Ringstraßenbahn

  • Könnte mich einer mal über dieses Projekt, den Streckenverlauf, den zeitlichen Plan und den Nutzfaktor für den Frankfurter ÖPNV informieren! Ich habe leider überhaupt keine Vorkenntnisse über dieses immer wieder angesprochene Thema.

  • Der Wikipedia-Artikel "Straßenbahn Frankfurt am Main" enthält einen Abschnitt "Ringstraßenbahn" mit einer Karte. Außerdem hat "Naseweiß" hier im Forum eine schöne Karte der vorhandenen und geplanten U- und Straßenbahnlinien erstellt. Sie findet sich unter "Stadtbahn" in "Endnetz".

  • In dem von FipsSchneider verlinkten Wikipedia-Artikel wird das Jahr 2015 genannt.

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  • welcher zeitlliche Rahmen für die Inbetriebnahme ist geplant?


    Bislang keiner. Zwar ist sie von der Stadt grundsätzlich gewollt, scheint aber (abgesehen vom Abschnitt Stresemannallee) nicht sonderlich priorisiert zu sein. Man sorgt nicht einmal konsequent für Trassenfreihaltung: Zwar sorgt man auf der Schlossstraße für Gleiserhalt (obwohl die ursprünglich vorgesehene Route hier wahrscheinlich nicht kommen wird - aber man hat sie halt noch nicht fallen gelassen); aber Friedberger Landstr. Ecke Gießener Str. hat man eine Haltestelle hineingesetzt, und Am Dornbusch gibt es Pläne, Bäume in die Trasse zu pflanzen.


    Im "Stadtentwicklungsplan 2030" ist sie enthalten. Das sehe ich auch als realistische Perspektive: Inbetriebnahme in den 2030er Jahren.

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  • Das Teilstück Stresemannallee wird ja bald realisiert. Gibt es vielleicht die Möglichkeit, den "Rest" der Ringstraßenbahn nicht auf einmal, sondern in weiteren sinnvollen, für sich allein lebensfähigen Teilstücken in Betrieb zu nehmen? Wäre z. B. Hbf - Eckenheim Schwabstraße über Adalbert-/Schloßstraße und Bundesbank ein solches denkbares Teilstück? (Als Problem der Ringstraßenbahn vermute ich, dass es als Ganzes ein ziemlich großes und damit teures Projekt ist.)

  • Das Teilstück Stresemannallee wird ja bald realisiert. Gibt es vielleicht die Möglichkeit, den "Rest" der Ringstraßenbahn nicht auf einmal, sondern in weiteren sinnvollen, für sich allein lebensfähigen Teilstücken in Betrieb zu nehmen? Wäre z. B. Hbf - Eckenheim Schwabstraße über Adalbert-/Schloßstraße und Bundesbank ein solches denkbares Teilstück? (Als Problem der Ringstraßenbahn vermute ich, dass es als Ganzes ein ziemlich großes und damit teures Projekt ist.)


    Selbstverständlich lassen sich "für sich allein lebensfähige" Teilabschnitte finden, wenn man will. Das ist dann aber kein Ring, sondern eine eher "normale" Linie.


    Die von Dir vorgeschlagene Teilstrecke ist aber nicht so sinnvoll gewählt - und zwar nicht wegen der Linienführung, sondern wegen des zu erwartenden Planungsverfahrens und des Streckenbaus.


    Die Ringstraßenbahn bestünde aus:
    - 4 Neubauabschnitten (davon nur der Abschnitt Stresemannallee derzeit),
    - 1 Ausbauabschnitt (Marbachweg - hier ist aber vermutlich trotz des vorhandenen Gleises ein kompletter Neubau mit entsprechenden Kosten und PFV erforderlich)
    - zahlreichen bestehenden Abschnitten (für die wenig bis gar keine Maßnahmen erforderlich sein dürften, hierzu zähle ich auch den Abschnitt Schlossstraße)
    (siehe z.B. die Karte auf Wikipedia)


    Von den 5 Neubau- bzw. Ausbauabschnitten befinden sich 4 innerhalb der von Dir vorgeschlagenen Teilstrecke. Der einzige Abschnitt, den Du damit weglässt, ist der Abschnitt in der Gießener Straße, den ich für den Abschnitt halte, der bei Weitem am einfachsten zu planen und zu bauen ist, weil dort im Straßenraum einfach Platz ist, weil wenig Probleme auftreten werden, die vergleichsweise einfach zu lösen sind. Die schwierigsten Abschnitte werden aus Platzgründen die zwei in der Ginnheimer Landstraße und im Marbachweg sein.


    Zu den Kosten:
    Pro Kilometer müssen wir im Schnitt von 15 bis 18 Mio. Euro ausgehen bei normalem Schwierigkeitsgrad der Streckenführung. (Für die schwierige Strecke in der GiLa müsste man eigentlich mehr ansetzen.) Die Neu- und Ausbauabschnitte haben eine Gesamtlänge von etwa 6,5 Kilometern. Macht aufgerundet 100 bis 120 Mio. €. Führt man die Ringstraßenbahn in Bockenheim über die 16 und lässt damit den Abschnitt in der GiLa komplett fallen, dann landen wir bei etwa 75 bis 90 Mio. €.


    Eine sinnvolle Teilstrecke könnte meiner Meinung nach Hbf.---Dornbusch (über Linie 16) sein.

    "Phantasie ist wichtiger als wie wo Wissen!"


    (Etwas frei nach Albert Einstein)

  • Zwar sorgt man auf der Schlossstraße für Gleiserhalt (obwohl die ursprünglich vorgesehene Route hier wahrscheinlich nicht kommen wird - aber man hat sie halt noch nicht fallen gelassen);

    1. Woher hast du das, dass die Strecke in der Schlossstraße (und somit auch in der Ginnheimer Landstraße) nicht kommen wird? Haben sich dazu schon mal Politiker oder irgendwie zuständige Leute geäußert oder ist das Deine persönliche Meinung?


    2. Die Strecke Schlossstraße wird nicht für eine künftige Ringstraßenbahn erhalten, sondern in erster Linie als fortwährend benötigte Betriebsstrecke zur Zentralwerkstatt.


    3. Die Problematik der Teilabschnitte, Kosten und der möglichen Umlegung in Bockenheim auf die Strecke der 16 zeigen uns aber wieder einmal hervorragend, dass wir eine ordentlich lange Strecke (rund 2 Kilometer) zwischen Adalbertstraße und Industriehof haben, die wir für den Fahrgastverkehr überhaupt nicht nutzen. Wir haben da also rund 30 bis 36 Mio. € heutige Investitionskosten, die größtenteils bereits getätigt sind und die wir nicht genügend in Wert setzen. Deshalb auch vor einiger Zeit mein Vorschlag für eine Straßenbahn Bockenheim---Industriehof---Praunheim---NW-Stadt---Niederursel (Link). Ich bin auch für andere Vorschläge offen, aber die Strecke Schlossstraße schreit nach einer Inwertsetzung.

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    (Etwas frei nach Albert Einstein)

  • Mit der "Inwertsetzung" (schönes Wort) der Schlossstraße wäre aber wohl die "Außerwertsetzung" einer viel längeren Strecke verbunden: Adalbert-, Gräf-, Sophienstraße, Franz-Rücker-Allee, oder?


    Vor diesem Hintergrund muss man sich fragen, wer sich denTort einer Neuplanung durch enge Straßen in Alt-Bockenheim antun will, wenn's nicht wirklich nötig ist. Denn die Streckenführung der Ringstraßenbahn duch die Schloß-, Rödelheimer und Ginnheimer Straße stammt aus einer Zeit, da noch von DII(alt) und Stilllegung der 16 die Rede war. Unter den Bedingungen der Ginnheimer Kurve, so sie denn käme, ist die Stilllegung der 16 indessen nicht zwingend, sondern mit der Perspektive Ringlinie erhaltungswürdig - wodurch sich die Neuplanung zwischen Schlossstraße und Ginnheimer Landstraße erübrigt.

  • multi:

    Zitat

    Ich bin auch für andere Vorschläge offen, aber die Strecke Schlossstraße schreit nach einer Inwertsetzung.


    Ich habe da das Gegenteil läuten hören,- Rückbau auf ein Betriebsggleis mit einhergehender Veränderung der Schloßstraße,- Grünstreifen, Bäume, Vorgärten etc..
    Ringstraßenbahn nutzt die Gleise der 16.

  • 1. Woher hast du das, dass die Strecke in der Schlossstraße (und somit auch in der Ginnheimer Landstraße) nicht kommen wird? Haben sich dazu schon mal Politiker oder irgendwie zuständige Leute geäußert...?

    Ja, es gibt eine Anregung des OBR 2 an die StVV aus dem Jahr 2010 (wenn man die Ortsbeiräte für irgendwie zuständig halten wollte). In der Stellungnahme des Magistrats hierzu heißt es, dass die Linienführung durch Rödelheimer Straße usw. "aufgrund der städtebaulichen Rahmenbedingungen wie beispielsweise im Zuge der Rödelheimer Straße/Ginnheimer Straße offensichtlich problematisch sein kann".

    Einmal editiert, zuletzt von tunnelklick () aus folgendem Grund: Formatierung

  • Die Strecke Schlossstraße wird nicht für eine künftige Ringstraßenbahn erhalten, sondern in erster Linie als fortwährend benötigte Betriebsstrecke zur Zentralwerkstatt.


    War etwas missverständlich ausgedrückt. K-Wagen hat es richtig erläutert: Ich meine den Erhalt als eigener Gleiskörper. Es ist ein Umbau auf straßenbündig in Planung, der aber nur umgesetzt werden soll, wenn die Strecke definitiv nur Betriebsstrecke bleibt.

    Forbetter your English: What hold you from the doublestickdare of the German Lane?

  • Multis Streckenplanung klingt interessant:
    16 Offenbach - Ginnheim wie gehabt
    Ring-Straßenbahn Neu-Isenburg - Hbf - Linie 16 bis Markus-Krankenhaus und weiter wie geplant
    neue Linie Hbf - Schlossstraße - Industriehof (Verknüpfung mit U 6 U 7) - Hausen - Praunheim mit möglicher Weiterführung in die NW-Stadt.


    Damit wäre der kritische Abschnitt durch Alt Bockenheim über Rödelheimer Str. - Ginnheimer Landsstr. außen vor, und die leistungsfähige Betriebsstrecke Schlossstr. könnte genutzt werden. Praunheim und Hausen würden Direktanbindungen sowohl zur Hauptwache wie zur Messe und zum Hauptbahnhof erhalten. Sinnvollerweise würden am Industriehof zu Lasten des MIV Richtungsbahnsteige mit Gleisen für Strab und Stadtbahn angelegt. Die Busse könnten die Straßenbahngleise mitnutzen, wie z.B. an der Konsti. Der Parallelverkehr zwischen den Buslinien 72 / 73 und der U 7 zwischen Hausen und Industriehof würde dann auch überflüssig.

  • Multis Streckenplanung klingt interessant:

    • 16 Offenbach - Ginnheim wie gehabt
    • Ring-Straßenbahn Neu-Isenburg - Hbf - Linie 16 bis Markus-Krankenhaus und weiter wie geplant
    • neue Linie Hbf - Schlossstraße - Industriehof (Verknüpfung mit U 6 U 7) - Hausen - Praunheim


    Ich kann mir nicht vorstellen, dass man außer den Linien 16 und 17 noch zwei weitere Straßenbahnlinien den Abschnitt Messe - Hbf parallel zur U4 fahren lässt. Um es bei zwei Linien zu belassen, könnte man die 17 und die Ringstraßenbahn bis Hbf und weiter fahren lassen und aus den anderen beiden Linienästen eine Linie Ginnheim - Westbahnhof - Schlossstraße - Industriehof (Verknüpfung mit U 6 U 7) - Hausen - Praunheim bilden.

  • Die schwierigsten Abschnitte werden aus Platzgründen die zwei in der Ginnheimer Landstraße und im Marbachweg sein.

    Das wusste ich nicht, dass die Strecke im Marbachweg so schwierig ist. Ich dachte einfach, es wäre sicher gut, auch eine Verknüpfung mit der U5 über die bestehende Betriebsstrecke zu haben und die schon vorhandene Wendeanlage Schwabstraße zu nutzen.


    Eine sinnvolle Teilstrecke könnte meiner Meinung nach Hbf.---Dornbusch (über Linie 16) sein.

    Da müsste man sich überlegen, wie die Endhaltestelle am Dornbusch aussehen könnte. Ist es kein Problem, dort zu wenden?

    Einmal editiert, zuletzt von V44020001 ()

  • V44020001:

    Zitat

    Ist es kein Problem, dort zu wenden? (Dornbusch)


    NOCH gäbe das Straßenprofil eine Stumpfendstelle á la Offenbach/Stadtgrenze her. Wie weiter oben bereits erwähnt, ist dort aber ein Grünsterifen mit Bäumen (?) geplant.


    Nun, hier wird die Tradition fortgesetzt, auf geplante Verkehrstrassen Blokaden zu errichten,- ich denke da an die Europäische Schule auf der Trasse der RTW / Ortsumfahrung Praunheim.
    Was es an Diskussion kostet, die Trasse dann doch zu nutzen, siht man an der Stresemannalle & Abenteuerspielplatz. :(


    Auch die Gesamtbreite des Marbachwegs sollte ausreichend sein, wenn man z.B. den Bürgersteig verschmälert und dadurch der Parkstreifen entfällt.

  • Ich halte die teilweise Inbetriebnahme aus Richtung Hbf für eher unglücklich, weil dadurch auch die Buslinie 34 zweigeteilt werden müsste.
    Man könnte auch von Osten her die Inbetriebnahme vornehmen und die 34 Schritt für Schritt zurückziehen.
    Allerdings müsste man sich dazu erst nochmal klar werden wie man die RIngtram im Osten legen will. Wie ich auch schon an anderer Stelle schrieb finde ich die Führung zur Hugo-Junkers-Straße und dafür Verstümmelung der 12 auf ein Ende am Zoo oder wo auch immer eher schlecht. Hinzu kommt auch noch die unsinnige Führung durch die Gießener Straße, die rein bauliche Vorteile bring aber dafür Nachteile in der Erschließung.
    Mal so kurz überlegt könnte der Ablauf so aussehen:

    1. Abschnitt:
    Neubau Verbindung Hst. Friedberger Warte - Hst. Gießener Straße über Homburger Landstaße

    Anpassung im Liniennetz:
    - Linie 18 wird mit Linie 15 verknüft zur neuen 18 (Gravensteiner-Platz - Konstablerwache - Lokalbahnhof - Südbahnhof - Haardtwaldplatz)
    - Linie 17 wird zur 15 (Rebstockbad - Hauptbahnhof - Neu-Isenburg Stadtgrenze)
    - neue Linie 17 (Schwabstraße - Konstbalerwache - Lokalbahnhof - Offenbach Stadtgrenze)
    - Buslinie 34 wird auf Mönchhofstraße - Marbachweg/Sozialzentrum verkürzt
    - Buslinie 30 führt von Bad Vilbel aus ab der Friedberger Warte neu über den Weg der 34 zur neuen Endhalstestelle Bornheim Mitte
    - Buslinie 36 wird in Sachsenhausen durch eine neue 35 (Alte Gasse - Hainer Weg) verstärkt
    - Der Stummel der noch von der 35 übrig bleiben soll wird in 49 umgetauft (passt dadurch besser in die Gruppe der "Sachsenhausen-Linien")


    2.Abschnitt:
    Ausbau / Reaktivierung der Strecke im Marbachweg/Am Dornbusch zwischen Platenstraße und Eckenheimer Landstraße

    - einschließlich Umbau der Kreuzungen Marbachweg/Eckenheimer Ldstr. und Marbachweg /Eschersheimer Ldstr.
    - Einbau Gleiswechsel vor der Platenstraße um ein vorläufiges Linienende zu ermöglichen
    Anpassung im Liniennetz:
    - Linie 17 wird weitergeführt zur neuen Endhaltestelle Platenstraße
    - Linie 34 wird verkürzt bis Platenstraße oder fährt zusammen mit der 64 noch bis zur Miquel-/Adickesallee


    3.Abschnitt:
    Lückenschluss durch Neubaustrecke in der Wilhelm-Eppstein-Straße

    Anpassung im Liniennetz:
    - Linie 17 wird bis nach Ginnheim verlängert und endet dort zusammen mit der 16 (Noch kein "Ringschluss" bis zum U-Bahn-Lückenschluss Ginnheim-Bockenheimer Warte)
    - Linie 34 übernimmt ab Markus-Krankenhaus den kompletten Linienweg der 39
    - Linie 64 wird zur neuen 39


    Hier das Liniennetz nach dem 3. Abschnitt im Überblick:


    Nach Inbetriebnahme des U-Bahn-Lückenschluss:
    - Linie 15 und 16 tauschen die Nordäste und die 17 geht in die 15, dann Ringtram, auf
    (Den Tausch der Nordäste von 15 und 16 könnte man natürlich auch schon vorher machen damit nicht zwei Linien Ginnheim - OF Stadtgrenze exestieren und das zu Verwirrungen führt)
    Das Netz würde dann so aussehen: