S2-Verlängerung nach Dieburg und Darmstadt

  • Für die Fahrt zwischen Dietzenbach und Darmstadt reicht einmal Umsteigen, z.B. an der Ostendstraße. Aber dauert trotzdem eine Stunde. Die Strecken zwischen Dietzenbach und Darmstadt sind etwas mehr, die zwischen Dietzenbach und Dieburg etwas weniger als 20 km lang. Ich frage mich, ob da der RMV nicht schon mals als kurzfristige Übergangslösungen zwei X-Bus-Linien einrichten könnte. Die sollten die Strecken bei entsprechender Liniengestaltung jeweils in einer guten halbe Stunde schaffen können und damit attraktiver als die umständlichen Bahnverbindungen sein.


    Es fehlt an einer Straße zwischen Dietzenbach und Urberach und sowohl die B486 zwischen Urberach und Langen, als auch die Straße von Dietzenbach über Waldacker nach Ober-Roden sind zur Rush Hour häufig so überlastet, dass man hier keinen Fahrplan ernstnehmen kann. Durch eine Bahnverbindung von Dietzenbach nach Urberach auf direktem Wege kann man genau dieses Problem umgehen.


    Ferner bin ich früher öfters von Urberach nach Darmstadt gependelt, was über die Dreieichbahn mit Umstieg in Dieburg möglich war, aber auch über die Buslinie U, die von Urberach nach Darmstadt fährt - und das ziemlich auf direktem Wege. Zwar mit Umstieg in Kranichstein, aber das Warten auf die Straßenbahn war da nicht unbedingt der Verzögerungsfaktor.


    Im Fazit war die Busverbindung zwar eine nette Ergänzung zur schlechten Taktung von Dreieichbahn und Main-Rhein-Bahn, aber Beides nicht geeignet, um spontan mal auf die Schnelle nach Darmstadt zu kommen.


    Auch sollte man bei der Frage, ob man eine S-Bahn braucht oder es eine Busverbindung braucht, den Fokus garnicht so sehr auf Dietzenbach setzen. Es geht auch darum, dass auch die Anwohner von Rödermark (insbesondere Urberach), Eppertshausen, Münster und Dieburg nach Dietzenbach und nach Offenbach möchten, ohne unbequeme Umwege zu fahren. Ferner möchten alle mit einem geringeren Zeitaufwand nach Darmstadt kommen, ohne dabei ihre Termine so sehr nach einem Fahrplan richten zu wollen, sondern sich einfach in die nächste Bahn setzen wollen, die dann mit ziemlicher Sicherheit in annehmbarer Zeit kommt.

  • Ferner bin ich früher öfters von Urberach nach Darmstadt gependelt, was über die Dreieichbahn mit Umstieg in Dieburg möglich war, aber auch über die Buslinie U, die von Urberach nach Darmstadt fährt - und das ziemlich auf direktem Wege. Zwar mit Umstieg in Kranichstein, aber das Warten auf die Straßenbahn war da nicht unbedingt der Verzögerungsfaktor.

    Inzwischen wurden die Linien U und F zusammen gelegt. Man kann also umsteigefrei nach Darmstadt fahren.

  • Es fehlt an einer Straße zwischen Dietzenbach und Urberach

    Der Bus könnte über Messenhausen fahren. Von dort gibt es eine alte Straße nach Dietzenach (heute geteerter Waldweg) auf direktem Wege. Der Weg müsste vielleicht ertüchtigt werden. Außerdem bräuchte es eine Schranke damit dort keine PKW abkürzen. Das hätte auch den Vorteil dass Messenhausen endlich einen ÖPNV-Anschluss bekommt.

  • ... die S-Bahn wird schon irgendwie nach Dieburg kommen. Doch was passiert - wie von mir schon oft gefragt an dieser Stelle- mit der restlichen Dreieichbahn? Ohne Oberleitung eine Diesel-Mini-Insel. RTW bis Ober-Roden wäre eine Perspektive.

  • ... die S-Bahn wird schon irgendwie nach Dieburg kommen. Doch was passiert - wie von mir schon oft gefragt an dieser Stelle- mit der restlichen Dreieichbahn? Ohne Oberleitung eine Diesel-Mini-Insel. RTW bis Ober-Roden wäre eine Perspektive.

    Warum ist das ein Problem? Was spricht gegen einen 30er Takt Ober-Roden - Frankurt Hbf?


    Für die Nutzer der Dreieichbahn ist die schnelle Verbindung nach Frankfurt Hbf sehr wichtig.


    Wenn man die RTW durchbindet, würde 1. die Direktverbindung zum Hbf verloren gehen, und 2. ist dann eine Verlängerung der RTW nach Langen (die immer noch keine umsteigefreie Verbindung zum Flughafen haben) nicht mehr möglich.

  • ... die S-Bahn wird schon irgendwie nach Dieburg kommen. Doch was passiert - wie von mir schon oft gefragt an dieser Stelle- mit der restlichen Dreieichbahn? Ohne Oberleitung eine Diesel-Mini-Insel. RTW bis Ober-Roden wäre eine Perspektive.

    Hast du denn die Antworten auf deine Fragen auch gelesen?

  • ... es sollten erst einmal bestehenden Bahnstrecken entwickelt werden, bevor „man“ über neue Strecken (über Jahrzehnte) nachdenkt. Es geht ja um die Umsetzbarkeit mit den vorhandenen Finanzierungsmitteln und den zu erwarten Diskussionen bei einer NBS über die Bulau. Die Verlängerung bis Dieburg als S-Bahn wird kommen, das ist vernünftig.


    Langen benötigt für eine direkte Zugverbindung zum Flughafen nicht die RTW. Ein ET 430/423 könnte die Strecke künftig auch als „S31“ befahren. Es ist eine EBO-Strecke.


    Die Dreieichbahn benötigt eine Perspektive, die ich nur unter einer Oberleitung sehe mit Verknüpfungen ins Stadtbahnnetz.

  • Warum muss denn mit aller Gewalt eine Verknüpfung mit der Frankfurter Stsdtbahn sein.

    Die aktuellen VGF Fahrzeuge bieten meiner Meinung nach wenig Komfort. In die Region sind aber längere Fahrzeiten normal, da finde Fahrzeuge, die für kurze Strecken und hohe Fahrgastauslastung konzipiert sind unpassend, ebenso wären Regionfahrzeuge mit hohem Sitzplatzanteil und weniger Türen für die Frankfurter Tunnel denkbar ungeeignet.

  • Naja, die Idee, die Dreieichbahn in die RTW zu integrieren oder zumindest die RTW bis Dreieich-Buchschlag zu führen, ist ja nicht von ihm, sondern Bestandteil politischer Diskussionen. Aber ich halte das auch insgesamt für fragwürdig.


    Mit der RTW würde man die umsteigefreie Erreichbarkeit der Frankfurt Innenstadt zu Nichte machen und auch bei einer Endstation in Dreieich-Buchschlag muss man sich ernsthaft fragen, wie man die RTW-Endstation nebst einer dichter getakteten Dreieichbahn auf nur einem Gleis überhaupt realisieren möchte, ohne dass dies auf einen Schildbürgerstreich hinaus läuft. m.E. sollte man sich diesen RTW-Ast aus dem Kopf schlagen. Sinn und Unsinn einer Elektrifizierung als Solche steht auf einem anderen Blatt.

  • ... bin gespannt, was von den vielen Ideen umgesetzt wird. Sind ja alles Themen die immer wieder diskutiert werden. Problematisch ist, dass trotz relativer Nähe zu Frankfurt von Dreieich, Dieburg und Urberach die Fahrzeiten heute zu lang sind. Umgekehrt nach Darmstadt auch. Gleichzeitig sind die Strassenprojekte in diesem Bereich auch in den 70er stecken geblieben. Ein Glück für die Bahn in diesem Bereich.

  • ... es sollten erst einmal bestehenden Bahnstrecken entwickelt werden, bevor „man“ über neue Strecken (über Jahrzehnte) nachdenkt. Es geht ja um die Umsetzbarkeit mit den vorhandenen Finanzierungsmitteln und den zu erwarten Diskussionen bei einer NBS über die Bulau. Die Verlängerung bis Dieburg als S-Bahn wird kommen, das ist vernünftig.


    Langen benötigt für eine direkte Zugverbindung zum Flughafen nicht die RTW. Ein ET 430/423 könnte die Strecke künftig auch als „S31“ befahren. Es ist eine EBO-Strecke.

    mMn ein relativ blödsinniger Grundsatz, aber darum solls hier nicht gehen. Die Elektrifizierung der Dreieichbahn ist nun mal nicht wirtschaftlich; als RTW vermutlich schon garnicht. Finanziell umsetzbar ist da also garnichts, bzw. nur mit der S2-Verlängerung gebündelt.


    Der Flughafen-Regiobhf wird mit der RTW leider voll sein; Langen müsste sich also mit T3 begnügen. Geht auch, aber im Vergleich zur RTW nach Langen immernoch eine klare Verschlechterung.

  • Was gerade auch immer in diesem Zusammenhang diskutiert wird, wird an den langen Fahrtzeiten nicht viel ändern, da sowohl die Dreieichbahn, als auch die beiden Rodgau-Strecken auf einen S-Bahn- bzw. Regionalbahnverkehr ausgelegt sind, der mit einer hohen Haltestellendichte und mäßiger Geschwindigkeit unterwegs ist. Ein zusätzlicher Regionalexpress, der Haltestellen überspringt, andere Züge überholt und während der Fahrt dabei auf höhere Geschwindigkeiten kommt, wurde hier nie mit eingeplant und würde einen Komplettneubau mancher Haltestellen erfordern, was wohl frühestens dann passieren wird, wenn die noch nicht sonderlich alten Streckenäste irgendwann einmal sanierungsbedürftig sind - sprich frühestens in einigen Jahrzehnten.

  • Wirklich schnell kommt man über Ober-Roden nach Dieburg übrigens eh nicht; man bräuchte eher etwas über die MNB. Vielleicht wenn RMRN gebaut ist, mal sehen.

    Von Dietzenbach oder vom Flughafen? Irgendwie verstehe ich nicht welche Optionen du gerade miteinander vergleichst...

  • Wirklich schnell kommt man über Ober-Roden nach Dieburg übrigens eh nicht; man bräuchte eher etwas über die MNB. Vielleicht wenn RMRN gebaut ist, mal sehen.

    Du meinst von Frankfurt aus?

    Über Darmstadt sparst du genau 7 Minuten nach dem heutigen Fahrplan - voraus gesetzt, man fährt pünktlich und der Anschluss klappt.

    Ich würde nach einem langen Arbeitstag in Frankfurt doch lieber sitzen bleiben und durchfahren als in Darmstadt über die Treppen hetzen.

    Abgesehen davon will ja auch nicht jeder bis Dieburg, sondern vielleicht nach Münster, Eppertshausen...