Störungen 15, 16, 21 wegen hohen Verkehrsaufkommens

  • Eine Ursache ist sicher auch, dass ja das nördliche Mainufer nicht mehr als Ausweichroute zur Verfügung steht. Da wählen sicher viele dann notgedrungen die Gartenstraße.

    Viele Grüße, vöv2000

  • Ja, es geht um den starken Autoverkehr auf der Schweizer und der Gartenstraße und der Tatsache, dass die Autofahrer die Gleise blockieren, weil ein Großteil die Breite ihrer Fahrzeuge nicht richtig einschätzen kann. Seit ein paar Tagen ist es fast unmöglich, pünktlich die Haltestelle Schweizer-/Gartenstraße anzufahren.

    Selbst die Smart-Fahrer sind oftmals mit Überbreite unterwegs... X(

  • Ob Autofahrer nun die Gleise blockieren weil es unfähige Zeitgenossen gibt oder die Sperrung des nördlichen Mainufers einfach nur schwachsinnig war sei mal dahingestellt und will ich nicht beurteilen. Die Sachsenhäuser sind vom Verkehrschaos jedenfalls schon ziemlich genervt meldet die FNP.

  • Ob Autofahrer nun die Gleise blockieren weil es unfähige Zeitgenossen gibt oder die Sperrung des nördlichen Mainufers einfach nur schwachsinnig war sei mal dahingestellt und will ich nicht beurteilen. Die Sachsenhäuser sind vom Verkehrschaos jedenfalls schon ziemlich genervt meldet die FNP.

    Was in der aktuellen Diskussion vergessen wird, während des MUF bzw. seiner Vor-/ und Nacharbeiten waren schon immer beide Mainufer gesperrt, weiterhin stand seit mehr als einem Jahr fest, dass die Dauer-Sperrung kommt, außerdem war dass eine Forderung, die schon seit Langem über Parteigrenzen hinweg gewollt war...


    Des Weiteren gab es die gleiche Diskussion bei der Sperrung der Hauptwache 2008, damals wurde auch vom Untergang des Verkehrs gesprochen, 11 Jahre später sagt dass aber niemand mehr und so wird auch die aktuelle Diskussion aufhören, wenn genug Zeit vergangen ist.

    Ich bin davon überzeugt, dass der einjährige Versuch zur Dauerlösung wird und es dann auch noch bauliche Veränderungen gibt, ähnlich wie an der Hauptwache...

    10.02.01-10.02.20: 19 Jahre U4 zur Messe und Bockenheimer Warte ;)
    11.04.15-11.04.20: Fünfter Jahrestag U5-Wagen auf Linie U4 8)
    Seit 09.10.16: Endlich fährt der U5-Wagen auf allen Strecken (U1-U9) :thumbsup:

  • Ein Dauerprovisorium wie die Hauptwache. Das einzige was man seit 2008 gemacht hat, ist die alte Fahrbahn mit hellem Asphalt zu überziehen. Noch nicht mal der Belag auf der Zeil wurde in diesem Bereich erneuert. Das alles ist weit davon entfernt die Hauptwache als einen einheitlichen zentralen Platz der Stadt zu begreifen. Und wenn ich daran denke wie lange die Diskussion um die Umgestaltung schon währt, bezweifele ich dass ich eine Neugestaltung noch miterleben werde.


    Das nördliche Mainufer hingegen ist nun eher zu einem toten Straßenraum, bzw. zu einer E-Roller Rennstrecke verkommen und das wird sich auch mit baulichen Veränderungen nicht ändern. Natürlich kann man am Fahrtor Tische und Stühle aufstellen, ansonsten ist die Straße öde. Fußgänger und Radfahrer werden nach wie vor den Mainuferweg nutzen, ist doch auch viel schöner. Warum nicht die gräßliche Autoschneise Berliner Straße auf je einen Fahrstreifen zurückbauen und attraktiver gestalten und das nördliche Mainufer nur am Wochenende sperren wenn weniger Verkehr in der Stadt unterwegs ist?


    Es ist doch so: wenn eine Straße gesperrt wird, gibt es ja nicht automatisch weniger Verkehr. Dieser wird sich neue Wege, bzw. Umwege suchen und im Zweifelsfall im Stau stehen, d.h. mehr Abgase, mehr CO2 (also das Gegenteil von dem was man erreichen will). Fakt ist doch dass es nicht weniger sondern mehr Autos gibt; in Hessen waren noch nie so viele Autos zugelassen wie im letzten Jahr.


    Zu den Sperrungen beim MUF: ja, die gab es früher auch. Aber die Sperrung des nördlichen Ufers beschränkte sich auf die Veranstaltungstage +/- 1 Tag und wegen erhöhter Sicherheitsvorkehrungen ist das südliche nun auch eine ganze Woche zu. Die ist ein Unterschied zu früher.

  • Alles hängt mit allem zusammen, da reicht es nicht punktuell Kritik zu üben.


    Hauptwache: ja, der Platz ist Mist, aber um ihn zu gestalten, muss man wissen, wie man mit den Flächen daneben umgehen will, das betrifft hier vor allem die Frage, ob man das Loch zur B-Ebene dort schließen kann, woanders öffnen, ganz schließen; bevor es dazu nicht die Ahnung eines Konzepts gibt, würde ich dort keinen Euro investieren. Und ja, es dauert schon sehr lange, aber das hat damit zu tun, was man sieht ist nicht nur Straße, sondern die Oberfläche eines Verkehrsbauwerks.


    Nördliches Mainufer: dort gilt dasselbe, bevor man Euros verbaut, muss man wissen, ob die Sperrung bleiben kann, das ganze ist ein Verkehrsversuch auf ein Jahr mit begleitenden Messungen; dann auswerten, dann entscheiden. Bis dahin ist es eben eine öde Straße - na und?


    Seit der Sperrung der Hauptwache vor rd. 10 Jahren (?) hat sich der MIV innerhalb des Anlagenrings drastisch reduziert, ich meine eine Zahl von 30% gelesen zu haben, vielleicht weniger. Dass der CO2-Ausstoss steigt, hat nicht nur mit der Zahl der motorsierten Einheiten zu tun, sondern auch mit ihrer Größe. Die Verbrennung von 1 Liter Benzin/Diesel erzeugt 2,65 kg CO2. Ein Kfz mit einem Verbrauch von 5 l/100 km erzeugt hat eben einen erheblich geringeren Ausstoß als ein SUV, der 12 oder 15 l/100 km verbrennt.


    Die Behauptung, weniger Straßen brächten nicht weniger Verkehr ist zu pauschal und unbestimmt. Umgekehrt wissen wir, mehr Straßen bringen mehr Verkehr, Angebot schafft Nachfrage. Ob der Umkehrschluss zulässig ist, weiß ich nicht, es spricht aber einiges dafür. Wenn man mit dem Auto nicht mehr in die City fahren kann, wechselt man entweder das Verkehrsmittel oder orientiert sich wonanders hin. Es kann sein, dass die Fahrten, also der Verkehr insgesamt durch die Sperrung der Straßen nicht abnimmt, aber er verlagert sich auf andere Verkehrsmittel. Es kommt also darauf an, was man betrachtet, bezogen auf den Autoverkehr würde ich schon sagen, weniger Straßen = weniger Autoverkehr, jedenfalls dort, wo die Straßen nicht mehr befahrbar sind.


    Ein Übriges tut das Baurecht, genauer: die Stellplatzsatzung. Sie bemisst den PKW-Stellplatzbedarf für Neubauvorhaben u.a. in Abhängigkeit zur Qualität der ÖPNV-Anbindung des Grundstücks. Der nominelle Bedarf richtet sich nach der gebauten Bruttogrundfläche. In Zonen mit guter ÖPNV-Anbindung (d.h. in Korridoren entlang der S- und U-Bahnstrecken) wird eingeschränkt auf 15% des nominellen Bedarfs (bzw. 30%, 50% oder 70% dessen). Wo es keine Stellplätze mehr gibt, fahren auch keine Autos mehr hin (und es spart Baukosten).

  • Ich bin der Meinung, in der alten Stadt Frankfurt, also heute innerhalb des Anlagenrings und im nördlichen Sachsenhausen sollte überhaupt kein Autoverkehr mehr stattfinden. Außer natürlich die üblichen Erschließungs- und Lieferfahrten, die sich aber dem Schrittempo einer FuZo anpassen müssten.

    Der schnellere IV sollte ausschließlich Fahrrädern und neuerdings Escootern überlassen werden.


    Der dann überflüssige Theatertunnel wäre doch eine ausgezeichnete Feierlocation, oder?

    Grüße ins Forum :saint:

  • Bei manchen Utopien hier frage ich mich, in welchen Dimensionen die jeweiligen Verfasser leben.
    Mank ann einen Umstieg auf den ÖPNV nicht ausschließlich durch Vergraulung des IV bewirken. Dafür fehlt etwas essentielles: Kapazitäten im ÖPNV, die Umsteiger aufnehmen können. Egal ob U- oder S-Bahn, hier wird (überwiegend) so dicht es geht mit so lang wie möglichen Zügen gefahren, und die sind voll. Wo sollen die Umsteiger hin? Sich wie in Indien draußen an die Züge hängen? Ist im Tunnel irgendwie weniger optimal.

    Der ÖPNV in Fraknfurt ist inden Spitzenzeiten weitestgehend an seiner Kapazitätsgrenze (dank streckenweisem Abbauwahn der Traffiq außerhalb der von denen festgelegten Spitzenzeiten auch, ich vermisse die überfüllte 16 frühmorgens jedenfalls nicht), Investitionen, die zu einer signifikanten Erhöhung der Kapazitäten (vergleichbar mit der Einführung der U-Bahn seinerzeit) führen, sind nicht mal in den Gedanken der Stadtpolitiker, geschweige denn in der Nähe der Verwirklichung. Hier und da mal ein kleines Kleckerchen, das als Leuchtturmprojekt beworben wird, aber unterm Strich passiert nichts bahnbrechend neues.

    Die einzige Konsequenz, die diese Vergraulungsversuche haben, ist, daß die Unternehmen, deren Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze nicht mehr in sinnvoller Zeit erreichen können, abwandern aus Frankfurt. Damit kriegen dann die Umlandgemeinden die Gewerbesteuer ab und lachen sich ins Fäustchen. Eine wirtschaftsstarke Stadt wie Frankfurt funktioniert nur mit ausreichend dimensionierter Verkehrsinfrastruktur (egal von welchem Verkehrsträger wir reden) - und da mangelt es eigentlich auf so ziemlich allen Kanälen.

    Dank Petra werde ich zum Kunstkenner. Je öfter ich das Gebrabbel höre, desto mehr verstehe ich van Gogh.

  • Der Artikel ist was für die mit den lustigen Ideen für Darmstadt - Seilbahn über der

    Autobahn mit aufgeständertem Parkhaus - Tram nur bis zum Ostbahnhof - etc

    In god (an invention by mankind) we trust - on earth we don't


    Sincerly yours, NSA
    powered by US government

  • Eigentlich das, was auch in Frankfurt nicht unbekannt ist, siehe die ursprüngliche angedachte Einstellung der BL 30 oder im großen Stil eingestellten Verbindungen zum S-Bahn Start.

    Weicht aber vom Thema ab

  • Zu den Sperrungen beim MUF: ja, die gab es früher auch. Aber die Sperrung des nördlichen Ufers beschränkte sich auf die Veranstaltungstage +/- 1 Tag und wegen erhöhter Sicherheitsvorkehrungen ist das südliche nun auch eine ganze Woche zu. Die ist ein Unterschied zu früher.

    Woher haste das denn? Heute ist Montag und das südliche Mainufer ist seit mindestens Mittag offen, die Untermainbrücke seit heute früh schon. Und letzte Woche war seit ab Donnerstag gesperrt, also 1 Tag vorher.