Europaviertel: U5-Verlängerung

  • Hier mal ein Auszug von "europaviertel-portal.de" :


    Gute Anbindung, zentrale Lage
    Nur 2 Minuten Gehweg von Ihrem neuen Zuhause fährt die Buslinie 52. Von hier sind Sie in 15 Minuten an der Hauptwache.
    Geplant sind U-Bahn-Stationen und eine neue Straßenbahnlinie auf dem Europaboulevard. Zentral gelegen - mitten in Europa


    Linie 52 ? Eine neue Strassenbahnlinie ?? Und U-Bahn ....


    ... die - ich habe mich wirklich kaputt-gesucht - es leider nicht mehr finden können, bereits 2013 (!!) laut einer Immobilien-Verkaufsanzeige im Europapark fertiggestellt sein soll.


    Alles nur ein Marketing-Trick ??

    Es kann nur besser werden ... im nächsten Leben

  • Der letzte Abschnitt der Europa-Allee könnte durchaus 2013 fertig werden, und dann ist durchaus denkbar, dass eine Buslinie dorthin verlängert wird - allerdings denke ich da eher an die "46". Aber immerhin gibt es bereits jetzt in Mainz eine Straßenbahnlinie 52 :D

  • Zitat

    Original von Büssing
    Nur 2 Minuten Gehweg von Ihrem neuen Zuhause fährt die Buslinie 52. Von hier sind Sie in 15 Minuten an der Hauptwache.


    Na, ist doch korrekt!? Vom Tel-Aviv-Platz zur Haltestelle Schneidhainer Straße der Linie 52 schafft man es doch im Dauerlauf in 2 Minuten! Dort ziehen nämlich nur lauter kleine Armin Harry's ein :D

  • Es gibt sicher einige ÖPNV-Anbindungs-Vorschläge für das besagte Europaviertel. Die Buslinie 46 ist da sicher die preiswerteste ÖPNV-Anbindung. U-Bahn, pardon korrekt "Stadtbahn" , ist die teuerste Anbindung bei unterirdischer Linienführung. Die Straßenbahn-Variante ist mir die liebste ÖPNV-Lösung, die Linie 17 könnte dann mittels eines Abzweigs zum Europaviertel fahren. Die Linien-Nummer 17 sollte zum Rebstockbad beibehalten werden, eine noch zu benennende Linie fährt dann zum Europaviertel.

    25 Jahre Durchmesserlinie 11 Höchst/Zuckschwerdtstraße - Hauptbahnhof - Fechenheim/Schießhüttenstraße ab dem Sommerfahrplan 1991. -- Zehn Jahre Verkehrskreisel am Höchster Dalbergplatz 2007 - 2017 an der Königsteiner Straße. -- Bahnhof Frankfurt-Höchst seit 2016 barrierefrei mit fünf Aufzügen für neun Gleise : zweitgrößter Bahnhof in Frankfurt vor dem Südbahnhof. -- Dezember 2018 : der neue Busbahnhof am Bahnhof Höchst geht in Betrieb.

  • Manchmal scheinen knappe Kassen doch der Vernunft zuträglich zu sein. In einem anderen Thread zum Thema "Europaviertel-Stadtbahn" hatte ich schon einmal eine oberirdische Stadtbahnlösung für das westliche Europaviertel als meinen Favoriten genannt. Die damals vom Frankfurter Magistrat vorgetragenen Einwände wie "Beeinträchtigung des Europagartens" oder "niedrigere Geschwindigkeit durch Bahnübergänge" halte ich für vorgeschoben, schließlich geht es anderswo (Riedberg, Riederwald) auch problemlos oberirdisch. Ein Tunnel wäre an dieser Stelle mit eher mittlerer Wohnbebauung nichts als ein teures Prestigeprojekt und langfristig vermutlich die unrentabelste Tunnelstrecke im ganzen Frankfurter Stadtbahnnetz.


    Eine Ring-17 hört sich ganz interessant an, böte aber genau wie der 46er Bus keine Direktverbindung in die Innenstadt.


    Als Ende der 90er Jahre der S-Bahn Hp "Messe" eröffnet wurde, führte der südliche Ausgang auf die öffentliche Straße "Am Dammgraben"; mit Erweiterung des Messegeländes ist er nicht mehr öffentlich nutzbar. Wie wäre es mit einem Durchgang ri. Europaallee (neben dem Meininger-Hotel), dann hätte zumindest der mittlere Europaboulevard eine vernünftige Schnellbahnanbindung. Der derzeitige Zugang zum Hp "Messe" vom Europaviertel aus ist durch die vielen Treppen alles andere als attraktiv.

  • Zitat

    Original von 0815-Lokführer
    Manchmal scheinen knappe Kassen doch der Vernunft zuträglich zu sein. In einem anderen Thread zum Thema "Europaviertel-Stadtbahn" hatte ich schon einmal eine oberirdische Stadtbahnlösung für das westliche Europaviertel als meinen Favoriten genannt.


    Zustimmung - will man auch in Zukunft einen bezahlbaren aber trotzdem leistungsfähigen SPNV in Frankfurt, muss man sich zwangsläufig von U-Bahn und Straßenbahn a la München verabschieden. Die einzige Lösung ist meiner Meinung nach beide Systeme Richtung Stadtbahn zu entwickeln. D. h. für das Hochflurnetz unvollständige Tunnelstrecken möglichst schnell an die Oberfläche führen und dann oberirdisch weiter bis zur (endgültigen) Endstation - dass man Hochbahnsteige auch städtebaulich verträglich errichten kann, dürfte ja mittlerweile bekannt sein. Das Niederflurnetz sollte wo es möglich und sinnvoll ist mit 60m NF-Bahnsteigen ausgestattet werden, damit man auch hier durch den Einsatz von Doppeltraktionen einen stadtbahnähnlichen Service anbieten kann.
    Die jüngsten Rückschläge zeigen deutlich, dass wenn man die Maximallösung will, bestenfalls Verzögerungen durch Neuplanung die Folge sind, schlechtestenfalls das gesamte Projekt scheitert.

    Die U5 bleibt Stadtbahn! Jetzt fehlt noch die Stadtbahnstrecke zwischen Ginnheim und Bockenheimer Warte...
    http://www.ginnheimer-kurve.de
    -Ja zur Stadtbahn!-

  • Oder um es anders zu Formulieren:
    Nicht nach München schielen sondern sich eher an Köln orientieren.
    Dort gibt es auch nur eine Stadtbahn und keine U-Bahn, und mit 2 unterschiedlichen Bahnsteighöhen.

    in "jungen Jahren" mal Straßenbahnfahrer in Frankfurt gewesen. Heimweh und Erinnerungen treiben mich hier her.:(

  • .... und jeder der dort schon mal vom Hbf nach Süden wollte und durch den ehlenden Citytunnel gejuckelt ist (und dabei feststellten musste dass laufen schneller gewesen wäre), der wünscht sich, dass irgendwann endlich mal die unterirdische Nord-Süd-Bahn fährt. Davon abgesehen, dass das Kölner System den Nachteil hat, dass 2-Fach-Traktionen das höchste der Gefühle sind. Ich empfehle hier mal eine Fahrt mit der 16 in der Rushhour oder auch mal auf nen Samstag ;)
    Insofern würde ich mir an Köln eher ungern ein Beispiel nehmen.

  • Eigentlich schade, dass erst knappe Kassen Vernunft einkehren lassen und man erkennt, dass im Europaviertel nicht zwingend ein U-Bahn Tunnel erforderlich ist um das Viertel mit einer attraktiven Stadtbahn zu erschließen.
    Ich hätte es eher begrüßt, dass die Verantwortlichen schon früher, ohne (Finanz)Not zu der Erkenntnis gelangt wären, dass im Europaviertel auch eine oberirdische Streckenführung der Stadtbahn (U5) vertretbar ist, dafür aber an anderen (Schwach)stellen des Stadtbahnsystems endlich die ursprünglich einmal geplanten Tunnel gebaut werden sollten, mit dem Geld was für den Europaviertel Tunnel eingespart worden wäre. Ich denke da an die Eschersheimer und / oder die Eckenheimer.

  • Schauen wir mal, ich denke jedoch das es hier nie eine U-Bahn geben wird, auch keine neue Strassenbahn. Die Agenturen werben damit und die Stadt wird es solange hinauszögern bis es der letzte vergessen hat. Bei den Preisen dort, dürften sich ja die pot. ÖPNV-Nutzer doch stark in Grenzen halten, behaupte ich jetzt einfach mal.


    Völlig richtig, man könnte die S-Bahn Station Messe nutzen. Was will man mehr, für alle Beteiligten das Beste und mit relativ wenigen Kosten könnte man diese wenig genutzte Station flott machen. Könnte der 46er hier nicht eine Ehrenrunde drehen zur Messe und dann seinen Linienweg fortsetzen, oder wäre dies übertrieben ? Wie dem auch sei, eine vernünftige Lösung gibt es mit Sicherheit mit einen bereits bestehenden selten genutzten S-Bahn Halt, warum dann eine teure U-Bahn bauen ?

    Es kann nur besser werden ... im nächsten Leben

  • Zitat

    Original von Büssing
    [...]Wie dem auch sei, eine vernünftige Lösung gibt es mit Sicherheit mit einen bereits bestehenden selten genutzten S-Bahn Halt, warum dann eine teure U-Bahn bauen ?


    Als selten genutzt würde ich den S-Bahn-Halt Messe nicht bezeichnen. Selbst wenn keine Messe stattfindet, so ist der Halt aufgrund der in Nähe der Messe angesiedelten Unternehmen und Hotels doch relativ gut frequentiert. Die Nutzung ist aus meiner Sicht in etwa mit dem Halt in Eschborn-Süd vergleichbar, wo ebenfalls nur zu Beginn und am Ende der typischen Büroarbeitszeiten etwas los ist.

    Gruß, 420 281-8
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    Einmal editiert, zuletzt von 420 281-8 ()

  • Gut, das möchte ich nicht bestreiten, aber ausserhalb dieser Zeiten ist dort eher überhaupt nichts los, ist jedoch - wenn wir uns das Thema anschauen - auch nicht ausschlaggebend.


    Fakt ist, das es in relativer Nähe einen S-Bahn Anschluss gibt, warum nicht nutzen, in dem man diesen mit dem Europagarten per Buslinie, z.B. die auch so gut wie überhaupt nicht genutzte 46, verbindet.


    Eine andere Alternative wäre der 50er über Messe/Europagarten und dann weiter, wie gewohnt, bis Bock. Warte.

    Es kann nur besser werden ... im nächsten Leben

  • Zitat

    Original von Büssing Bei den Preisen dort, dürften sich ja die pot. ÖPNV-Nutzer doch stark in Grenzen halten, behaupte ich jetzt einfach mal.


    Glaube ich weniger. Erstens wird das Europaviertel sozial relativ durchmischt sein. Sicher gibt es hochpreisigen Wohnraum, aber auch sozialen Wohnungsbau ("Helenenhöfe") und die neuen Wohnblöcke an der Idsteiner Str. sind meiner Beobachtung nach eher von Mittelschichtfamilien als von Yuppies bewohnt. Zweitens ist gerade bei jüngeren, gut ausgebildeten Gutverdienern die Akzeptanz des ÖPNV höher als bei vielen Geringverdienern, für die das Auto immer noch ein Statussymbol darstellt. Einfach mal drauf achten, welche Leute im Gallus und den westlichen Stadtteilen hinter dem Steuer der dicken BMW sitzen...


    Zitat


    Könnte der 46er hier nicht eine Ehrenrunde drehen zur Messe und dann seinen Linienweg fortsetzen, oder wäre dies übertrieben ?


    Das wäre gar nicht nötig, wenn man vom (derzeit im Messegelände endenden) Südausgang der Station einen Durchgang zur Europaallee schaffen würde. Eine Schleifenfahrt macht den ohnehin nicht gerade schnellen Bus noch langsamer und unattraktiver. Ich denke da mit Grauen an die Schleifenfahrt des 60ers an der Heerstraße.


    Zitat


    Wie dem auch sei, eine vernünftige Lösung gibt es mit Sicherheit mit einen bereits bestehenden selten genutzten S-Bahn Halt, warum dann eine teure U-Bahn bauen ?


    Eine teure Tunnelstrecke muss es nicht sein, aber eine umsteigefreie, schnelle Direktverbindung aus allen Teilen des Europaviertels richtung HBF und Innenstadt finde ich schon wünschenswert. Die S-Bahn bindet eben nur den mittleren Teil an und ein Bus schafft unattraktive Umsteigezwänge.

  • Zitat

    Original von 0815-Lokführer
    eine umsteigefreie, schnelle Direktverbindung aus allen Teilen des Europaviertels richtung HBF und Innenstadt finde ich schon wünschenswert. Die S-Bahn bindet eben nur den mittleren Teil an und ein Bus schafft unattraktive Umsteigezwänge.


    Für das östliche Europaviertel muss man eigentlich nur endlich die paar fehlenden Meter des U-Bahn-Ausgangs am Platz der Einheit bauen, dann ist es dorthin auch ganz vernünftig angebunden, ergänzt durch die Strab-Haltestelle Güterplatz. Es fehlt halt was für den Westen. Dafür lohnt es sich wahrscheinlich nicht, Schienen durch das ganze Europaviertel zu legen. Wenn dort mehr als ein Bus kommt, dann wahrscheinlich der vorgeschlagene 17-Abzweig, oder eventuell irgendetwas von der Mainzer Landstraße aus.

    Gu-te Freun-de kann man trennen, sagt der Duden, und Fall kommt vor dem Hochmut.

  • Über das Verkehrskonzept für das Europaviertel berichtet die "Frankfurter Neue Presse" in ihrer heutigen Online-Ausgabe. In dem Artikel wird ganz klar gesagt: Wenn u. a. die U-Bahn nicht attraktiv genug ist, drängen (noch) mehr Pendler per Auto in das Viertel und machen sich in den umliegenden Wohnstraßen breit.
    http://www.fnp.de/fnp/print_rmn01.c.9316128.de.htm

    Gruß, 420 281-8
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  • In dem FNP-Artikel wird davon gesprochen, daß die U5 bis 2018 ins Europaviertel fahren wird. Ist das gesichert oder nur eine Absichtserklärung?
    Und wie sieht es am anderen Ende der U5 in Preungesheim aus? Kommt a bald die Verlängerung zum Frankfurter Berg in Gang oder wird das auch aus den unterschiedlichsten Gründen verzögert? Nachdem die Linie 18 fast fertig ist, sind doch Kapazitäten für die nächste Schienenstrecke frei, oder?
    Gruß,
    Alexander

  • Zitat

    Original von alexander
    Und wie sieht es am anderen Ende der U5 in Preungesheim aus? Kommt a bald die Verlängerung zum Frankfurter Berg in Gang oder wird das auch aus den unterschiedlichsten Gründen verzögert?


    Das hatten wir grad neulich in einem anderen Threat. Aus dem dort zitierten Nachhaltigkeitsbericht der VGF ergibt sich, dass als nächstes die Stresemannallee dran kommt und bis Dez. 2013 die U5-Nord. Aber natürlich steht alles unter dem Haushaltsvorbehalt, um mal einen der "unterschiedlichsten Gründe" zu nennen, der immer wieder für Verzögerung sorgt.

  • Zitat

    Original von V44020001
    Weiß jemand, warum in der Liste der herausragenden Vorhaben des Nachhaltigkeitsberichts (S. 52 bzw. 28) die Umrüstung der U5 auf Hochbahnsteige fehlt?


    Auf Seite 28 sehe ich nur ein ganzseitiges Foto. Bei den Projekten auf Seite 52 fehlt die Umrüstung in der Tat. Meine Vermutung von außen: Die haben es einfach vergessen aufzuschreiben. Ich halte es nicht für wahrscheinlich, dass die Umrüstung abgeblasen wird. Und auf die lange Bank schieben wollen, werden sie es auch nicht. Es wird aber wohl einen Finanzierungsvorbehalt für das Projekt geben.
    Wäre ich Mitarbeiter der VGF und für solche Projektplanungen zuständig, würde ich alles daran setzen, Verlängerung und Hochbahnsteige zum gleichen Zeitpunkt in Betrieb zu nehmen:
    "Die neue U5" mit ganz viel Brimbamborium!

    "Phantasie ist wichtiger als wie wo Wissen!"


    (Etwas frei nach Albert Einstein)

    Einmal editiert, zuletzt von multi ()