RMV und NVV schreiben Kinzigtalbahn aus

  • Kurze Eckdaten:


    • Ausgeschrieben wird der Betrieb des HE 5 Frankfurt - Bebra, des RE 50 Frankfurt - Bebra und der RB 51 Frankfurt - Wächtersbach (- Bad Soden Salmünster) mit ca. 3,2 Millionen Zugkilometer/Jahr.
    • Zeitraum: 15 Jahre von Dezember 2025 bis Dezember 2040.
    • Es werden Neufahrzeuge gefordert. Entgegen der Ausschreibung des RE 30, weist das "Prüfergebnis Rollmaterial" nur noch zwei statt drei namhafte Hersteller aus. Ausgewiesen werden vier Kapazitätsklassen, im Bereich zwischen 420 und 1080 Sitzplätzen.
    • Der HE 5 beschränkt sich auf zwei morgendliche Frühfahrten nur in Fahrtrichtung Bebra - Frankfurt und lässt die Halte des RE 50 in Neuhof, Steinau (Straße), Wächtersbach, Gelnhausen und Langenselbold aus.

    Viele Grüße

    Krabe98

    2 Mal editiert, zuletzt von Krabe98 ()

  • Der HE 5 beschränkt sich auf zwei morgendliche Frühfahrten nur in Fahrtrichtung Bebra - Frankfurt und lässt die Halte des RE 50 in Wächtersbach, Gelnhausen und Langenselbold aus.

    Das heißt, der fährt nur 2 x am Tag und wird noch nicht in einem Takt verkehren, wie es im Nahverkehrsplan für später vorgesehen ist? Wahrscheinlich wird das auch ein Bisschen eng, noch eine Linie auf das Nadelöhr zu stopfen.


    Geplant ist jedenfalls, dass die Linien RE 50 und RB 51 in einem 30-Min.-Takt verkehren und die Linie HE 5 soll glaube ich gegen 2030 in einem 60-Min.-Takt verkehren. Setzt wahrscheinlich voraus, dass bis dahin der viergleisige Ausbau von Gelnhausen bis Selbold abgeschlossen ist.

    Liebe Grüße


    André Hergert

  • die Linie HE 5 soll glaube ich gegen 2030 in einem 60-Min.-Takt verkehren.

    Wie passt das damit zusammen, dass die aktuelle Ausschreibung bis 2040 läuft?


    Ich bin außerdem enttäuscht, dass der HE5 (noch?) nicht bis Göttingen fährt, wie ursprünglich geplant.

  • 2030 halte ich für sehr optimistisch. Generell scheint mir, dass „2030“ in allem, was mit Fahrplankonzepten zu tun hat, die Abkürzung für „sobald die Infrastruktur fertig ist“ ist. Der für den HE5 kritische Teil dürfte da nicht nur Gelnhausen-Langenselbold, sondern auch Flieden-Fulda sein und somit die Neubaustrecke voraussetzen.


    Wenn dann von etwa 2030 bis 2036 Langenselbold-Hanau ausgebaut wird, werden auf dem Abschnitt auch nicht dauerhaft drei Gleise verfügbar sein - nächster Engpass.


    Spannend wird es dann gegen Ende der 30er Jahre - angenommen, ABS und NBS sind 2036 (oder meinetwegen 2038) fertig, wäre es schade, wenn man die zusätzliche Kapazität 2-4 Jahre lang nicht nutzen könnte. Da wird man dann kreative vertragliche Lösungen suchen müssen - aber wer weiß, welche Änderungen am Wettbewerbsrecht es bis dahin geben wird.

  • Mir scheint da ein Trend sichtbar zu werden? In den letzten Jahren wurden nette Ideen aus der Politik lanciert. Dann kamen die Ausschreibungen auf den entsprechenden Strecken, und darin war dann jeweils gar nichts mehr davon zu sehen. Im Kinzigtal werden ja anscheinend auch die heute (testweise?) verkehrenden schnelleren Zusatzzüge wieder gestrichen.

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