Neues Straßenbahnkonzept für Frankfurt

  • Hallo,


    immer wenn die Rheinlandstraße nicht angefahren werden kann, dann in der Schleife Waldfriedhof Goldstein gewendet, zuletzt planmäßig war dies im Oktober 2017 der Fall. Dies geben meine Unterlagen her.


    Gruß

    HCW

    Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie den Ortsbeirat Ihres Vertrauens!

  • Die wesentliche Frage war aber: Wann wurde die Schleife Waldfriedhof zuletzt planmäßig genutzt und ich verstehe die Frage dahingehend, daß es nicht um das Wenden von verspäteteten Einzelzügen, bei blockierten Strecken, angemietete Fahrten oder geplante Bauarbeiten ging, sondern um einen veröffentlichten Linienverkehr, der z. B. mindestens eine Fahrplanperiode lang fuhr, also regelmäßig.

  • Könnten wir die Beiträge ab 329 in einen eigenen Thread zur Schleife Waldfriedhof Goldstein ausgliedern? Denn mit dem Straßenbahnkonzept hat das jetzt ja nicht mehr wirklich was zu tun.

    "Phantasie ist wichtiger als wie wo Wissen!"


    (Etwas frei nach Albert Einstein)

  • In der heutigen FNP ging es neben den sonstigen Ausbauplänen, auch in einem anderen Artikel um die neue Linie 20. Diese soll ab 2022 fahren, wenn genug T-Wagen geliefert wurden. Da bis 2022 die Wendeanlage in der Bürostadt Niederrad noch nicht fertig sein wird, wird die Linie erstmal bis Goldstein geführt. Die Schwanheimer CDU-Ortsbeirätin Ilona Klimroth setzt sich dafür ein, dass die 20 dauerhaft bis Goldstein geführt wird, um die Carl-von-Weinberg-Schule anzubinden. So könnte man sich auch den Bau der Wendeanlage sparen.

  • In der heutigen FNP ging es neben den sonstigen Ausbauplänen, auch in einem anderen Artikel um die neue Linie 20. Diese soll ab 2022 fahren, wenn genug T-Wagen geliefert wurden. Da bis 2022 die Wendeanlage in der Bürostadt Niederrad noch nicht fertig sein wird, wird die Linie erstmal bis Goldstein geführt. Die Schwanheimer CDU-Ortsbeirätin Ilona Klimroth setzt sich dafür ein, dass die 20 dauerhaft bis Goldstein geführt wird, um die Carl-von-Weinberg-Schule anzubinden. So könnte man sich auch den Bau der Wendeanlage sparen.

    Das ist doch ein guter Grund, wenn die 12 dort zu Stoßzeiten überfüllt ist. Bin selbst nie da um das zu beurteilen.

    Klingt aber vernünftig.

  • In der heutigen FNP ging es neben den sonstigen Ausbauplänen, auch in einem anderen Artikel um die neue Linie 20. Diese soll ab 2022 fahren, wenn genug T-Wagen geliefert wurden. Da bis 2022 die Wendeanlage in der Bürostadt Niederrad noch nicht fertig sein wird, wird die Linie erstmal bis Goldstein geführt. Die Schwanheimer CDU-Ortsbeirätin Ilona Klimroth setzt sich dafür ein, dass die 20 dauerhaft bis Goldstein geführt wird, um die Carl-von-Weinberg-Schule anzubinden. So könnte man sich auch den Bau der Wendeanlage sparen.

    Bei der Kostenfrage muss man unterscheiden zwischen den investiven Kosten (Wendeanlage) und den laufenden Kosten (Fahrzeugmehrbedarf bzw. Unterhaltung der Wendeanlage). Aus ökonomischen Gründen ist der Bau der Wendeanlage vorzuziehen. Verkehrlich ist die Carl-von-Weinberg-Schule zu berücksichtigen. Sie ist eine Integrierte Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe und hat mit ihrem Schwerpunkt Sport als Partnerschule des Olympiastützpunktes einen großen Einzugsbereich ihrer über 1.000 Schüler.

  • Sicherlich ist eine Toilettenanlage für regelmäßige Wenden erforderlich. Das sollte aber kein Hinderungsgrund sein, das wussten schon die Römer :).


    Der zusätzliche Zug würde auch zur verbesserten Bedienung der Bürostadt bzw. des Lyoner Viertels beitragen.


    Oder es wird gleich die ganz große Wendeschleife :)gebaut - Verlängerung der "15" bis zur Bürostadt. :)

    Die Verlängerung der Linie 15 vom Haardtwaldplatz ist unabhängig von der neuen Linie 20 und wird sowieso geprüft.

    Umlaufbedingter Mehrbedarf für die Verlängerung zum Waldfriedhof: zwei Züge.

  • Für 6 Minuten mehr Fahrzeit klingt es wahnsinnig viel, eine Runde um 20 Minuten verlängern zu müssen. Liegt es am konkreten Fahrplanentwurf oder übersehe ich da irgendeine andere Subtilität?

    Der eingleisiger Abschnitt Hamburger Allee bestimmt die Fahrplanstruktur (drei Linien im 10-Minuten-Takt am Knotenpunkt Varrentrappstraße). Bitte nicht die Rahmenbedingungen vergessen (wie beispielsweise die "Anrechenbare Wendezeit").

  • Zitat von baeuchle
    Für 6 Minuten mehr Fahrzeit klingt es wahnsinnig viel, eine Runde um 20 Minuten verlängern zu müssen.

    Da es vom Waldfriedhof bis nach Schwanheim auch nur 5 Minuten sind, würde eine "Runde Bürostadt - Schwanheim und zurück" auch nur 16 Minuten ausmachen. Da stellt sich die Frage, ob man dann nicht gleich bis Schwanheim durchfährt und auch nur 2 Züge mehr braucht. Und man könnte sich das Toilettenhaus am Waldfriedhof sparen. :)

  • Vergütet werden der VGF die gefahrenen Fahrplankilometer, Waldfriedhof > Rheinlandstraße > Waldfriedhof sind zusammen 3,6 km mach ca. 45 € pro Kurs. Die VGF wird also nicht nach Zahl der eingesetzten Fahrzeuge bezahlt, sondern für deren planmäßige Fahrleistung (Fahrplanwagenkilometer); für den Erlös ist es egal, ob 100 Fkm durch ein oder zwei Fahrzeuge erbracht werden, nicht aber für die Kosten.

  • Der eingleisiger Abschnitt Hamburger Allee bestimmt die Fahrplanstruktur (drei Linien im 10-Minuten-Takt am Knotenpunkt Varrentrappstraße). Bitte nicht die Rahmenbedingungen vergessen (wie beispielsweise die "Anrechenbare Wendezeit").

    Daraus ergibt sich aber auch für mich keine logische Schlüssigkeit. Das läßt sich mit einer simplen Rechnung belegen:

    Es gibt insgesamt jeweils 10 Kombinationsmöglichkeiten:


    Ankunft sei jeweils eine Minute "0" an der Bürostadt. Die konkrete Minute spielt keine Rolle, weil es alles symmetrisch verschoben werden kann. Die Rückfahrten seien jeweils zu einer dazu verschobenen Minute "1", "2", ... "10".


    Nun lassen sich diese 10 Kombinationen auch jeweils mit einer Mindestwendezeit von 1 bis 10 Minuten (oder auch gerne mehr) kombinieren. Für alle diese Fälle läßt sich nun der Mehrbedarf für Weiterfahrten zum Waldfriedhof ausrechnen:


    Bei Mindestwendezeit "1 Minute" (unrealistisch, aber als Einstieg in die Tabelle mit aufgeführt)


    Ankunft
    Büro
    Direkte Rückfahrt
    ab Büro
    Ankunft
    Waldfriedhof
    Abfahrt
    Waldfriedhof
    (Abfahrt
    Büro)
    Mehrbedarf
    00 01 03 08 11 1
    00 02 03 09 12 1
    00 03 03 10 13 1
    00 04 03 11 14 1
    00 05 03 12 15 1
    00 06 03 13 16 1
    00 07 03 04 07 0
    00 08 03 05 08 0
    00 09 03 06 09 0
    00 10 03 07 10 0


    Wie die Tabelle lesen?

    Bei einer Wendezeit von einer Minute könnte ein um "0" ankommendes Fahrzeug frühestens um "1" zurückfahren, aber auch um "2", ... "10". Würde das gleiche Fahrzeug an den Waldfriedhof weiterfahren, würde es dort um "3" ankommen und könnte dort, um die Abfahrtsminute "1" (bzw. 10-min-Takt verschoben um "11") an der Bürostadt zu erreichen, um "8" wieder abfahren. Und weil es damit erst um "11" zurück ist, gegenüber der direkten Wende auf "01", ist ein Zusatzkurs erforderlich.


    Spalte 1=Ankunftsminute an der Bürostadt (ist immer die logische Ankunftsminute "0")

    Spalte 2=Abfahrtsminute an der Bürostadt bei Wende dort

    Spalte 3=Ankunftsminute bei Weiterfahrt bis zum Waldfriedhof (ist immer die logische Ankunftsminute "3", weil drei Minuten Fahrzeit)

    Spalte 4=Abfahrtsminute bei Wende dort und

    Spalte 5=wann der am Waldfriedhof gewendete Zug wiederum an der Bürostadt ankäme.

    In der Spalte 6 steht der Mehrbedarf der Langwende gegenüber der Kurzwende.


    Wie man aus der Tabelle entnehmen kann, beträgt in sechs von zehn Fällen der Mehrbedarf ein Fahrzeug, in vier Fällen ist der Fahrzeugbedarf gleich.


    Diese Tabelle läßt sich beliebig fortsetzen mit Wendezeiten von 2, 3, ... Minuten. Das einzige, was passiert ist das Durchrotieren der 0/1-Mehrbedarfe um jeweils eine Zeile. Das Darstellen dieser Tabellen spare ich mir.


    Als zweites Beispiel käme nun eine Tabelle mit einer Mindestwendezeit von 10 Minuten.


    Ankunft
    Büro
    Direkte Rückfahrt
    ab Büro
    Ankunft
    Waldfriedhof
    Abfahrt
    Waldfriedhof
    (Abfahrt
    Büro)
    Mehrbedarf
    00 11 03 18 21 1
    00 12 03 19 22 1
    00 13 03 20 23 1
    00 14 03 21 24 1
    00 15 03 22 25 1
    00 16 03 13 16 0
    00 17 03 14 17 0
    00 18 03 15 18 0
    00 19 03 16 19 0
    00 10 03 17 20 1


    Auch hier zeigt sich: Es bleibt beim Mehrbedarf von einem Fahrzeug in sechs von zehn Fällen. Ein Mehraufwand von zwei Fahrzeugen ist in keinem Fall erkennbar.


    Wendezeiten oberhalb 10 Minuten müssen nicht betrachtet werden, weil sich auch hier alles nur symmetrisch verschiebt, d. h. bei elf Minuten wird sowohl an der Bürostadt als auch am Waldfriedhof ein Fahrzeug mehr benötigt, damit gleicht sich das in Summe aus.


    Das gleiche Spiel läßt sich auch treiben, wenn die Fahrzeit zwischen Bürostadt und Waldfriedhof nicht mehr drei, sondern vier (also in Summe acht) Minuten beträgt. Auch dort beträgt der Mehrbedarf immer nur ein Fahrzeug, dann aber in acht von zehn Fällen.


    Verlängern wir die Fahrzeit auf 5 Minuten (also in Summe 10), beträgt der Fahrzeugmehrbedarf immer ein Fahrzeug.


    Erst bei einer Fahrzeit von 6 Minuten (in Summe 12) würde ein zweites Fahrzeug benötigt. Dann wäre aber bitte glaubhaft nachzuweisen, warum auf einmal die Fahrzeit von der Bürostadt zum Waldfriedhof drei Minuten je Richtung länger als heute dauern würde. Zudem - wie schon erwähnt - am Waldfriedhof die Schleife existiert und damit gegenüber einem Gleiswechsel kein Führerstand gewechselt werden muß und damit in Bezug auf die Wende- und Pausenzeit günstigere Voraussetzungen bestehen.


    Daher würde mich in der Tat interessieren, aus welcher Rechnung das zweite Fahrzeug stammt.

  • Wirklich nur eine Minute mehr?


    Das klingt nach deutlich mehr Stress für den Fahrer.

    was meinst du? Ich meine: von der Halteposition ins Wendegleis: 1 Minute Fahrzeit. Dann Wende- und Pausenzeit. Dann eine Minute von Wendegleis zur Abfahrtsposition.


    Demgegenüber: Fahrt von der Halteposition in die Schleife vor der Pause + Fahrt von der Schleife zur Abfahrtsposition nach der Pause: geschätzte eine Minute gesamt.

  • Ich meine die Wendezeit X des Fahrers in der stehenden Bahn. Diese Zeit müsste im Vergleich zur Schleife auch mitgerechnet werden.


    Fahrtzeiten Nach Deiner Rechnung plus mein gemeintes X:

    Schleife 1 Minute

    Stumpfgleis 1+X+1 Minute


    Also kostet die Wende im Stumpfgleis 1+X Minuten mehr Zeit. Und das X dürfte deutlich größer 1 liegen.

    Vollkommen Großartiges Forum

    Einmal editiert, zuletzt von SoundofN1 ()