Zusätzliche U-5-Wagen? Oder schon U-6-Wagen?

  • In der Pressemitteilung des Magistrats zur Bekanntgabe des T-Wagen-Auftrages an Alsthom steht ein Satz, der aufhorchen lässt:


    Zitat

    "...Der Verkehrsdezernent sagte in diesem Zusammenhang, die VGF bereite derzeit auch die außerplanmäßige Beschaffung zusätzlicher U-Bahn-Wagen vor. Damit – und mit den neuen Straßenbahnen – werde die VGF insgesamt für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet sein. ..."


    Werden das weitere U-5-Wagen sein? Oder gibt das schon einen neuen Typ? Und wieviele wohl? Fragen über Fragen...

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  • Nicht verzagen Verkehrsdezernenten befragen!!


    Herr Oesterling können Sie bitte Licht ins Dunkel bringen!


    Gruß
    HCW

    Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie den ÖPNV-Fan Ihres Vertrauens!

  • Möglich wäre, das entsprechende Optionen noch gezogen werden können.


    Neben, es gäbe da noch ein paar U4 Wagen. Runderneuert und tiefergelegt sollten das doch passen.

  • Werden das weitere U-5-Wagen sein? Oder gibt das schon einen neuen Typ? Und wieviele wohl? Fragen über Fragen...


    Da die U4 Wagen im Schnitt mittlerweile auch schon älter als 20 jahre sind, und zudem keine Klimatisierung besitzen, tippe ich auf einen neuen U-6 Wagen, der zuerst den Mehrbedarf bei den Stadtbahnwagen deckt, und dann die U4 Wagen vollständig ablöst. Mit der Neuausschreibung könnte man sich zudem eine Bestelloption für den weiteren Ausbau des Stadtbahnnetzes sichern (z.B. zusätzliche Züge für die Verlängerung zum Frankfurter Berg, Ginnheimer Kurve usw). Eine bestimmte Anzahl an U4 Wagen dürfte dann als eiserne Reserve (wie aktuell die U3 Wagen) vorgehalten werden.

  • Jetzt ist das Redesign bei den U4 ja noch gar nicht so lange her. Ich habe da als "normaler Mensch" echt Probleme, nachzuvollziehen, wie das wirtschaftlich sinnvoll sein soll ?(

  • Jetzt ist das Redesign bei den U4 ja noch gar nicht so lange her. Ich habe da als "normaler Mensch" echt Probleme, nachzuvollziehen, wie das wirtschaftlich sinnvoll sein soll ?(


    Bis die ersten Auslieferungen erfolgen, werden noch ein paar Jahre ins Land gehen. Es muss ja erst einmal eine Ausschreibung erfolgen. Und bis zur Auslieferung der ersten U-6 Wagen würde bei den ersten U-4 Wagen schon wieder die Revisionsfristen ablaufen. Man könnte auch umgekehrt fragen, warum nochmals in 6 bis 8 Jahren viel Geld in dann teilweise schon 30 Jahre alte Fahrzeuge investieren.. Irgendwann wird auch die Ersatzteilbeschaffung ein Thema werden.

  • Möglich wäre, das entsprechende Optionen noch gezogen werden können.


    Neben, es gäbe da noch ein paar U4 Wagen. Runderneuert und tiefergelegt sollten das doch passen.

    Dicke Finger: Natürlich nicht U4, sondern die guten alten U3er.

  • Wenn die VGF keine Optionen mehr für weitere U-5 Wagen besitzt, dann sollte sie auf eine "Notvergabe direkt an einen Hersteller wegen akuten Fahrzeugmangel", also ohne Auschreibung lieber verzichten. Die BVG in Berlin droht damit gerade so richtig auf die Schnauze zu fallen, da Siemens gegen eine solche Direktvergabe der BVG an Stadler klagt, und das Gericht die Sichtweise von Siemens teilt. Sozusagen druckfrisch aus dem Berliner Kammergericht: https://www.rbb24.de/wirtschaf…dler-siemens-gericht.html


    Das als kleine Ergänzung.

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  • Zitat vom Zitat:

    Zitat

    die VGF bereite derzeit auch die außerplanmäßige Beschaffung zusätzlicher U-Bahn-Wagen vor.


    Da steht nur "U-Bahn Wagen".
    Möglicherweise handelt es sich ja um unmotirisierte U-5/50 Mittelwagen um so einen U5/75 zu erhalten?
    Dies würde doch auch die Kapazität erhöhen.
    Diese Zugverbände setzt man dann auf der C, B und D Strecke ein, auf denen es recht flach zugeht.

  • Zitat

    Zitat vom Zitat:


    Da steht nur "U-Bahn Wagen".
    Möglicherweise handelt es sich ja um unmotirisierte U-5/50 Mittelwagen um so einen U5/75 zu erhalten?
    Dies würde doch auch die Kapazität erhöhen.
    Diese Zugverbände setzt man dann auf der C, B und D Strecke ein, auf denen es recht flach zugeht.

    Unterschätze mal nicht die Überwerfungsbauwerke im Tunnel.

  • Warum unmotorisiert? Macht das bei der Beschaffung (außer im Preis) eine Ausnahme?

    Dank Petra werde ich zum Kunstkenner. Je öfter ich das Gebrabbel höre, desto mehr verstehe ich van Gogh.

  • Die einkuppelbaren Einheiten müssten ja nicht unbedingt unmotorisiert sein, sie wären ohne Führerstand nur nicht isoliert einsetzbar, könnten also nur im Verbund fahren. Eigentlich eine ganz interessante Variante, K-Wagen . Wo hattest Du denn Deine Augen und Ohren?

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  • Colaholker:

    Zitat

    Warum unmotorisiert? Macht das bei der Beschaffung (außer im Preis) eine Ausnahme?


    Im Unterhalt / Wartung vielleicht?


    baeuchle:

    Zitat

    Unterschätze mal nicht die Überwerfungsbauwerke im Tunnel.


    Im Gegensatz zum Riedberg und dem Aufstieg zur Hohemark ein Klacks. ;)

  • Gibt es denn viele schnell verfügbare Alternativen auf dem Markt?
    StadlerTango in Bochum, TW3000 Hannover, DT8Stuttgart oder VAMOS in Bielefeld, dann wirde es eng. Die Neuentwicklungen für Köln/Bonn & Düsseldorf oder Dortmund sind noch in der Entwicklung bzw. Bau oder Planung. Alle Kandidaten müssten für Frankfurt adaptiert werden, sinnvollerweise auch für Vielfachsteuerung U4 und U5.

  • Soweit ich mich erinnere, wurde in einem älteren Thread mal erwähnt, dass die VGF eine vereinbarte Option auf weitere U5-Wagen schon gezogen hätte (quasi während der Auslieferung der ursprünglich vorgesehenen Anzahl). Somit gibt es keine Option mehr und es müsste neu ausgeschrieben werden.


    Wofür die Fahrzeuge da sind: Zumindest aktuell denke ich nicht an einen akuten Fahrzeugmangel. Wir haben nach dem aktuellen Bedarf mal ausgerechnet (ist auch noch in einem älteren Thread irgendwo), dass man selbst in Spitzenzeiten sogar auf die U4-Wagen weitestgehend verzichten kann, wenn alle U5-Wagen einsatzbereit sind unter Berücksichtigung normaler Werkstatt-Frist-Arbeiten.
    Selbst mit dem Mehrbedarf an Fahrzeugen ab Dezember (mehr Kurse wegen der Puffer-Wendezeiten) dürfte es dicke reichen. Wenn später mal die U5 ins Europaviertel fährt und das dann mit 3-Wagen-Zügen und man irgendwann auf U1/U2 mit 4-Wagen-Zügen fahren will, dann braucht man die zusätzlichen Wagen. Insofern macht die Ausschreibung Sinn. Einen Grund für eine Notvergabe sehe ich aber nicht. Vor allem aus dem Hintergrund, dass es - wie Condor schon andeutet - wohl keinen schnell verfügbaren Fahrzeugtyp gibt.

    Viele Grüße, vöv2000

  • Mal ins Unreine gesprochen hätte eine solche Lösung den unbestreitbaren Vorteil, dass vielleicht ohne vorherigen Wettbewerb direkt vergeben werden könnte, weil für die Leistung aus besonderen Gründen nur ein bestimmtes Unternehmen in Betracht kommt; in diesen Fällen ist die freihändige Vergabe zulässig. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass andere Unternehmen kompatible Zugteile für Bombardier-Fahrzeuge anbieten können.

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  • Ein halber U5-50 ist zwar aus eigener Kraft bewegbar, aber nicht im Fahrgastbetrieb einsetzbar. Baut man also nun einen Wagen, der an beiden Enden das Übergangsmodul hat, könnte dieser vielleicht auch aus eigener Kraft in der Werkstatt rangieren, ist aber auch nicht einzeln einsetzbar. Man verliet gegenüber den U5-50 nix, gewönne aber die durchgängige Begehbarkeit. Interessante Idee.

    Dank Petra werde ich zum Kunstkenner. Je öfter ich das Gebrabbel höre, desto mehr verstehe ich van Gogh.