ICB beschafft neue Solobusse

  • So, so, so. Warum wird es dann von Evobus so kommuniziert? Ich glaube nicht, das ich was an den Augen habe!!!! Das Modell heißt intern O 530 das weiß ich auch. Dennoch gibt es eine Vertriebsstrategie im Hause Daimler und die spricht von einer Produktplattform C II.


    Da muss man nicht gleich pampig werden, Satzzeichen sind übrigens auch keine Rudeltiere.


    Die Bezeichnung O530 gibt es nichtmehr. Dann Zeig mir mal, wo Benz das so kommuniziert. ;)

    Gruß Marius :wacko:

  • gibt es eigentlich schon was neues von den 23 bestellten ICB bussen ? bald ist ja wieder fahrplanwechsel. naja, die vorfreude hält sich bei mir in grenzen, wenn ich mir überlege, dass es wieder solaris sein könnten, auch wenn es die neue generation ist :thumbdown:

  • gibt es eigentlich schon was neues von den 23 bestellten ICB bussen ? bald ist ja wieder fahrplanwechsel. naja, die vorfreude hält sich bei mir in grenzen, wenn ich mir überlege, dass es wieder solaris sein könnten, auch wenn es die neue generation ist :thumbdown:


    Zu Solaris: Der New Urbino 12 electric wurde zum "Bus of the Year 2017" gekürt. Eine international besetzte Fachjury hat also ein Produkt aus dem Hause Solaris sozusagen "geadelt". Das will nun wirklich nicht mit dem zusammen passen, was einige (verächtlich) über Solaris Busse zum Ausdruck bringen.

  • Bist du so ne Kiste schonmal selbst gefahren?
    Laß mich dir als "Nicht-nur-Fahrgast" versichern: Der schlechte Ruf der Kisten ist begründet...

    "Der Mensch, der so ehrbar im Einzelnen, aber so miserabel im Ganzen ist."
    Johann Wolfgang von Goethe

  • Bist du so ne Kiste schonmal selbst gefahren?
    Laß mich dir als "Nicht-nur-Fahrgast" versichern: Der schlechte Ruf der Kisten ist begründet...

    Auch hier gibts unterschiedliche Stimmen. ich kenne allein mindestens drei, die fahren die neuen Solaris lieber als alles alles andere. Einer in Hamm, einer in Erlangen und einer in Hamburg.

  • Zu Solaris: Der New Urbino 12 electric wurde zum "Bus of the Year 2017" gekürt. Eine international besetzte Fachjury hat also ein Produkt aus dem Hause Solaris sozusagen "geadelt". Das will nun wirklich nicht mit dem zusammen passen, was einige (verächtlich) über Solaris Busse zum Ausdruck bringen.


    Bekommt den Preis nicht jeder etwas größere Hersteller mal? Kommt einem zumindest vor vor.

  • Ich denke, beim "Bus of the year" kommt es weniger auf die Haltbarkeit der Busse an, als auf das Konzept nach irgendwelchen Bewertungspunkten. Da es allesamt Neuwagen sind, liegen oft keine Langzeiterfahrungen vor. Nur, wenn ein Fahrzeug schon bei Probefahrten einen unzuverlässigen Eindruck macht oder sich Teile lösen, könnte diese negative Aspekt die Kürung verhindern.

    Vollkommen Großartiges Forum

  • Ich denke, bei sämtlichen Prämierungen '... of the Year' stehen Innovationen, Nutzerfreundlichkeit (der tatsächlichen Nutzer/Fahrgäste), Wirtschaftlichkeit (Wartungsfreundlichkeit und Lifetimecost) und ggf. Design im Vordergrund. Wer mag es verdenken, wenn Hersteller hierfür quasi handgearbeitete Vorserienmodelle der Jury zur Verfügung stellt, die vom Hersteller vorher selbst auf Herz und Nieren getestet wurde und damit eben nicht 'auseinander fallen'. Gerade bei solchen Produkten wie für den Personenverkehr können die Veranstalter solcher Prämierungen sich ein Serienprodukt kaum leisten dürfen, wenn die Anschaffung bereits mindestens einen sechsstelligen Betrag fordert.

  • Ich hatte es schon einmal anderer Stelle in diesem Forum erwähnt: Solaris Busse wurden von der Fa. Ettenhuber aus Glonn (Betreiber) nach zehnjährigem Gebrauch und rund jeweils 750 000 km Laufleistung an einen Nutzfahrzeughändler verkauft. Also hat ein Gewerbetreibender, der auch noch eine Gebrauchtwagengarantie von 12 Monaten gewähren muss, "Schrott" angekauft um damit möglichst seinen Betrieb zu ruinieren? Es handelte sich um fünf Urbino der Euronorm III. Ganz schön mutig von diesem, Fahrzeuge die auseinander zufallen drohen, auch noch weiter zu verkaufen.


    Und zur Jury: Fachleute aus 20 Ländern einigen sich auf ein Produkt, dass den Preis erhält. Das Ganze nach einem dreimonatigen Test, bei dem jeder von Ihnen die fünf Probanten (Busse) selber gefahren und ausgiebig getestet hat. Dann kommt man übereinstimmend zu einem Ergebnis (anders als in der EU) und dann liegt die ganze Mannschaft aus Fachleuten mit ihrer Bewertung "schief", wie es der eine oder andere aus diesem Forum glauben machen will. Nebenbei bemerkt: neben vier Elektrobussen trat auch der - erst 2015 zur Busworld vorgestellte Mercedes-Benz Citaro NGT Gasbus - an.

    Einmal editiert, zuletzt von Öffi Freund ()

  • Ich denke, bei sämtlichen Prämierungen '... of the Year' stehen Innovationen, Nutzerfreundlichkeit (der tatsächlichen Nutzer/Fahrgäste), Wirtschaftlichkeit (Wartungsfreundlichkeit und Lifetimecost) und ggf. Design im Vordergrund. Wer mag es verdenken, wenn Hersteller hierfür quasi handgearbeitete Vorserienmodelle der Jury zur Verfügung stellt, die vom Hersteller vorher selbst auf Herz und Nieren getestet wurde und damit eben nicht 'auseinander fallen'. Gerade bei solchen Produkten wie für den Personenverkehr können die Veranstalter solcher Prämierungen sich ein Serienprodukt kaum leisten dürfen, wenn die Anschaffung bereits mindestens einen sechsstelligen Betrag fordert.


    Natürlich werden bei Fahrzeugtests Vorführwagen der Hersteller genommen. Aber jeder Hersteller achtet natürlich darauf, dass kein fehlerhaftes Testobjekt zur Verfügung gestellt wird. Auch Mercedes-Benz wird nicht irgendein gerade vom Band gelaufenes Serienfahrzeug nehmen, sondern einen - auf Herz und Nieren getesteten - Vorführwagen. Somit sind die Voraussetzungen wohl bei allen gleich.


    Besser wäre es natürlich, Fahrzeuge aus Kundenhand zum Test heran zu ziehen. Das bedingt aber, dass das Anschaffungsdatum bei allen Fahrzeugen gleich sein muss. Ein schwieriges Unterfangen, zumal dann auch der Eigentümer für einen mehrwöchigen Zeitraum auf seine Fahrzeuge verzichten muss. Lastauto Omnibus hat das schon mit Lkw´s der Spedition Fehrenkötter durchgeführt. Damit konnte der Hersteller Einfluss weitestgehend ausgeschlossen werden. Allerdings traf hier der glückliche Umstand ein, dass die Beschaffung von sechs unterschiedlichen Fabrikanten zum gleichen Zeitpunkt stattfand. Außerdem handelte es sich um Motorwagen und Anhänger mit absolut gleichen Aufbaukonzepten. Eine Sache, die man so wohl nicht allzu oft antreffen wird.

    Einmal editiert, zuletzt von Öffi Freund ()

  • Wie bei allen solche Awards und Auszeichnungen bleibt immer die Frage: Wer sponsort das, wer ist die Jury, Was ... Wie.
    Weltmeisterschaften gibt es ja auch nicht nur im Fußball, sondern auch in Nichtsportarten.
    Ich würde mir die Teile im alltäglichen Betrieb ansehen, nicht nur auf irgendwelchen Prospekten o.ä..

  • Die Werkstätten von Busbetrieben schauen sich die Fahrzeuge recht genau an, schon deshalb, weil sie für die Betriebssicherheit verantwortlich sind. Wenn dann Hersteller zum Zug kämen, die vermeintlich nur nicht alltagstauglichen "Schrott" produzieren, stimmte etwas nicht im System - oder etwa nicht? Ich glaube, dass aus diesem Bereich sich niemand auf Prospekte verlässt.


    Kommen dann vermehrt Fahrzeuge erfolgreich auf den Markt, die etablierten Marken Konkurrenz machen, so kann es sich nur um "Manipulationen" handeln, so jedenfalls müsste dass Fazit von Verschwörungstheoretikern handeln.


    Ich glaube, minderwertige Qualität hat bei Nutzfahrzeugen (wozu auch die Omnibusse zählen) auf die Dauer keine Chance! Der Markt würde solche Dinge sehr schnell regeln.


    Das ist meines Erachtens markenübergreifend zu sehen.

    2 Mal editiert, zuletzt von Öffi Freund ()

  • Ich hatte es schon einmal anderer Stelle in diesem Forum erwähnt: Solaris Busse wurden von der Fa. Ettenhuber aus Glonn (Betreiber) nach zehnjährigem Gebrauch und rund jeweils 750 000 km Laufleistung an einen Nutzfahrzeughändler verkauft. Also hat ein Gewerbetreibender, der auch noch eine Gebrauchtwagengarantie von 12 Monaten gewähren muss, "Schrott" angekauft um damit möglichst seinen Betrieb zu ruinieren? Es handelte sich um fünf Urbino der Euronorm III. Ganz schön mutig von diesem, Fahrzeuge die auseinander zufallen drohen, auch noch weiter zu verkaufen.

    Es gibt auch andere KFZ-Händler, die wirklich "jeden Schrott" ankaufen - man beachte die Werbung "Kilometer egal, Tüv egal, auch Unfallwagen". Die Fahrzeuge werden dann in ärmere Länder exportiert, in denen keine Garantie gegeben werden muß und die Arbeitskaft zur soweit-wie-nötig-Reparatur billig ist. Würde mich nicht wundern, wenn es einen solchen Markt auch für Busse gibt.

    Dank Petra werde ich zum Kunstkenner. Je öfter ich das Gebrabbel höre, desto mehr verstehe ich van Gogh.

  • Tja, die Bewertung wer dort welche Produkte testen, und wo die herstammen ist immer eine schwierige Frage. Das klingt schon manchmal nach Selbstbeweiräucherung. Wurde ja oben schon alles angesprochen. Und noch eins gibt mir zu denken:
    So ein Serienfahrzeug wird ja schon über einen längeren Angebotszeitraum gebaut. Und das aus die Auszeichnung "Bus of the Year" jedes Jahr gibt: Soviele verschiedene Fahrzeuge und Neuvorstellungen gibt es ja gar nicht auf dem Markt. Sonst könnte man ja gleich immer abwechselnd den Citaro und den Lions City auszeichnen - Halt in ihrer jeweils neusten Version (evtl. mit neuen Antriebskonzept).
    Und da Solaris ja nun mal inzwischen auch eine gewissen Marktanteil in West-Europa hat, kommt der halt auch mal an die Reihe.
    Es stimmt schon, die sind mit jeder neuen Serie besser geworden. Aber die anderen Markenhersteller verbessern ihre Produkte natürlich auch laufend. Vom Komfort und der Laufruhe kommen die Solaris aber nicht mit, mit den anderen genannten Anbietern.

    Capri-Sonne heisst jetzt "Capri Sun". :( Sonst ändert sich nix. Der "alte" Name muss wieder her ! ;(

  • Die Werkstätten von Busbetrieben schauen sich die Fahrzeuge recht genau an, schon deshalb, weil sie für die Betriebssicherheit verantwortlich sind. Wenn dann Hersteller zum Zug kämen, die vermeintlich nur nicht alltagstauglichen "Schrott" produzieren, stimmte etwas nicht im System - oder etwa nicht? Ich glaube, dass aus diesem Bereich sich niemand auf Prospekte verlässt.


    Oh, die Werkstatt der VGF hat sich die Solaris angeschaut - und deren Urteil damals war eindeutig. "Billig, wird nicht lange halten und wollen wir nicht". Interessierte nur bei den BWL-Fuzzis keinen und wird auch keiner zitierfähig nach außen weitergeben der dort noch beschäftigt bleiben will.


    Es mag sein, das der neue Solaris tatsächlich wieder ein guter Bus ist - kann ich nicht beurteilen, da ich den noch nicht selber in den Fingern hatte. Für den Alten (und damit alle derzeit in Frankfurt eingesetzten) gilt meine Ursprungsaussage...

    "Der Mensch, der so ehrbar im Einzelnen, aber so miserabel im Ganzen ist."
    Johann Wolfgang von Goethe


  • Oh, die Werkstatt der VGF hat sich die Solaris angeschaut - und deren Urteil damals war eindeutig. "Billig, wird nicht lange halten und wollen wir nicht". Interessierte nur bei den BWL-Fuzzis keinen und wird auch keiner zitierfähig nach außen weitergeben der dort noch beschäftigt bleiben will.


    Es mag sein, das der neue Solaris tatsächlich wieder ein guter Bus ist - kann ich nicht beurteilen, da ich den noch nicht selber in den Fingern hatte. Für den Alten (und damit alle derzeit in Frankfurt eingesetzten) gilt meine Ursprungsaussage...


    Zu einem erfolgreich abgeschlossenen BWL Studium gehört nicht nur die Bewertung von Investitionskosten. Selbstverständlich sind auch die Betriebskosten bei dem vorgesehenen Einsatzzeitraum zu bewerten. Schau mal in das europäische Ausschreibungsblatt TED (Tenders Electronic Daily). Dort werden bei jeder Ausschreibung Gewichtungen für den Zuschlag mit veröffentlicht. Dazu zählen natürlich auch die sogenannten Live Cycle Costs (LCC), also alle Kosten die im Laufe des mehrjährigen Buseinsatzes aufkommen können. Die Gewichtung - in Relation zum Anschaffungspreis - kann natürlich jedes Verkehrsunternehmen selbst bestimmen, sie müssen aber in jedem Falle vor einer öffentlichen Ausschreibung festgelegt werden.


    Deine als Herabwürdigung eines ganzen Berufsstandes "BWL Fuzzies" aufzufassende Äußerung, solltest Du Dir vielleicht noch einmal überlegen. Bei mir jedenfalls zählt die Sachlichkeit einer Äußerung. Wer verbal auf andere eindrischt, hat möglicherweise die schlechteren Argumente.
    ,

  • Wenn bei den TraffiQ Interviews nicht nur der Punkt Sauberkeitder Fahrzeuge, sondern auch der allgemeine Zustand abgefragt und bewertet werden würde, könnte ich dir recht geben. Denn dann müßten wohl mehr Gelder in die Pflege gesteckt werden. Aber so sind diese Ausgaben auch gering. Dann passt das ja wieder, niedriger Invest und geringe laufende Kosten. Alle happy, bis auf Fahrpersonal und Beförderungsfall.

  • Wenn man die LCCs der Solaris natürlich auf gleicher Ebene wie die bei anderen, deutlich zuverläßigeren Modellen ansetzt wird natürlich immer der Solaris gewinnen da er günstiger in der Anschaffung ist.


    Aber auch hier gilt wieder: Die Kisten stehen häufiger und länger in der Werkstatt als vergleichbar alte MBs oder MANs - hat man damals auch seitens der Werkstatt so prognostiziert aber man wurde von der darüberliegenden Etage ignoriert.
    Und ja, BWL-Abteilungen die die Meinung der fachlich versierten Angestellten des Betriebes immer und immer wieder als Schwarzmalerei und "Kann ja gar nicht sein, weil hat der Hersteller anders gesagt" abtun kann ich leider nicht mehr mit höflichen Formulierungen umschreiben.


    Aber das hat bei der VGF Methode - siehe S und U5...

    "Der Mensch, der so ehrbar im Einzelnen, aber so miserabel im Ganzen ist."
    Johann Wolfgang von Goethe

  • Es kann - aus meiner Sicht - eigentlich nur eine schlüssige Erklärung geben: die Anschaffung der Solaris Busse hat gegenüber dem nächst teureren Angebot eine erhebliche Einsparung bei den Investitionslosten gebracht (z. B. beim 12-Meter-Solobus 200.000 € für den Solaris gegenüber 250.000 € der Marke XY = 50.000 € je Fahrzeug) mal Anzahl der bestellten Fahrzeuge - in Frankfurt meist Chargen zu 20 Stück).


    Würden dann im Laufe der Betriebsdauer die hier hochgerechneten 1.000.000 € Ersparnis bei der Investition einer Serie durch die höheren Wartungs- und Instandhaltungskosten sowie dadurch bedingte Fahrzeugausfälle ( geringere Verfügbarkeit ) gänzlich verbraten, wäre es am Ende ein Nullsummenspiel. Dies allerdings - zu Recht - nicht ohne Verdruss derjenigen, die sich nach dem Kauf um Unterhalt und Betrieb der Fahrzeuge zu sorgen haben. Übersteigen die Betriebskosten sogar die erzielte Ersparnis bei der Beschaffung, müsste man ganz klar von einer Fehlentscheidung sprechen.


    Aber mal anders herum: bleiben die zusätzlichen Kosten, die aus einer nicht ganz so hohen Zuverlässigkeit resultieren, immer noch deutlich unter der erzielten Ersparnis bei der Beschaffung , dann wurde erkennbar nichts falsch gemacht.


    Manch ein Wettbewerber bietet womöglich eine höhere Qualität, die einen entsprechenden Mehrpreis rechtfertigt. Allerdings gibt es manchmal einen - darüber hinaus gehenden Aufschlag - und da lässt sich der Hersteller auch gerne mal seinen guten Namen bezahlen. Ich habe mehr als einmal von anderen Verkehrsunternehmen den Ausspruch gehört: mehr Qualität ja, diese stünde dann aber leider in keinem Verhältnis mehr zum geforderten Mehrpreis. Der richtige Ansatz wäre als Preiswürdigkeit und nicht billig im Sinne minderer Qualität.


    Mal sehen, wie sich die neuen Urbinos in Frankfurt bewähren. Vielleicht gibt es ja an denen deutlich weniger auszusetzen als bisher.