Ausschreibung / Bestellung T-Wagen

  • Die im Tweet von Florian Ossig geäußerte Idee, die Bahnen auf der Schiene zu transportieren, finde ich gut.


    Natürlich nicht - wie der weitere Tweet nahelegt - selbstfahrend auf den Schienen, sondern auf Güterwagen. Natürlich müsste der Güterwaggon (nicht der T-Wagen!) in Portbou umgespurt werden, aber das dürfte bei der so langen Strecke wenig ins Gewicht fallen. Oder wäre die Güter-Schiene für einen einzelnen Wagen gegenüber dem LKW sehr unwirtschaftlich ?

  • Wer will denn Güter auf der Bahn haben? In der Vergangenheit zumindest kaum einer ernsthaft. Es sind wahrscheinlich schlicht wirtschaftliche Gründe, derartige Transporte auf der Straße abzuwickeln.

  • Neue Frankfurter Straßenbahnen: VGF bestellt weitere „T“-Wagen

    Auftrag für Alstom auf 58 Fahrzeuge aufgestockt.

    Die VGF wird 13 weitere Straßenbahnen des Typs „T“ bestellen. Sie ergänzen die vorhandene und laufende Bestellung von 45 neuen Bahnen, die der Hersteller Alstom liefert. Insgesamt wird die VGF – beginnend im Laufe des Jahres 2022 und dann Fahrzeug für Fahrzeug – 58 „T“-Wagen in Betrieb nehmen. Sie ersetzen zunächst die noch betriebenen Hochflurbahnen des älteren Typs „Pt“ und dann die erste Serie der „R“-Wagen.


    „Die Entscheidung, die Kaufoption über 13 weitere Bahnen zu nutzen, ist zukunftsweisend. Die Stadt Frankfurt und ihr Verkehrsunternehmen VGF setzen konsequent auf den Ausbau des öffentlichen Verkehrs – sowohl was das Angebot, als auch seine Qualität angeht“, sagte Mobilitätsdezernent Stefan Majer. Er bezieht sich darauf, daß zwölf der 13 weiteren Fahrzeuge 40 Meter lange Vierteiler sein werden. Deren Anteil an der Gesamtbestellung wird damit auf 34 Bahnen steigen. Die Fahrzeuge verfügen über ein 8,5 Meter langes Mittelteil, das die dreiteilige und 31,5 Meter lange Basisversion auf besagte 40 Meter verlängert. Sie bieten 78 Sitz- sowie 170 Stehplätze. Mit Blick auf steigende Einwohner- und in Normaljahren auch wieder steigende Fahrgast-Zahlen vergrößert die VGF mit dieser Bestellung nicht nur ihre Straßenbahn-Flotte, sie erhöht mit den längeren Fahrzeugen auch die Kapazität auf einzelnen Straßenbahn-Linien – ohne Fahrplan-Veränderung. 24 der 58 neuen Bahnen – mit 56 Sitz- und 135 Stehplätzen – sind wie in Frankfurt üblich dreiteilig, so auch das erste Fahrzeug, das die VGF im Mai präsentieren möchte.


    Bei den neuen Bahnen handelt es sich um Fahrzeuge des Alstom-Typs „Citardis SX05“. In Frankfurt ist seit Lieferung der ersten Einheitswagen 1899, die als Typ „A“ bezeichnet wurden, eine Klassifizierung entlang des Alphabets üblich, weshalb die neuen Fahrzeuge von der VGF als „T“-Wagen geführt werden. Alle „T“-Wagen sind 100% niederflurig, die Einstiegshöhe liegt 30 Zentimeter über dem Straßenniveau, was das System fahrzeugseitig barrierefrei macht.

    Gruß Tommy

  • Eine gute Nachricht ist insbesondere, dass die 40m-Version nachbestellt wurde. Höchste Zeit, dass Ffm von den 30m-Dorfstraßenbahnen wegkommt, um es mal polemisch zu formulieren.


    Edit: Ebenfalls gut, dass weiterhin betont wird, nur die erste Bauserie der R-Wagen zu ersetzen. So erhält man wirklich einen substanziellen Fahrzeugaufwuchs.

    Einmal editiert, zuletzt von Henning H. ()

  • Naja wie lang könnten den theoretisch, die Straßenbahnen in Frankfurt sein? Sehr enge Verhältnisse usw. Lassen mehr nicht zu. Was wäre den ideal? 50m?

    Einmal editiert, zuletzt von Haroon ()

  • Zitat von Bernemer


    Sehr schön! Damit reduziert sich der Fahrzeugmangel fürs Straßenbahnkonzept also rechnerisch auf nur noch zwei Fahrzeuge

    Und wenn wir dann noch unsere alten Schätzchen länger behalten, haben wir sogar noch eine Reserve. :)

  • Naja wie lang könnten den theoretisch, die Straßenbahnen in Frankfurt sein? Sehr enge Verhältnisse usw. Lassen mehr nicht zu. Was wäre den ideal? 50m?

    Ideal sind genau die jetzt bestellten 38,5 Meter, da sie gerade noch an den 30-Meter-Haltestellen halten können.

  • Oder 37,5m, um bei Doppeltraktion nicht über 75m zu kommen. Wie erwähnt, sind die Haltestellenlängen, besser gesagt die Bahnsteiglängen, einer der großen limitierenden Faktoren. Die erstenen Verlängerungen von Bahnsteigen / Haltestellen stehen ja demnächst an.


    Eine gute Nachricht ist insbesondere, dass die 40m-Version nachbestellt wurde. Höchste Zeit, dass Ffm von den 30m-Dorfstraßenbahnen wegkommt, um es mal polemisch zu formulieren.

    Kann man sehen wie mal will, die U5 sind auch nur dorfmäßige 25m lang. Und die S können ja durchaus mit Beiwagen oder in Doppeltraktion verkehren. Womit wir wieder bei den besagten Bahnsteiglängen wären, die das so gut wie nicht zulassen.

    Einmal editiert, zuletzt von Condor ()

  • Und die S können ja durchaus mit Beiwagen oder in Doppeltraktion verkehren

    Beiwagen wurden ja in Frankfurt abgeschafft und sehr viele Wendeschleifen für Einrichtungswagen abgebaut. Das ist ja bekannt.


    Ich stelle mir gerade die Frage, ob es mit vertretbarem Aufwand möglich ist für die S-Wagen statt einem Beiwagen einen Steuerwagen zu entwickeln, um manche S-Wagen bedarfsgerecht auch zu 40m-"lang"-Zügen machen zu können.


    Bei den U5-Wagen wurden wir ja auch angenehm überrascht, was die neuen Mittelwagen betrifft.


    Ein zusätzlichen D-Teil für den S-Wagen stelle ich mir technisch schwieriger vor.

    Vollkommen Großartiges Forum

  • Damit stellt sich dann eher eine Art Systemfrage: Lange bis sehr lange Einzelfahrzeuge vs. kürzere Fahrzeuge in Traktion.


    Mit der Ausschöpfung der Option dürfte dann ein Nachfolger wohl noch etwas auf sich warten lassen.

  • Ja, der T-Wagen kann in Doppeltraktion fahren. Somit hat man auf der 20 endlich mehr Flexibilität und man kann fürs Erste 70 Meter Züge (T30+T40) bilden, solange die Grenze noch nicht auf 100 Meter angehoben ist. Ab wann soll das eigentlich der Fall sein?

  • Guten Tag in die Runde,


    beim Verfolgen des Themas "T-/T-Lang" fällt mir die ganze Zeit eine wirklich unbedeutende aber dennoch (zumindest für mich) interessante Frage ein.

    Die Ältern unter uns erinnern sich sicherlich noch an N-Wagen mit Kupplung hinten. Also nach heutiger Schriebweise ein "M-Lang" mit zusätzlichem Mittelteil. Dennoch hat er damals einen eigenen Buchstaben "N" bekommen. Der künftige "T-Lang" hat das (zumindest bisher) nicht geschafft. Kennt zufällig jemand die Hintergünde? Oder ist es vielleicht auch nur ein Arbeitstitel der vielleicht am Ende in einen U- oder V-Wagen mündet?


    Falls die Frage schon mal besprochen wurde, habe ich es nicht gefunden. In diesem Fall bitte diesen Post einfach ignorieren.