S6 in Eschersheim entgleist

  • Von der Maybach-Brücke aus kann sehr gut sehen, dass an der Unfallstelle gegraben und gerüttelt (verdichtet) wird. Die fragliche Stelle liegt quasi an der Nahtstelle von altem und neu aufgeschüttetem Bahndamm in einem Bereich, der zuvor (noch?) nicht durch Injektionen stabilisiert worden war, nämlich relativ nah bei der EÜ Treunerweg. Auf dem Luftbild vom 30.3.2020 erkennt man den stabilisierten Bereich, er liegt zwischen den hellen Stellen, an denen Injektionsflüssigkeit aus den im rechten Winkel zum Bahndamm liegenden Bohrstellen ausgetreten ist und der EÜ.



    © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main, Stand 01.2021, © Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation





    Bilder von mir

  • Eben kam im Radio die Meldung von einer Weichenstörung der S 6. Wo genau wurde nicht gesagt, aber es ist nur die S 6 betroffen. Auch wenn es vermutlich keinen Zusammenhang mit der gegenwärtigen Sonder-Baustelle bei Eschersheim gibt, wird damit der ohnehin schon fragile Fahrplan noch mehr gestört.

  • Missverständliche Anzeige am Westbahnhof

    Als ich heute um 18:10 am Westbahnhof war, nahm ich diese auf die Abfahrt nach Friedberg wartende S 6 auf:

    s6et423westbahnhof210vujp0.jpg


    Unten in der Eingangshalle war dann die folgende Anzeige:

    s6anzeigewestbahnhof2g4kd6.jpg

    Dem "unbedarften Fahrgast" wird für mein Empfinden der Eindruck vermittelt, die S 6 führe ganztägig nicht nach Friedberg und er solle nach dem SEV-Bus schauen. Um diese Zeit war natürlich kein SEV-Bus in Sicht, sondern nur die normalen Linienbusse M 32, M 36 und M 73.


    Für den "uneingeweihten Fahrgast" wäre das ergänzende Wort "zeitweise" sehr aufklärend, im besten Fall noch mit der Angabe der Ausfallzeiten.

  • Bezüglich der RB34: Diese warten jetzt immer auf die S6.


    Letzte Woche, als ich in der S6 war, fuhr die RB34 zur Minute 33 und die S6 kam zur Minute 41 an und die RB34 war noch da (Dann etwa +8 ab Bad Vilbel)

    Obwohl in 20 Minuten die nächste RB gefahren wär. Aber man soll ich beeilen, da die RB34 etwa eine Minute später abfährt.


    Generell merke ich hier, dass sogut wie alle Züge nach Stockheim Verspätung haben, weil sie auf die S6 warten

    Einmal editiert, zuletzt von Kuchen125 ()

  • richtig, die EVI haben sich das so gewünscht, das der Stockheimer bis zu 5 Minuten warten darf.

    Alle Räder stehen still, weil der Fdl dass so will.

  • Hanau - Friedberg im Bereich Hanau Hbf ist gesperrt wegen einer Bombenentschärfung


    RE30/RB40/RB41 fahren über Frankfurt West. Enden auch teilweise in Friedberg


    RE99 wartet im Bad Vilbel auf die S6

  • Neues von der Unglücksstelle:


    Eigentlich sollte ab dem 11.2.21 0:00 wieder mit Streckengeschwindigkeit gefahren werden (90 km/h). Da aber der Bahndamm nicht weiter vernagelt wurde, da die Wetterlage das nicht zuließ, wird weiter hin mit der Langsamfahrstelle (60 km/h) gefahren. Die Beseitigung der La ist auf unbestimmte Zeit verschoben.

    Alle Räder stehen still, weil der Fdl dass so will.

  • Eigentlich sollte der Verkehr ab morgen wieder ungestört laufen. Aber: nein.

    Quelle: bahn.de/bauarbeiten


    Fahrplan: pdf

    Einmal editiert, zuletzt von Bernemer ()

  • Ja, es wird noch weiter gemessen. Zwischen 10 und 12 Uhr gibt es zeitweise eingleisigen Betrieb und zwischen 21 und 23 Uhr. Deshalb enden ein paar Stockheimer in Vilbel, und ein Umlauf der S6-Zwischentakte fällt aus. Durch den Frost gab es Verzögerungen, weil die Vernagelung des Bahndamms nicht gemacht werden konnte.

    Alle Räder stehen still, weil der Fdl dass so will.

  • Die 60er La ist jedenfalls seit ein paar Tagen weg...

    Das die 90 bis Bad Vilbel im Fahrplan stehen find ich da schon eher interessant, gab es hier doch vorher Abschnitte mit 130 und 140. Andererseits spart man sich mit der Pauschalen Dauer-La häufige Änderungen...

    "Der Mensch, der so ehrbar im Einzelnen, aber so miserabel im Ganzen ist."
    Johann Wolfgang von Goethe

  • Da die MWB nicht meine Haus- und Hofstrecke ist und ich aufgrund der aktuellen Situation nicht oft "aus Spaß" im Zug sitze, ist mir das mit den 90 bis vor 2 Wochen noch gar nicht aufgefallen gewesen. ;)

    Macht aber aus logistischer Sicht Sinn. Gleisverschwenkungen die mit 90 befahren werden können sind von der baulichen Länge beherrschbar. Und dadurch das eh alles 90 fährt ist man sehr flexibel in der Ausführung der einzelnen Baustufen.

    Wenn die 4 Gleise dann liegen wird das auch wieder 130, wäre ja sonst für die Katz. 8o

    "Der Mensch, der so ehrbar im Einzelnen, aber so miserabel im Ganzen ist."
    Johann Wolfgang von Goethe

  • Die FAZ berichtet heute in ihrer RMZ über die Ursachen des Unglücks. Ein abschließendes Gutachten der BEU stehe zwar noch aus, der DB Netz liege aber ein internes Untersuchungsergebnis vor. Demnach hat die für die Entgleisung ursächliche Gleisabsenkung nicht mit den Ausbauarbeiten zu tun. Im Bahndamm hätte sich durch eindringendes Wasser eine Gleitschicht gebildet, wodurch sich zwei Schotterlagen leicht verschoben hätten. Im fraglichen Bereich hätte es Ende vergangenen Jahres keine Bauarbeiten gegeben. Im Oktober 2020 sei der Bahndamm auf der Seite, auf der er verbreiter wird, mit Erdnägeln stabilisiert worden, ferner sei ein Dammfuß als Aufstandfläche für den verbreiterten Damm angelegt worden. Bis zum Abschluss der Bauarbeiten werde die Stelle täglich kontrolliert.