Touristische Bahnverkehre ab Frankfurt

  • Der Alpen-Sylt-Nachtexpress, im vorigen Jahr gestartet und hier mit eigenem Thread (für die Verbindung Salzburg-Sylt) vertreten, wird in diesem Jahr mit einer zweiten Teilroute antreten, die auch Frankfurt anbindet. Dann könnte es mindestens eine umsteigefreie Über-Nacht-Reisemöglichkeit nach Sylt geben, womöglich auch noch eine Tagesrandverbindung an den Bodensee nach Konstanz. Ganz klar ist das noch nicht, der Fahrplan noch nicht veröffentlicht wurde. Die Strecken:


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    (Ich erlaube mir, für die Neuigkeiten nun Frankfurt betreffend, diesen neuen Thread zu eröffnen. Habe den Titel extra etwas Allgemeiner formuliert, um thematisch Ähnliches hier ebenfalls hineinpacken zu können.)

  • Ich ergänze noch die vor 2 Tagen durch die Medien gegeisterten Infos - hier zum Beispiel - über einen kombinierten Personen-/Güterzug, der eine Nachtverbindung Frankfurt-Barcelona wirtschaftlich möglich machen würde. Eine Studie dazu hat ein der französische Verein "Pro Nachtzug" am Mittwoch in Heidelberg vorgestellt.

  • Was für ein Glück, denn in den nächsten Tagen wird es die Barcelona-Verbindung vermutlich noch nicht geben.


    Dein Hinweis lässt mich davon träumen, dass DB, SNCF und Renfe vielleicht doch irgendwann mal den Lyon-Barcelona-AVE bis Frankfurt verlängern. Wären 11 Stunden Gesamtfahrzeit, 2 weniger als die bisher schnellste Verbindung (via Brüssel). Scheint ja mit Marseille auch gut zu funktionieren.

  • Klingt schon mal interessant.


    Spannend finde ich die Idee mit dem kombinierten Nachtreise-/Güterzug. Allerdings fehlt mir da noch etwas die Phantasie. Hält der Zug z. B. zuerst im Frankfurter Hauptbahnhof, damit die Fahrgäste einsteigen können und dann nochmal im Containerbahnhof Frankfurt Ost, um dort die Güterwagen dran zu kuppeln? Da bin ich mal auf das Betriebskonzept gespannt, aber ich finde, die Idee sollte man weiter verfolgen.

    Viele Grüße, vöv2000

  • Der Güterzugteil könnte ja im Gleisvorfeldbereich des Hbf kupplungsbereit warten. Der Personenzugteil setzt sich dort nach Abfahrt vom Bahnsteig davor, der Gz wird von hinten herangeschoben. Kostet im besten Fall nur ein paar Minuten.

  • Die Zahl der Nachtzugverbindungen in Frankfurt nimmt wieder zu, berichtet die FNP aktuell. Unter anderem soll es den Alpen-Sylt-Nachtexpress dieses Jahr wieder geben. Ebenso führt die Zeitung die wieder eingeführten Verbindung von Zürich nach Hamburg und auch jene von Wien und Innsbruck nach Amsterdam per Nightjet an. Am Ende werden ein paar ehemalige Verbindungen erwähnt. Welche Verbindung gab es denn einmal nach Katalonien? Oder meinen die vielleicht einfach "nur" den französischen Grenzbahnhof?


    (Zur Info: Es gibt auch einen leicht jüngeren Thread zu den Wahlkampfforderungen der Grünen zum Thema Nachtzugnetz, worauf der Artikel ebenfalls Bezug nimmt. Ich poste das aber lieber hier im "Betriebs"-Thread als in jenem "Visionen"-Thread.)

  • Bis 1995 Frankfurt - Portbou.

    Eben. Bis zum Grenzbahnhof, wo die Normalspur endet. Die österreichischen Nightjets dürften schwerlich umspurbar sein für die folgenden Srecken.


    Allerdings ermöglichen die neuen normalspurigen AVE-Strecken mittlerweile durchgehende Fahrten nach Barcelona, Madrid, Valencia, Alicante, Sevilla und Malaga. Die Fahrzeit zu den südlichen Küstenstädten übersteigt natürlich trotz der möglichen hohen Geschwindigkeiten bei weitem die einer reinen Nachtzugverbindung.

  • Zitat von Bernemer
    Welche Verbindung gab es denn einmal nach Katalonien?

    Bereits 1968 gab es den "Hispania-Express", der als D 372 von Kopenhagen nach Portbou fuhr. Dann bis 1975 im Norden nach Hamburg zurückgenommen und von dort als D 377 nach Portbou.


    Für die Fragestellung spannen dürften die ELIPSOS-Nachtzüge in den 2000er Jahren gewesen sein. Die fuhren dann zwischen Barcelona bzw. Madrid und Paris / Zürich / Milano:

    "Pau Casals" 274 / 273 Zürich - Barcelona und zurück

    "Francisco Goya" 409 / 407 Paris - Burgos - Madrid und und zurück

    "Joan Miro" 477 / 473 bzw. 475 Paris - Limoges - Barcelona und zürück

    "Salvador Dali" 11274 / 11273 Milano - Torino - Barcelona und zurück


    Damals wurden in Portbou Umspuranlagen genutzt. Das Umspuren dauerte etwa 20 Minuten.

  • Für die Fragestellung spannen dürften die ELIPSOS-Nachtzüge in den 2000er Jahren gewesen sein.


    Damals wurden in Portbou Umspuranlagen genutzt. Das Umspuren dauerte etwa 20 Minuten.

    a) Nein, spannend für die Fragestellung sind sie nicht. Weil sie nicht nach Deutschland bzw. sogar nach Frankfurt kamen, wovon der Artikel aber explizit schreibt.

    b) Das Umspuren selbst dauert keine 20 Minuten. Das ist in wenigen Minuten durch. Der Zeitaufwand entstand durch die zusätzlichen Rangiermanöver, d. h. das Abziehen der Ursprungslok, dann das Nachschieben des Zugs durch die Umspuranlage bis zu dem Zeitpunkt, an dem die neue Lok ansetzen und den Rest durch die Umspurung ziehen konnte.