Lichtwiesenbahn (Bauthread)

  • Hier ist ein Videobericht von hessenschau.de. Natürlich kommt auch hier ein nörgelnder Tramkritiker der ehemaligen Darmstädter Monopolpartei zu Wort. Wo bitte wurde "ganz viel ÖPNV zurück gebaut"? Das Gegenteil ist der Fall. Ob die Lichtenwiesenbahn tatsächlich umstrittener war als die Verbindung nach Kranichstein seinerzeit, wie der Bericht behauptet, glaube ich auch nicht.

  • Ob die Lichtenwiesenbahn tatsächlich umstrittener war als die Verbindung nach Kranichstein seinerzeit, wie der Bericht behauptet, glaube ich auch nicht.

    Hatte ich das so ähnlich nicht schon an anderer Stelle geschrieben: Wenn die Verbindung doch so "umstritten" ist, wieso haben dann noch nicht einmal 100 Leute (also 0,06% der Einwohner Darmstadts) Einwendungen gegen die Bahn erhoben? Wie so üblich reklamiert halt eine (eindeutige) Minderheit für sich, für die Mehrheit zu sprechen.


    Von daher wird die liebe Frau Wannemacher in Darmstadts bester und einziger Tageszeitung garantiert morgen auch wieder mehrfach was vom "umstrittenenen Projekt" schreiben, obwohl das einfach nicht zutrifft.


    (Und ja, natürlich gibt es sachlich strittige Meinungen zum Projekt, wie z. B. ob die Linienführung entlang der Roßdörfer Straße nicht sinnvoller gewesen wäre, oder die Führung weiter zum Bahnhaltepunkt. Aber selbst wenn man die Strecke da entlang geführt hätte, hätte eine kleine Gruppe wieder was von Setzrissen an allen Häusern - wie dereinst in Arheilgen -, dem gestorbenen Gewerbe - wie an der Konstablerwache mit der Linie 12 -, den totgefahrenen Kindern und was nicht alles zusammengefaselt.)

  • zum Video-Bericht (Danke B80C) ein paar Fragen:


    Tarek Al Wasir: "Jeder Meter Schiene hilft bei der Verkehrswende":


    Warum fährt die Straßenbahn nicht nach Roßdorf, Groß Zimmern, Weiterstadt usw.? Könnte ja bei der Verkehrswende helfen.


    Warum werden neue Straßenbahnen (Fahrzeuge) nicht gefördert, obwohl genau das versprochen wurde, wenn man Mitglied in einem der damals neuen Verkehrsverbünde (RMV bzw. NVV) wurde? Könnte ja bei der Verkehrswende helfen.


    Was ist mit der Vorangschaltung für die Straßenbahn? Könnte ja... - Ihr wist schon.

    Achja, man hat ja Angst vor dem Rückstau des IV auf der Nieder-Ramstädter Straße bis ins Lautertal bzw. Martin-Luther-King-Ring.


    Soviel zur Grünen Verkehrspolitik im Kampf gegen den Klimawandel. Ich weiß schon, warum ich diese Heuchlerbande nicht gewählt habe.

    Viele Grüße aus Darmstadt - Jörg "Baertram" D.
    RMV senkt die Preise? - Eher fährt unser Tw 37 aus eigener Kraft von Wixhausen nach Leimen.
    Der Bergstraße gibt man 4 Minuten - der Heimstättensiedlung werden sie genommen. Waren das noch Zeiten, als der "H-Bus" von der (Fach-)Hochschule zur Berliner Allee nur 2 Minuten brauchte.

    2 Mal editiert, zuletzt von Baertram ()

  • Man liefert natürlich durch die unglücklichen Änderungen beim Bus - die wir nicht hier diskutieren sollten - den Gegnern der Strecke zusätzlich Munition...

    Die aber jeder, der nur halbwegs sinnvoll denken kann, als Platzpatronen identifiziert. Auch das Strohfeuer, das der nette Tim Huß von der SPD da abbrennt, ist als solches sofort erkennbar. Ernsthaft: Wo soll denn das Fahrgastaufkommen im Woogsviertel mit seinen drei Haltestellen herkommen, als daß man dort einen Fünf- oder Siebeneinhalb-Minuten-Takt bräuchte? Dann müßten an jeder der drei Haltestellen alle fünf Minuten jeweils etwa 30 Fahrgäste zum Mitfahren stehen, um einen Gelenkbus in diesem Takt voll zu bekommen. Vielleicht sollten diejenigen, die da laut herumschreien, sich erst mal hinstellen und eine Fahrgastzählung an den Haltestellen durchführen. Das Ergebnis wäre ziemlich ernüchternd.


    Daß die Stadt den L-Bus nur auf 10- statt auf 15-Min gestreckt hat, ist schon ein sehr großzügiges Entgegenkommen bezogen auf das Fahrgastaufkommen.


    (Und als die Straßenbahn nach Kranichstein kam, hat man im Martinsviertel den Takt auch von 7,5 auf 15 gestreckt und es hat zum damaligen Zeitpunkt dicke gereicht. Und daß, obwohl an den Haltestellen dort noch ein wesentlich größeres Einzugsgebiet abgedeckt wird.)

  • Sorry, aber man hätte dem Woogsviertel den K nicht wegnehmen dürfen. K gehört im T10 vom Hbf zum Breslauer Platz und jede zweite Fahrt weiter zur TU. L im T15 vom Nordbad über Luisenplatz zum Alfred-Messel-Weg.


    Stattdessen muss das Woogsviertel zum Hbf. jetzt umsteigen und durch das enge Johannesviertel quälen sich vollkommen überdimensionierte Gelenkbusse im T10.

  • Sorry, aber man hätte dem Woogsviertel den K nicht wegnehmen dürfen. K gehört im T10 vom Hbf zum Breslauer Platz und jede zweite Fahrt weiter zur TU. L im T15 vom Nordbad über Luisenplatz zum Alfred-Messel-Weg.

    Das ist eine Argumentation, auf die ich mich einlassen würde und die man ausdiskutieren kann. Genau das hört man aber nicht (oder nur sehr leise), sondern immer nur, daß man jetzt ja viel weniger Verbindungen habe.


    Unabhängig davon aber:

    Stattdessen muss das Woogsviertel zum Hbf. jetzt umsteigen und durch das enge Johannesviertel quälen sich vollkommen überdimensionierte Gelenkbusse im T10.

    Ist das wiederum wenig überzeugend. Denn früher gab es auch nur den L-Bus Lichtwiese-Heinheimer und erst mit der Inbetriebnahme der Straßenbahn nach Kranichstein wurde der K zwischen Lichtwiese und Bahnhof/Kleyerstraße eingerichtet und zweitens mußte bislang auch schon im Früh-/Spätverkehr an den Bahnhof umgestiegen werden, weil es nur die Linie L (tituliert als L/K) gab.

  • ist für das Woogviertel nicht eigentlich die alte Straßenbahn 4 zum Ostbahnhof gedacht gewesen?

    So mancher wird das aber kaum glauben. Aber das Woogsviertel ist größer als man denkt. Mein Vater erzähle mal etwas von der Kranichsteiner Straße als Nordgrenze. Und da ist plötzlich nicht nur die ehemalige Straßenbahn zum Ostbahnhof darin enthalten, sondern auch die alte Straßenbahn zum Oberwaldhaus.

    Aber ich denke, Du meinst hier mal die kurzeitig angedachte Verbindung der alten Straßenbahnlinie 4 vom Ostbahnhof her entlang des Odenwälder Lieschen zur TU-Lichtwiese - mit anschliesender Weiterführung auf völlig anderer Trasse Richtung Roßdorf (- Groß-Zimmern).

    Das Ding war aber ganz schnell wieder vom Tisch, weil auf der Ostseite der Eisenbahn im Wald auch ein Wasserschutzgebiet ist. Und als alleinige Strecke nur bis zur TU-Lichtwiese war das auch keine Option. Da wäre die Führung selbst durch die Roßdorfer Straße schon die bessere Alternative gewesen.

    Viele Grüße aus Darmstadt - Jörg "Baertram" D.
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    Der Bergstraße gibt man 4 Minuten - der Heimstättensiedlung werden sie genommen. Waren das noch Zeiten, als der "H-Bus" von der (Fach-)Hochschule zur Berliner Allee nur 2 Minuten brauchte.

  • Stattdessen muss das Woogsviertel zum Hbf. jetzt umsteigen .

    Ob jetzt so viele Woogsviertler unbedingt ständig zum Hauptbahnhof fahren wollen, wage ich zu bezweifeln. Von der Innenstadt aus fahren genügend Straßenbahnen und Busse zum Hbf. Da ist das umsteigen kein Problem. Ich finde die Regelung gut, denn man sollte die Busfahrten ab Innenstadt zum Hauptbahnhof begrenzen und stattdessen lieber auf die Straßenbahn setzen. Es ergibt für mich wenig Sinn, wenn ein zusätzlicher Bus im 10 Minuten-Takt ab Luisenplatz zum Hauptbahnhof fährt, nur damit der Woogsviertler, wenn er mal zum Hauptbahnhof fahren möchte, nicht umsteigen muss.

    Im übrigen gehört ja auch die Haltestelle Rossdörfer Platz zum Woogsviertel. Viele aus dem westlichen Teil des Woogsviertel können diese direkt benutzen und von dort aus mit der Straßenbahnlinie 2 zum Hbf fahren.

    Einmal editiert, zuletzt von Chris26 ()

  • Ob jetzt so viele Woogsviertler unbedingt ständig zum Hauptbahnhof fahren wollen, wage ich zu bezweifeln. Von der Innenstadt aus fahren genügend Straßenbahnen und Busse zum Hbf. Da ist das umsteigen kein Problem. Ich finde die Regelung gut, denn man sollte die Busfahrten ab Innenstadt zum Hauptbahnhof begrenzen und stattdessen lieber auf die Straßenbahn setzen. Es ergibt für mich wenig Sinn, wenn ein zusätzlicher Bus im 10 Minuten-Takt ab Luisenplatz zum Hauptbahnhof fährt, nur damit der Woogsviertler, wenn er mal zum Hauptbahnhof fahren möchte, nicht umsteigen muss.

    Im übrigen gehört ja auch die Haltestelle Rossdörfer Platz zum Woogsviertel. Viele aus dem westlichen Teil des Woogsviertel können diese direkt benutzen und von dort aus mit der Straßenbahnlinie 2 zum Hbf fahren.

    Nicht, dass wir aneinander vorbei reden: Es ging mir nicht um eine zusätzliche Linie, sondern einen Tausch der Linien K und L in Bezug auf die Endstationen Alfred-Messel-Weg und TU.

  • Nicht, dass wir aneinander vorbei reden: Es ging mir nicht um eine zusätzliche Linie, sondern einen Tausch der Linien K und L in Bezug auf die Endstationen Alfred-Messel-Weg und TU.

    Eine Linie zwischen Alfred-Messel-Weg und Pankratiusstraße wäre fast schon ein Ringverkehr.

    Da würden deutlich mehr Direktverbindungen verschwinden als beim Status quo.

    Niemand wird z. B. von der Heinheimer Straße zum Taunusplatz den Bus nehmen wollen.

    Aber von der Heinheimer Straße ins Woogviertel wird es bestimmt den ein oder anderen Fahrgast geben dem man mit dieser umsteigefreien Verbindung eine Freude machen kann.


    Und die Fahrgäste vom Alfred-Messel-Weg wollen sicher auch nicht umsteigen um zum Hbf zu kommen.

    Aber es kann halt auch nicht alles zum Hbf fahren..

  • Nicht, dass wir aneinander vorbei reden: Es ging mir nicht um eine zusätzliche Linie, sondern einen Tausch der Linien K und L in Bezug auf die Endstationen Alfred-Messel-Weg und TU.

    Der Tausch ist aber auch aus einem anderen Grund sinnvoll. Heinheimer und Lichtwiese werden vollständig bedient, Kleyerstraße und Alfred-Messel-Weg nur zeitweilig. Da ist es naheliegend, die Äste mit gleichen Betriebszeiten zusammenzufassen. Man hätte auch alles beibehalten können, aber dann wäre im Abendverkehr wieder der andere Linienweg L/K gegenüber dem Tagesverkehr gewesen. So sind die Linien immerhin eindeutig.

  • Der Tausch ist aber auch aus einem anderen Grund sinnvoll. Heinheimer und Lichtwiese werden vollständig bedient, Kleyerstraße und Alfred-Messel-Weg nur zeitweilig. Da ist es naheliegend, die Äste mit gleichen Betriebszeiten zusammenzufassen. Man hätte auch alles beibehalten können, aber dann wäre im Abendverkehr wieder der andere Linienweg L/K gegenüber dem Tagesverkehr gewesen. So sind die Linien immerhin eindeutig.

    Zudem ist es auch eine Rückkehr zum Bewährten: Von Mai 1960 (Einstellung der alten Straßenbahnlinie 5 zur Heinheimer Straße) bis Dezember 2003 (Eröffnung der neuen Straßenbahnelinie[n 4 und] 5) fuhr die Linie L von der Heinheimer Straße zum Breslauer Platz. 1978 wurde im Süden verlängert zur TU-Lichtwiese und in den 1990er kam es zur Verlängerung im Norden (Meßplatz -> Nordbad -> Eissporthalle - in 3 Schritten). Im Dezember 2003 wurden die Linien K (damals Kleyerstraße - Jaupstraße in Kranichstein) und L neu geordnet: Die Linie L übernahm den Ast der eingestellten Buslinie D zum Ostbahnhof und die Linie K wurde auf dem Abschnitt FTZ (heute Heinrich-Hertz-Straße) - Luisenplatz über die Bismarckstraße neu geführt. Im weiteren Verlauf übernahm die Buslinie K den alten Ast der Linie L zur TU-Lichtwiese. Die Anbindung TU-Lichtwiese - Hauptbahnhof war zum 2. Mal geschaffen. Und die Direktverbindung der Haltestellen Breslauer Platz, Heidenreich- und Beckstraße zum Hauptbahnhof war der Bonus, der jetzt wieder kassiert wurde. Als in den Folgejahren Einsparungspotentiale gesucht wurden, kam es zur Einstellung des Betriebes zum Ostbahnhof durch die HEAG mobibus. Die Linie L fuhr nur noch Heinheimer Straße - Schloß. Schlieslich wurde auch die Bedienung des Hauptbahnhof durch die Buslinie K in der SVZ als überflüssig angesehen -> es kam zur Kombilinie L/K in dem genannten Zeitraum. Nun herrschen wieder klare Verhältnisse: Die Buslinie L ist nun wieder die einzige Buslinie im südlichen Woogsviertel. Und die Buslinie K ist eine Tagesbuslinie. Die Direktverbindung TU-Lichtwiese - Hauptbahnhof wird in den Tagesstunden an den Werktagen außer Samstagen durch die Linie 2 angeboten.

    Viele Grüße aus Darmstadt - Jörg "Baertram" D.
    RMV senkt die Preise? - Eher fährt unser Tw 37 aus eigener Kraft von Wixhausen nach Leimen.
    Der Bergstraße gibt man 4 Minuten - der Heimstättensiedlung werden sie genommen. Waren das noch Zeiten, als der "H-Bus" von der (Fach-)Hochschule zur Berliner Allee nur 2 Minuten brauchte.

    Einmal editiert, zuletzt von Baertram ()

  • Auf den DFIs in der Tram wird auf der Linie 2 der Umsteigehinweis zur 9 an der Haltestelle Hochschulstadion gegeben - mit Echtzeitabfahrten. An der Jahnstraße, wo tatsächlich umgestiegen werden kann, schweigt sich das DFI hingegen aus. Wurde die Entscheidung, Hochschulstadion in Jahnstraße und Kletterhalle in Hochschulstadion umzubenennen so spät getroffen, dass die Progammierung da schon durch war?

  • Da klappt mit der Datenübernahme ohnehin einiges nicht. Beim RMV stimmt es, aber auf den DB-Server hat sich die Änderung noch nicht durchgeschlagen.


    Ergebnis: Die Linie 2 fährt dort "TU Lichtwiese/Mensa", "Hoschulstadion" (mit Zusatz Halt entfällt), "Herdweg" etc. und weiter in die Stadt.


    Ach ja: Das linke Schleifengleis ist gesperrt. Am Fahrleitungsmast über der ersten Weiche hängt eine fest montierte Sh 2 mit "Pfeil nach links".

  • Ach ja: Das linke Schleifengleis ist gesperrt. Am Fahrleitungsmast über der ersten Weiche hängt eine fest montierte Sh 2 mit "Pfeil nach links".

    Hier hat man wohl einen Weichenantrieb gespart.

    Zur Einfahrt des Eröffnungszuges wurde die Weiche mit dem Knüppel umgestellt.

    Allerdings gibt es direkt an der Schleifeneinfahrt eine Anzeige am Signalmast, die in diesem Fall besagte "Gleis 1 frei", "Gleis 2 belegt".

    Vielleicht "for future use"?

  • Hier hat man wohl einen Weichenantrieb gespart.

    Zur Einfahrt des Eröffnungszuges wurde die Weiche mit dem Knüppel umgestellt.

    Allerdings gibt es direkt an der Schleifeneinfahrt eine Anzeige am Signalmast, die in diesem Fall besagte "Gleis 1 frei", "Gleis 2 belegt".

    Vielleicht "for future use"?

    Nein, die Antriebe sind alle drin und in Benutzung. Die Anlage ist auch so programmiert, daß die Weiche nach Durchfahrt automatisch auf das andere Schleifengleis umläuft. Daher wurde für den Eröffnungszug die Weiche von Hand gestellt, weil ihn die Automatik nach rechts geschickt hätte.


    Allerdings stellt wohl an der Einfahrt links ein Mast recht nahe am Gleis und da muß dann wahrscheinlich noch eine Markierung hin, damit da bloß nicht jemand auf die Idee käme, sich dort hinzustellen, wenn eine Bahn fährt. Das sagt einem zwar der gesunde Menschenverstand auch, aber gut.