Netzplan Frankfurt 2015

  • Ein guter Plan sollte auch versuchen, die Raumkonstruktionen (Vorstellung bzw. Wahrnehmung) der Nutzer abzubilden.

    Echt? Aber wie denn?. Wenn ich mich in einer fremden Stadt über meine nächste Verbindung orientieren will, habe ich in der Regel keine Vorstellung. Was weiß ich denn, wo in Mannheim der Neckar fließt? Oder wie es sich Bonn rechtsrheinisch verhält. Und wofür ist das wichtig? Ich muss doch nur wissen, in welche Bahn ich einsteigen muss und wieviele Stationen später ich aussteigen muss. Welches Wissen der Nutzer will denn der Grafiker voraussetzen?

  • Es ist hilfreich, wenn solche markanten Dinge dargestellt oder Nähe zu anderen Stationen in Plänen grob passt.


    Will ich mich aber in einer fremden Stadt nach B bewegen und finde aber von meinem jetzigen Punkt A aus nur Wege mit umsteigen, kann ja neben B auch C sein, welches mit der Tram statt U-Bahn von meinem Punkt A gut zu erreichen ist. Liegt nun ein Fluss zwischen B und C oder sie sind in dem Plan weit auseinander, kann es mir helfen, dass ich vielleicht doch lieber zu B fahre. Weil meist sind in den Plänen fußläufige Punkte B und C nicht miteinander verbunden und haben meist andere Namen. (Frankfurt Willy-Brandt-Platz und Taunusanlage etwa 700 m.)


    Sobald ich aber eine genaue Vorstellung habe, wohin ich möchte, ist es natürlich i.d.R. egal.

  • Ich habe von Städten die ich besuche schon ein grobes Wissen in welcher
    Himmelsichtung vom Stadtzentrum aus die Stadtteile liegen.
    Entsprechend suche ich dann auch in den passenden Bereichen im Plan.


    Hier mal ein Netzplan der die kartenüblichen Himmelsrichtungen ignoriert:


    http://upload.wikimedia.org/wi…%B5%D1%81%D1%81%D1%8B.gif


    Rechts ist Norden, links Süden, oben Westen und unten Osten.
    Außerdem ist der linke Endpunkt von der Linienachse 1/6/7/8 in fußläufiger Entfernung
    zu dem Endpunkt der Linien 2/3/12 und 20/22/30.

    In god (an invention by mankind) we trust - on earth we don't


    Sincerly yours, NSA
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  • Echt? Aber wie denn?. Wenn ich mich in einer fremden Stadt über meine nächste Verbindung orientieren will, habe ich in der Regel keine Vorstellung. Was weiß ich denn, wo in Mannheim der Neckar fließt? Oder wie es sich Bonn rechtsrheinisch verhält. Und wofür ist das wichtig? Ich muss doch nur wissen, in welche Bahn ich einsteigen muss und wieviele Stationen später ich aussteigen muss. Welches Wissen der Nutzer will denn der Grafiker voraussetzen?


    Orientierung selbst dann, wenn ich völlig fremd bin


    In dem Moment, in dem ich in einer völlig fremden Stadt ankomme, hilft das noch nichts. Wenn ich aber als Touri schon ein paar Stunden oder ein paar Tage da bin, dann sind schon Vorstellungen von diesem Stadtraum entstanden. In Berlin wären zum Beispiel die Spree und der Tiergarten für die Orientierung auf dem Plan hilfreich. Wenn man das gut macht, wird dadurch auch die Museumsinsel deutlich. Und schon können Leute damit viel mehr anfangen. Im Falle Berlins wirkt das schon vor dem ersten Besuch, weil die meisten mit diesen Orten schon vorher von diesen Orten gehört haben. Und weil sie auch an diese Orte wollen. Und in Berlin wäre etwas sehr ungewöhnliches sinnvoll: Nämlich mit dem Kudamm auch eine Straße einzeichenen, die eine total wichtige Achse ist, die schnurgerade verläuft, wichtige "Anziehungspunkte" hat, aber bei der nicht eine Bahn-Linie durchgängig drunter entlang läuft, sondern die durch diverse Linien berührt/geschnitten wird.


    Schnell entstehende Raumkonstruktionen


    Unsere Raumkonstruktionen entstehen unterbewusst und wahnsinnig schnell. Achsen spielen eine wichtige Rolle. Solche "Achsen" wie Flüsse und Straßen werden in unserem Hirn meist begradigt und in rechtwinklige Raster gelegt. Wenn man herausfindet, welche Achsen die meisten Einheimischen im Geiste parallelisieren oder rechtwinklig anordnen, dann hilft es dies im Plan so darzustellen. Und ich spreche jetzt nicht für ein simples 90°-Raster für Liniennetzpläne, das der Zeichner abstrakt am Rechner zeichnet, sondern ich möchte damit ein Beispiel für Raumkonstruktionen geben. Wichtig wäre, die Raumwahrnehmung der Menschen vorher herauszufinden und sich daran zu orientieren.


    Hilfreich auch für Einheimische


    Liniennetzpläne werden auch von Einheimischen genutzt. Man kennt seine persönlichen Hauptstrecken und Linien. Nehmen wir an, jemand fährt täglich mit der U2 von Ober-Eschbach zur Arbeit im Polizeipräsidium. Der weiß auch, dass die Linie weiter zur Hauptwache fährt. Ab und zu fährt er auch weiter dorthin, um auf der Zeil einkaufen zu gehen. Nun will er mal in den Zoo und weiß nur, dass der in der Innenstadt östlich der Hauptwache liegt. Er weiß aber nicht genau, wie die Linien laufen und schon gar nicht, welche er nehmen müsste. So hat der Liniennetzplan auch für Einheimische einen praktischen Nutzen.

    "Phantasie ist wichtiger als wie wo Wissen!"


    (Etwas frei nach Albert Einstein)

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  • Bad Soden ist ein herrliches Beispiel dafür, wie man es nicht machen sollte:


    Da ist jetzt jemand schon zwei Mal mit der S-Bahn nach Soden gefahren. Der wird garantiert diese extreme Kurve von Sulzbach Nord nach Bad Soden wahrnehmen. Der kriegt wahrscheinlich auch mit, dass nach Bad Soden eine zweite Strecke reinkommt, die woanders herkommt. Es entsteht ein Bild von zwei Linien. Eine geht aus Soden gerade heraus und die andere geht in die gleiche Richtung raus und biegt dann in einer engen Kurve ab und verläuft senkrecht zu der anderen Linie weiter. Das ist das Bild im Kopf. Und dann schaut der in der S-Bahn auf den Schnellbahnplan, der das auch halbwegs so wiedergibt.


    Und das nächste Mal, als er in einer U-Bahn steht und jemand anderem zeigen möchte, wie dieser nach Bad Soden kommt, findet er Bad Soden viel schwerer auf dem Plan, weil der Frankfurter Liniennetzplan (S/U/Tram) die Regionalbahn nach Höchst ganz weglässt und die Kurve völlig falsch darstellt. Weil der Plan hier die Vorstellung vom Raum krass missachtet und zudem zu einem anderen Plan des gleichen Raumes und des gleichen Verkehrsverbundes im Widerspruch steht.

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  • Zitat

    Bad Soden ist ein herrliches Beispiel dafür, wie man es nicht machen sollte:


    Da ist jetzt jemand schon zwei Mal mit der S-Bahn nach Soden gefahren. Der wird garantiert diese extreme Kurve von Sulzbach Nord nach Bad Soden wahrnehmen. Der kriegt wahrscheinlich auch mit, dass nach Bad Soden eine zweite Strecke reinkommt, die woanders herkommt. Es entsteht ein Bild von zwei Linien. Eine geht aus Soden gerade heraus und die andere geht in die gleiche Richtung raus und biegt dann in einer engen Kurve ab und verläuft senkrecht zu der anderen Linie weiter. Das ist das Bild im Kopf. Und dann schaut der in der S-Bahn auf den Schnellbahnplan, der das auch halbwegs so wiedergibt.


    Und das nächste Mal, als er in einer U-Bahn steht und jemand anderem zeigen möchte, wie dieser nach Bad Soden kommt, findet er Bad Soden viel schwerer auf dem Plan, weil der Frankfurter Liniennetzplan (S/U/Tram) die Regionalbahn nach Höchst ganz weglässt und die Kurve völlig falsch darstellt. Weil der Plan hier die Vorstellung vom Raum krass missachtet und zudem zu einem anderen Plan des gleichen Raumes und des gleichen Verkehrsverbundes im Widerspruch steht.


    Ge-nau. Dieser jemand findet auch Louisa nicht, weil weder die Brücke noch der Abzweig gen Forsthaus eingezeichnet sind. Ach so, du meinst, der weiß einfach, dass dort kein Nahverkehr fährt?
    Niederrad findet man dann auch nicht (wieder ein Abzweig nach Forsthaus). Und, oh mein Gott: niemand wird jemals Langen auf dem Schnellbahnplan finden, weil die Unterführung unter der Fernbahn nicht eingezeichnet ist.


    Auf der U5 hat sich auch noch nie jemand zurechtgefunden, weil die beiden 90-Grad-kurven nicht eingezeichnet sind, geschweige denn der Abzweig zu A-Strecke und BB Eckenheim.


    Oh und wie ist das mit der Strecke vom Ratsweg zum Johanna-Tesch-Platz? Kreuzung Adalbert-/Schlossstraße? Schwalbacher Straße/Galluswarte?


    Merkste selber, oder?


    Jemand, der nicht sehr ortskundig ist, wird sehen, wo es nach Rödelheim geht, und dann... da weiter... nee, das ist Kronberg, ah, hier: Bad Soden. Gefunden.

  • @ baeuchle:


    Wie schade, dass du als Politiker mich hier entweder missverstehen und veralbern willst oder aber blind für eine sinnvolle Veränderung bist. Dass du einem konstruktiven Beitrag mit so viel Hohn begegnest.


    Mit der gleichen Haltung kann man sich auch gegen DFI's aussprechen. Denn meistens sind die Bahnen ja pünktlich. Und wenn nicht, wird man es ja wohl merken. Und eine kurze Verspätung wird wohl auszuhalten sein. Und außergewöhnliche Verspätungen und Störungen (sooo selten) kann man ja auch per Lautsprecher durchsagen ...


    Man kann auch jemanden qualitativ hochwertig in einen neuen Job einarbeiten. Oder ihm sagen: "Sieh' zu, wie du klar kommst." Wenn derjenige für den Job geeignet ist, wird er wohl auch so klarkommen. Aber ist das sinnvoll?


    Sollten wir es uns nicht möglichst angenehm und einfach machen?


    Und die Wahrnehmung spielt nun einmal eine extrem große Rolle. Wenn Leute nicht mit der Bahn fahren, weil sie sich unsicher FÜHLEN, dann hilft uns als Gesellschaft eine Statistik, die extrem niedrige Verbrechensquoten in Verkehrsmitteln in der Realität nachweist, gar nichts. Da muss dann nicht die reale Sicherheit erhöht werden, sondern die gefühlte Sicherheit. Es kommt dann also auf die Wahrnehmung an.


    Und es gibt immerhin Verkehrsunternehmen und -Verbünde, die Geld dafür ausgeben, solche Wahrnehmungen herauszufinden, um sich zu verbessern. Zum Beispiel DB, RMV und viele andere mit der Studie "Wie sicher fühlen sich Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr?". Oder die DB mit ihrem Zuglabor. Usw.

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  • Hallo multi,


    tl;dr: Dein hypothetisches Szenario, dass jemand Kurve und andere Strecke in Bad Soden wahrnimmt und ihn das am Erkennen Bad Sodens auf dem Plan hindert, entbehrt für mich jeder Grundlage jenseits Brechstangenargumentationen.


    [sinnvolle Veränderung]…[konstruktiven Beitrag]


    Ich denke, in dieser Bewertung liegt unser Dissenz. Ich halte deine Beiträge für ein "ich will aber meckern und konstruiere mir einen Fall, der zwar total unwahrscheinlich ist, aber meinen Punkt unterstützt".


    Ich habe dir nicht mit Hohn geantwortet, sondern mit anderen Beispielen, an denen du die gleichen "Fehler", die du dir einbildest, auch akzeptierst.


    Warum schreibe ich von einbilden und in Anführungszeichen? Ganz einfach:


    Du siehst den Plan aus der Perspektive von jemandem, der sich erstens lokal hier und zweitens mit der Materie auskennt. Du weißt, dass die Gleise dort eine eigenständige Strecke sind und dass da auch Nahverkehr fährt. Wenn ich in anderen Städten bin, finde ich es auch meistens interessant, was da noch drumherum passiert. Habe ich aber kein GPS zur Hand (also, sagen wir, entweder das ganze ist vor drei Jahren oder ich habe keinen Fix im Zug), fällt es mir sehr schwer, zu sehen, ob hier eine andere Strecke kommt, was das für eine Strecke ist, oder ob hier einfach nur ein Anschlussgleis an die Strecke herankommt.


    Ich gucke dann meistens nach (naja, wenn der Weg zu weit ist, habe ich das dann unterwegs auch wieder vergessen, aber Bad Soden ist ja Endstation), und beschäftige mich aber an genau dem Punkt so intensiv mit der Materie, dass ich weiß, wo die S4 fährt, dass ich weiß, dass die andere Strecke eine Regionalbahn ist, dass ich weiß, an welcher Stelle des Netzes ich mich befinde.


    Ich erwarte von einem schematischen Plan ein Schema. Ich erwarte von einem schematischen Plan, dass er mir nicht alles zeigt, was es in der Welt gibt, sondern eine Vereinfachung der Welt. In diesem Fall besteht die Vereinfachung u.a. daraus, dass nur bestimmte Linien dargestellt sind. Inwiefern diese Auswahl sinnvoll ist, ist eine andere Frage, und das habe ich weiter oben auch schon kritisiert (Stichwort: Warum ist es wichtig, dass RB 12 und RB 13 keine S-Bahnen sind?). Diese Vereinfachung aber ist der ganze Punkt von diesem Plan.


    Bad Soden ist kein spezieller Fall. Sowohl die "falsche" Himmelsrichtung als auch die fehlenden Anschlüsse gibt es in dem Plan zu hauf, zu recht. Darauf hatte ich dich hinzuweisen versucht.


    Der Plan ist übrigens für Frankfurt gedacht; die S-Bahnen außerhalb nachrichtlich. Ob jemand, der nach Bad Soden fährt, jemals auf die Idee kommen würde, diesen Plan zur Hand zu nehmen, wo doch kein Fahrzeug, das den Weg bestreitet, diesen Plan haben wird, wage ich ebenfalls zu bezweifeln.

  • Hier muss ich baeuchle in Schutz nehmen, indem ich einen anderen Plan (schon etwas älter) als Vergleich einbringe: den Berliner U-Bahn Plan der BVG von 1983.
    Dieser Plan war sehr nahe am tatsächlichem Streckenverlauf. Nachdem die S-Bahn übernommen wurde, bemühte man sich, diese auch so gut es ging in den entsprechenden Plan einzubauen.
    Aber Ringbahn, Wannseebahn, Dresdener oder gar die Siemensbahn etc. suchte und sucht man heute noch zum Teil vergeblich. Im gleichen Jahr verschwanden die im Westen stillgelegten U-Bahn Strecken. Trotzdem fand man das Schlesische Tor ohne Probleme. ;)

    Einmal editiert, zuletzt von bahner73 ()

  • Ich halte deine Beiträge für ein "ich will aber meckern und konstruiere mir einen Fall, der zwar total unwahrscheinlich ist, aber meinen Punkt unterstützt".


    Ich habe dir nicht mit Hohn geantwortet, sondern mit anderen Beispielen, an denen du die gleichen "Fehler", die du dir einbildest, auch akzeptierst.


    Nun gut, du hast mich anscheinend in eine bestimmte Schublade gesteckt, und was immer ich auch poste, für dich ist es dann eben "ich will aber meckern". Es sei.


    BTW: Ich habe niemals behauptet, dass der Plan gänzlich unverständlich und unbrauchbar sei. Ich sehe nur gewisse Schwächen - oder wie du es formulierst: "bilde mir ein", dass er gewisse Schwächen hat. So wie du ja auch schon eine Schwäche des Planes benannt hast. Interessant, dass du wohl weißt, dass die von dir erkannte Schwäche eine Tatsache, die von mir erkannte dagegen "Einbildung" ist ...
    Und ich sehe viel mehr kleine Schwächen, als ich hier gepostet habe. Wenn ich die nicht alle aufschreibe, heißt das nicht, dass ich sie akzeptiere, sondern nur, dass ich mich kurz gehalten und beispielhaft argumentiert habe anstatt allumfassend.


    Zu den Beispielen: Ob die wirklich alle problematisch sind, müsste man genau genommen mal ordentlich herausfinden. Eine saubere Untersuchung mit gescheitem Untersuchungsdesign und statistisch auswertbarem Panel, ggf. ergänzt durch qualitative Befragungen, wäre der einzige Weg, wirklich Sicherheit über die Wahrnehmung und Benutzerfreundlichkeit des Plans zu bekommen. Zugegeben: Das gilt auch für das von mir kritisierte Beispiel Bad Soden. Hier stört mich der "Fehler" nur besonders, weil hier - anders als an der Adalberstraße und anderen Stellen - genug Platz auf dem Plan ist, um es "korrekter" darzustellen.

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  • Zur Lesbarkeit würde es auch beitragen, wenn man sich nicht den Hals verrenken müsste um den in den Fahrzeugen an die Decke geklebten Plan zu lesen. :rolleyes:


    Hallo,


    ich hol den Thread nochmal hoch, da ich denke, dass man über diesen Punkt doch mal nachdenken sollte. Ich war vor kurzem in Stockholm. Dort hat man in der Tunnelbana die Netzpläne auf transparente Klebefolien aufgedruckt und auf einen Teil der Glasscheiben, die die Türbereiche von den angrenzenden Sitzplätzen trennen, aufgeklebt. Fairerweise muss man aber zugeben, dass der dort genutzte Plan lediglich 3 Farben für die 7 Linien verwendet.


    Viele Grüße,
    Christoph

  • Das hatten wir hier auch mal in den R- und S-Wagen, aber wenn es draußen dunkel wurde, konnte man den Plan nicht mehr entziffern. Und in den S- und U-Bahnen hängen die Pläne auch seit eh und je an der Decke. Wo sollte man diese großen und komplexen Pläne auch sonst anbringen?

  • Das hatten wir hier auch mal in den R- und S-Wagen, aber wenn es draußen dunkel wurde, konnte man den Plan nicht mehr entziffern. Und in den S- und U-Bahnen hängen die Pläne auch seit eh und je an der Decke. Wo sollte man diese großen und komplexen Pläne auch sonst anbringen?


    Der Plan wird ja auch in sehr kleinen Versionen abgedruckt. Z.B. im Fahrplanbuch oder auf der Rückseite des Gesamtlinienplans usw.


    Es geht also auch deutlich kleiner. Wie groß der Plan sein muss, hängt doch ganz stark davon ab, wie nah man an den Plan herankommt. Den im Fahrplanbuch kann ich mir direkt vor die Nase halten.


    Bei unseren S-Bahnen ist die Decke sehr hoch. Da muss der Plan schon groß sein. Bei der U-Bahn ist man ja schon näher dran. Bei der Berliner U-Bahn ist man bei den Kleinprofilfahrzeugen so nah an der Decke, dass man dort sehr kleine Pläne hinklebt. Wenn man den Plan an die Trennscheiben kleben würde, dann könnte der viel kleiner sein, weil man dann viel näher an ihn herankäme. On das die bessere Lösung wäre, sei dahingestellt. Und um der Lesbarkeit willen sollten die Pläne dann in der Tat nicht transparent sein, was für die Optik des Innenraums natürlich nicht so schön wäre.


    BTW: Waren die transparenten Pläne im R-Wagen wirklich an Zwischenscheiben? Meiner Erinnerung nach waren sie an die Innenseiten der Fenster geklebt.

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  • Da fällt mir spontan der Regionalverkehr ein. Hier gibt es ja auch Pläne, und zwar die Landkarten von Bundesland Hessen (oder wer auch immer den Zug betreibt?), mit Linien für Regionalstrecken und S-Bahnen.
    In den alten Doppelstocksteuerwagen findet man diese Pläne auf Sitzhöhe neben dem WC, in den 612ern sind mir schon Karten in den Vitrinen bei den Türen gesehen. Hier hängt zwar oft auch Werbung für Jahreskarten, aber eben in jedem Zug auch ein Plan.
    Daher kommt mir die Idee, die Netzpläne in den U-Bahnen in die Vitrinen zu hängen. Dort hängt aktuell ja auch Werbung von "schwanger, verzweifelt" oder "unfassbar Pin im Portemonnaie".
    Das ist perfekt auf Kopfhöhe und fällt mir auf jeder Fahrt auf, da wäre ein Plan doch genau richtig.

    Ein Taktfahrplan für alle, alle für einen Taktfahrplan.

  • Das hatten wir hier auch mal in den R- und S-Wagen, aber wenn es draußen dunkel wurde, konnte man den Plan nicht mehr entziffern. Und in den S- und U-Bahnen hängen die Pläne auch seit eh und je an der Decke. Wo sollte man diese großen und komplexen Pläne auch sonst anbringen?


    Nein es ging dem Schreiber nicht um die Außenscheiben. Dort ist es wirklich Problematisch.


    Es ging um reine Innenwände, die transparent sind. Also die Trennwände an den Türbereichen.
    Auf den Plänen müsste in dem Fall der Hintergrund sehr milchig sein. Wenn man sie zweiseitig bedruckt, ist es auch mit weißen Hintergrund machbar, ohne dass es auf der Rückseite schäbig aussieht.

    Einmal editiert, zuletzt von Umlaufnummer ()

  • Wie ich gestern erstmals gesehen habe, wurden in den Stadtbahnen an der Decke die RMV-Schnellbahnpläne durch den traffiQ-Netzplan ersetzt, diesen gab es bisher nur in den Straßenbahnen.


    Ich finde dass ist eine gute Verbesserung für die Fahrgäste in den Stadtbahnen.


    Wer sich jetzt fragt, welchen Plan ich meine, dem sei dieser Link empfohlen: http://traffiq.de/fm/20/Liniennetzplan_Frankfurt_2015.pdf

    10.02.01-10.02.22: 21 Jahre U4 zur Messe und Bockenheimer Warte ;)
    11.04.15-11.04.22: Siebter Jahrestag U5-Wagen auf Linie U4 8)
    Seit 09.10.16: Endlich fährt der U5-Wagen auf allen Strecken (U1-U9) :thumbsup:

  • Wie ich gestern erstmals gesehen habe, wurden in den Stadtbahnen an der Decke die RMV-Schnellbahnpläne durch den traffiQ-Netzplan ersetzt, diesen gab es bisher nur in den Straßenbahnen.
    Ich finde dass ist eine gute Verbesserung für die Fahrgäste in den Stadtbahnen.

    Au contraire :)
    Ich find den ja schon immer ganz furchtbar unübersichtlich und stelle mir das noch schlimmer vor, wenn man über Kopf etwas sucht.
    U- und S-Bahnen sind für mich gedanklich eine Einheit, wenn ich mich schnell in der Stadt bewegen möchte und als gemeinsames "Schnellbahnnetz" immer Verkehrsmittel meiner Wahl.
    Straßenbahnen gehören für mich von der "Rangfolge" funktional als Zubringer von S- und U-Bahn eher zu den Bussen. (Ausnahmen im Detail gibt es da natürlich immer. Der Bus 32 spielt im U-Bahn-Netz imho auch eine größere Rolle als die Tram 14 ;) ) Und aus Komfortsicht auch. Ich meide Straßenbahnen und Busse eigentlich wo ich kann. Kurze Strecken mit diesen Verkehrsmitteln kann man meist ersatzweise auch laufen und längere sind oft unfassbar unkomfortabel.


    Aber wahrscheinlich ist das alles auch einfach eine Frage der Gewohnheit. Und ich verstehe natürlich, dass die Stadt Frankfurt gerne alle Stadtteile auf ihren Plänen abgebildet und angeschlossen sehen möchte. Von Unterliederbach mal abgesehen. Und Harheim und Nieder-Erlenbach. Und Bergen. Und Seckbach. Aber naja, sonst... ;)

  • U- und S-Bahnen sind für mich gedanklich eine Einheit, wenn ich mich schnell in der Stadt bewegen möchte und als gemeinsames "Schnellbahnnetz" immer Verkehrsmittel meiner Wahl.


    Das könnte natürlich auch daran liegen, dass in U- und S-Bahnen bislang genau die gleichen Pläne hingen, die genau diese Einheit nahelegen.
    Oder umgekehrt gesagt: Die Verwendung der traffiQ-Netzpläne dürfte ja genau mit der Absicht geschehen sein, die Straßenbahn stärker ins Bewusstsein zu rufen.


    Unabhängig davon stimme ich Dir bei der Präferenz der Verkehrsmittel zu.