Ausmusterung U3 Wagen?

  • Ich glaube, so richtig präzise ist es nicht geregelt, Reststufen und -spalte > 10 cm sind nicht mehr behindertengerecht, solche von 5 cm sind anzustreben; also irgendwas zwischen 5 und 10 cm.

  • Entweder findet sich eine Strecke, auf der nur die U3-Wagen eingesetzt werden und somit die Bahnsteighöhe angepasst werden kann oder es wird ein Abschnitt in einem Netz durch die U3-Wagen Züge verdichtet, wo es nichts ausmacht, dass der Zug nicht barrierefrei ist, wenn wenige Minuten später und früher die selbe Strecke mit einem barrierefreien Fahrzeug bedient wird und eine Kennzeichnung im Fahrplan erfolgt.

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  • Zitat

    Zu den in Beitrag 10 von mir genannten Argumenten gegen ein reines Aufheben kämen noch Standschäden die mit der Zeit entstehen.
    Abstellplatz ist auch nicht unbegrenzt vorhanden.


    Wenn man die Preise eines Hallenneubaus und den Preis eines einzelnen Neuwagens vergleicht, stellt man erschreckende Dinge fest. Ebenso kann ich mir nicht vorstellen, dass die Kosten einer Aufarbeitung ansatzweise in die gleiche Größenordnung kommen wie die Kosten für die Anschaffung einer Kleinserie (!) Neuwagen. Da gehe ich mal von 3 Millionen heutiger Kaufkraft (in 10 Jahren also eher mehr) pro Wagen aus, wenn man 20 Wagen benötigt, hätte man also ein Budget in der Größenordnung von 60 Millionen. Die Aufarbeitung kostet nur, wenn man sie durchführt, der entsprechende Abstellplatz wird in der Anschaffung weniger als eine Million kosten (vergleiche hier die überraschend geringen Baukosten der Museumshalle in Kranichstein).
    Dennoch muss ich nochmal den historischen Prügel für die Bahnsteigkantenhöhenalbernheiten schwingen. Dass immer wieder um Zentimeter gefeilscht wurde, was zu Inkompatibilitäten führte, war einfach ziemlich dumm (oder Geschickt, wenn man Altwagen gezielt schneller loswerden möchte).
    Dass die U3-Wagen "durch" sein sollen, deckt sich nicht mit meinem Eindruck, eher, dass man in den letzten paar Jahren einen gewissen Wartungsstau aufgebaut hat. Dieses Phänomen ist aber in allen Betrieben zu beobachten und in der Regel auch in den Griff zu bekommen.


  • Dass die U3-Wagen "durch" sein sollen, deckt sich nicht mit meinem Eindruck, eher, dass man in den letzten paar Jahren einen gewissen Wartungsstau aufgebaut hat. Dieses Phänomen ist aber in allen Betrieben zu beobachten und in der Regel auch in den Griff zu bekommen.


    Es handelt sich ja nicht direkt um einen Wartungsstau, sondern eher um ein Herunterfahren der Warrtungstätigkeiten zum Einsatzende hin. Das mache ich bei meinem KFZ ja auch so. Mein derzeitiges Fahrzeug ist 18 Jahre alt und ich will es noch 2-3 Jahre fahren solange nichts großes passiert. Da werden nur noch die Dinge gemacht, die zur Betriebssicherheit nötig sind. Öl, Reifen, Bremsen etc. Die defekte Sitzheizung des Beifahrersitzes, der kaputte elektr. Fensterheber hinten links und weitere Kleinigkeiten macht man dann einfach nicht mehr.


    Das würde anders aussehen wenn ich daraus einen Oldtimer machen will oder noch 15 Jahre mit der Kiste weiterfahren möchte. Bei meinem KFZ macht das im Gegensatz zu einem Schienenfahrzeug wirtschafltich leider keinen Sinn. Schade um die U3 Wagen ist es allemal. Das waren auch aus meiner Sicht die besten Fahrzeuge der Stadt.

  • Was ist denn bei den U3 "durch"? Die Steuerelektronik ist klar. Neue Türen, Fußboden, Sitze und diverse Innenverkleidungen auch möglich. Das ist für Betriebe durchaus zu leisten, zumal es neben Hauptwerkstätten dafür spezialisierte Unternehmen gibt. Das es für die VGF nicht mehr interessant ist, dürfte klar sein. Gilt aber nicht unbedingt für alle Stadtbahnbetriebe. Kleinstserien um Umbauten gibt es ja durchaus, z.B. Bochum die Tangos, Essen mit den Docklands, Uetrecht mit den Wiener E6,...


    Von der Fahrqualität finde ich die U3er nach wie vor ungeschlagen gut.

  • Schade um die U3 Wagen ist es allemal. Das waren auch aus meiner Sicht die besten Fahrzeuge der Stadt.


    Was macht den U3 gegenüber dem U2 so besonders besser?
    Er sieht außen, wie innen etwas hochwertiger aus (was aber nur Optik und Geschmack ist). Wie hat man die höhere Laufruhe hinbekommen?

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  • Was macht den U3 gegenüber dem U2 so besonders besser?
    Er sieht außen, wie innen etwas hochwertiger aus (was aber nur Optik und Geschmack ist). Wie hat man die höhere Laufruhe hinbekommen?


    Es wurde eine andere Steuerung eingesetzt. Beim U2 war das noch eine klassische Schaltwerkssteuerung und beim U3 dann schon eine Gleichstromsteller-Steuerung (ähnlich der Chopper-Steuerung). Aus Fahrgastsicht positiv ist auch die im Vergleich zum U2 deutlich bessere Türaufteilung. Die Sitzbänke waren auch bequemer als im U2 (subjektiv). Und am meisten vermisse ich heutzutage die kleinen Tischchen an den Fenstern (Gut, die hatten die U2 auch).

  • klassische Schaltwerkssteuerung und beim U3 dann schon eine Gleichstromsteller-Steuerung


    Und wie macht sich das nun für den Fahrgast deutlich bemerkbar? Spontan würde ich sagen, dass die Beschleunigung im U3 etwas gemütlicher ist.


    Wäre interessant, ob wir mit verbundenen Augen und schalldichten Kopfhörern erkennen würden, ob es ein U2 oder U3 Wagen ist.


    Wäre mal ein witziger Test.

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  • Wäre interessant, ob wir mit verbundenen Augen und schalldichten Kopfhörern erkennen würden, ob es ein U2 oder U3 Wagen ist.


    Vermutlich. Weil in den Kopfhörern Störgeräusche induziert werden vom Antriebssystem des U3-Triebwagens. :thumbsup:

  • Nach Einbau der Filter, seit die Geräusche in der Ansage verschwunden sind, glaube ich das nicht. Aber das Ruckeln des Schaltwerks gegenüber dem stufenlose Beschleunigen des Choppers merkt man.

    Dank Petra werde ich zum Kunstkenner. Je öfter ich das Gebrabbel höre, desto mehr verstehe ich van Gogh.

  • Ebenso beim Bremsen.
    Die Drehgestelle haben einen größeren Achsstand (Fakt), gefühlt haben die Wagen auch eine bessere oder weichere Federung und insgesamt einen ruhigeren Lauf.

  • Nach Einbau der Filter, seit die Geräusche in der Ansage verschwunden sind, glaube ich das nicht. Aber das Ruckeln des Schaltwerks gegenüber dem stufenlose Beschleunigen des Choppers merkt man.


    Ich gebe zu: Bin lange schon nicht mehr (regelmäßig) in den Triebwagen mitgefahren. Wenn man inzwischen im Speckgürtel wohnt und die üblichen Verkehrsachsen auf anderen geopgraphischen Achsen liegen …
    Die induzierten Geräuschen waren damals, zu Schulzeiten, aber ein prima Anstoß, Gefallen an Elektrik (und Leistungselektronik) zu finden. 8)

  • Geht mir genauso, aber in den letzten Jahren hat man das per Filter (leider) beseitigt.

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  • Man kann sich einfach in einen U3 Wagen hineinstellen (ohne festhalten) und verliert weder beim Beschleunigen noch beim Bremsen den halt. Das ist weder beim U2 so (Schaltwerkanfahrgeruckel) noch bei U4/U5 (Zu kraftvolle und schnell reagierende Beschleunigung und Bremsen). Und genau das macht den hohen Fahrkomfort aus.

  • Man kann sich einfach in einen U3 Wagen hineinstellen (ohne festhalten) und verliert weder beim Beschleunigen noch beim Bremsen den halt


    Das ist mir (leider) gar nicht aufgefallen. Dafür bei der automatischen U-Bahn in Nürnberg in den DT3. :thumbup:

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  • Also als ich das letzte Mal mit einem U3 mit gefahren bin, hörte man aus den Lautsprechern zumindest beim Beschleunigen deutlich die bekannten Störgeräusche... :)

  • MdE : ein oder zwei Wagen fuhren noch ohne Filter, wenn ich richtig informiert bin. Nach dem Abzug von der U4 hab ich die Wagen noch seltener gesehen als vorher schon...

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