Modernisierung des Bf Friedrichsdorf

  • Auf Antrag von DB Station und Service wird für die Modernisierung des Bf Friedrichsdorf das PFV durchgeführt. Das RP Darmstadt hat seit heute die Planunterlagen online gestellt. Einen knappen Überblick gibt wie immer der


    Erläuterungsbericht


    Neben Herstellung der Barrierefreiheit führt auch die kommende Verlängerung der S 5 nach Usingen zu baulichen Veränderungen:


    Zitat

    Der Bahnsteig 1 (Anteil DB AG) entlang des Gleises 402 wird am Nordende biskm 0,1+75.0 verlängert und am Südende um 40 m eingekürzt. Seine neue Länge be-trägt 221 m. Er wird über die städtische EÜ Lilienweg hinaus verlängert, die statisch dafür geeignet ist. Grund für die Verschiebung nach Norden ist der Standort eines zukünftigen Ausfahrsignals (s. auch Kapitel 6), und die Signalsicht darauf. Die Längedes Bahnsteigs, welche vom Bahnsteiglängenraster abweicht, ergibt sich aus derSondersituation, dass Züge im Gleis 402 getrennt bzw. gekuppelt (Schwächen und Stärken) werden, wenn zukünftig die S-Bahn nach Usingen fährt.Der Bahnsteig wird entlang des Gleises 402 auf eine Nennhöhe von 960 mm überSchienenoberkante erhöht. Dort halten zukünftig alle S-Bahnen. Die Bahnsteigbreite beträgt im Bereich des Stumpfgleises der HLB 2,50 m. Im Weiteren verbeitert sichder Bahnsteig auf 4,0 m, um ein Bahnsteigdach errichten zu können. Die Fläche entlang des Gleises 401 im Zuständigkeitsbereich der HLB verbleibt im Bestand mit einer Höhe von ca. 760 mm über Schienenoberkante. Die sich hierdurchergebenden unterschiedlichen Bahnsteighöhen werden durch ein Geländer abge-trennt.Im Süden wird mit der Bahnsteigbreite von 4,0 m ausreichend Platz geschaffen, um dort im Endzustand nebenan eine neue überdachte Fahrradabstellanlage sowie einen barrierefreien geneigten Gehweg als südlichen Bahnsteigzugang mit einer Breite von rd. 2,00 m errichten zu können. Der Höhenunterschied zwischen der Bahnsteig-kante und den Zugängen rechts und links des EG kann über ein Gefälle von bis zu 3 % (im Bahnsteigbereich bis zu 2,5 %) ausgeglichen werden. Dadurch bleibt die Platzoberfläche in der Höhe am ehemaligen Empfangsgebäude unverändert (daraus ergeben sich keine Änderungen im Türbereich sowie in der Abdichtung des Gebäudes).




  • Wenn in Friedrichsdorf gekuppelt wird, fahren dann alle S5er mindestens bis Friedrichsdorf? Ist dann Bad Homburg also kein Zwischenendbahnhof mehr? Kann man den gesamten S-Bahnverkehr dann wirklich auf einem Gleis abwickeln? Und wo sollen dann die abgekuppelten Züge abgestellt werden? Verstehe ich alles nicht.

  • Nein, in Bad Homburg ändert sich nichts. In Friedrichsdorf wird bei Langzügen der von Homburg kommend hinterste Triebwagen abgekuppelt und verbleibt auf Gleis 1. Dort wartet er auf den Gegenzug, der dann auf das besetzte Gleis 1 einfährt und hinten ankuppelt. Aber eben erst, wenn die Strippe bis Usingen hängt.

  • Zum Bauablauf heißt es im Erläuterungsbericht (S.15):


    "Die Bauarbeiten werden vsl. im September 2020 beginnen und ca. ein Jahr dauern."


    Zuerst soll am Bahnsteig 2 das Gleis 405 (das östliche) abgebaut und der Bahnsteig nach Osten auf 4 Meter verbreitert werden, damit der Bahnsteig auch im Bereich der Treppe und des künftigen Aufzugs die Anforderungen der Barrierefreiheit erfüllt und damit (wie am Bahnsteig 1) ein gut 50 m langes Bahnsteigdach gebaut werden kann.


    Wenn Bahnsteig 2 auf der Ostseite fertig ist, wird Gleis 405 in neuer Lage wieder aufgebaut und anschließend Gleis 404 gesperrt, um dort auch die westliche Bahnsteighälfte zu erneuern (Blindenleitstreifen, evtl. Bahnsteigbelag usw.). Die Bahnsteigkante an Gleis 404 bleibt aber erhalten. Der Bahnsteig behält an allen beiden Gleisen die bisherige Höhe von 76 cm.


    Parallel zum Umbau von Bahnsteig 1 wird die Personenunterführung umgebaut: neue Böden, Wanbeläge, Beleuchtung und neue Rampen. Die Unterführung wird ähnlich wie der Bahnsteig in zwei Phasen jeweils halbseitig umgebaut.


    Wenn Bahnsteig 2 und die Unterführung fertig sind, kommt der von Tunnelklick beschriebene Umbau von Bahnsteig 1 an die Reihe.

    "Phantasie ist wichtiger als wie wo Wissen!"


    (Etwas frei nach Albert Einstein)

  • Nein, in Bad Homburg ändert sich nichts. In Friedrichsdorf wird bei Langzügen der von Homburg kommend hinterste Triebwagen abgekuppelt und verbleibt auf Gleis 1. Dort wartet er auf den Gegenzug, der dann auf das besetzte Gleis 1 einfährt und hinten ankuppelt. Aber eben erst, wenn die Strippe bis Usingen hängt.


    Wenn das wirklich so gedacht ist, frage ich mich aber, warum man nicht doch noch mal in Erwägung zieht, diesen S-Bahn-Kurzzug statt der RB nach Friedberg zu schicken. Das wäre ja schon selten doof, ein S-Bahn-Fahrzeug leer in Friedrichsdorf herumstehen zu lassen, während gleichzeitig ein anderes Fahrzeug vom selben Bahnhof nach Friedberg zuckelt. Obendrein wird man ja zum Stärken/Schwächen der S5 Personal brauchen. Und vermutlich wird das nicht der Lokführer der S5 machen können, sonst würde das durch die Hinundher-Latscherei die Fahrzeit ganz schön verlängern. Wenn man den S5-Kurzzug nach Friedberg schicken würde, dann wäre in dessen Lokführer eine natürliche und sinnvolle Lösung auch dafür gefunden.


    (Natürlich müsste dafür die Strecke Friedrichsdorf---Friedberg elektrifiziert werden.)

    "Phantasie ist wichtiger als wie wo Wissen!"


    (Etwas frei nach Albert Einstein)

  • Ich hätte ja F'dorf <-> F'berg auch lieber im S-Bahn-Netz, aber vermutlich bräuchte man dann auch ein Fahrzeug mehr? Zudem sollte man dann die Zwischentakter der S5 von Homburg nach Friedrichsdorf verlängern, um weiterhin 4 Fahrten pro Stunde von/nach dort zu haben.

    fork handles

  • Die Züge von FB fahren bis HG künftig.

    Ankunft wenige Minuten nachdem die RTW abgefahren ist und Abfahrt wenige Minuten bevor die RTW

    ankommt....

    In god (an invention by mankind) we trust - on earth we don't


    Sincerly yours, NSA
    powered by US government

  • Zuerst soll am Bahnsteig 2 das Gleis 405 (das östliche) abgebaut und der Bahnsteig nach Osten auf 4 Meter verbreitert werden, damit der Bahnsteig auch im Bereich der Treppe und des künftigen Aufzugs die Anforderungen der Barrierefreiheit erfüllt und damit (wie am Bahnsteig 1) ein gut 50 m langes Bahnsteigdach gebaut werden kann.


    Wenn Bahnsteig 2 auf der Ostseite fertig ist, wird Gleis 405 in neuer Lage wieder aufgebaut und anschließend Gleis 404 gesperrt, um dort auch die westliche Bahnsteighälfte zu erneuern (Blindenleitstreifen, evtl. Bahnsteigbelag usw.). Die Bahnsteigkante an Gleis 404 bleibt aber erhalten. Der Bahnsteig behält an allen beiden Gleisen die bisherige Höhe von 76 cm

    Bin mal gespannt, wie man das betrieblich regeln wird. Gibt nämlich genügend situationen, in denen alle drei Gleise benötigt werden:

    402 - RB 15

    404 - RB 16 oder auch RB 15

    405 - S5


    (Natürlich müsste dafür die Strecke Friedrichsdorf---Friedberg elektrifiziert werden.)

    Wo wir beim Knackpunkt wären. Da dürfte es schwierig mit ausreichendem Potential werden. Erstmal soll ja Rodheim wieder zum Kreuzungsbahnhof umgebaut werden (war es bis 2002!), wegen der Linienverlängerung nach Bad Homburg.

  • Also bleibt es im Abschnitt Bad Homburg- Friedrichsdorf bei der S5 beim 30-Minuten-Takt. Die Friedberger Bahn fährt dann auch nach HG. Und die Taunusbahn fährt meist nur bis Usingen. Dann ist das ja für Friedrichsdorf eine Verschlechterung oder kapier ich da was falsch?

  • Lang-, Voll- und Kurzzüge in Friedrichsdorf

    Ziel sollte es sein, die S-Bahnen in Friedrichsdorf nicht nur zu schwächen und zu stärken, sondern zu flügeln. Wenn eine S-Bahn mit 3 Wagen (Langzug) in Friedrichsdorf ankommt, werden die ersten 2 Wagen (Vollzug) vom letzten Wagen (Kurzzug) getrennt. Der Vollzug fährt dann weiter nach Usingen. Anstelle des Abstellens des einzelnen letzten Wagens in Friedrichsdorf, könnte dieser Kurzzug nach Friedberg fahren.

    Dazu müsste die Strecke zwischen Friedrichsdorf und Friedberg elektrifiziert werden. Abschrecken tun z.Z. die vielen zu niedrigen Brücken auf der Strecke. Ein Kurzzug würde von der Kapazität her auf dieser Strecke ausreichend sein. Zusätzliche Züge sind also für diese Strecke nicht nötig.

    Dem Güterverkehr stehen - zum Glück - die hohen Bahnsteige in Oberursel und Stierstein im Wege.

    Tanz den ÖPNV

  • An 96-cm Bahnsteigen dürfen auch keine Güterwagen mit Normalmass vorbei.

    Wie können dann z.B. Gleisbauzüge tagsüber ohne besonderen Hickhack überführt werden?


    Und auf der Taunusbahn fuhr 2009 noch ein Holzzug, muss also wenn dann eine reine DB-Netz-Regelung sein.


    Stierstadt hat btw nur 76 cm.


    Als Umfahrung für den Güterverkehr wäre die Strecke super, nur 1. bräuchte man dann auch die Bäderkurve wieder

    Wann? Sonntags und nachts? Derzeit ist die Strecke im 30-min-Takt mit Kreuzung etwa in Streckenmitte völlig ausgelastet. Wenn dann bräuchte man das zweite Gleis auf der gesamten Länge wieder.


    Also bleibt es im Abschnitt Bad Homburg- Friedrichsdorf bei der S5 beim 30-Minuten-Takt. Die Friedberger Bahn fährt dann auch nach HG. Und die Taunusbahn fährt meist nur bis Usingen. Dann ist das ja für Friedrichsdorf eine Verschlechterung oder kapier ich da was falsch?

    Nicht, wenn der Friedberger quasi die Taunusbahn ersetzt.