Grunderneuerung der Gleise der SL3 , der Straße und der Versorgungsleitungender in DA Bessungen

  • Die FR berichtet unter dem Titel Straßenbahnlinie wird erneuert, dass in Bessugen wohl eine Grunderneuerung der Straße ansteht.
    2024 soll der "Spaß" beginnen und nach zwei Jahren abgeschlossen sein.

    Für mich liest es sich so, dass so etwas auf die Bessunger zukommt, wie es die Oberräder bereits "genossen" haben.

    Nicht falsch verstehen, Erneuerung der Infrastruktur muss sein,- nix hält ewig.

    In dem Artikel steht nun nicht, ob die SL3 während der Bauzeit gekappt wird.

    In Arheilgen wurden doch auch die Grundstückseigenümer zur Kasse gebeten, droht das nun auch in Bessungen?

  • Das ist in diesem Fall, aber auch abhängig vom Eingemeindungsvetrag von 1888 als Bessungen zu Darmstadt kam. Damals hat Bessungen die Darmstädter Stadkasse saniert und Darmstadt sich verpflichtet die Linie 3 zu bauen und zu betreiben. Insofern lohnt sich der Besuch des Stadtarchivs.

  • Das ist in diesem Fall, aber auch abhängig vom Eingemeindungsvetrag von 1888 als Bessungen zu Darmstadt kam. Damals hat Bessungen die Darmstädter Stadkasse saniert und Darmstadt sich verpflichtet die Linie 3 zu bauen und zu betreiben. Insofern lohnt sich der Besuch des Stadtarchivs.

    1888 hat noch niemand an eine Linie 3 gedacht, geschweige sie zu bauen versprochen.

  • 1888 hat noch niemand an eine Linie 3 gedacht, geschweige sie zu bauen versprochen.

    Stimmt. ÖPNV war auch eher für die etwas gehobene Gesellschaft.

    Damals ist man auch etwas längere Strecken gelaufen. Auf der Heidelberger Straße fuhr ja die Dampfbahn nach Eberstadt und Innenstadt. Ein Block weiter westlich war die Main-Neckar-Bahn.

    Die Strecke der Blauen Linie (heute Linie 3) in der Bessunger und Ludwigshöhstraße wurde erst 1903 (also rund 6 Jahre nach der Betriebseröffnung der elektrischen Straßenbahn und 15 Jahre nach der Eingemeindung Bessungens zu Darmstadt) eingerichtet, weil die Stadt Darmstadt auf diese Weise hoffte, Fahrgäste aus Bessungen von der Eberstädter Dampfbahn der SEG (Damals Konkurrenz) abzuwerben.

    Dieselbe Aufgabe hatte auch die neue Grüne Linie in der Mollerstadt in der Elisabethen-, Saalbau- und Heinrichstraße (zur heutigen Haltestelle Eschollbrücker Straße - aber in der Heinrichstraße) oder die weiße Linie in der Verlängerung Bahnhöfe (heute Steubenplatz) - Bismarkstraße - heutige Wilhelm-Leuschner-Straße - Pallaswiesenstraße zum Schloßgartenplatz - mit dem Versuch die Fahrgäste von der Arheilger Dampfbahnlinie von der elektrischen Straßenbahn zu überzeugen.

    Viele Grüße aus Darmstadt - Jörg "Baertram" D.
    RMV senkt die Preise? - Eher fährt unser Tw 37 aus eigener Kraft von Wixhausen nach Leimen.
    Der Bergstraße gibt man 4 Minuten - der Heimstättensiedlung werden sie genommen. Waren das noch Zeiten, als der "H-Bus" von der (Fach-)Hochschule zur Berliner Allee nur 2 Minuten brauchte.

    Einmal editiert, zuletzt von Baertram ()

  • Pallaswiese , da wäre ich mir an Deiner Stelle nicht so sicher. Schau am auf das Datum der Betriebsaufnahme der Straßenbahn.


    Baertram das passt zu meinen Behauptungen:


    Zum einhundertjährigen Jubiläum der Eingemeindung Bessungens wurde der Bau einer Straßenbahn in Bessungen als eine der Vertragsbedingungen erwähnt. Da der Straßenbahnbetrieb am 25. August 1886 begann, kann ich da nicht so falsch liegen. Immerhin wollte das Dorf Bessungen Stadtrechte genießen, hatte ca 3 Millionen Goldmark in der Kasse und Darmstadt war pleite.


    Ich denke die haben sehr wohl schon an die Straßenbahn gedacht, schließlich war Bessungen der Wohnort für die gehobene Beamtenschaft aus der Residenz- und Landeshaupstadt und bis 1903 ist dann auch nicht mehr solang gewesen. Die Honoratioren, wollten damals chon bequem pendeln.