• Jörg L : Der 15-min-Takt auf der Linie 17 vor wenigen Jahren ist aber nicht als Beispiel geeignet, da er auch zur HVZ galt. Ich meine eine Taktabstufung HVZ - NVZ - SVZ.

  • Hallo,


    beispielhaft hier zwei Fahrpläne der planmäßigen V-Züge aus den Jahren 1984 und 1987. In der Regel wurden nach meiner Erinnerung L+l - Züge auf diesen Kursen eingesetzt.


    Übrigens den erwähnten (planmäßigen) V-Zug zur Schleife Waldfriedhof/Goldstein gab es noch bis einschließlich Winterfahrplan 1982/83. Es war Kurs 5 von Eckenheim. Die Besonderheit war, dass dieser Kurs mittags zum Schülertransport bis Waldfriedhof fuhr und dann knapp drei Stunden dort stehen blieb, um sich dann in der nachmittäglichen HVZ wieder einzusetzen. Das dürfte dann der letzte planmäßige (außer vorübergehender baustellen- oder unfallbedingter Umleitungen) Straßenbahnverkehr in der Schleife Waldfriedhof gewesen sein.


    Fahrplan Winter 1984




    Fahrplan Sommer 1987




    Gruß
    Matthias

    Hier ist Walter, wer ruft?


  • Sind die von der Gartenstraße aus kommend nach links in die Schweizer Str. Richtung Theaterplatz gefahren?

    Ich war zwar lange nicht mehr hier, aber ich lebe noch und grüße alle, die mich noch kennen!

  • Ich kann mich noch sehr gut an die Linie 16V erinnern, so Ende der 70er Jahre bis Anfang der 80er Jahre:
    Festhalle/ Messe - Hbf - Altstatdtstrecke - Dominikanerplatz (heute: Börbnerplatz) - Rechneigrabenstraße - Lokalbahnhof - Stadtgrenze. Die wurden meistens mit K-Wagen mit 2 k-Beiwagen gefahren. Ich glaube ganz zum Schluß mit L/ l-Wagen.


    So ziemlich "die (historisch zeitlich) letzte" V-Linie war die 11V:
    Zoo - Fechenheim.


    Ich habe mich gerde heute abend wieder geärgert, daß die 11 in den Sommerferien NICHT zu einem 7/8min.-Takt verdichtet wird.
    Das ist auch in den Ferien auf der Hanauer Landstraße viel zu wenig.
    An Sitzplatz ist ab/ bis Riederhöfe überhaupt nicht zu denken, und Stehplätze gibt es auch nur mit Gruppenkuscheln. Selbst der 7/8er-Takt ist nicht besonders ausreichend. Ein 5-Minuten-Takt im Berufsverkehr wäre schon besser. Wenn man die S-Wagen wenigstens in Doppeltraktion fahren könnte auf der 11. Dafür müssten aber die Stationen auf der Hanauer Ldstr./ Mainzer Ldstr./ Altstadt ausgebaut und die ganzen Schaltungen angepasst werden. Und der S-Wagen-Bestand dürfte dann auch nicht mehr ausreichen und man müsste Fahrzeuge nachbestellen.

    Capri-Sonne heisst jetzt "Capri Sun". :( Sonst ändert sich nix. Der "alte" Name muss wieder her ! ;(

  • Zitat

    Ich kann mich noch sehr gut an die Linie 16V erinnern, so Ende der 70er Jahre bis Anfang der 80er Jahre


    Ich kann mich auch noch an eine 16V in den 90er Jahren erinnern, die zum Westbahnhof fuhr.


    Und um 2000 gab es als Verstärker der "11" eine "10" zwischen der Innenstadt und Höchst.

  • Hallo.


    Interessant waren auch die V-Züge am bzw. zum Wäldchestag. Dort wurde früher ja so ziemlich alles fahren lassen, was nicht auf Linie unterwegs war.
    Ich meine damit nicht das Lieschen, sondern die Züge, die über Niederrad zum Oberforsthaus fuhren, und meist als "Bembel"-Linie beschildert waren.


    Grüße ins Forum
    Helmut

    You'll Never Ride Alone.

  • Hallo Freunde,


    ich kann mich sogar dran erinnern, daß es zum FSV-Spiel am Bornheimer Hang einen V-Zug aus Bornheim gab. All das bevor die U7 gebaut wurde, muß auch 70iger Jahre gewesen sein. Auch für die Dippemess gab es V-Züge.


    Gruß
    HCW

    Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie den Ortsbeirat Ihres Vertrauens!

  • Zitat

    Original von K-Wagen
    Die spätere Linie 5 (sog. Neckermannbahn) wurde als Linie V in der HVZ eingeführt.
    Stimmt es eigentlich, dass es dem Umstand zu verdanken ist, dass später als Liniennummer 5 gewählt wurde, da V römisch 5 bedeutet?


    Was heißt hier später? Das ist "Kuddelmuddel", wie der Norddeutsche sagen würde...


    Die 5 wurde nicht als V eingeführt, denn "V" gab es 1952 noch überhaupt nicht (höchstens V-Züge auf der Taunusbahn ;) ). Wenn überhaupt, dann wurde sie allenfalls als "E" eingeführt, denn anfangs verkehrten nur einige E-Züge auf Teilen der Strecke, weil der Rest noch nicht fertig war (Fertigstellung Wittelsbacher Allee - Ostpark am 28.08.52, Berger Straße - Wittelsbacher am 17. November). Das kann man aber eigentlich trotzdem nicht so sagen, denn die E-Züge fuhren erstens in diesen 3 Monaten nur vereinzelt, zweitens fuhren sie zwangsläufig andere Wege.


    Außerdem wurde die 5 erst später zur "Neckermannbahn", nachdem sich Neckermann im Herbst 1960 in der Hanauer neu etabliert hatte, in den Fünfzigern saßen die noch am Ostbahnhof. Erst seit März 1960 fuhr die 5 über die Dieselstraße hinaus, wo sie bis dahin geendet hatte. Ein Vierteljahr später, Ende Januar 1961, wurde dann die Schleife Hugo-Junkers-Straße fertig. Erst von da an konnte man die Linie tatsächlich als "Neckermannbahn" bezeichnen, vorher hatten die "Neckermänner" keinen Nutzen von ihr. Es gab ja noch andere Industrie- und Gewerbebetriebe in der Hanauer, deren Mitarbeiter auch zur Arbeit kommen wollten.


    Die Linie 5 war früher jahrzehntelang eine Linie, die Sachsenhausen mit dem Westend verband. Zuletzt fuhr sie Riedhof - Eschersheim, wurde aber 1951 durch die 8 verdrängt, welche wiederum ihrerseits an der Rat-Beil-Straße von der 11 abgelöst wurde. Dadurch wurde die Liniennummer 5 vakant.


    Nachdem die neue Strecke Saalburgallee fertig gestellt war, wurde also am 17.11.1952 eine neue Linie eingerichtet, welche dann die freie Ziffer 5 bekam. Folglich gab es auch keinen Vorgänger, weder unter anderer Nummer, noch als "E". Erst recht nicht als V...


    1974 bekam sie dann die frei gewordene 25 (--> seit 1971 A2), damit die 5 den Stadtbahnlinien zur Verfügung stünde, obwohl die erst 1978 wieder belegt wurde. Ebenfalls 1978 wurde sie dann gänzlich der Liniennummer beraubt und 8 Jahre lang als "V" bezeichnet (wahrscheinlich, weil sie inzwischen nur noch als Verstärkerlinie in der HVZ verkehrte, was übrigens anfangs nicht der Fall war, da verkehrte sie lediglich sonntags nicht....). Sinnigerweise bekam sie die Nummer (25) 1986 wieder zurück, bis sie schließlich 1992 eingestellt wurde.


    Es wurde somit nicht aus der V die 5, sondern umgekehrt, mit dem Umweg über die 25. Und ich denke auch nicht, dass man das V bewusst gewählt hat, weil es römisch 5 bedeutet, obwohl ich das für mich auch immer gerne so interpretiert habe. Das dürfte aber eher Zufall sein.

  • Charly, danke für den Geschichtsunterricht ;)


    Zitat

    nachdem sich Neckermann im Herbst 1960 in der Hanauer neu etabliert hatte, in den Fünfzigern saßen die noch am Ostbahnhof.


    Jep, im heutigen Fernmeldeamt.


    Ich hatte mich natürlich nur auf die Linie 5 bezogen, die zur Hugo Junkers Straße fuhr.
    Ich meine halt das mal so gehört zu haben. Entsprang aber wohl eher meiner Phantasie da V und 5 halt so gut passt.

    Stimmt es dann wenigstens, dass diese Linie auf Wunsch von Neckermann und auch mit Geld von Neckermann eingerichtet wurde?

  • Zitat

    Original von K-Wagen
    Ich hatte mich natürlich nur auf die Linie 5 bezogen, die zur Hugo Junkers Straße fuhr.


    Ei ja, von der rede ich doch...


    Zitat

    Entsprang aber wohl eher meiner Phantasie da V und 5 halt so gut passt.


    Wie gesagt, ich interpretier(t)e das genau so. Aber da ist eher der Wunsch der Vater des Gedankens. ;)


    Hintergrund war wohl eher, sie den übrigen V-Linien zuzuordnen. Dass wir damit daneben liegen, kann man leicht ableiten: Man nehme an, die Linie hätte vorher die Nummer 24 getragen. Dann hätte man sie um dieselbe Analogie herzustellen mit "XXlV" bezeichnen müssen... :D


    Zitat

    Stimmt es dann wenigstens, dass diese Linie auf Wunsch von Neckermann und auch mit Geld von Neckermann eingerichtet wurde?


    Nein. - Deshalb habe ich das oben so ausführlich beschrieben, eben damit man sieht, dass die Linie bis 1960 sehr gut ohne Neckermann existieren konnte und auch vor dem Umzug schon dort raus fuhr. Warum sollte Neckermann dann dafür bezahlen, wenn sie vorher von ihr nichts hatten und sie (nachher) ohnehin schon längst da war?


    Denkbar wäre höchstens, dass N. Geld zum Bau der Schleife H.J.S dazugegeben hätte, damit sie die Haltestelle vor die Tür bekommen. Wenn dem so wäre, müsste das aber ein Deal mit der Stadt unter-der-Hand gewesen sein. Ich kann mich nicht erinnern, dass so etwas in der Presse gestanden hätte. Über Bau und Inbetriebnahme der Schleife wurde berichtet, aber über sowas nicht...

  • Zitat

    Ei ja, von der rede ich doch...


    Hast aber dankenswerter Weise einen Exkurs in das vorige Leben der Linie 5 unternommen B)


    Zitat

    Wie gesagt, ich interpretier(t)e das genau so. Aber da ist eher der Wunsch der Vater des Gedankens.


    Stimmt eigentlich. Eher hätte dem 60iger eine römische Ziffer zugestanden ;)


    Zitat

    Wenn dem so wäre, müsste das aber ein Deal mit der Stadt unter-der-Hand gewesen sein.


    Wie lange sind solche Akten gleich noch unter Verschluss? ;) ;) ;)

  • Zitat

    Original von K-Wagen
    Wie lange sind solche Akten gleich noch unter Verschluss? ;) ;) ;)


    So lange, bis einem neuen Baudezernenten das Treiben seines Vorgängers suspekt vorkommt und er glaubt, er müsse das unbedingt publik machen :tongue:

  • Zitat

    Original von BO61462
    Ich erinner mich noch an die 11V Zoo - Hbf (?).


    Die Linie 11V fuhr vom Zoo bis zur Hugo-Junkers-Straße. Sie wurde meist mit L-Zügen gefahren.

    25 Jahre Durchmesserlinie 11 Höchst/Zuckschwerdtstraße - Hauptbahnhof - Fechenheim/Schießhüttenstraße ab dem Sommerfahrplan 1991. -- Zehn Jahre Verkehrskreisel am Höchster Dalbergplatz 2007 - 2017 an der Königsteiner Straße. -- Bahnhof Frankfurt-Höchst seit 2016 barrierefrei mit fünf Aufzügen für neun Gleise : zweitgrößter Bahnhof in Frankfurt vor dem Südbahnhof.

  • Zitat

    Original von Charly
    Hintergrund war wohl eher, sie den übrigen V-Linien zuzuordnen.


    Meine Vermutung war richtig. Habe heute die Argumentation des FVV gefunden, mit der 1978 das "neue Linienkonzept" präsentiert wurde. Da heißt es sinngemäß:


    "Es gibt nur noch 13 Straßenbahnlinien (10 bis 22), die bis auf eine Ausnahme (20) tagsüber im 10-Minutentakt verkehren."


    Die 25 wurde also nach dieser Logik nicht mehr als Linie angesehen, da sie weder mitgerechnet noch erwähnt wurde.


    Weil sie a ) nicht (mehr) den ganzen Tag durchgehend verkehrte und b ) nicht im 10-Minutentakt,


    passte sie offenbar nicht in dieses Konzept und wurde zur V-Linie degradiert. Warum man das dann wieder rückgängig machte, mögen die Götter des FVV wissen, darüber habe ich nichts gefunden.