wissen!"


    (Etwas frei nach Albert Einstein)

  • Da die RTW ab Stadion bis zum Abzweig Forsthaus (d.i. noch hinter dem Hp Mörfelder Landstr.) auf eigenen Gleisen geführt wird (vgl. z.B. den Erläuterungsbericht S. 26), ist davon auszugehen, dass ein weiteres Überwerfungsbauwerk geplant ist, um eine Kreuzung zwischen Nahverkehrszügen auf der Relation Süd-Stadion und Fernverkehrszügen auf der Relation Hbf-Stadion zu vermeiden. Die Fernverkehrsstrecke soll ja völlig unabhängig vom Regionalverkehr werden. Ob das da noch hinpasst, wage ich nicht zu sagen, sinnvoll wäre es allerdings, um die Entmischung der Verkehre sicherzustellen. (Vgl. 5.2 Lageplan Ostkopf)

  • Dann wird die DB vermutlich nicht nur eingeweiht sein, sondern auch eine Idee haben, wo da das andere Überwerfungsbauwerk hinkommen könnte.

    "Phantasie ist wichtiger als wie wo Wissen!"


    (Etwas frei nach Albert Einstein)

  • Der Magistrat von Dreieich äußert sich in einer Pressemitteilung zum vorgestellten Plan. Man ist unzufrieden mit dem geplanten Außenbahnsteig in Buchschlag. Ein Mittelbahnsteig würde einen schnellen und barrierefreien Übergang von der Dreieichbahn zur RTW ermöglichen. Der Außenbahnsteig würde zu einem deutlich unattraktiverem Angebot führen und würde sich negativ auf die Akzeptanz durch potentielle Fahrgäste auswirken. Die Planung würde außerdem eine Durchbindung der RTW auf die Dreieichbahn erschweren, da diese dann Umbauten erfordern würde.


    Laut Offenbacher Post Ferner kritisierte der Magistrat auch, dass die ausgelegten Pläne sehr kompliziert und für Laien nicht verständlich seien.


    Ich bin etwas verwundert über die Aussage, der neue Bahnsteig sei nicht barrierefrei. Der Weg über die Rampen ist sicherlich sehr lang, aber in den Plänen durchaus vorhanden.

  • Ich bin etwas verwundert über die Aussage, der neue Bahnsteig sei nicht barrierefrei. Der Weg über die Rampen ist sicherlich sehr lang, aber in den Plänen durchaus vorhanden.

    Mmh, das sagen sie nicht so ganz explizit, aber sie formulieren es durchaus so, dass man es kaum anders verstehen kann. Recht haben sie damit, dass der Umstieg wesentlich barriereärmer und einfacher wäre, gäbe es einen Mittelbahnsteig. „Entfernung“ ist nun mal auch eine Barriere, wenn auch nicht im Sinne der in der PM referenzierten EBO.


    Dieser Teil:

    „Den Aspekt Barrierefreiheit außer Acht zu lassen, ist nicht zeitgemäß und absolut nicht nutzerfreundlich“

    ist halt wirklich grob irreführend, denn Barrierefreiheit wird selbstverständlich nicht außer Acht gelassen; Nutzerfreundlichkeit aber wirklich nicht groß geschrieben.

  • Auch Neu-Isenburg hat in einer Pressemitteilung seine Forderungen zusammengefasst.

    Regionaltangente West – Öffentlichkeitsbeteiligung zum Planfeststellungsverfahren Süd 1Stadtverordnetenversammlung liegt Stellungnahme der Stadt zur Beschlussfassung vor

    Der Stadtverordnetenversammlung liegt die Stellungnahme für den Planfeststellungsabschnitt Süd 1 „Regionaltangente West“ zur Beschlussfassung vor.

    „Der Ausbau der Regionaltangente West wurde von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen. Im Rahmen des Planungsfeststellungsverfahrens Süd 1 geht es nun darum, die Belange der Stadt Neu-Isenburg bestmöglich zu berücksichtigen“, erläutert Bürgermeister Herbert Hunkel.

    Der Planfeststellungsabschnitt Süd 1 führt von Kelsterbach bis Dreieich über den Bahnhof Neu-Isenburg. Südlich des S-Bahnhofs werden die Gleisanlagen der Deutschen Bahn unterquert und die Abzweigung nach Neu-Isenburg-Kernstadt gebaut. Neu-Isenburg ist sowohl durch den Eingriff am S-Bahnhof Neu-Isenburg (insbesondere der bestehende Park+Ride-Platz) als auch durch den Eingriff in den Wald insbesondere südlich der Kleingartenanlage Fischer-Lucius betroffen. Die wesentlichen Forderungen der Stadt Neu-Isenburg sind

    • Im Rahmen der Planung und Durchführung des Planfeststellungsabschnitts Süd 1 der geplanten Regionaltangente West soll am S-Bahnhof eine Mobilitätsstation errichtet werden. Die Stadt Neu-Isenburg rechnet jedoch mit einem höheren Stellplatzbedarf für PKW und Fahrräder als die RTW GmbH. Wie bereits in der Stellungnahme zur frühen Öffentlichkeitsbeteiligung (am 21.3.2018) dargelegt, fordert die Stadt eine Mobilitätsstation mit bis zu 450 PKW- und mindestens 180 Fahrradabstellplätzen.
    • Ein weiteres wesentliches Thema betrifft die Radschnellwegeverbindung Frankfurt – Darmstadt, hier fordert die Stadt Neu-Isenburg eine sichere und für eine Radschnellverbindung geeignete Querungsmöglichkeit.
    • Hinsichtlich des Lärmschutzes für die Anwohner des Stadtquartier West fordert die Stadt Neu-Isenburg die Prüfung aktiver Lärmschutzmaßnahmen am Gleis, um einen möglichst optimalen Lärmschutz zu erreichen, der zusätzlich auch städtebauliche und gestalterische Belange berücksichtigt.
    • Hinsichtlich Fischer-Lucius wird gefordert, dass die Maßnahmen mit dem Kleingartenverein abgestimmt werden. Selbstverständlich ist der Lärmschutz auch während der Bauzeit zu gewährleisten.
    • Weiterhin ist während der Bauzeit auch die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer, z. B. in der Bahnhofstraße zu gewährleisten. Dies betrifft insbesondere die Baufelder in der Umgebung des Bahnhofs.

    [...]

  • Ich verstehe nicht, warum N-I so viel Wert auf P+R und Mobilitätsstation in der Pampa (DB Bahnhof N-I) legt.

    Die Mobilitätsstation gehört ins Zentrum.

    P+R kann man sich streiten, aber wenn ich mit meinem PKW schon bis dahin gefahren bin, fahre ich dann auch gleich weiter (mindestens um eine Tarifgrenze).


    Die Kreuzung mit dem Radschnellweges sollte such dort behandelt werden, da gibt es noch mehrere Bahngleise und Straßen zu meistern.

  • Zitat von Condor

    P+R kann man sich streiten, aber wenn ich mit meinem PKW schon bis dahin gefahren bin, fahre ich dann auch gleich weiter

    Bis wohin ? Die P+R-Plätze an der Straßenbahn und am Stadion sind genauso überfüllt wie der vorhandene am S-Bahnhof Neu-Isenburg. An beiden S-Bahnhöfen kannst Du regelmäßig die Reihen parkender Autos sehen, die vom eigentlichen Parkplatz einige hundert Meter in den Wald reichen.

  • Bis wohin ? Die P+R-Plätze an der Straßenbahn und am Stadion sind genauso überfüllt wie der vorhandene am S-Bahnhof Neu-Isenburg. An beiden S-Bahnhöfen kannst Du regelmäßig die Reihen parkender Autos sehen, die vom eigentlichen Parkplatz einige hundert Meter in den Wald reichen.

    Stadion und an der Straßenbahn ist klar, ist nur das TG Frankfurt.

    Für Louisa - N-I zahlt man ein TG mehr. Ohne Jobticket relativ unattraktiv.

  • Auch Langen äußert sich zum Planfeststellungsverfahren, wie die Offenbacher Post berichtet. Langen hat bei den selben Experten, die die NKU für die gesamte RTW erstellt haben, eine NKU für die Verlängerung von Buchschlag nach Langen berechnen lassen. Zwar läge des Gutachten noch nicht vollständig vor, man wisse aber schon, dass das NKV größer 1 sei. Im langener Bahnhof könnte ein Taschengleis geschaffen werden, an dem die RTW-Züge halten und wenden könnten. Darüber hinaus seien keine zusätzlichen Gleise notwendig. Soweit ich mich erinnere, war der Einwand gegen die Verlängerung, dass die vorhandenen Gleise keine Slots mehr für die RTW frei hätten.


    Auch seien keine weiteren Züge oder zusätzliches Personal notwendig. Die Strecke ins Birkengewann wäre immer noch zeitlich länger als die Strecke nach Langen,


    Nach Aussagen des Landkreises sei inzwischen auch die RTW Planungsgesellschaft der Meinung, dass eine Anbindung Langens sinnvoll sei. Es gäbe bereits Gespräche, wie eine Anbindung Langens trotz des bereits laufenden Planfeststellungsverfahrens möglich sei.

  • Bisher sind als Endpunkte N-I und Buchschlag geplant. Dreieich möchte gerne den Umstieg auf die Dreieichbahn für Fahrgäste erleichtern und möchte daher, dass die RTW am gleichen Bahnsteig gegenüber hält. Langen möchte, dass die Bahn dann von Buchschlag weiter nach Lange fährt.


    Dreieich sagt, dass eine Durchbindung auf die Dreieichbahn durch den geplanten Außenbahnsteig erschwert würde. Ich glaube, das dient aber nur als ein weiteres Argument, um ihre Forderung nach einem einfachen Umstieg zu unterstützen und keine ernsthafter Versuch, diese Durchbindung auch zu fordern.

    Einmal editiert, zuletzt von JeLuF ()

  • So wie es verstanden habe, hat sich die RTW PG ausdrücklich weder gegen eine Anbindung von Langen noch der Dreieichbahn ausgesprochen, sie sagen nur, das sei nicht ihre Planungsauftrag, weshalb sie sich damit nicht befassen kann. Im Ergebnisbericht zur frühen Öffentlichkeitsbeteiligung schreiben sie:


    Zitat

    Der Betrieb der RTW wurde durch eine Eisenbahnbetriebswissenschaftliche Untersuchung simuliert. Hier wurden auch die Auswirkungen auf die bereits bestehenden Verkehre, also auch auf die Verkehre der Dreieichbahn untersucht. Das Ergebnis der EBWU zeigt, dass keine negativen Auswirkungen durch die RTW auf die Dreieichbahn zukommen werden. Der Vorhabenträger kann schließlich im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens kein weitergehendes Verkehrskonzept entwickeln. Diese Aufgabe ist gesetzlich den Kommunen zugewiesen. ...


    Zur Anbindung von Langen sagen sie:


    Zitat

    Die vorgeschlagenen Erweiterungen der Infrastruktur liegen nicht innerhalb des Planungsraums der RTW und sind nicht vom Vorhabenziel der RTW umfasst. Entsprechende Verlängerungen bzw. Erweiterungen der RTW sind daher aktuell nicht Gegenstand der Planfeststellung im PfA Süd 1.


    Ob die Anbindung von Langen gut oder schlecht ist, möglich oder nicht möglich ist, mag ja sein, aber ich finde es völlig nachvollziehbar, vor allem aus der Sicht der übrigen RTW-Gesellschafter, dass sich die RTW PG auf ihr Kerngeschäft konzentriert und hinsichtlich ihres Auftrages mal zu Potte kommt, sprich Baurecht schafft.


    Ich verstehe den Ansatz des Kreises Offenbach, aber ich wäre strikt dagegen, deswegen weitere Verzögerungen in Kauf zu nehmen. Ich meine, die RTW mit ihrer Führung nach Buchschlag ist seit 1998 (!) im Gespräch. Ich meine der Kreis Offenbach kann das ganz entspannt diskutieren, aber man sollte etwaige Erweiterung vom jetzigen Projektstand strikt entkoppeln (im Sinne von Redzierung der Komplexität).