Ausschreibung über die Lieferung von 14 Straßenbahnen (Typ ST15)

  • Was mich an den Fahrzeugen stört ist, dass man für die kleinen Mittelwagen eigene Türen bestellt hat. Da kann man dann keine Sitzplätze hinstellen.

  • Was mich an den Fahrzeugen stört ist, dass man für die kleinen Mittelwagen eigene Türen bestellt hat. Da kann man dann keine Sitzplätze hinstellen.

    Das ist so nicht richtig. Natürlich ist dort auch Platz für Sitzplätze. Neben der Tür ist ja ein Fenster und gegenüber der Tür auch.


    Ob dort auch Sitzplätze hinkommen, wird die Zukunft zeigen.


    Hat jemand Infos über die neue Strassenbahnfamilie von Stadler? Ich finde nichts im Netz.

    Es gibt noch keine näheren Infos im Internet oder anderen öffentlichen Medien, zumindest keine, die man ohne Detailwissen finden würde.

  • Was mich an den Fahrzeugen stört ist, dass man für die kleinen Mittelwagen eigene Türen bestellt hat. Da kann man dann keine Sitzplätze hinstellen.

    Mimimi...


    Man könnte auch alle Türen weglassen, dann gäbe es noch mehr Sitzplätze.


    Anders ausgedrückt: Kannst Du auch was Substanzielles beitragen? Kleiner Rechentip: Der ST 14 hat fünf Türen auf 29 Meter, der ST 15 fünf Türen auf 43 Meter. Wer hat wohl das bessere Sitzplatz/Tür-Verhältnis?

  • Kleiner Rechentip: Der ST 14 hat fünf Türen auf 29 Meter, der ST 15 fünf Türen auf 43 Meter.

    Der ST14 hat 2 Einzel- und 3 Doppeltüren (mit SB9 4 Einzel- und 4 Doppeltüren), der ST15 hat (wie auf dem Bild zu sehen) 1 Einzel- und 5 Doppeltüren. In Türspuren gerechnet also 8 auf 29 m = 0,28 T/m (ST13/14), 12 auf 43 m = 0,28 T/m (ST13/14+SB9) bzw. 11 auf 43 m = 0,26 T/m (ST15). Das ist schon alles recht nah beisammen.

  • Wer suchet, der findet: klick

    Auf der Homepage von Stadler finden sich nur Variobahn, Tango, Tramlink und Metelitsa. Von der neuen Generation ist dort keine Rede.


    Dies ist aber kein Variobahn Typ so wie es in Mainz gibt ?

    Nein. Es handelt sich um eine komplett neue Generation, wie es in der Pressemitteilung steht. Ist auch auf dem Bild zu erkennen (zwei Fahrwerke je Wagenkasten geht nur frei ausdrehend).

  • tunnelklick die Homepage von Stadler mit den bereits bekannten Strassenbahnen hatte ich bereits gefunden. HEAG und Stadler schreiben aber von einer neuen Generation, deren Erstkunde die HEAG ist. Diese Info suche ich.

    Einmal editiert, zuletzt von michah ()

  • Was habt ihr denn?! Ein Türflügel vorne beim Fahrer reicht doch vollkommen aus :D

    In god (an invention by mankind) we trust - on earth we don't


    Sincerly yours, NSA
    powered by US government

  • Die HEAG hatte nach eigener Aussage im Lastenheft einen bewährten Typ Tram gefordert. Von daher wundert es micht, dass es nun doch was ganz Neues sein soll?

    Auch das ist eine Definitionssache.

    Gehen wir doch mal in die Vergangenheit:

    Wendezeit: Bremens Niederflutriebwagen ist augf Tournee. München hat Niederflurwagen-Prototypen bestellt und Frankfurt wartet auf die 100% Niederflur-Triebwagen Typ R (Q wurde aus mir nichtbekannten Ausgelassen). Obendrauf Kinderkrankehieten. Die HEAG wartet ab und bestellt nocheinmal bei der Waggonunion 10 Hochflutriebwagenvom Bewährten Typ ST 11. Weil die Technik weiterging und diese in den 10 neuen eingebaut wurden, kamen die 10 dann schlieslich als ST 12 zu uns. Auch das ist nichts Neues für uns, waren doch 1963 die 7 ausgeliefert ST 7 doch so unterschiedlich von den 13 älteren Triebwagen, das sie doch eine eigene Serie bildeten: ST 8.

    Der große Unterschied zu der Wendezeit und heute: Die Führung ist heute eine ganz andere. Ausschreiben ist das Eine. Was Letztendlich kommt das Andere.

    Hier gibt es nun zwei Vermutungen von mir:

    1. Man kam sich irgendwie entgegen oder

    2. Die Technik ist eine bewährte und der Wagenkasten ist ein Neudesign, was die Herstellerfirma so erstmals rausgibt.

    Am Ende sogar ein Indiviualdesign, wie es in Frankreich inzwischen üblich ist? Kann ich mir aber nicht vorstellen.

    Kommen wir mal zum Fahrzeug: Auf dem ersten Blick dachte ich an eine Schmallspurversion eines NGT12 von Dresden/Leipzig. In Leipzig bin ich mal in so einem Triebwagen von vorne nach hinten durchgelaufen: 10 Stufen über die komplette Breite des Triebwagens. Und da habe ich die Stufen im Eingangsbereich an den Enden nicht mitgezählt. Bei dem Link zur Urban-Transport-Magazin meine ich gelesen zu haben, das alle Sitzplätze ohne Stufen ereichbar sein werden. Das ist nun der interresante Teil für mich: Wie werden die Drehgestelle überwunden?

    Noch ein Aspekt, der mir aufgefallen ist: Der Stromabnehmer über den zweiten Drehgestell - Das ist doch praktisch wieder eine neue Position, die Dritte inzwischen, für die Fahrer. Aber in zwei Jahren fliest noch viel Wasser durch den Woog.

    Viele Grüße aus Darmstadt - Jörg "Baertram" D.
    RMV senkt die Preise? - Eher fährt unser Tw 37 aus eigener Kraft von Wixhausen nach Leimen.
    Der Bergstraße gibt man 4 Minuten - der Heimstättensiedlung werden sie genommen. Waren das noch Zeiten, als der "H-Bus" von der (Fach-)Hochschule zur Berliner Allee nur 2 Minuten brauchte.

  • Zwei Jahre halte ich aber für sehr ambitioniert. Auch wenn Stadler bereits viele der Komponenten in anderen Fahrzeugen im Einsatz hat und zweifellos Kompetenzen im Hause hat, ist die Feinabstimmung der Komponenten aufeinander aufwendig.

    An die Bombardier Fahrzeuge habe ich bei dem Bild auch gedacht. Trotzdem ist es für Stadler schon allein für den Fahrzeugbau relatives Neuland. Und durch die Zulassung muss das dann auch noch.

  • Wenn ich auch noch jammern darf, würde ich es gerne über die Tatsache, dass im Vergleich zu ST14+SB9 zwar 59 Stehplätze dazukommen, dafür aber 26 Sitzplätze entfallen. Ich bin mal gespannt auf das Raumgefühl der neuen Bahnen. Vielleicht wird es ja sogar angenehmer, in vollen Zügen mitzufahren.

  • Die fehlenden Sitzplätze sind bei längerer Fahrtdauer, vor allem auf den Überlandabschnitten, bescheiden.

    Natürlich. Aber Du mußt Dir auch die Frage stellen, wie Du bei weiter steigenden Fahrgastzahlen die Beförderung sicherstellen willst. Dann kommen auch die gestiegenen Sondernutzungen (Rollstühle, Kinderwagen) hinzu, das geht auch zu Lasten der Sitzplätze. Und letztlich stellt sich - zumindest für Leute über 1,80 - auch die Frage, ob die gequetscht enge Bestuhlung in den ST 13/14 und SB 9 auf Dauer nicht auch unbequem ist.


    Nebenbei ist die Bestuhlung im ST 15 dann noch immer dichter als in Frankfurt (ST 15: 103 Sitzplätze auf 43 Meter = 2,4 Sitze pro Meter, U5: 54 (Klapp-)Sitze auf 25 Meter = 2,16 Sitze pro Meter und einmal Hohemark-Südbahnhof ist ja nun auch Überlandverkehr. (Ja, ich weiß, Zweirichtungswagen, da ist eh weniger Sitzplatz möglich)

    Und für die T-Wagen geht man ja auch den gleichen Weg, fallen da nicht irgendwie auch sechs oder acht Sitzplätze gegenüber dem S-Wagen weg?

  • Schwer zu vergleichen. Dornbusch - Hauptwache ist etwas anderes als Dornbusch - Bommersheim. Sowohl direkter Vergleich ÖPNV -ÖPNV als auch ÖPNV - IV.

    Im anderen Threat geht es um eine Neubaustrecke nach Weiterstadt. Will man Autofahrer zum (eventuellen) Umsteigen bewegen mit großer Taktfolge und Aussicht auf keinen Sitzplatz ( und womöglich noch längerer Fahrzeit?).