Planung für Wallauer Spange soll 2016 beginnen

  • Es war lange ruhig um dieses Thema, aber es tut sich was. Am 14. Juni 2018 gab es eine Informationsveranstaltung für die Bürger von Delkenheim, Massenheim und Wallau zum Stand der Planung. DB Netz hat die Präsentation ins Netz gestellt, wo sie allgemein zugänglich ist. Es gibt zwei Trassenvarianten, die sich nur im Bereich Delkenheim/Wandersmanntunnel unterscheiden. Für mich neu ist die Information, dass mit einem Haltepunkt für den Hessenexpress in Delkenheim geliebäugelt wird


    Dem darin enthaltenen Zeitplan zufolge müsst nach der inzwischen erfolgten Festlegung auf eine Vorzugsvariante nach der Sommerpause die Arbeit an der Vorplanung für die Vorzugsvariante aufgenommen werden.


    Präsentation der Informationveranstaltung in Wiesbaden-Delkenheim


    Informationen zur Wallauer Spange

    Einmal editiert, zuletzt von tunnelklick () aus folgendem Grund: Rechtschreibung

  • Ob man durch das eingleisige Stück auch trotzdem eine Taktverdichtung auf einen Viertelstundentakt hinbekäme? Mit einer Linie pro halber Stunde?


    Die Brücke sieht natürlich schon heftig aus - aber die Idee, den Bahndamm als Lärmschutzwall einzubeziehen finde ich gut und richtig :thumbup: Ich glaube für den Verkehr Wiesbaden <-> Frankfurt würde ein erheblicher Mehrwert geschaffen. Gleichzeitig entfällt damit noch mehr die Rechtfertigung für den ICE Halt Wiesbaden, da in 15 Min der Fernbahnhof erreichbar ist - und der ist nun wirklich ein Knotenpunkt im Bahnverkehr in Deutschland...

  • ob man den möglichen Haltepunkt nicht lieber "Wallau-IKEA" nennen möchte :)


    und warum verliert die Präsentation kein Wort zum nördlichen Teil der Wallauer Spange, also der Einbindung Richtung Köln. wird die abgerissen?

    Grüße ins Forum :saint:

  • Die spielt für die Betrachtung keine Rolle. Die Frage nach dem Erhalt wird sich spätestens bei Sanierungen o.ä. stellen. Zur Zeit wird sie sogar genutzt! (Limburg Süd - Wiesbaden als Vorlaufbetrieb zum Hessenexpress oder Korridorverkehr RLP. :D )

    Einmal editiert, zuletzt von Condor ()

  • Laut FNP will die Bahn die Planung der Wallauer Spange beschleunigen. Sollten Planung und Bau des Haltepunktes den Bau der Strecke verzögern, so wolle man zunächst nur die Strecke bauen. Neu ist, dass die Spange zweigleisig ausgeführt werden soll.


    Die FNP befürchtet, dass die Planung der Zufahrt zum Haltepunkt und des P&R-Parkplatzes noch schwierig werden könnte. Es sei wenig Platz vorhanden und es könne sich ja auch noch eine Bürgerinitiative finden, die juristisch gegen die Pläne vorgeht.

  • Das DB Netz die Planung für die Wallauer Spange von der Planung des angedachten Hp loskoppeln will, hat die DB schon letztes Jahr im Rahmen einer Infoveranstaltung in Delkenheim durchblicken lassen. Der RMV und die Stadt Wiesbaden haben sich leider noch kein abschließendes Urteil gebildet, ob der neue Hp nun bei Wallau oder bei Nordenstadt liegen soll. Die OBR von Delkenheim und Nordenstadt verlangen so oder so einen großen P&R Parkplatz, da dieser Hp auch für PKW Pendler aus dem Rheingau sehr attraktiv sein dürfte.
    Das die Wallauer Spange nun zweigleisig kommen soll, ist sehr begrüßenswert. Die Zweigleisigkeit war immer eine Kernforderung vom Land Hessen sowie der Stadt Wiesbaden. Auch die OBR von Wallau, Delkenheim und Nordenstadt haben sich mit sehr breiter Mehrheit immer für eine zweigleisige Ausführung ausgesprochen, da sich nur so ein Halt der verschiedenen Hessen-Express Linien bei Nordenstadt oder Wallau ohne Trassenkonflikte umsetzen lässt. Sowohl der 1. als auch der 2. Entwurf (vom 9.5.2019) des Deutschlandtakts enthalten eine zweigleisige Wallauer Spange. Die zweigleisige Ausführung wird sogar im Gutachterentwurf als zusätzliche Infrastrukturmaßnahme für den Deutschlandtakt explizit gefordert. Denn neben den beiden, stdl. verkehrenden Hessen-Express Linien Wiesbaden - Wallauer Spange - Flughafen Fernbf - Ffm Hbf - Hanau und Wiesbaden - Wallauer Spange - Flughafen Fernbf - NBS - Darmstadt soll auch mindestens (!) eine stdl. FV Linie nach Leipzig-Berlin/Dresden ab Wiesbaden - Wallauer Spange - Flughafen Fernbf - Ffm Hbf verkehren. Das ist kapazitativ nur mit einer zweigleisigen Spange möglich, zumal wenn noch ein Hp bei Wallau oder Nordenstadt realisiert werden soll. Und da der RMV bzgl. der Lage des Hp noch prüft, und prüft und nochmals prüft will die DB nun nicht länger warten, damit sich nicht das "Fenster" für eine zweigleisige Ausführung der Wallauer Spange wieder schließt. Der Bund hat nämlich schon jetzt die Freigabe der Planungsmittel für die zweigleisige Ausführung genehmigt, obwohl der Entwurf des Deutschlandtakts noch nicht final ist.


    Die Anrainer haben mit der Spange eher keine großen Probleme. Im Gegenteil. Alle südlichen Anrainer profitieren von den erforderlichen Lärmschutzmaßnahmen, weil damit der Lärm von der A66 zu großen Teilen mit abgeschirmt wird. Die Wallauer Spange darf wegen der geplanten Längsneigung von 25 Promille auch nicht vom GV befahren werden. Das hat DB Netz schriftlich bestätigt und klar auf der Infoveranstaltung zum Ausdruck gebracht. Somit wurden schon im Vorfeld viele Ängste genommen.


    Problematisch sind einzelne wirklich sehr sehr harte individuelle Betroffenheiten östlich der L3017 (Schlagmühle, Georgshof, Oberfeldhof). Dr. Bolte hat seitens DB Netz deutlich zu verstehen geben, dass die Betroffenheiten (vor allem im Zusammenhang mit dem Ausbau des Wiesbadener Kreuzes) dort wirklich heftig sind. Er sagte, dass dies nur gemeinsam mit der DEGES und dem Bund einvernehmlich zu lösen sei. Er zeigte (und das war nicht gespielt) offen Verständnis für die (berechtigten) Existenzängste der Hofbesitzer.


    Ich würde eher sagen. Wenn man mit den Besitzern der landwirtschaftlichen Betriebe östlich der L3017 vorab eine einvernehmliche Lösung hinbekommt, dürfte das Klagerisiko sehr gering sein.

    Einmal editiert, zuletzt von Forumstroll ()

  • Im Zusammenhang mit der gestrigen Informationsveranstaltung von DB Netz in Hofheim steht eine aktualisierte Präsentation des Vorhabens online. Danach wird jetzt durchgängig 2-gleisig geplant und die SFS K<>Ffm wird überquert, nicht unterfahren. Der Grund sind Kosten und bautechnische Risiken (es wurde noch nie eine SFS mit fester Fahrbahn nachträglich unterquert). Die Planung eines zusätzlichen Haltepunkts wird parallel angegangen,


    Einzelheiten hier: Präsentation vom 25.6.2019

  • Also soll wirklich in 6 Jahren schon der nördliche Abschnitt der Neubaustrecke fertig sein?


    Und wird es dann die geforderte Verlängerung des HEX 7 nach Bensheim geben?

  • Haltepunkt Wallau-Delkenheim - Vorzugsvariante


    Auf der heutigen Sondersitzung des Ortsbeirats Hofheim-Wallau will der Magistrat über den Planungsstand für die Infrastrukturanlagen des Haltepunktes Wallau-Delkenheim informierem.


    Zitat

    Mit der Mitteilung Nr. 25/2020 hat der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung in seiner Sitzung am 09.12.2020 zwei erste Varianten für die Infrastrukturanlagen rund um den Haltepunkt Wallau-Delkenheim vorgestellt. Basierend auf internen Vorüberlegungen bezüglich einer optimalen Verknüpfung zwischen Bahnhaltepunkt und ergänzenden Infrastrukturanlagen hatten sich die beteiligten Kommunen bei beiden Varianten für eine Verortung südlich des Haltepunktes entschieden. Diese beiden Varianten haben die ortsansässigen Landwirte zum Anlass genommen, selbst eine Variante der ergänzenden Infrastrukturanlage auszuarbeiten, die nördlich des Haltepunktes verortet ist.

    Diese drei Varianten werden in einem Abwägungsprozess einander gegenübergestellt und bewertet, um hieraus eine Vorzugsvariante auszuwählen, die dann im Rahmen eines konkreten Planungsauftrages weitergehend bearbeitet wird.


    Quelle: Vorlage-Wal2021/015 "Infrastrukturanlagen rund um die Wallauer Spange - Variantenauswahl"


    Variante_1


    Variante_2 (Vorzugsvariante)


    Variante_ 3

    2 Mal editiert, zuletzt von tunnelklick ()

  • Auf den Link der Mitteilung klicken, oben rechts sind die Anlagen verlinkt. Aber ja, mit jedem Neuladen der Seite gibt es neue Zufallswerte.

    "Der Mensch, der so ehrbar im Einzelnen, aber so miserabel im Ganzen ist."
    Johann Wolfgang von Goethe

  • Als fragwürdig erachte ich das aktuelle Betriebskonzept im D-Takt 3. Entwurf, welcher einen Halt aller HEX-Verbindungen in Wallau vorsieht. Klingt ja erstmal in Ordnung, aber damit erreicht man nicht mehr die nötige Kantenzeit zwischen Wiesbaden und Darmstadt, und fährt also in Wiesbaden völlig an den Taktknoten vorbei.

    In den Taktknoten eingebunden werden soll stattdessen die stündliche Linie über Frankfurt nach Bebra. Somit kommt man v.A. aus dem Rheingau doch noch stündlich zum Flughafen; wer nach Darmstadt will ist nachwievor auf die deutlich langsamere RB75 angewiesen. Auffällig ist auch, dass dann mit der RB10 zwei Züge fast genau gleichzeitig und fahrzeitgleich von Wiesbaden nach Frankfurt fahren, während zwischen den Knoten nur die S1 fährt.


    Je nachdem wie man den Fahrplan noch ändern kann wäre es also evtl. besser, nur einen Teil der Züge in Wallau halten zu lassen.