Ausschreibung über die Lieferung von 14 Straßenbahnen (Typ ST15)

  • Die Adtranz GT6N in Berlin und München fand ich bisher vollkommen in Ordnung vom fahrverhalten.


    Gerade gestern ist mir in Mainz eine GT6NZR aufgefallen, die in den Kurvenenden arg schwankt (wie der Frankfurter R-Wagen. Ob das an der Meterspur liegt?


    Die Gt6M neigen zudem zum Schlingern auf geraden Strecken. Am Hauptbahnhof mussten außerdem die Gleise angepasst werden, nachdem GT6M öfters aufgesetzt haben.

  • Bei DSO steht was dazu: Zum Jahreswechsel solle die Entscheidung zur Auftragsvergabe bekannt gegeben werden, im Rennen seien Bombardier, Skoda und Stadler. Eine Quelle, woher diese Infos stammen, gibt der Autor allerdings nicht an.

  • Zitat

    II.3)Vertragslaufzeit bzw. Beginn und Ende der Auftragsausführung

    Beginn 16.1.2017 Abschluss 31.12.2019

    Das sind 3 Jahre, nicht ein wenig viele bei den ÖVM. kein Wunder das die Preise nicht mehr stimmen wenn dann angefangen wurde,

  • Ich kenne Skoda-Kisten in Bratislava und finde sie als Fahrgast vom Fahrverhalten, insbesondere auf den noch "typisch osteuropäischen" Gleisabschnitten als sehr angenehm. Aber das sagt halt weder was zur Verarbeitungsqualität, zur Wartungsfreundlichkeit noch zur Infrastrukturabnutzung aus.

    Ich kenne sie aus Prag. Bei den 14T ("Porsche-Tram") stellte sich als riesiges Problem heraus: die Fahrwerkskonstruktion war für das äußerst kurvige Prager Netz ungeeignet, die Wagen waren Schienenfresser und mußten doppelt so oft zum Radtausch wie die Tatras mit ihren Drehgestellen. Außerdem drang im Winter Flugschnee in die Gelenkportale ein, schmolz dort und ließ die Aufhängungen und Rahmen wegrosten. Die Kunststoff-Außenbeplankung löste sich nach wenigen Einsatzjahren, weil sie die Kurven-Kräfte nicht vertrug. Prag war massiv unzufrieden mit diesen Fahrzeugen, wollte sie eigentlich loswerden, fand allerdings offenbar keinen Käufer, so daß man sie inzwischen sanierte und nun wohl zumindest einen Teil der 59 noch vorhandenen 14T (einer schied nach schwerem Unfall vor einigen Jahren an der Kotlářka) wieder fahren läßt.


    15T: da sind inzwischen alle 250 Exemplare da (diese Riesenbestellung hatte der Magistrat gegen den fachlichen Rat des Verkehrsbetriebes als reines Politikum durchgehämmert, der Betrieb hätte lieber weitere T3 zu T3R.PLF umgebaut und damit einen Nf-Anteil in möglichst vielen Fahrten sichergestellt). Die haben zwar Drehgestelle, ein sehr angenehmes und weiches Fahrverhalten und sind bis auf die Rollgeräusche absolut geräuschlos, dafür sind es "rollende Computer" - und diese Computer machen den Fahrern ganz gerne mal mit Phantomstörungen oder unsinnigen Blockaden das Leben schwer (hmmm, woher kennen wir das bloß... O-Ton eines Prager Fahrers: "Nicht das Fahrzeug hat ein Problem - der Computer hat ein Problem!" Nur dumm, daß man den nicht mehr einfach übersteuern kann...).


    Hat Škoda bisher denn schon Meterspurfahrzeuge gebaut...? Ich weiß es nicht; aber eine gewisse Erfahrung mit Meterspurfahrzeugen wäre sicher von Vorteil, wenn man welche bauen und verkaufen will.

    Hinweis: Sofern nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet, spiegeln meine Beiträge nur meine persönliche Meinung. Diese muß nicht zwangsläufig der meines Arbeitgebers, irgendwelcher Institutionen oder von sonstwem entsprechen, sie muß auch nicht unbedingt jedem gefallen, ich lasse sie mir aber auch nicht verbieten oder madig machen und werde mich im Normalfall auch nicht dafür, daß ich eben eine eigene Sicht der Dinge habe, entschuldigen.

  • Ups, stimmt - wußte ich jetzt nicht auswendig, auf welcher Spurweite Bratislava unterwegs ist ;)

    Hinweis: Sofern nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet, spiegeln meine Beiträge nur meine persönliche Meinung. Diese muß nicht zwangsläufig der meines Arbeitgebers, irgendwelcher Institutionen oder von sonstwem entsprechen, sie muß auch nicht unbedingt jedem gefallen, ich lasse sie mir aber auch nicht verbieten oder madig machen und werde mich im Normalfall auch nicht dafür, daß ich eben eine eigene Sicht der Dinge habe, entschuldigen.

  • Auch mir sind bei meinen Fahrten in Prag, die Škodafahrzeuge (Porsche Design bin ich nicht gefahren) positiv aufgefallen.


    Computerprogramme kann man gut in den Griff bekommen. Und manchmal liegt der größte Fehler eben am Bediener!

  • Computerprogramme kann man gut in den Griff bekommen. Und manchmal liegt der größte Fehler eben am Bediener!

    Das mag in vielen Fällen für den kommerziellen Einsatz im Büro gelten - wobei auch hier die Fähigkeit oder Unfähigkeit des Programmierers, allfällige Bedienungsfehler abzufangen, eine Rolle spielt.


    Es gilt aber ganz sicher nicht bei "technischen Anwendungen". Wenn die nicht funktionieren, dann sind sie offensichtlich nicht korrekt programmiert. Ob ein Schiebetritt nun ausfährt oder nicht (um nur ein sehr gängiges Beispiel zu nennen), darauf hat lediglich der Ersteller der Software einen Einfluss - oder die Personen / Institutionen, die hierfür die Vorgaben gemacht haben.