Straßenbahn nach Sprendlingen

  • … der Vergleich mit der Taunusbahn passt doch auf die Dreieichbahn. Basis ist eine beliebte vorhandene (!) Dieselstrecke. Im Eigentum des Kreises (oder Land?). Wurde weiter entwickelt und ausgebaut. Schwer genug, aber sicher lohnenswert.


    Ich habe nichts gegen Straßenbahnen. Wo es passt. Für Darmstadt würden mir noch drei Verlängerungen einfallen. Wichtig ist, dass es zum Verkehrsaufkommen passt. Also U-Bahnen für Großstädte wie in Nürnberg, Wien und Barcelona. Busse für Städte wie Wiesbaden.


    Fazit zur 17 nach Weibelfeld: wir haben unsere Meinungen ausgetauscht. Wenn so viele Argumente für das Projekt sprechen wie ich hier gelesen habe, dann werden wir schon bald von weiteren Fortschritten lesen.


    In diesem einen Punkt muss ich dir zustimmen, würde es aber weniger zynisch ausdrücken: Ja, das Projekt ist sehr ambitioniert aufgrund diverser Herausforderungen (v.a. wegen der Führung durch bestehende Wohn- und Geschäftsstraßen, was aber zugleich auch das große Plus dieses Konzepts ist). Es dürfte auch auf viel Widerstand stoßen und hat wahrscheinlich (nach dem, was ich hier gelesen habe) ein eher knapp positives NK-Verhältnis. Es sind also dicke Bretter zu bohren, und das wird einige Zeit dauern. Man kann ja mal schauen, wie lange das RTW-Projekt jetzt schon dauert, wo ebenfalls mehrere Kommunen beteiligt sind und das NKV ähnlich ist.


    Nur: Deswegen sollte man es doch nicht von vornherein bleiben lassen. Dicke Bretter bohren, ist in der Demokratie schwieriger als in einer Diktatur. Manche Bretter sind in der Demokratie auch dicker. Aber sie müssen trotzdem gebohrt werden. WORT ZUM SONNTAG EIN: Wir müssen aus Atom raus, auch wenn China über 200 neue Kraftwerke plant. Wir müssen in Deutschland raus und irgendwann weltweit. Genauso bei Kohle und Gas. Wir müssen komplett rein in erneuernbare Energien. Wir müssen den Hunger in der Welt beenden, wir müssen Kriege und Terrorismus beenden. Linke Spinnereien? Nein, dicke Bretter! Jeden Tag dran arbeiten, zur Not in kleinen Schritten, Rückschläge aushalten, und dann immer wieder neue Chancen nutzen, dran bleiben! WORT ZUM SONNTAG AUS.

    "Phantasie ist wichtiger als wie wo Wissen!"


    (Etwas frei nach Albert Einstein)

  • zu dem — guten! — Punkt von dicken Brettern: es ist halt auch Mal sinnvoll, die Dicke von Brettern zu messen, um entscheiden zu können, ob man sie bohren will. Und sich nicht gleich von 3mm Pappel genauso sehr abschrecken zu lassen wie von 30cm Eiche.


    Und diesen Unterschied zu finden ist Ziel einer Machbarkeitsstudie.

  • Etwas problematisch finde ich, dass man in Variante 3 (Langen) den gesamten Busverkehr mit allen Linien zwischen Dreieich und Neu-Isenburg einstellen will.

    Ein Falschparker und nichts geht mehr.


    Ich frage mich ob man man an der Haltestelle Neu-Isenburg Stadtgrenze die Schleife behalten will oder nicht.

    Wäre ja schon wünschenswert. Idealerweise aus beiden Richtungen befahrbar, sodass bei Grünschnittarbeiten nur der Abschnitt im Stadtwald entfällt.

    Das geht nicht eindeutig hervor.


    Was mit den beiden Kreiseln in Sprendlingen passieren soll ist ebenfalls unklar.


    Immerhin scheint die Variante via Eisenbahnstraße vom Tisch zu sein.

  • Etwas problematisch finde ich, dass man in Variante 3 (Langen) den gesamten Busverkehr mit allen Linien zwischen Dreieich und Neu-Isenburg einstellen will.

    Ein Falschparker und nichts geht mehr.

    Und was wäre daran jetzt anders als bei "Millionen" anderen Straßenbahnkilometern weltweit?


    Also ja, natürlich sind Falschparker schlecht für's Betriebsgeschäft, aber was hat das konkret mit dieser Strecke zu tun und mit anderen nicht?

  • Und was wäre daran jetzt anders als bei "Millionen" anderen Straßenbahnkilometern weltweit?


    Also ja, natürlich sind Falschparker schlecht für's Betriebsgeschäft, aber was hat das konkret mit dieser Strecke zu tun und mit anderen nicht?

    Der Unterschied sind fehlende Alternativen zwischen Sprendlingen und Neu-Isenburg.

    Meist lassen sich Strecken mit 1 Umstieg per Umweg bewältigen.

    Von Sprendlingen nach Neu-Isenburg wäre das allerdings eine halbe Weltreise.


    Bei Variante 1+2 will man die Linie X83 behalten. Vermutlich unter Auslassung des IZ

    Bei Variante 3 halte ich eine Führung des X83 zumindest bis Sprendlingen für sinnvoll. Bei einer Führung über die Offenbacher Straße wäre das auch kein Parallelverkehr.

  • Der Unterschied sind fehlende Alternativen zwischen Sprendlingen und Neu-Isenburg.

    Ja, aber was ist daran anders als die Straßenbahnstrecke von Seeheim nach Darmstadt, als die Straßenbahnstrecke von Waltershausen nach Gotha, als die Straßenbahnstrecke von Basel nach Rodersdorf, als die Straßenbahnstrecke von ... nach ...? Es gibt soviele Strecken, die ebenfalls keinen Parallelverkehr aufweisen. Was also ist die genaue Besonderheit einer fehlenden Alternative genau dieser Strecke zu einer beliebigen anderen Strecke irgendwo auf der Welt, bei der es auch keine Alternativrouten gibt?

  • Da können wir auch in Frankfurt bleiben: Offenbach Stadtgrenze -Muehlberg, N.I. Stadtgrenze - Louisa / Stresemannallee, Nied Kirche -Hbf ( die S-Bahn ist kein Ersatz für die Zwischenhalte und auch nur teilweise barrierefi).

  • Ja, aber was ist daran anders als die Straßenbahnstrecke von Seeheim nach Darmstadt, als die Straßenbahnstrecke von Waltershausen nach Gotha, als die Straßenbahnstrecke von Basel nach Rodersdorf, als die Straßenbahnstrecke von ... nach ...? Es gibt soviele Strecken, die ebenfalls keinen Parallelverkehr aufweisen. Was also ist die genaue Besonderheit einer fehlenden Alternative genau dieser Strecke zu einer beliebigen anderen Strecke irgendwo auf der Welt, bei der es auch keine Alternativrouten gibt?

    Nur weil es das woanders gibt heißt ja nicht, dass das erstrebenswert ist.


    Es war ja nur eine Feststellung, dass das suboptimal wäre.

  • Andererseits ist ein Parallelbetrieb der eigentlichnur als Backup für den Fall einer Blockade durch Falschparker besteht. natürlich auch nicht estrebenswert.


    Wie wäre es stattdessen mit einer ernsthaften Lichtraumprofilkontrolle in kritischen Bereichen? Also jetzt nicht das Spielzeug aus der Schwarzwaldstraße, sondern zwei Pfosten in geeignetem Abstand (30-50 m), die wie die Türsichrung der Tram prüfen, ob da was dazwischen steht. Kurze Unterbrechungen zum Ein- oder Ausparken sind ok, längere (2 Minuten) aktivieren eine Videoüberwachung, über die dann noch vor dem Eintreffen der Bahn der Abschlepper bestellt wird.

  • Und was wäre daran jetzt anders als bei "Millionen" anderen Straßenbahnkilometern weltweit?


    Also ja, natürlich sind Falschparker schlecht für's Betriebsgeschäft, aber was hat das konkret mit dieser Strecke zu tun und mit anderen nicht?

    Ein Falschparker kommt, solange er in der nähe sich befindet, innerhalb von 5 min angelaufen. Bei einem Verkehrsunfall sieht das aber schnell anders aus. Dann enden im schlimmsten Fall alle Bahnen an der Stadtgrenze.

  • Das gilt aber auch für jede Eisenbahn oder Stadtbahn, bei der es einen Verkehrsunfall im Lichtraumprofil (Stadtbahn) oder an einem Bahnübergang gibt.

    Wirtschaftlicher ist es, Pläne für einen schnell einsetzbaren SEV vorzuhalten als dauerhaft einen aufwändigen Bus-Parallelverkehr. Zumal die meisten Fahrgäste bei gleichem Zeitaufwand die Bahn wegen deren ruhigerer Fahrt bevorzugen dürften.

  • Andererseits ist ein Parallelbetrieb der eigentlichnur als Backup für den Fall einer Blockade durch Falschparker besteht. natürlich auch nicht estrebenswert.

    Die Linien über die Frankfurter Straße sollte man natürlich einstellen.


    Eine Linie X83 Offenbach Marktpl. - Neu-Isenburg Ost (Verknüpfung zur RTW) - Dreieich Plaza - Sprendlingen Rathaus oder Karlstraße (Verknüpfung zur 17) wäre kein Parallelverkehr sondern ein echter Expressbus ohne Umweg über das IZ.


    Ich denke man wird in Variante 1+2 (ohne Langen) diese Route für den X83 wählen um Parallelverkehr zur RTW und Tram 17 zu vermeiden ohne die schnelle Verbindung nach Offenbach aufzugeben.


    Warum man das bei Variante 3 nicht machen möchte und den Bus dann nicht in Sprendlingen enden lassen will sondern bereits in Neu-Isenburg erschließt sich mir nicht.

  • Können wir nicht über Buslinien diskutieren, sobald klar ist, welche Variante und wohin überhaupt gebaut wird? Solche Diskussionen machen meiner Meinung nach aktuell noch keinen Sinn. Bis die 17 fährt, dauert es noch mindestens 10 Jahre. Bis dahin können sich viele Gegebenheiten ändern. In der anstehenden Machbarkeitsstudie soll eventuell auch geprüft werden, ob die 17 sogar bis zum Langener Bahnhof verlängert wird. (Siehe Artikel heute in der FNP-Print, Seite 14, Isenburger-Teil)


    Edit: Bei der OP-Online ist der Artikel auch online.

    Einmal editiert, zuletzt von DJOJODNI () aus folgendem Grund: Link OP-Online hinzugefügt

  • Nun wurde auch eine passende PM veröffentlicht: