Regionaltangente West

  • Ich bin mit den Planungen nicht ganz auf dem Laufenden, aber stimmt das immer noch, dass für die RTW die halbe Höchster Altstadt abgerissen und hunderte Anwohner enteignet werden müssen trotz Denkmalschutz, weil man die Gleise anders nicht durch den Stadtteil bekommt? Dann würden mich ja die immensen Kosten nicht wundern.


    Meinst du diese Frage wirklich ernst? Denn das war ja nun niemals geplant und ist es auch heute nicht.

    "Phantasie ist wichtiger als wie wo Wissen!"


    (Etwas frei nach Albert Einstein)

  • Ich meine das ernst, weil das genauso in der Wikipedia steht:


    Es handelt sich um 3 Häuser! Leunastraße 13 und 15 sowie Paulistraße 1. Alle westlich der Leunastraße. Von der "halben Altstadt" und "Denkmalschutz" kann überhaupt nicht die Rede sein. Es handelt sich um Gründerzeithäuser, die in sehr mäßigem Zustand sind, zwischen denen Baulücken bestehen und die z.T. sogar statisch abgefangen werden müssen. Und das alles in einem städtebaulich nicht sensiblen Bereich.

    "Phantasie ist wichtiger als wie wo Wissen!"


    (Etwas frei nach Albert Einstein)

  • Das hat noch nie gestimmt, Prince Kassad. An der Leunastraße, zwischen Pauli- und Brüningstr. müssen drei oder vier Häuser abgerissen werden (die aber nicht zur Altstadt gehören und nicht unter D-Schutz stehen), welche die Stadt schon in den 80er Jahren zum Zwecke des Abrisses gekauft hatte.


    Ob die Kosten immens sind, hängt vom Blickwinel ab. Bezogen auf die Gesamtlänge von 44 km sind das 25 Mio €/km, von denen ein paar gar nichts kosten, bestimmte Ingenieurbauwerke dafür etwas mehr (Knoten Stadion, Bahnhof Höchst, Eschborn). Ich finde das völlig in Ordnung, so was wie die RTW gibts halt nicht umsonst; und da man nicht auf der grünen Wiese baut, sondern in dicht besiedeltem Gebiet, ist halt alles etwas komplexer.


    Ah, seh grad, multi war schneller

    2 Mal editiert, zuletzt von tunnelklick ()

  • Das hat noch nie gestimmt, Prince Kassad. An der Leunastraße, zwischen Pauli- und Brüningstr. müssen drei oder vier Häuser abgerissen werden (die aber nicht zur Altstadt gehören und nicht unter D-Schutz stehen), welche die Stadt schon in den 80er Jahren zum Zwecke des Abrisses gekauft hatte.

    Unbestätigten Gerüchten in Höchst zufolge hat die Stadt gerade vor ein paar Monaten noch ein letztes Haus erworben, das ihnen bisher noch fehlte.


    Prince Kassad : Die Streck soll von Eschborn kommend über Sossenheim Bahnhof zum Höchster Bahnhof führen. Von dort geht es in einer Linkskurve unter den S-Bahn-Gleisen hindurch auf die Leunastraße und dann auf die Leunabrücke. Um die Altstadt zu treffen, müsste man einen riesigen Umweg einplanen.

  • Das letzte Haus, das der Stadt noch gefehlt hat, war das Eckhaus an der Brüningstraße. In älteren Plänen der RTW war die Trasse noch so gezeichnet, dass man u.U. auf den Abriss der Ecke verzichten könnte, wäre aber suboptimal gewesen. Es geht, wenn das stimmt, um das nachstehend gelb markierte Gebäude, evtl. auch um das nicht markierte links daneben. Die rot markierten sind schon seit Jahrzehnten im Eigentum der Stadt zwecks Abbruch für die Verbreiterung der Leunastraße.


    © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main, Stand 11.2019 ,© Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation


  • Etwas gutes hat PKs dämlicher Einwurf allerdings: Es zeigt auf, wie vermutlich viele "halbinteressierte" Einwohner denken und ticken. Und daraus natürlich Stimmungsmache gegen ein Projekt (hier die RTW) entsteht. Dieses gefährliche Halb- und Fehlwissen ("Halbe Altstadt abreißen") ist dann der Nährboden, den ganz tolle Bürgerinitiativen abgreifen.

    Ergo: Die RTW-Planungsgesellschaft müsste wohl ziemlich dringend ihre Öffentlichkeitsarbeit ausweiten, um solche Probleme von vornherein zu vermeiden.

  • Wobei diese Herrschaften sich höchstwahrscheinlich so gut wie nie in der Gegend aufhalten, allenfalls schnell per PKW durchfahren..

    Die Stadt sollte vielleicht handeln und die Häuser schon abreißen und soweit wie möglich durch Neubauten ersetzen.

    Einmal editiert, zuletzt von Condor ()

  • Wobei diese Herrschaften sich höchstwahrscheinlich so gut wie nie in der Gegend aufhalten, allenfalls schnell per PKW durchfahren..

    Die Stadt sollte vielleicht handeln und die Häuser schon abreißen und soweit wie möglich durch Neubauten ersetzen.

    Du sagst es selber: Sie wollen schnell mit dem PKW durchfahren. Nichts könnte da mehr stören als straßenbündiger Schienenverkehr.

  • Die Stadt sollte vielleicht handeln und die Häuser schon abreißen und soweit wie möglich durch Neubauten ersetzen.

    Der Bebauungsplan sieht die Schaffung einer Schutzspflanzung zwischen Leunastraße und Wohnbebauung vor. Da ist auf den Grundstücken kein Platz mehr für Neubauten. Will man auf die Pflanzung verzichten, müsste man vermutlich erst den Bebauungsplan erst ändern, was dauern kann.


    Bevor man abreißen kann, müssten die Mieter umziehen. In der Begründung des Bebauungsplans ist hier eine Information der Bürger ein Jahr vor der Maßnahme vorgesehen. Dies ist meines Wissens noch nicht erfolgt.

  • Das fällt mir leider jetzt erst auf. Um den Straßenzug wäre es sehr schade. Akzeptabel wäre dieser Abriss da in meinen Augen ausschließlich dann, wenn es eine Neubebauung der neu entstehenden Straßenkante als möglichst geschlossene und kleinteilige Blockrandbebauung gibt, zumindest stilistisch auch sehr eng angelehnt an den gründerzeitlichen Bestand. Pseudo-moderne Flachdachklötzer, am schlimmsten noch als monotone Großstruktur, oder gar ein völliger Verzicht auf jegliche Neubebauung, wäre städtebaulich eine riesige Katastrophe.

    Einmal editiert, zuletzt von Rohne ()

  • Das fällt mir leider jetzt erst auf. Um den Straßenzug wäre es sehr schade. Akzeptabel wäre dieser Abriss da in meinen Augen ausschließlich dann, […]

    Jetzt mal Hand aufs Herz: akzeptabel wäre es für dich niemals, wenn es wegen der RTW passiert, oder? Und so formulierst du Forderungen, von denen du sehr sicher sein kannst, dass sie nicht erfüllt werden können, um noch ein Argument mehr gegen die RTW zu haben.

  • Das fällt mir leider jetzt erst auf. Um den Straßenzug wäre es sehr schade. Akzeptabel wäre dieser Abriss da in meinen Augen ausschließlich dann, wenn es eine Neubebauung der neu entstehenden Straßenkante als möglichst geschlossene und kleinteilige Blockrandbebauung gibt, zumindest stilistisch auch sehr eng angelehnt an den gründerzeitlichen Bestand. Pseudo-moderne Flachdachklötzer, am schlimmsten noch als monotone Großstruktur, oder gar ein völliger Verzicht auf jegliche Neubebauung, wäre städtebaulich eine riesige Katastrophe.

    Kennst Du die Gegend?

    Das Nebengebäude in der Paulistraße ist z. B. auch nur Bürogebäude ("Klotz "). Die abzureißenden Gebäude sind auch nicht die schönsten, nicht nur vom äußerlichen Aussehen her.

    Eigentlich bedarf der ganze Straßenzug Leuna- und Brüningstraße eine Aufwertung.

  • Jetzt mal Hand aufs Herz: akzeptabel wäre es für dich niemals, wenn es wegen der RTW passiert, oder? Und so formulierst du Forderungen, von denen du sehr sicher sein kannst, dass sie nicht erfüllt werden können, um noch ein Argument mehr gegen die RTW zu haben.

    Was erzählst du da bitteschön für einen Unfug? Wo und wann habe ich jemals was gegen die RTW als solches gesagt?? Ich bin absolut für die RTW, auch wenn es einige Details gibt (vA Bahnsteighöhe und einige Merkwürdigkeiten bei den lokalen Systemwahlen) die ich nicht gut finde. Also spar dir deine haarstreubenden Behauptungen!

    Im Gegensatz zu euch gehöre ich halt nicht zu jenen die Verkehr und Städtebau/Architektur getrennt betrachten (einer leider auch bei den Planern und Politikern verbreiteten Vorgehensweise die auch einen großen Teil der Verantwortung für die trostlosen deutschen Stadtbilder der Nachkriegszeit trägt, gerade auch im besonders geschundenen Frankfurt). Für mich gehört beides elementar zusammen.

    Einmal editiert, zuletzt von Rohne ()

  • Was erzählst du da bitteschön für einen Unfug? Wo und wann habe ich jemals was gegen die RTW als solches gesagt?? Ich bin absolut für die RTW, auch wenn es einige Details gibt (vA Bahnsteighöhe und einige Merkwürdigkeiten bei den lokalen Systemwahlen) die ich nicht gut finde. Also spar dir deine haarstreubenden Behauptungen!

    nach grober Durchsicht der RTW-Threads kann ich sagen: du hast recht. Ich scheine deine Aussagen zum Thema mit denen anderer Forenmitglieder (von vor deiner Zeit) zusammengeschmissen zu haben.


    Meine Aussage war daher Unfug und ich nehme sie hiermit zurück. Entschuldigung.

  • Ich bin mit den Planungen nicht ganz auf dem Laufenden, aber stimmt das immer noch, dass für die RTW die halbe Höchster Altstadt abgerissen und hunderte Anwohner enteignet werden müssen trotz Denkmalschutz, weil man die Gleise anders nicht durch den Stadtteil bekommt? Dann würden mich ja die immensen Kosten nicht wundern.

    Hallo,


    als ich dies eben gelesen habe, kam mir gerade das Essen von gestern wieder hoch. Zum Glück gab es hierauf schon die richtigen Antworten!


    Gruß

    HCW

    Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie den Ortsbeirat Ihres Vertrauens!