HLB baut Abstellanlage für 30 Züge in Wiesbaden

  • In einem Bericht über den Infraserv-Industriepark Kalle-Albert in Wiesbaden-Amöneburg ist heute zu lesen, dass die HLB im September diesen Jahres im Industriepark rd. 16 Mio € in den Bau einer Wartungs- und Abstellanlage investieren wird. Schon im Herbst 2018 sollen in einer rd. 12.000 m² großen Wartungshalle 30 HLB-Regionalzüge gewartet werden. Der Industriepark Kalle-Albert liegt südlich des Bahnhofs Wiesbaden-Ost und verfügt über einen Gleisanschluss. Die Lage ist "eisenbahnstrategisch" sehr günstig für die HLB, weil von dort die direkte Zufahrt zur rechten Rheinstrecke möglich ist, die in Wiesbaden Ost abzweigt. 30 neue Stellen wird die Anlage nach Wiesbaden bringen.


    Q: FAZ (RMZ) v. 16.5.2017, S. 41

  • ...aber die HLB hat ja gar keine Züge in Wiesbaden? Also, okay, die Ländchesbahn die Wiesbaden mit Niedernhausen verbindet, aber sonst? Da müssten ja viele Züge von Frankfurt oder Höchst erst hin überführt werden? :huh:

  • In dem verlinkten Zeitungsartikel wird als Hintergrund die Übernahme der Linien RB 55 und 75 durch die HLB genannt. Und damit eben genau keine Überführung von sonstwoher erst erfolgen muss, wird diese Anlage gebaut; eigentlich naheliegend. Und die Züge, die dort abgestellt werden, sind noch gar nicht ausgeliefert.

  • Das Rätseln hat ein Ende: der Vorhabenträger hat beim RP in Darmstadt die Durchführung des Planfeststellungsverfahrens für die HLB-Schienenfahrzeugwerkstatt im Industriepark "Kalle-Albert" beantragt. Vorhabenträger ist der Eigentümer und Betreiber des Industrieparks.




    Aber lest selbst: Vorhabenbeschreibung

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  • In einem am Wochenende in der FAZ zu lesenden Artikel über die HLB war zu lesen, dass für die von der HLB übernommenen Verkehre


    - 52 Triebfahrzeugführer,
    - 40 Zugebgleiter,
    - 17 Verwaltungskräfte und
    - 20 Werkstattmitarbeiter


    eingestellt wurden. Im Juni soll der Probebetrieb mit den 30 neuen Fahrzeugen aufgenommen werden, die die HLB für 185 Mio € beschafft hat (= 6,166 Mio €/Fz). Für die neue Werkstatt in Wiesbaden sollen 25 Mio € ausgegeben werden.


    Hier der ganze Artikel.

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  • Lässt man sich die Ausbildung, wie bei vlexx, vom Steuerzahler (Arbeitsagentur) mitfinanzieren?

  • Hexemer:


    Oder rekrutiert man die Mitarbeiter von den Unternehmen, die eine Ausschreibung nicht gewonnen haben und nun Personal "übrig" haben?


    Welches übriggebliebene Personal? Das wandert zur S-Bahn, denn dort ist ja Personalmangel, und viele Tf von DB Regio (Einsatzstelle Wiesbaden und Darmstadt) gehen nicht von der DB weg, erst recht nicht die ganzen Beamten, die ja überwiegend die RB75 derzeit noch fahren (da wäre man ja auch schön blöd, wenn man seinen Beamtenstatus freiwillig abgibt).


    Ich sehe jetzt schon die langen Gesichter, wenn die Betriebsübernahme in die Hose geht, wie in fast jedem 'Netz', dass an Private ging in der letzten Zeit (es gibt ja kaum geeignete Leute, die den Job machen könnten, geschweige denn WOLLEN). ;)

    Lunatic-Driver/Luna Dorian
    "Das Leben ist ein Schatten und der wandert,
    ein armer Spieler nur, der seine Stunde auf einer Bühne auf- und abgeht und sich quält,
    und dann ist er verscholln.

  • Ich sehe jetzt schon die langen Gesichter, wenn die Betriebsübernahme in die Hose geht, wie in fast jedem 'Netz', dass an Private ging in der letzten Zeit (es gibt ja kaum geeignete Leute, die den Job machen könnten, geschweige denn WOLLEN). ;)

    Ich habe den oben verlinkten FAZ-Artikel so verstanden, dass die HLB das erforderliche Personal schon gefunden und eingestellt hat. Mit Betriebsübernahme meinst Du wahrscheinlich die "Aufnahme des Betriebs" und nicht im Sinne Firmenübernahme, oder? Denn die HLB übernimmt ja keine Betriebsstellen der DB. Aber wie auch immer, Probleme bei der Aufnahme des Betriebs auf neuen Strecken ist kein Privileg "der Privaten", es kann an neuer Technik (z.B. Fahrzeugen) liegen oder an ungeübtem Personal oder an beidem; im Übrigen ist die HLB kein Newcomer, sondern ein eingeführtes Unternehmen mit viel Erfahrung.

  • Es sind schon einige erfahrene Unternehmen, egal ob rot oder bunt, an der Aufnahme neuen Verkehrs hängen gelieben. Man denke allein an die Fahrzeuge wie z.B. die neuen LINT, die die HLB ab 2006 im unverändert betriebenen Netz neu einsetzte, und die auch erst einmal ihre Kinderkrankheiten loswerden mussten.

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  • HLB-Online Zitat:
    Hessische Landesbahn eröffnet neue Werkstatt in Wiesbaden
    Am 30. November 2018 eröffnet die Hessische Landesbahn (HLB) eine neue Schienenfahrzeug-Werkstatt in Wiesbaden. Bis zu 30 Züge können dort gewartet und in der eigenen Anlage umfassend gereinigt werden. 20 Mitarbeiter sorgen für einen reibungslosen Betrieb in der Instandhaltung der Fahrzeuge und in der Verwaltung.
    Die 5000m2 große Werkstatt befindet sich im Industriepark Kalle-Albert auf dem Gelände der Firma Infraserv.
    Mit vier Gleisen ist die Wiesbadener Werkstatt die bisher größte Anlage dieser Art der Hessischen Landesbahn mit einem Gesamtvolumen von rund 21 Mio. Euro.