Ginnheimer Kurve

  • Es bewegt sich also doch:


    Heute berichtet die FR unter dem Titel "Stadt prüft neue U-Bahn Linie" "Bis Sommer soll es Auskunft über Kosten und Umsetztung geben" "Über die Möglichkeit einer U-Bahn-Verbindung zwischen Bockenheim und Ginnheim will der Magistrat noch vor der Sommerpause berichten".
    Zwei Varianten sind im Spiel,- die "Ginnheimer Kurve" natürlich :D und eine Trassenführung "Neue Rosa Luxemburg-Straße"diese folgt der Platenstraße östlich des Telekomgeländes und eine Weiterführung über die umgebaute Rosa Luxemburg bis zur Bockenheimer Warte. ?(

  • Es bewegt sich also doch:


    Heute berichtet die FR unter dem Titel "Stadt prüft neue U-Bahn Linie" "Bis Sommer soll es Auskunft über Kosten und Umsetztung geben" "Über die Möglichkeit einer U-Bahn-Verbindung zwischen Bockenheim und Ginnheim will der Magistrat noch vor der Sommerpause berichten".
    Zwei Varianten sind im Spiel,- die "Ginnheimer Kurve" natürlich :D und eine Trassenführung "Neue Rosa Luxemburg-Straße"diese folgt der Platenstraße östlich des Telekomgeländes und eine Weiterführung über die umgebaute Rosa Luxemburg bis zur Bockenheimer Warte. ?(


    Der Artikel ist inzwischen auch online: Stadt prüft neue U-Bahn-Linie Aber wirkliche neue Erkenntnisse liefert der Artikel eigentlich nicht. Den Status "in Prüfung" hat die Ginnheimer Kurve ja schon länger?

    Gruß Tommy

  • Neu ist (zumindest für mich), dass es im Sommer nun eine erste valide Kostenschätzung geben wird. Auch die Prüfung einer alternativen Streckenführung entlang des Telekomareals finde ich gut. Bin gespannt um wieviel teurer die Ginnheimer Kurve ggü. der "Telekomtrasse" sein wird und ob diese Mehrkosten duch einen höheren Nutzen (Stichwort Anbindung Uni) kompensiert werden oder nicht. Bei einem positiven KNF könnte dem Projekt der nahende Kommunalwahlkampf zu Gute kommen. Immerhin käme der Lückenschluss mehreren Stadtteilen zu Gute, welche dann eine direkte (und schnelle) Verbindung zum Hbf hätten.


    Vor wenigen Tagen wurde durch das Land Hessen übrigens der PFB für den Alleentunnel aufgehoben, siehe hier: https://wirtschaft.hessen.de/p…ankfurter-alleetunnel-auf

    Zitat

    Mit der Aufhebung des Beschlusses verlieren auch die an den Tunnel anschließenden Planungsabschnitte der A 66 Alleenspange und des Seckbacher Dreiecks ihre Begründung.


    Damit wäre auch dieses planungsrechtliche Hindernis aus dem Weg geräumt. :thumbsup:

    Einmal editiert, zuletzt von Forumstroll ()

  • Bei einem positiven KNF könnte dem Projekt der nahende Kommunalwahlkampf zu Gute kommen.


    Ich will nicht ausschließen, dass das ein Stück weit bewusst so terminiert ist. So kann damit zweimal Wahlkampf gemacht werden - einmal mit der Ankündigung, planen zu wollen, und einmal mit der Ankündigung, bauen zu wollen. Offizieller und ein Stück weit valider Grund für die Verzögerungen ist aber m.W., dass die Personalkapazitäten bei der Stresemannallee und beim Europaviertel gebunden waren. Da sind die Planer jetzt fertig, also können sie sich mit voller Kraft auf das nächste Projekt stürzen.

    Forbetter your English: What hold you from the doublestickdare of the German Lane?

  • Unwissend und unbedarft gefragt:


    Welche Variante hat denn die größeren Chancen, welche wäre besser?


    Eine Teilantwort hat Forumstroll schon gegeben. Weiter ausgeführt: Die bessere Erschließung bietet die Ginnheimer Kurve - nicht nur wegen der Uni, auch für die Platensiedlung gibt es eine Station mittendrin und nicht am Rand. Die "Telekomstrecke" ist billiger (etwas kürzer, Station im Einschnitt an der Uni entfällt) und bietet eine etwas kürzere Fahrzeit. Von daher gibt es keinen eindeutigen Favoriten (es sei denn, bei "besser" ist nur der Nutzen ohne Betrachtung der Kosten gemeint, dann auf jeden Fall Ginnheimer Kurve). Was die Chancen anbelangt, gibt es außer Kosten und Nutzen aber noch einen weiteren Aspekt. Der Umbau der Rosa-Luxemburg-Straße ist noch nicht definitiv beschlossen. Ohne den funktioniert die Telekomstrecke aber nicht (jedenfalls nicht genau so wie von AS&P vorgeschlagen - allenfalls westlich an der Telekom vorbei, das aber mit einigen Problempunkten). Die Ginnheimer Kurve ist in beiden Fällen möglich, mit nur geringfügigen Unterschieden bei der Streckenführung.

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  • Hallo,


    von der Ginnheimer Kurve gibt es ja schon Pläne/Vorschläge für den Verlauf durch die Bürgerinitiative. Gibt es sowas (Grafik/Planung) auch von der "Telekomstrecke"? Nur, damit man sich das auch mal bildlich vorstellen kann...


    Gruß
    Kai

  • Mal grob gesagt den Verlauf der Rosa-Luxemburg-Strasse folgend, zumindest Ginnheim - Bundesbank. Spannend wäre nur die Querung der A66 /AS Miquellallee, da sind mehre Optionen möglich.
    (Den genauen Verlauf kenne ich auch nicht)
    Ob die T-Variante so viel günstiger wäre, ja nach Ausführung, weiß ich auch nicht. Hat aber den Vorteil als gemeinsames Projekt mit der Rosa-Luxemburg-Strasse verbunden zu werden.


  • Da sind die Planer jetzt fertig, also können sie sich mit voller Kraft auf das nächste Projekt stürzen.


    Nur damit keine Mißverständnisse aufkommen. Das die Planungen "jetzt erst ins rollen kommen" war nicht als Vorwurf gemeint, sondern so gemeint, wie Reinhard es oben geschrieben hat. Da die Planer jetzt mehr Ressourcen zur Verfügung haben (neben Stresemannallee und Europaviertel zähle ich noch den Umbau der Eckenheimer Ldstr und Gateway Gardens dazu) kann man sich in der Tat voll auf das Projekt stürzen. Und sollte der KNF über 1 sein (was ich sehr stark hoffe), dann kommt in der Tat der nahende Kommunalwahlkampf ins Spiel. Denn dann werden es sich die Grünen kaum nehmen lassen, das Projekt zur Planfeststellung voran zu treiben. Und da es ein Stadtbahnprojekt ist. frohlockt auch die CDU. Beide Parteien können es sich kaum leisten, dieses Projekt durch Untätigkeit der Opposition auf dem Tablet zu servieren. Man sollte das Projekt in meinen Augen schnellstmöglich zur Baureife, sofern der KNF von über 1 gegeben ist. Denn wenn das GVFG neu verfasst wird und nach 2019 weiter gültig ist, dann kann man sofort Fördergelder beantragen, da es durch den KNF von über 1,0 die Förderkriterien erfüllt und planfestgestellt ist.

  • Es freut mich auch sehr, dass nun endlich wieder Schwung in die Sache kommt. Das dürfte natürlich damit zusammenhängen, dass die meisten anderen Projekte eingetütet sind. Mindestens genauso elementar ist die Tatsache, dass die endgültige Streichung der Alleenspange/Verbindung der A66 Teilstücke ja erst vor wenigen Tagen aus Wiesbaden gemeldet wurde. Ohne diese formelle Herausnahme aus dem Verkehrwegeplan hätte man wahrscheinlich weiter die Füße still gehalten (still halten müssen).


    Auch wenn ich ein großer Freund der Rosa-Luxemburg-Neuplanung bin, so bin ich davon überzeugt, dass jeder Euro in die Umsetzung der Ginnheimer-Kurve-Planungen besser verwendet ist. Die Frankfurter Uni hat mittlerweile über 40.000 Studenten von denen min. die Hälfte zum Campus Westend muss. Würde man diese einmalige Chance vertun, den Campus direkter bzw. zusätzlich zur Holzhausenstraße an das Netz anzuschließne, muss man von einem Schildbürgerstreich sprechen. Die A-Strecke und insbesondere die alte und viel zu klein konzipierte Station Holzhausenstraße sind mEn weit über Limit.


    Nichtsdestotrotz hoffe ich, dass die neue Rosa-Luxemburg kommt, aber ohne Stadtbahn via Telekom.

  • Unter Zuhilfenahme der Forensuche, fand ich dies:


    Umbau Rosa Luxemburg



    Uuhh. Die Station Grüneburgpark hätte ja gleichen Charme wie Niddapark.


    Ob eine derartige Verkehrstrasse durch ein Wohngebiet keine Trennwirkung aufweist, wage ich mal zu bezweifeln (Diskussionen um Echersheimer Landstr, Riedberg, Europaallee, Mainzer Landstrasse usw)
    Das Verkehrsaufkommen der R-L- ist nicht gerade gering.

  • NaJa, morgends gibt es in Richtung Bockenheim Rückstau (A66 und R-L).


    Ich finde die Aufenhaltsqualität an den Stationen im Mittelstreifen mehrspurigen Strassen nicht gerade toll, es gibt Lärm, Dreck, Spritzwasser usw.
    Ich hatte gehofft, die Zeiten derartigeer Monsterplanung wäre vorbei

  • Wenn in Frankfurt so ein Projekt angegangen wird, dann natürlich in der maximalen Billolösung, wer hat es schon nötig langfristig zu denken. Und wenn sich das Ganze nur im Zusammenhang mit der Rosa-Luxemburg-Straße realisieren lässt, dann wartet man auch gerne noch 20 Jahre, bis dort die Pfeiler endgültig anfangen zu zerbröseln. Vor Wahlen kann man das Thema ja immer mal wieder kurzfristig aufwärmen und aufgrund langatmiger Sondierungen mit Bürgerinitiativen danach wieder einschlafen lassen. Es drängt dann zwar langsam auch die Zeit, da der A-Strecken-Tunnel grundsaniert werden muss und für ein Jahr gesperrt wird und eigentlich eine zweite Nord-Süd-Verbindung hilfreich wäre, aber vielleicht kann man für die Zeit auch einen Ersatzverkehr mit Taxen realisieren. Nach langem Hin und Her, diversen Klagen wegen zuvor weltweit unbekannter Nidda-Sumpffrösche etc. Eröffnungsfahrt über den Lückenschluss dann mit dem neuen U6-Wagen im Dezember 2039. Wer Sarkasmus findet, darf ihn behalten - ich hoffe selbst, dass ich daneben liege.

    Gebenedeit sei dieses Forum.

    Einmal editiert, zuletzt von Don Bosco ()

  • Ohje, da ist der Verkehrsinfarkt vorpgrogrammiert. Momentan fließt der Verkehr auf der Rosa-Luxemburg-Straße, wenn dieser Szenario kommt insbesondere mit dem Kreisel am Miquellknoten ist es damit vorbei.


    Aus diesen Skizzen im Briefmarkenformat bei AS&P gehen doch noch gar keine Details hervor. Weder wo genau die Stadtbahn an die Oberfläche kommen soll, noch wie der Kreisverkehr genau aussehen soll. Es besteht z.B. die Möglichkeit die Nord-Süd-Fahrtrichtung ebenso wie die Stadtbahn mit einem kurzen Tunnel unter dem Kreisverkehr hindurch zu führen. Beispiele: Unterschweinstiege oder Hugo-Eckener-Ring (zwar oben eine Kreuzung, aber gleiches Prinzip).


    Ebene -1: Tunnel für Stadtbahn und Geradeausverkehr: Miquelallee-Süd - Rosa-Lux
    Ebene 0: Kreisverkehr für Links- und Rechtsabbieger: Miquelallee-Süd / Rosa-Lux / A66 / Miquelallee-Ost
    Ebene +1: Brücke für Geradeausverkehr: A66 - Miquelallee-Ost


    Über separate Fahrspuren könnten die Rechtsabbieger den Kreisverkehr außerdem noch umfahren. Dann würden nur noch die Linksabbieger den Kreisverkehr benutzen.


    Optimierungsmöglichkeiten gäbe es also genug. Deshalb abwarten bis mehr Details bekannt werden!


  • Aus diesen Skizzen im Briefmarkenformat bei AS&P gehen doch noch gar keine Details hervor. Weder wo genau die Stadtbahn an die Oberfläche kommen soll, noch wie der Kreisverkehr genau aussehen soll.


    Das Problem ist, daß überhaupt daran gedacht wird die Stadtbahn oberirdisch zu führen! Man plant eine Straße mit vier Fahrstreifen und mittendrin die Stadtbahn. Das ist die Eschersheimer Landstraße in Neuauflage, ob die Stadtbahn vor oder hinter dem Miquellknoten an die Oberfläche geführt wird, ist dabei unerheblich. Einzig sinnvoll wäre es sowohl die Straße als auch die Stadtbahn bis westlich der Ginnheimer Landstraße im Tunnel zu führen! Weil nur dadurch der Krach und Dreck von den Anwohner ferngehalten werden kann. Es gibt Pläne neben dem Riedberg noch weitere Stadtteile im Norden zu errichten, da ist eine leistungsfähige Straße notwendig. An der Oberfläche (Platenstraße) wäre dann eine nur normale zweispurige Straße zur Erschließung notwendig.


    K-Wagen , ja und desto schockierender empfinde ich, daß dieser Unfug noch immer in der Stadtverwaltung als akzeptabel betrachtet wird.