Überfahrener Prellbock in Ginnheim (27. Mai 2020)

  • In Ginnheim hat heute (27. Mai) gegen 01:40 ein Zug der Linie U1 den Prellbock von Gleis 3 überfahren und ist mit dem dahinter stehenden Fahrleitungsmast kollidiert. Dabei ist die Fahrleitung abgerissen. Die Feuerwehr meldet, dass sich der Fahrer und zwei Fahrgäste leicht verletzt haben.


    U1 und U9 enden an der Station Römerstadt, die Linie 16 am Westbahnhof. Taxi-Ersatzverkehr Römerstadt--Ginnheim--Westbahnhof.


    Meldung der Feuerwehr auf Twitter (Mit Foto)


    Störungsmeldung der VGF

  • POL-F: 200527 - 0511 Frankfurt-Ginnheim: U-Bahnunfall

    Frankfurt (ots)


    (dr)In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kam es im Stadtteil Ginnheim zu einem Verkehrsunfall, bei dem eine U-Bahn auf einen Prellbock einer Endhaltestelle auffuhr. Zwei Personen wurden leicht verletzt. Die U-Bahn der Linie U1 fuhr gegen 01:36 Uhr an der Endhaltestelle Ginnheimer Landstraße ein. Aus bislang noch ungeklärter Ursache fuhr die U-Bahn auf den dortigen Prellbock auf und kam an einem dahinterstehenden Oberleitungsmast zum Stehen. Zur Unfallzeit war die Bahn mit drei Personen besetzt. Ein Fahrgast und der 27jährige Fahrer wurden leicht verletzt. Eine Person konnte noch vor Ort entlassen werden. An der U-Bahn und der Haltestelle entstand erheblicher Sachschaden, dessen Höhe noch nicht beziffert werden kann. Die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern an. Die Ginnheimer Landstraße ist im Bereich der Station Ginnheimer Landstraße bis zur Bergung der U-Bahn gesperrt. Die Sperrung wird noch mehrere Stunden andauern. Verkehrsteilnehmer werden gebeten, die Unfallstelle zum umfahren.

    Gruß Tommy

  • Ergänzend die Presseinformation der VGF. Zudem gibt es einen Fahrleitungsschaden am Schweizer Platz, der den U-Bahn-Betrieb auf der A-Strecke zusätzlich seit dem Vormittag behindert.


    Gruß Tommy

  • Laut Störungstool der VGF bleibt die Strecke bis 10.06 20:00 Uhr Gesperrt.


    Es wird ein SEV eingerichtet der zwischen Ginnheim und Nordwestzentrum fährt die Haltestelle Niddapark wird nicht bedient.

  • Hallo.


    Der Schienenersatzverkehr, dessen Pläne, Route und Fahrzeuge erstaunlich schnell erstellt und zur Verfügung gestellt wurden, wird, so wie ich es gesehen habe, durch Winzenhöler, Rack und ICB gefahren.

    Dabei werden vor allem von Winzenhöler und Rack sehr von außen saubere und auch neue Busse zur Verfügung gestellt. In den auch von innen sauberen Winzenhöler-Bussen 168 und 64, die ich nutzte, gab es Ansagen mit Begrüßung, Stationsansagen und Verabschiedung - bei dem unvorhergesehenen Einsatz ein Phänomen. Der RMV sollte derartige Ansagen für alle seine Buslinien als Standard anstreben. Auch die Zielbeschilderung der Busse ist vorbildlich. Bei diesem SEV ist das auch nötig:


    Die Route von Ginnheim zum NWZ ist wegen einer Baustelle in Heddernheim etwas abenteuerlich. Sie führt von der Rosa-Luxemburg-Straße direkt zum Nordwestzentrum, aber nicht hinein, sondern nach einer Ehrenrunde um das NWZ durch die Konstantinstraße zur Römerstadt und weiter wie der 60er zum NWZ.

    Die Gegenrichtung erfolgt nach einer Fast-Umrundung des NWZ wieder durch die Konstantinstraße zur Römerstadt und dann zweimal nach rechts wieder zur Rosa-Luxemburg-Straße nach Ginnheim mit Endhaltestelle vor der Station vom 64er. Somit wird die Römerstadt in beiden Richtingen an der gleichen Haltestelle vom SEV angefahren, und die Beschilderung muss stimmen.


    In Ginnheim wurde der betroffene Wagen 871 wieder aufgegleist. Die Linien 16 und 39 fahren wieder nach gewohntem Plan.


    Grüße ins Forum

    Helmut

    You'll Never Ride Alone.

  • Ich schätze die Ansagen und Anzeigen sind ein Resultat der neuen Leitstelle und der neuen Techniken dort, die zentral die Busansagen und -anzeigen steuern können.

    ich hatte mir das ganze am Freitag angesehen gehabt. Da stellte sich die Situation so dar, dass diverse Busse der ICB ohne Zielbeschilderung und / oder Ansagen unterwegs waren, als ich dann in einem der Winzenhöhler Busse Einstieg war ich positiv überrascht, dass dort sowohl Ziele, als auch Ansagen versorgt waren. Ich sprach daraufhin einen der Busfahrer an. Die Bordrechner haben keine Verbindung zur VGF, sondern man beauftragt eine Private Firma für die SEVs (Ziele / Ansagen). Das wurde dann in diesem Fall wohl trotz der Kurzen Zeit gemacht. Finde ich Top dass ein Privater Unternehmer einen solchen Service bietet.

  • ich hatte mir das ganze am Freitag angesehen gehabt. Da stellte sich die Situation so dar, dass diverse Busse der ICB ohne Zielbeschilderung und / oder Ansagen unterwegs waren, als ich dann in einem der Winzenhöhler Busse Einstieg war ich positiv überrascht, dass dort sowohl Ziele, als auch Ansagen versorgt waren. Ich sprach daraufhin einen der Busfahrer an. Die Bordrechner haben keine Verbindung zur VGF, sondern man beauftragt eine Private Firma für die SEVs (Ziele / Ansagen). Das wurde dann in diesem Fall wohl trotz der Kurzen Zeit gemacht. Finde ich Top dass ein Privater Unternehmer einen solchen Service bietet.

    Stark. Dann ist es komplett das Gegenteil meiner Vermutung ^^ Danke fürs Nachfragen und hier Einstellen :thumbup:

  • Bis 22. Juni: Streckensperrung in Ginnheim verlängert


    Die Sperrung, die zunächst am morgigen Mittwoch, 10. Juni, enden sollte, wurde nun bis Montag, 22. Juni, 03.00 Uhr (Betriebsbeginn) verlängert...

    10.02.01-10.02.21: 20 Jahre U4 zur Messe und Bockenheimer Warte ;)
    11.04.15-11.04.21: Sechster Jahrestag U5-Wagen auf Linie U4 8)
    Seit 09.10.16: Endlich fährt der U5-Wagen auf allen Strecken (U1-U9) :thumbsup:

  • Hallo.

    Während die VGF in ihren aktuellen Betriebsmeldungen weiterhin meldet, dass an diesem Wochenende die Reparaturarbeiten in Ginnheim beendet werden, meldet der RMV in ihren aktuellen Verkehrsmeldungen, dass die Arbeiten nunmehr bis Montag, den 6. Juli 2020, Betriebsbeginn, verlängert werden.


    Grüße ins Forum
    Helmut

    You'll Never Ride Alone.

  • U-Bahn-Station "Ginnheim": Wiederinbetriebnahme im Juli

    Am 6. Juli fahren U1 und U9 wieder nach Plan - Nächtliche Arbeiten nötig.


    Die Arbeiten an der Oberleitung zwischen den Stationen „Römerstadt“ und „Ginnheim“ dauern noch bis Anfang Juli. Die Linien U1 und U9 werden voraussichtlich von 6. Juli 2020, ca. 3 Uhr, an wieder ihren normalen Linienweg bis zur Station „Ginnheim“ befahren. Der Abschnitt zwischen „Römerstadt“ und „Ginnheim“ war nach einem Unfall am 27. Mai, bei dem eine U1 auf einen Prellbock aufgefahren war, gesperrt. Insbesondere die Oberleitung und Oberleitungsmasten wurden beschädigt. Seit 27. Mai fahren Busse auf dem Abschnitt zwischen Nordwestzentrum und Ginnheim. Die Straßenbahnlinie 16 verkehrt nach Plan.

    Nächtliche Arbeiten

    Um den Zeitplan einzuhalten, sind allerdings Nachtarbeiten nötig. Von Montag bis Freitag, 22. bis 26. Juni, sowie nochmals vom 29. Juni bis 3. Juli, jeweils in der Zeit von 22 bis 5 Uhr, wird nachts gearbeitet. In den Nächten der Wochenenden finden keine Arbeiten statt, allerdings ist Sonntag, 28. Juni, von 8 bis 22 Uhr ebenfalls für Arbeiten eingeplant. Die VGF bittet um Verständnis, wenn die Baustelle nicht geräuscharm bleibt. Anwohner werden durch Flugblätter informiert.


    Bei der aufwendigen Reparatur der Oberleitung verbaut die VGF unter anderem 1.600 Meter neuen Fahrdraht und 3.200 Meter neues Tragseil. Fünf Fahrleitungsmaste werden neu gesetzt, 30 Mastfüße werden saniert. Diverse andere Teile der Oberleitung müssen ebenfalls ersetzt oder erneuert werden.

    Gruß Tommy

  • Wird es auch Anpassungen an der Leit- und Sicherungstechnik geben um solche Unfälle künftig zu vermeiden?

    Was willst Du denn da anpassen? Solange Du keine "LZB" hast, die die Bremskurve permanent überwacht, kannst Du die Auffahrt auf den Prellbock nicht vermeiden. Denn jedwede sonstige Geschwindigkeitsprüfung ist ein rein singuläres Ereignis. Selbst wenn Du (Beispiel) 10 Meter vor dem Prellbock auf 10 km/h prüfst, heißt das nicht, daß das Fahrzeug ab Meter 9,99 nicht doch wieder beschleunigt.

    Außer, Du möchtest den Zug in die Station reinschleichen und deutlich vor dem Prellbock halten lassen (Fahrzeitverlängerung, Bahnsteiglänge, weitere Wege für die Fahrgäste...)

  • Was willst Du denn da anpassen? Solange Du keine "LZB" hast, die die Bremskurve permanent überwacht, kannst Du die Auffahrt auf den Prellbock nicht vermeiden. Denn jedwede sonstige Geschwindigkeitsprüfung ist ein rein singuläres Ereignis. Selbst wenn Du (Beispiel) 10 Meter vor dem Prellbock auf 10 km/h prüfst, heißt das nicht, daß das Fahrzeug ab Meter 9,99 nicht doch wieder beschleunigt.

    Außer, Du möchtest den Zug in die Station reinschleichen und deutlich vor dem Prellbock halten lassen (Fahrzeitverlängerung, Bahnsteiglänge, weitere Wege für die Fahrgäste...)


    Mir ist die funktionsweise einer punktförmigen Zugbeeinflussung durchaus bekannt. Würde man im Fall Ginnheim allerdings im Bereich der Bahnsteigmitte eine >Geschwindigkeit einfügen, die unter der Geschwindigkeit der letzten beiden Auffahrten liegt< "V-Prüfung" haben, dann hätte man zumindest eine deutliche Risikominimierung.


    Gleiches gibt es bei der "großen Bahn" ja ebenfalls, nur ist es dort mit 500 Hz Magneten realisiert...

  • Die Frage ist, wie das funktionieren soll. Es sei denn, man macht kurz hintereinander zwei V-Prüfungen (z.B. Bahnsteiganfang 20, Bahnsteigmitte 10). Schlussendlich wird sich die VGF schon was einfallen lassen müssen. Es ist ja nicht das erste mal, dass so etwas dort passiert.

    Bye Bye Frankfurt, Gaziantep ich komme

  • Es ist ja nicht das erste mal, dass so etwas dort passiert.

    Die Frage „warum schon wieder Ginnheim“ sollte definitv gestellt werden. In Hausen, Enkheim, Preungesheim, Gonzenheim ist sowas m.W. noch nicht passiert, in Ginnheim eben das zweite Mal. (Und bei Ginnheim denke ich auch immer wieder an das Schicksal des 010, der ja gegenüber in der Wendeanlage der Straßenbahn vor, was, 25 Jahren?, ebenfalls an den Mast gesetzt wurde, aber ich will jetzt nicht alle WA aufzählen, vor allem, weil man bei Unfällen dort vielleicht weniger mitkriegen würde und das einen Bias mit sich bringt.)


    Andererseits ist "2:0:0:0:0" jetzt auch nicht extrem weit von Statistischer Fluktuation entfernt. Eventuell würde eine 40er-V-Prüfung am Bahnsteigsanfang helfen, besser wäre eine Art 'wachsam'-Taste wie bei der PZB der echten Bahn. Oder der Aufwand lohnt sich für Ginnheim nicht mehr weil hoffentlich bald umgebaut, und für das Gesamtsystem weil ja die komplette Sicherung AFAIR vor der Ablösung steht.

  • Die Frage „warum schon wieder Ginnheim“ sollte definitv gestellt werden. In Hausen, Enkheim, Preungesheim, Gonzenheim ist sowas m.W. noch nicht passiert, in Ginnheim eben das zweite Mal. (Und bei Ginnheim denke ich auch immer wieder an das Schicksal des 010, der ja gegenüber in der Wendeanlage der Straßenbahn vor, was, 25 Jahren?, ebenfalls an den Mast gesetzt wurde, aber ich will jetzt nicht alle WA aufzählen, vor allem, weil man bei Unfällen dort vielleicht weniger mitkriegen würde und das einen Bias mit sich bringt.)


    Andererseits ist "2:0:0:0:0" jetzt auch nicht extrem weit von Statistischer Fluktuation entfernt. Eventuell würde eine 40er-V-Prüfung am Bahnsteigsanfang helfen, besser wäre eine Art 'wachsam'-Taste wie bei der PZB der echten Bahn. Oder der Aufwand lohnt sich für Ginnheim nicht mehr weil hoffentlich bald umgebaut, und für das Gesamtsystem weil ja die komplette Sicherung AFAIR vor der Ablösung steht.

    Es war das dritte mal ;) U2-Wagen, U4-Wagen, U5-Wagen ;)

    Bye Bye Frankfurt, Gaziantep ich komme