Modernisierung Bf F-Griesheim

  • Ich meine die an 2 Stellen abgesenkte Bordsteinkante auf Seite 2.

    Wenn wir die gleiche PDF meinen. 😉

    Aber eine Einbindung des Gemeindegartens in den komplexen Straßenknoten für Kfz sehe nicht. 🤷‍♂️

    Eine Durchfahrt für Müllfahrzeuge ist vermutlich auch für Kfz geeignet.

  • Eine Möglichkeit wären versenkbare Sperrpfosten, die von Müll- und Einsatzfahrzeugen elektronisch ferngesteuert werden.


    An der Zeil gibt es die doch schon, oder werden die manuell gesteuert ? Aber bis das Projekt in Griesheim umgesetzt ist, sind wir vielleicht in Frankfurt so weit, solche Sperren auch elektronisch von autorisierten Fahrzeugen fernsteuern zu können.

  • Aber wir brauchen doch für eine Bim keine Gleisschleife mehr :). Aber natürlich braucht es trotzdem Platz für 2 Wendegleise.


    Na ja, wie gut die Abstimmung zwischen Planungs- und Verkehrsdezernat läuft, sehen wir ja auch bei der Diskussion um die Hauptwache. :(

  • Stimmt,- es soll doch zukünftig wieder eine Bim dort hin fahren? Dies findet in den aktuellen Plänen keine Berücksichtigung?

    Das bleibt abzuwarten, (leider).

    In etwa dort, wo die Bushaltestellen der 59 geplant sind, ist es aber durchaus möglich. Für die Straßenbahn müsste sowieso die Straße (wieder) umgebaut werden.

  • Die FNP berichtet über vorbereitende Maßnahmen am Bahnhof Griesheim. Metallstützen seien aufgestellt worden, die das Bahnsteigdach stabilisieren sollen. Anfang nächsten Jahres soll dann mit der Modernisierung der östlichen Unterführung begonnen werden.


    In dem Artikel wird auch erwähnt, dass die Oberleitungen sanierungsbedürftig seien. Am Mittwoch, dem 16. Februar, sei eine Oberleitung am Gleis 1 gerissen und auf eine S-Bahn gefallen.

  • In dem Artikel wird auch erwähnt, dass die Oberleitungen sanierungsbedürftig seien. Am Mittwoch, dem 16. Februar, sei eine Oberleitung am Gleis 1 gerissen und auf eine S-Bahn gefallen.

    was ist das denn für ein Unsinn (seitens der FNP)? Neue Masten müssen aufgestellt werden, weil ein Draht riss?


    Und JeLuF gibt den Text richtig wieder:

    In einem ersten Schritt, so erläutert die Sprecherin, würden dabei die Oberleitungsanlagen an Gleis 1 sowie an den Abstellgleisen 207 und 256 umgebaut sowie Fundamente und Schaltermasten aufgestellt werden.


    Offenbar ist das nötig: Am vergangenen Mittwochmorgen - die Stützen standen bereits - war an Gleis 1 eine 15-Kilovolt-Oberleitung über einer gerade in Richtung Frankfurt fahrenden S-Bahn der Linie S 2 gerissen und auf den Zug gefallen.

  • Für den Laien erscheint mir das eine nicht ganz unlogische und vor allem zeitlich sehr naheliegende Schlussfolgerung.

    Möglich, aber ich halte das für sehr gefährliches Halbwissen: wenn die Oberleitung reißt, ist das eben kein Indiz dafür, dass die gesamte Oberleitungsanlage sanierungsbedürftig ist. Mit solchen Artikeln im Hinterkopf wird d* geneigte Leser*in beim nächsten Oberleitungsschaden denken, dieser zeige ein sanierungsstaubedingtes Sicherheitsproblem auf und sich hernach unsicher fühlen.

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  • Sofern die Oberleitung "nur" erneuert werden müsste, wären keine neue Masten an neuer Stelle erforderlich. Hier findet aber ein Umbau der Oberleitung statt. In Griesheim sind teilweise noch Quertragstützpunkte vorhanden, diese werden nur auf Einzelstützpunkte umgebaut. Ein Grund dafür ist, dass neben einer elektrischen Trennung auch eine mechanische Trennung der Fahrleitungsanlage erfolgt. Einfach formuliert: Jedes Gleis hat seine eigene Fahrleitung, die unabhängig von der anderen Fahrleitung ist.


    Teilweise ermöglichen Einzelstützpunkt auch niedrigere Bauhöhen bei den Fahrleitungsmasten. An einem Einzelstützpunkt können auch zwei Ausleger montiert sein, kennzeichnend ist vielmehr, dass die Kräfte nicht von einem auf die andere Fahrleitung übertragen werden.

  • Mit solchen Artikeln im Hinterkopf wird d* geneigte Leser*in beim nächsten Oberleitungsschaden denken, dieser zeige ein sanierungsstaubedingtes Sicherheitsproblem auf und sich hernach unsicher fühlen.

    Ich finde, man darf sich berechtigterweise unsicher fühlen, wenn man hört, dass 15kV-Leitungen in Bahnsteignähe reißen und auf Züge fallen. Das hört sich für mich als Laien erst einmal nicht ganz ungefährlich an, und ich hätte die Erwartung, dass die Sicherheitsmargen hoch genug angesetzt sein sollten, dass dies nicht normal ist. (s.a. «The front fell off»)

  • Die Betonung lag auf sanierungsstaubedingt. Oberleitungsrisse sind ärgerlich, aber nicht unerwartet, und haben nichts mit dem Sanierungszustand der Masten zu tun. (Die Frage der Querträger, die Ole angebracht hat, ist lediglich, wie groß die dadurch verursachte Störung ist.)

  • OK, da habe ich vielleicht Vorurteile. Bei Störungen bei der Bahn denke ich zuerst an Sanierungsstau, und erst im zweiten oder dritten Gedanken an Fertigungsfehler.

    Aber auch das ist es halt nicht. Auch frisch aufgehängte, ordentlich gefertigte Oberleitungen, die mit frisch angeschraubten, ordentlich gefertigten Stromabnehmern befahren werden, können reißen, wenn die Umstände ungünstig sind.

  • Ich finde, wir könnten die Diskussionsteile um gerissene Oberleitungen auslagernen in einen eigenen Thread. Und für diesen ziehe ich gleich die mich jetzt interessierende Frage hinterher:


    Ich finde auch, dass man vergleichsweise oft von gerissenen Oberleitungen/Fahrdrähten hört. Ich habe es oft als Fahrgast beim tagtäglichen Pendeln selbst erlebt (eine Störung auf meiner Relation, wegen eines Oberleitungsschadens), man liest es oft in der freien Presse und hier im Forum tauchen solche Störungsmeldungen auch immer wieder auf.


    Das wirkt auf mich, als sei das eine gewisse Schwachstelle des Systems. Ist das so? Und wenn ja, warum eigentlich?


    Der Druck der Stromabnehmer kann es ja eigentlich nicht sein. Seit der Eröffnung des Betriebshofes Ost, wo man auf dem Erdboden stehende Stromabnehmer berühren und bewegen konnte, weiß ich, dass die Federn ganz weich und der Druck nach oben sehr leicht ist.


    Was sind also ungünstige Umstände, die zum Abreißen von Oberleitungen führen können?

    "Phantasie ist wichtiger als wie wo Wissen!"


    (Etwas frei nach Albert Einstein)

  • Möglich, aber ich halte das für sehr gefährliches Halbwissen: wenn die Oberleitung reißt, ist das eben kein Indiz dafür, dass die gesamte Oberleitungsanlage sanierungsbedürftig ist. Mit solchen Artikeln im Hinterkopf wird d* geneigte Leser*in beim nächsten Oberleitungsschaden denken, dieser zeige ein sanierungsstaubedingtes Sicherheitsproblem auf und sich hernach unsicher fühlen.

    Unwissen fände ich jetzt treffender als Halbwissen. (Wobei ich auch nicht von jedem Journalisten erwarte, dass er Experte für alles ist.)

  • Unwissen fände ich jetzt treffender als Halbwissen.

    Das durch den Artikel implizierte „Wissen“ ist eben: Oberleitungsschaden = höchste Zeit zur Sanierung. Das bleibt halt nicht als „ich habe keine Ahnung, was da passiert“ (das wäre Unwissen).