Alkoholverbot in Bussen und Bahnen?!

  • HR Online berichtet, dass der hessische Innenminister Boris Rhein (CDU) ein Alkolholverbot in Bussen und Bahnen fordert. Rhein begründet seine Forderung mit der Beobachtung, dass immer mehr Straftaten unter Alkoholeinfluss verübt werden.

    Gruß, 420 281-8
    Jeder Mensch hat ein zweites Gesicht ...
    Ich bin nicht "das Team" des FNF, PN zu Team-Angelegenheiten werden ignoriert und nicht beantwortet/weitergeleitet.
    Anfragen an das Team bitte an team@frankfurter-nahverkehrsforum.de richten, danke!

  • Die einzigsten die in Bussen und Bahnen bechern sind Studis und junge Frauen, die auf den Wegen zur Party vorglühen.


    Ich glaube niemand der alkoholisiert in Bussen und Bahnen randaliert, hat den Alkohol auch dort zu sich genommen, besonders auch da es eine kurze Zeit dauert bis der Alkohol wirkt...
    Diese Regelung bringt außer mehr Bürokratie und einem Attraktivitätsverlust gerade für Partywillige gar nichts!!!


    Im übrigen sind die meisten aller Straftaten in Deutschland und auf der Welt armutsbedingt (also sozial bedingt!)!!! Ich bin für ein Verbot der Armut ;-D *lol* das ist doch mal ein sinnvoller Vorschlag den die hessische CDU gleich aufgreifen darf ;-)

    2 Mal editiert, zuletzt von Itchy ()

  • Ein Alkoholverbot in Bussen und Bahnen bewirkt nichts bei den Personen, die bereits angetrunken einsteigen. Man muss auch beachten, dass die Beförderungsbedingungen des RMV bereits jetzt die Ausschlussmöglichkeit von alkoholisierten Personen vorsehen (§2, Abs. 1). Daher finde ich es sinnvoller, erst einmal diese Möglichkeit durchzusetzen, ehe man ein Alkoholverbot fordert.


    Aber mal abgesehen vom jetzigen Vorschlag des Herrn Rhein: Ich würde ein generelles Verzehrverbot in Bussen und Bahnen begrüßen, egal ob es sich nun um Bier, Kaffee, Döner, Kreppel oder anderes handelt, denn nichts finde ich ekeliger, als Essens- und Getränkereste auf Boden und Polster vorzufinden.

    Gruß, 420 281-8
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  • Zitat

    Original von Itchy
    Die einzigsten die in Bussen und Bahnen bechern sind Studis und junge Frauen, die auf den Wegen zur Party vorglühen.


    Hallo.


    Na, dann fahr mal auf der S8 oder S9, oder auf den Straßenbahnlinien 20 oder 21, oder auf den Bussen 61 oder 80 mit, wenn in der Commerzbank-Arena Fußball oder Konzerte angesagt sind.


    Grüße ins Forum
    Helmut

    You'll Never Ride Alone.

    Einmal editiert, zuletzt von Helmut ()

  • Das erlebt man sehr oft in Schwanheim an der Rheinlandstraße. Die Leute kommen von dem Dönerladen rüber, setzen sich in die Bahn und fallen dort über ihre triefende Mahlzeit her. Habe es dort schon oft erlebt, dass das Fahrpersonal diese Personen angesprochen hat, den Döner wegzupacken oder auszusteigen.


    Ich bin, wie "420 281-8" auch dafür, ein grundsätzliches Verzehrverbot einzuführen. Wobei ja schon jetzt in den Beförderungsbedingungen des RMV festgelegt ist, dass es den "Fahrgästen insbesondere nicht gestattet ist (...) in Verkehrsmitteln offene, zum sofortigen Verbrauch bestimmte Esswaren (zum Beispiel Speiseeis, Pommes frites und so weiter) mitzunehmen, die zur Verunreinigung von Kleidungsstücken der Fahrgäste und der Wageneinrichtung führen können" (§ 3, Abs. 2.8). Müsste halt nur mal besser durchgesetzt werden...


    Gruß
    Spirit

    Beide schaden sich selbst: der zuviel verspricht und der zuviel erwartet. (Lessing)

  • Der Hauptpunkt dürfte wohl auch hier wieder die Durchsetzbarkeit sein (siehe Rauchverbot an Bahnsteigen). Außerdem ist es doch tatsächlich so, dass die Anflutungsphase so lange dauert, dass man schon weit vorher getrunken haben muss, um bei Benutzung des ÖPNV die Wirkungen zu verspüren. Am besten fand ich gestern den Kommentar eines zufällig interviewten Fahrgastes im Radio "Frikabrötchen sollte man eher verbieten!". :D

    Freue mich über Euren Besuch auf meinem Kanal für Bahnvideos in HD auf YouTube

  • Zitat

    Original von 420 281-8
    Ein Alkoholverbot in Bussen und Bahnen bewirkt nichts bei den Personen, die bereits angetrunken einsteigen. Man muss auch beachten, dass die Beförderungsbedingungen des RMV bereits jetzt die Ausschlussmöglichkeit von alkoholisierten Personen vorsehen (§2, Abs. 1). Daher finde ich es sinnvoller, erst einmal diese Möglichkeit durchzusetzen, ehe man ein Alkoholverbot fordert.


    Ausnahmsweise sind wir mal einer Meinung ;-D


    Zitat

    Original von 420 281-8
    Aber mal abgesehen vom jetzigen Vorschlag des Herrn Rhein: Ich würde ein generelles Verzehrverbot in Bussen und Bahnen begrüßen, egal ob es sich nun um Bier, Kaffee, Döner, Kreppel oder anderes handelt, denn nichts finde ich ekeliger, als Essens- und Getränkereste auf Boden und Polster vorzufinden.


    Ok, hier endet die Einigkeit schon wieder X-D *lol*


    Du hast zwar recht, das es verdammt eklig ist Essenreste auf dem Boden vorzufinden und noch schlimmer im Polster, doch es gibt noch ekligere Dinge o_O Man sollte nicht den Alltag des ÖPNV mit noch mehr Regeln zubomben, denn dann muß jeder Hesse noch den "Master of RMV-Law" machen um überhaupt in ein Bus oder eine Bahn einzusteigen. Außerdem mindert man mit noch mehr Regelungen die Attraktivität des ÖPNV. Ist doch auch mal ganz fein sich auf die Schnelle ein Burger zwischen die Rippen schieben, natürlich sollte man dabei sauber Essen, was etwa 90% der Menschen auch schaffen.


    So weit ich weiß ist in Köln das Essen und der Verzehr alkoholischer Getränke verboten und wir mit Bußgeldern belegt. Dort ist es reine Abzocke, nur um Geld in die Kassen zu spülen und die Menschen dort auch nicht besonders erfreut.


    Ok, jetzt noch etwas ekliges hinterher. Wenn es nur um das Thema eklig geht, dann müsste man Obdachlosen oder Menschen mit Transpirationsproblemen verbieten öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen, denn danach stinkt die Bahn teilweise extrem für eine sehr lange Zeit...aber hey, man kann nicht alles verbieten und sollte dafür mal einfach über den eigenen Schatten springen ;-)


    Zitat

    Original von Helmut
    Na, dann fahr mal auf der S8 oder S9, oder auf den Straßenbahnlinien 20 oder 21, oder auf den Bussen 61 oder 80 mit, wenn in der Commerzbank-Arena Fußball oder Konzerte angesagt sind.


    Tja, mit der S8 und S9 fahre ich jeden Tag...und es gibt hier nur ganz selten Fahrgäste die Alkohol in der Bahn trinken, eigentlich nie! Wegen 2 Menschen unter 20000 Fahrgästen jetzt nochmal extra Regeln aufzustellen halte ich für übertrieben.


    Ja bei den Fußballfans hast du ganz klar recht, hier fährt der Alkohol mit ;-D Aber wie oft sind den solche Veranstaltungen und wie sehr fallen sie ins Gewicht? Und noch die viel wichtigere Frage...wer bitte will den Fußballfans die Bierflaschen abnehmen??? Das will ich sehen wie 2 Ordnungsdienstmitarbeiter 40 angetrunken Fußballfans ihr "Brot" wegnehmen wollen!

    2 Mal editiert, zuletzt von Itchy ()

  • Zitat

    Original von Itchy
    [...] Du hast zwar recht, das es verdammt eklig ist Essenreste auf dem Boden vorzufinden und noch schlimmer im Polster, doch es gibt noch ekligere Dinge o_O Man sollte nicht den Alltag des ÖPNV mit noch mehr Regeln zubomben, denn dann muß jeder Hesse noch den "Master of RMV-Law" machen um überhaupt in ein Bus oder eine Bahn einzusteigen. [...]


    Komm mal wieder auf den Teppich! X(
    Es wird doch mal möglich sein, ein Thema sachlich zu diskutieren, ohne gleich hanebüchende Vergleiche an den Haaren herbeizuziehen. Wenn jemand den Döner-Esser an der Haltestelle zurücklassen will, heißt das noch lange nicht, dass auch Personen auszusteigen haben, deren letzte Dusche schon eine Weile zurückliegt oder deren Deo versagt hat *kopfschüttel*
    Im übrigen teile ich die Meinung von "Spirit". Auch bezüglich des Essens wäre es mehr als angebracht, die bestehenden Regelungen durchzusetzen.

    Gruß, 420 281-8
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    Einmal editiert, zuletzt von 420 281-8 ()

  • In den Regionalbuslinien in Darmstadt wird das Ess- und Trinkverbot erfolgreich durchgesetzt. Die Busbetreiber dürfen (glaube ich) diese Verbote auch ohne Absprache mit dem RMV bzw Heag aufstellen.


    Für Frankfurt halte ich es aber nicht durchsetzbar. In den Bussen wird ja noch nicht einmal sichergestellt, dass jeder eine gültige Fahrkarte hat (nach 21h liegt die Wahrscheinlichkeit bei nahe 100% dass man ohne Fahrschein mitfahren kann).


    Reines Alkoholverbot halte ich für übertrieben, weil
    a ) wie schon gesagt wurde, alkoholisierte Personen auch schon heute aus dem Fahrzeug verwiesen werden können,
    b ) Personen auch schon vor Fahrtantritt alkoholisiert sein können,
    c ) nicht sichergestellt werden kann, wo die Grenzen sind (ist alkoholfreies Bier erlaubt? sind Rum-Pralinen erlaubt? wie kann kontrolliert werden, dass nicht jemand Vodka-Orange aus einer Saftflasche trinkt (kommt häufig vor, soll der Zugbegleiter dann eine Geruchsprobe durchführen?),
    d ) diejenigen, die zum Feierabend sich ein Bier im Zug gönnen, nicht das Problem sind.

  • Zitat

    Original von Itchy
    So weit ich weiß ist in Köln das Essen und der Verzehr alkoholischer Getränke verboten und wir mit Bußgeldern belegt. Dort ist es reine Abzocke, nur um Geld in die Kassen zu spülen und die Menschen dort auch nicht besonders erfreut.


    Zu Köln. Die Aktion in Köln beruht auf einer Sauberkeitsoffensive der Stadt Köln und der KVB und nicht auf irgendwelchen Straftaten im Alkoholeinfluss, wie Boris Rhein begründet. In Köln haben sich die Fahrgäste über die mangelnde Sauberkeit in Bussen und Bahnen beschwert. Mehr als die Hälfte waren unzufrieden oder verärgert über Sitze und Fußböden, über Dosen, Flaschen und Essensreste sowie über den rücksichtslosen Konsum von Alkohol und Tabak in den Fahrzeugen. In Umfragen hat sich die überwiegende Mehrheit für ein Ess- und Trinkverbot ausgesprochen.


    Die KVB hat die Sauberkeitsoffensive in drei Kampagnen umgesetzt. Die ersten beiden waren Verständnis-Kampagnen. In der dritten wurden konsequent Verstöße gegen des Ess-, Trink- und Rauchverbot mit Strafen belegt.


    In Köln ist in Bussen und Bahnen alles verboten, was kleckert und krümelt:
    Offene Getränke, Alkoholische Getränke, warme Speisen, teilweise
    auch kalte Speisen.


    Die KVB hat zudem Geld in die Hand genommen und reinigt die Fahrzeuge auch tagsüber an den Endhaltestellen.


    Weitere Infos auf der Homepage der KVB unter Sauberkeitsoffensive.

    Gruß Tommy

  • Hmm, also ich finde den Vorschlag nicht wirklich gerade brilliant. Die Durchsetzbarkeit ist etwa so, wie die Fahrkartenkontrollen heute. Und ich würde mal ruck-zuck schätzen, dass etwa trotzdem jetzt noch genau so viele Leute schwarz fahren, wie auch ohne Verbot jetzt Leute Alkohol in Bussen oder Bahnen trinken.


    Wenn der RMV konsequent wäre mit der Anwendung der Beförderungsuntersagung bei Trunkenheit, könnte man die Nachtbusse aber grade vollständig einstellen.


    Ich bin da durchaus einer Meinung mit Itchy, wenn heute der Alkohol verboten wird, morgen der Döner dann stehen übermorgen die "riechenden Fahrgäste" auch an der Haltestelle und müssen zurückbleiben. Suuper!


    Auch die Angst vor dem Regulierungswahn teile ich. Viel Spaß mit dem Gelegenheitsfahrgast, der heute Abend spontan mit der Bahn statt dem Auto in die Stadt fährt, weil er gerne was trinken will? Wen stört denn bitte, wenn da jemand mit der Pilsdose in der U-Bahn sitzt? Das einzige, was man hier schaffen will ist eine "nicht diskriminierende Regelung", damit man endlich die "ungelieben Penner aus den Bahnen schmeißen kann". Und um ganz ehrlich und offen zu sein: wenn man sich anschaut, WER da dieses Gesetz vorschlägt, dann wird das einer der Mitgründe sein. Ist zumindest meine persönliche Überzeugung.


    Dass man das ganze wegen der vielen Straftaten unter Alkoholeinfluss macht: Jo, na klar. Hat der Kerl mal an seine eigene Jugend zurück gedacht? Was machst Du, wenn Du in der Bahn nicht dein Bier leertrinken darfst? Japp, exakt das gleiche wie vor dem Club, in das Du es nicht mitnehmen darfst: Du trinksts halt aus. Wer hier wirklich glaubt bei den doch relativ kurzen Fahrzeiten der U-Bahnen dann jemanden dazu zu bewegen, weniger zu trinken, der hat meiner Meinung nach wenig Realtätssinn.


    Und so wie man hier die Diskussion sieht, wird ein "Dönerverbot" oder ein "Frikadellenbrötchen" viel lieber verboten und mit Erfahrungen illustriert - wer hat denn Erfahrungen mit trinkenden (nicht betrunkenen!) Fahgästen?


    Wie weit soll es denn gehen mit der Sauberkeit? Darf eine Mutter dann ihrem Kind nichts mehr zu trinken geben? Darf ich nicht mehr Wasser trinken? Oder Saft? Oder Cola? Wo ist dann die Grenze zum Bier, das auch ich sehr gerne auf den Stundenlangen Fahrten von und nach Wiesbaden am Abend trinke...?


    Finde, ein Alkoholverbot ist wirklich keine Lösung für den Dreck. Und erst recht keine Lösung gegen Gewalt von Jugendlichen. Bevor man Geld für Prävention oder gar direkte Hilfe für die Leute anbietet, verbietet mal lieber noch was. Aber gut, das ist halt typisch konservatives Weltbild. X(

  • Zitat

    Original von FipsSchneider
    [...] Wenn der RMV konsequent wäre mit der Anwendung der Beförderungsuntersagung bei Trunkenheit, könnte man die Nachtbusse aber grade vollständig einstellen. [...]


    Hier wäre der RMV in der Tat gefordert, die Angaben in den Beförderungsbedingungen zu konkretisieren. Die Personen sollen nicht unter dem Einfluss von Alkohol stehen, doch wer genau wird damit angesprochen? Die, die aufgrund ihres Alkoholkonsums bereits Ausfallerscheinungen in Form von Aggressivität, Pöbeleien u. a. zeigen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass mit diesem Passus auch die Personen angesprochen werden sollen, die zwar Alkohol getrunken haben, sich aber trotzdem noch so gesittet benehmen können, dass sie andere Fahrgäste nicht belästigen.


    Zitat

    Original von FipsSchneider
    Ich bin da durchaus einer Meinung mit Itchy, wenn heute der Alkohol verboten wird, morgen der Döner dann stehen übermorgen die "riechenden Fahrgäste" auch an der Haltestelle und müssen zurückbleiben.[...]


    Genau so wie "Itchy" siehst Du das völlig falsch. Das Essverbot gilt nicht aufgrund stark riechender Speisen, sondern weil Sauce, Eis und anderes die Wageneinrichtung und die Kleidung der Fahrgäste verschmutzen könnte (vgl. §3, Abs. 2(8) der Beförderungsbedingungen. Insofern ist das bereits von Itchy entworfene Szenario als an den Haaren herbeigezogen zu bezeichnen.


    Zitat

    Original von FipsSchneider
    [...] wer hat denn Erfahrungen mit trinkenden (nicht betrunkenen!) Fahgästen?[...]


    Bei meinen Fahrten mit dem ÖPNV sehe ich eigentlich jedes Mal Personen mit einer offenen Bierpulle in der Hand. Manchmal habe ich den Eindruck, es ist so etwas wie gesellschaftsfähig geworden, in aller Öffentlichkeit Alkohol zu trinken - und ich bin mir nicht sicher, ob die betreffenden Leute schlichtweg Alkoholiker sind.


    Zitat

    Original von FipsSchneider
    [...] das auch ich sehr gerne auf den Stundenlangen Fahrten von und nach Wiesbaden am Abend trinke...?[...]


    Es wird über ein Alkoholverbot in Bussen und Bahnen der ÖPNV diskutiert, nicht über den Fernverkehr.

    Gruß, 420 281-8
    Jeder Mensch hat ein zweites Gesicht ...
    Ich bin nicht "das Team" des FNF, PN zu Team-Angelegenheiten werden ignoriert und nicht beantwortet/weitergeleitet.
    Anfragen an das Team bitte an team@frankfurter-nahverkehrsforum.de richten, danke!

  • Ein Alkoholverbot in Bussen und Bahnen würde ich sehr Begrüßen!!


    Wenn ich Freitags oder Samstags Nachts um 23:56 Uhr die 11 ab Fechenheim nutze um zum Nachtdienst zu fahren erlebe ich jedes mal das selbe:


    In der Bahn rollen die Flaschen von Vorne nach Hinten, von Rechts nach Links, der Inhalt ist auf dem Boden verteilt (teilweise sogar auf den Sitzen) und die ganze Bahn stinkt wie eine Schnaps Fabrik, denn es liegen nicht nur Bieflaschen/Dosen rum sondern auch Wodka Flaschen usw.


    Sicherlich kann man Vandalismus durch ein Alkoholverbot nicht verhindern, da sich die Saufköpp schon vorher zugedröhnt haben, aber zumindest die Rollenden Flaschen sowie auch der Gestank durch ausgelaufenen Alkohol kann man somit verhindern.


    Wie das umgesetzt werden soll frage ich mich auch, aber irgendwie werden die schon was finden. Meist sieht man das als Fahrer aber schon wenn man an der Haltestelle einfährt und die dann Ihre Flaschen/Dosen in der Hand haben.


    Ich jedenfalls würde das Begrüßen, denn da ich kein Alk trinke (mir schmeckt das Zeug einfach nicht und außerdem kann ich auch ohne meinen Spaß und Gute Laune haben) nimmt man den Gestank besonders intensiv wahr. Irgendwie ist das auch Belästigend!!

  • Also hier in Marburg ist es in den Bussen nicht erlaubt, offene Getränke mitzunehmen. Da schließt alles ein, was nicht fest verschlossen werden kann. Habe es schon mehrmals erlebt, dass Busfahrer nicht mehr weiterfahren wollten, weil jemand mit einem Becher einer Fastfoodkette oder einer offenen Bierflasche eingestiegen ist. Erst wenn die Fahrgäste ausgestiegen sind oder ihre Sachen im Müll entsorgt haben, wird dann weiter gefahren. Solch ein Verbot finde ich deutlich sinnvoller. Das könnte verhindern, dass Busse und Züge nach verschütteten alkoholischen Getränken stinken und auch die Böden nicht durch Cola o. ä. unangenehm kleben.

    If you get bored on the tube - you can always look out of the window.

  • FipsSchneider
    Danke toller Beitrag von dir, du hast es gut auf den Punkt gebracht ^_^


    Zitat

    Original von 420 281-8
    Genau so wie "Itchy" siehst Du das völlig falsch. Das Essverbot gilt nicht aufgrund stark riechender Speisen, sondern weil Sauce, Eis und anderes die Wageneinrichtung und die Kleidung der Fahrgäste verschmutzen könnte (vgl. §3, Abs. 2(8) der Beförderungsbedingungen. Insofern ist das bereits von Itchy entworfene Szenario als an den Haaren herbeigezogen zu bezeichnen.


    Ich glaube eher, dass du hier etwas leider falsch verstanden hast. Das "Speiseverbot" wird defacto in Bussen und Bahnen der VGF, so wie in der S-Bahn, nicht umgesetzt und das ist auch gut so. Man lässt den Menschen ein gewisse Freiheit und diese trägt auch zur Attraktivität des ÖPNV bei.


    So jetzt zum Punkt, da die Saucen und Saftflecken ja zu einer Verschmutzung beitragen und damit zu einer Verminderung des Fahrkomforts, so ist der Gedanke nicht irreführend auch Obdachlose oder Menschen mit Transpirationsproblemen irgendwann mal aus der Bahn schmeißen zu lassen. Was ist schlimmer, ein 1qcm großer Saucenfleck auf dem Boden oder ein Obdachloser der noch auf 10 m Entfernung bestialisch riecht???
    Hier muß man einfach mal festhalten, dass es besser ist nicht alles mit dem deutschen Regulierungswahn zu regelemtieren und mit Strafen zu belegen, denn irgendwo hört die Menschlichkeit auf!!!


    Zitat

    Original von 420 281-8
    Hier wäre der RMV in der Tat gefordert, die Angaben in den Beförderungsbedingungen zu konkretisieren. Die Personen sollen nicht unter dem Einfluss von Alkohol stehen, doch wer genau wird damit angesprochen? Die, die aufgrund ihres Alkoholkonsums bereits Ausfallerscheinungen in Form von Aggressivität, Pöbeleien u. a. zeigen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass mit diesem Passus auch die Personen angesprochen werden sollen, die zwar Alkohol getrunken haben, sich aber trotzdem noch so gesittet benehmen können, dass sie andere Fahrgäste nicht belästigen.


    Also für mich sind die Beförderungsbedingungen ziemlich eindeutig, nämlich jeder der nach Alkohol riecht oder sich wie ein Betrunkener benimmt kann ausgeschlossen werden, dh wie FipsSchneider es schon geschrieben hat, das am Freitag und Samstag Abend etwa 60% der Fahrgäste von der Beförderung auszuschließen sind...sollte man konsequent sein.


    Und hier muß man doch das Gehirn einschalten!!! Die Regeln sind da um etwaige Randalierer oder Störenfriede von der Beförderung auszuschließen und eben nicht auch stark angetrunkene Fahrgäste, die nur friedlich vor sich herschlummern, vor die Tür zu setzen.


    Zitat

    Original von asmodis2601
    Ein Alkoholverbot in Bussen und Bahnen würde ich sehr Begrüßen!!


    Wenn ich Freitags oder Samstags Nachts um 23:56 Uhr die 11 ab Fechenheim nutze um zum Nachtdienst zu fahren erlebe ich jedes mal das selbe:


    In der Bahn rollen die Flaschen von Vorne nach Hinten, von Rechts nach Links, der Inhalt ist auf dem Boden verteilt (teilweise sogar auf den Sitzen) und die ganze Bahn stinkt wie eine Schnaps Fabrik, denn es liegen nicht nur Bieflaschen/Dosen rum sondern auch Wodka Flaschen usw.


    Sorry das ist kein Argument für mich! Das ist die Einschränkung die man zu einer gewissen Zeit in Kauf nehmen muß! Du könntest sonst auch verlangen den Alkoholkonsum von allen öffentlichen Orten zu verbannen, weil du zufälligerweise über eine Bierflasche stolpern könntest. Das würde den Alkoholkonsum nur auf die Clubs und Bars beschränken (gibt es in den USA!)


    Im übrigen sind die Bahnen am nächsten Morgen eigentlich gereinigt und sauber, die VGF legt da wirklich viel wert drauf.


    Im Vergleich zu früher sind die Busse und Bahnen der VGF wirklich viel gepflegter und sauberer und das ohne eine Verschärfung irgendwelcher Regeln, sondern dank einer konsequenten Reinigungsstrategie.


    Zitat

    Original von marle
    Also hier in Marburg ist es in den Bussen nicht erlaubt, offene Getränke mitzunehmen.


    Und das kann manchmal einen handfesten Streit provozieren!!! Je nachdem wie freundlich der Fahrer mir die Bitte gegenüber äußerst würde ich das natürlich hinterfragen, da ich es aus Frankfurt nicht gewohnt bin.

    3 Mal editiert, zuletzt von Itchy ()

  • Zitat

    Original von Itchy
    So jetzt zum Punkt, da die Saucen und Saftflecken ja zu einer Verschmutzung beitragen und damit zu einer Verminderung des Fahrkomforts, so ist der Gedanke nicht irreführend auch Obdachlose oder Menschen mit Transpirationsproblemen irgendwann mal aus der Bahn schmeißen zu lassen. Was ist schlimmer, ein 1qcm großer Saucenfleck auf dem Boden oder ein Obdachloser der noch auf 10 m Entfernung bestialisch riecht???


    Sorry Itchy, aber du vergleichst hier Äpfel mit Birnen. :rolleyes:


    Zitat


    Sorry das ist kein Argument für mich!


    Itchy, aber genau das ist der Grund, weshalb u. a. die KVB das Ess- und Trinkverbot eingerichtet hat. Leere Bierflaschen etc. gehören eben dort nicht hin, sondern in den Leergutautomaten oder von mir aus auch in den Abfallbehälter an der Haltestelle.


    Zitat

    Das ist die Einschränkung die man zu einer gewissen Zeit in Kauf nehmen muß!


    Ansonsten geht es dir aber noch gut? X( Warum muss ich in Kauf nehmen, dass Leute ihren Müll in Bahn liegen lassen?


    Zitat

    Du könntest sonst auch verlangen den Alkoholkonsum von allen öffentlichen Orten zu verbannen, weil du zufälligerweise über eine Bierflasche stolpern könntest. Das würde den Alkoholkonsum nur auf die Clubs und Bars beschränken (gibt es in den USA!)


    Wenn nicht jeder überall alles Fallen lassen würde, bräuchten wir solche Diskussionen gar nicht. Aber bei manchen Leute setzt der gute Menschenverstand ja schon im nüchternen Zustand aus.


    Zitat

    Im Vergleich zu früher sind die Busse und Bahnen der VGF wirklich viel gepflegter und sauberer und das ohne eine Verschärfung irgendwelcher Regeln, sondern dank einer konsequenten Reinigungsstrategie.


    Naja, wenn sich so mancher Fahrgast an die einfachsten Regeln halten würden, dann sehe es in Bus und Bahn noch besser aus. Dazu gehören auch Füße vom Sitz ...


    Zitat


    Und das kann manchmal einen handfesten Streit provozieren!!! Je nachdem wie freundlich der Fahrer mir die Bitte gegenüber äußerst würde ich das natürlich hinterfragen, da ich es aus Frankfurt nicht gewohnt bin.


    Es soll Verkehrsbetriebe geben, die entsprechende Piktogramme bereits auf den Türflügeln kleben haben.

    Gruß Tommy

  • >so ist der Gedanke nicht irreführend auch Obdachlose oder Menschen mit
    >Transpirationsproblemen irgendwann mal aus der Bahn schmeißen zu lassen.
    >Was ist schlimmer, ein 1qcm großer Saucenfleck auf dem Boden oder ein
    >Obdachloser der noch auf 10 m Entfernung bestialisch riecht???


    Vor einige Jahren war einer abends oft auf der S3 unterwegs.....da haben
    einem die Augen getränt und trotz bittersten Wintertemperaturen waren im
    kompletten Wagen die Fenster offen. Und Saucenflecken sind nun mal nicht
    immer auf dem Boden sondern auch auf den Sitzen. Die Bahn besteht nun
    mal nicht nur aus Bodenfläche. Aber vom PC zu Hause lassen sich solche
    Situationen nicht nachvollziehen.


    >jeder der nach Alkohol riecht oder sich wie ein Betrunkener benimmt kann
    >ausgeschlossen werden[......]das am Freitag und Samstag Abend etwa 60%
    >der Fahrgäste von der Beförderung auszuschließen sind


    Eher 6%


    >Das ist die Einschränkung die man zu einer gewissen Zeit in Kauf nehmen muß!


    Wieso soll ich eine von anderen verursachte Müllkippe als Einschränkung
    hinnehmen? Die sollen mal ihr öffentliches Fehlverhalten einschränken und
    ihren Müll in geeigneter Form entsorgen!ch.

    In god (an invention by mankind) we trust - on earth we don't


    Sincerly yours, NSA
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