Ausschreibung / Bestellung T-Wagen

  • Hmm, ich hab so das Gefühl, dass der T-Wagen aus dem Hause Siemens kommt. Vielleicht der Typ Avenio, abgestimmt auf Frankfurter Tram-Verhältnisse???

    ''Bis dahin aber erbitte ich von unserer Bürgerschaft dreierlei: Geduld... Geduld... und noch einmal: Geduld.''

  • So wie das Verfahren ablaufen soll, scheint mir eine solche Mutmaßung doch etwas verfrüht, oder?


    Zitat

    Im Teilnahmewettbewerb werden aufgrund der eingereichten Teilnahmeanträge sowie Dokumente, Erklärungen und Nachweise diejenigen geeigneten Bewerber ausgewählt, die zur Abgabe eines Ersten Angebots aufgefordert werden. Es ist beabsichtigt - soweit eine hinreichende Anzahl von Bewerbungen geeigneter Bewerber vorliegt - sechs (6) geeignete Bewerber zur Abgabe eines Ersten Angebots aufzufordern.
    Das Verhandlungsverfahren erfolgt nach Abschluss des Teilnahmewettbewerbs in einem gestuften Verfahren voraussichtlich in zwei Phasen. Die im Teilnahmewettbewerb ausgewählten Bewerber werden aufgefordert, ein indikatives Erstes Angebot einzureichen. Der AG wird die ausschreibungskonform eingereichten indikativen Ersten Angebote anhand der in den Vergabeunterlagen bekannt gemachten Bewertungsmatrix bewertenund eine Rangliste erstellen. Es ist geplant die vier (4) bestplatzierten Bieter - sofern eine hinreichende Anzahl an wertungsfähigen Angeboten vorliegt - als bevorzugte Bieter auszuwählen. Mit den bevorzugten Bietern wird der AG Verhandlungen durchführen. Im Anschluss an die Verhandlungen wird der AG die einheitlichen Anforderungen an die finalen Angebote gegenüber den bevorzugten Bietern festlegen und insbesondere auch einen konsolidierten Vertragsentwurf vorlegen. Die bevorzugten Bieter werden aufgefordert, ein Binding and Final Offer (BAFO) abzugeben.
    Der AG wird die BAFOs anhand der in den Vergabeunterlagen bekannt gemachten Zuschlagskriterien und der Bewertungsmatrix bewerten. Der AG behält sich vor, eine weitere Verhandlungs- und Angebotsrunde durchzuführen.

    Da fließt noch viel Wasser den Main runter...

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  • Interessant, dass es schon so weit ist, dass die R-Wagen ersetzt werden sollen.
    Vorteil für den Museums-R-Wagen: Er muss nicht in seine Ursprungslackierung zurückversetzt werden. :D

    Vollkommen Großartiges Forum

  • Interessant, dass es schon so weit ist, dass die R-Wagen ersetzt werden sollen.
    Vorteil für den Museums-R-Wagen: Er muss nicht in seine Ursprungslackierung zurückversetzt werden. :D


    Na, ja. Wenn wirklich 2023 schon die ersten T-Wagen geliefert weden, sind die ältesten
    auszutauschenden R-Wagen auch schon 30 Jahre unterwegs. :D

  • Interessant, dass man zunächst nur 38 Fahrzeuge bestellen möchte.


    Demzufolge wird es bei Veranstaltungen in der Commerzbank Arena auch zukünftig Taktausdünnungen auf einigen Linien geben, schade!

    Einmal editiert, zuletzt von S-Wagen 253 ()

  • Die Frage ist, ob man wirklich mit jedem ankommenden T einen R abstellt oder erst zwei, drei Wagen kommen läßt bevor die "fertigsten" R abgestellt werden. Bis der letzte geht, kann man ja die Option einlösen.

    Dank Petra werde ich zum Kunstkenner. Je öfter ich das Gebrabbel höre, desto mehr verstehe ich van Gogh.

  • Vor allem frage ich mich auch, ob für zukünftige Neubauprojekte, z.B. Ringstraßenbahn, ein erhöhter Fahrzeugbedarf erforderlich ist.

    Ein Taktfahrplan für alle, alle für einen Taktfahrplan.

  • Bis das spruchreif wird, fahren in Frankfurt W- und X-Wagen. (U ist ja vergeben und V gab es auch schon, ich denke man besetzt das nicht mehr)

    Dank Petra werde ich zum Kunstkenner. Je öfter ich das Gebrabbel höre, desto mehr verstehe ich van Gogh.

  • Ich frage mich, ob die Entscheidung für neue Straßenbahnwagen wirklich schon gefallen ist.


    Einerseits scheint mir das Ausschreibungsverfahren sehr aufwendig gestaltet zu sein, falls es nur darum ginge, die Optionen Neuanschaffung vs. erneute Modernisierung R-Wagen gegeneinander abzuwägen.


    Andererseits finde ich die Ausschreibung von exakt 38 Wagen (plus Option) schon erstaunlich, wo doch bereits heute eine gewisse Wagenknappheit herrscht und Angebotserhöhungen ("steigende Einwohnerzahlen") und Streckenerweiterungen im Raum stehen. Zumindest die zwei (drei?) Reserve-Pt hätte man doch in die Ersatzbeschaffung einrechnen können.


    Vielleicht sind die R-Wagen aber doch schon ziemlich fertig und die "38" ist halt einfach die absolute Untergrenze.


    Was meint Ihr?

  • Vielleicht überlegt man auch, noch ein paar Ptb zu Pt zurück zu bauen und als Reserve oder Linie 20 vorzuhalten, während der 148 geschont wird und nur noch museal eingesetzt wird. Vielleicht findet man keine Käufer, und Schrott bringt im Moment auch recht wenig Geld...

    Dank Petra werde ich zum Kunstkenner. Je öfter ich das Gebrabbel höre, desto mehr verstehe ich van Gogh.

  • Unsicherheiten wie Netzerweiterungen (ist in Frankfurt leider eine Unsicherheit) kann eben nicht in eine Bestellung "einfach Mal so" eingerechnet werden. Dazu eben die Optionen.
    Sehr knapp kalkuliert finde ich das allerdings auch, gerade auch mit den HVZ Takt Verdichtungen . Da Vorrangschaltungen usw. nicht unbedingt so gerne gesehen sind, geht es wohl zu Lasten der Wendezeit. Oder einige R bleiben so lange es geht für die HVZ Leistungen im Einsatz.

    Einmal editiert, zuletzt von Condor ()

  • Wenn ich die Ausschreibung richtig gelesen habe, steht da in puncto Laufzeit des Vertrages 1.6.2018; selbst wenn die Einzelheiten, wozu vielleicht auch die Lieferzeiten gehören, noch verhandelt werden, ist doch mit einer zeitnahen Entscheidung zu rechnen. In einem zeitlichen Horizont bis - sagen wir - Ende 2018 ist aber mit einer Entscheidung in Sachen Ringlinie dahin, dass man sagen könnte, wann sie in Betrieb ginge, nicht zu rechnen. D.h. künftige Bedarfe sind sinnvollerweise erst dann auszuschreiben, wenn sie hinreichend konkret sind; vorerst dürfte die Option dafür ausreichen.


    Was die Fahrzeugreserve angeht, ich glaube nicht dass man einfach mal ein paar Fahrzeuge mehr bestellt, um sie nicht regelmäßig einzusetzen. Wenn ein Fahrzeug 2 Mio € kostet, und für die Finanzierung 2% Zinsen aufgewendet werden, sind es anfänglich 40.000 €/a Finanzierungskosten, denen kein Mehrerlös gegenübersteht, denn vergütet wird die VGF nach Fahrplankilometern. Aus kaufmännischer Sicht muss man sich schon genau überlegen, wieviel Fahrzeugreserve man sich bei der feststehenden Vergütung leisten will.

  • Vor allem frage ich mich auch, ob für zukünftige Neubauprojekte, z.B. Ringstraßenbahn, ein erhöhter Fahrzeugbedarf erforderlich ist.


    Ist ja im Interesse der VGF (und einigen zynischen Fahrgästen), erstmal die R-Wagen zu ersetzen. Hinterher kann man die T-Wagenbestellung ja weiter aufstocken - wenn denn die Kohle stimmt...

    ''Bis dahin aber erbitte ich von unserer Bürgerschaft dreierlei: Geduld... Geduld... und noch einmal: Geduld.''

  • Nick22:

    Zitat

    Muss dich leider enttäuschen es wird Bombardier Transportation werden mit der Ankündigung das es nicht wie der U5 Wagen aussehen wird.


    Ich kann in diesem Satz der VGF Presseerklärung:


    Zitat

    Im Lastenhaft, das die VGF zurzeit erarbeitet, wird der „S“-Wagen des kanadischen Herstellers Bombardier Transportation als Referenz-Fahrzeug herangezogen, was natürlich nicht heißt, daß der „T“-Wagen genauso aussehen wird.


    nicht erkennen, dass BOMBARDIER der Hersteller des T-Wagens sein wird. Der S-Wagen wird lediglich als Referenz-Fahrzeug dienen. Dies bedeutet nicht mehr und nicht weniger, dass das neue Fahrzeug niederflurig, kuppelbar und eine Klimanalage haben muss,- und noch so ein paar Kleinigkeiten.


    Es kann wohl auch keine Entscheidung fallen, wer den Auftrag erhält, bevor die Angebote der Hersteller vorliegen.
    Es ist wohl eher so, dass sich BOMBARDIER anstrengen muss um einen Auftrag der VGF zu erhalten.

  • Für Aussagen müssen Einzelheiten der Forderungen bekannt sein. So lange nicht mal mehr bekannt ist als Breite und Länge (anhand der Infrastruktur ) ist alles reinste Spekulation.
    Neben den "Altherstellern" Bombardier und Siemens gibt es genug Neue, wie aktuelle Lieferungen nach Deutschland zeigen. Von daher könnten die Fahrzeuge auch aus Polen oder Spanien kommen, nur um zwei Beispiele zu nennen


    Das sie nicht so Aussehen wie die U5 dürfte wohl sowieso klar sein, da der U5 ein Hochflurwagen ist, außerdem zu breit und (vermutlich ) zu kurz. :D

    Einmal editiert, zuletzt von Condor ()

  • Ich teile die Aussage, das wir erstmal die Ausschreibung bzw. Prä-Qualifikation abwarten sollten.


    In den Ausschreibungsunterlagen wird gefordert:


    - Ein Umsatz von 100 Mio €. In den letzten 3 Jahren. (Ich vermute pro Jahr). { III 1.2) 3.}


    - Sowie Erfahrung in den letzten 3 Jahren mit Zulassung einer Straßenbahn nach BO Strab.


    Klingt so, als will man damit osteuropäische bzw. Kleinhersteller außen vorlassen? CAF (Spanien) & Solaris (Polen) könnten diese Schwelle vermutlich überspringen? (Erst recht wenn man den Bus-Umsatz bei Solaris dazu nimmt?). Skoda liefert zwar bald nach Chemnitz(?), ich glaube man hat mit der Zulassung noch nicht begonnen. Pesa dürfte die 100 Mio € nicht erreichen und hat auch kein BO STrab zugelassenes Fahrzeug vorzuweisen? Der deutsche Hersteller "Heiterblick" dürfte ebenfalls zu wenig Umsatz haben?


    Ich vermute, es wird dennoch auf Bombardier hinauslaufen. Nach dem S-Wagen und dem U5-Typ ja so etwas wie der Hauslieferant.


    Geforderte Längen der T-Wagen sind öffentlich noch nicht bekannt? Ich würde auch 5 bzw 6 teilige Fahrzeuge in Frankfurt begrüßen. Mit Referenz könnte auch gemeint sein, 3 teilige Fahrzeuge mit jeweils Mitteleinstieg.