Main-Weser-Bahn (Bauthread - F-West bis Bad Vilbel)

  • Das Geschleiche wird mit dem Ende der Bauarbeiten wieder veschwinden.


    Das Geschleiche gibt es schon viel länger. Zwischen Marburg und Gießen sowie zwischen Gießen und Friedberg ist der RE flott unterwegs und irgendwo kurz vor oder nach Bad Vilbel ging schon vor über 20 Jahren das Geschleiche los.

    "Phantasie ist wichtiger als wie wo Wissen!"


    (Etwas frei nach Albert Einstein)

  • Die Male wo ich in letzter Zeit in den "Genuß" gekommen bin haben wir jedesmal ab dem Esig Vilbel die S-Bahn vor uns gehabt. Das mit dem Geschleiche (meist <80km/h) bis West ist also durchaus zutreffend - allerdings im Fahrplan auch schon berücksichtigt. Zu spät waren wir nämlich nicht...

    "Der Mensch, der so ehrbar im Einzelnen, aber so miserabel im Ganzen ist."
    Johann Wolfgang von Goethe

  • Das sollte dann ja dann entfallen. Ein zusätzlicher Halt einiger Züge wirkt aber auch auf nachfolgende Züge jeder Art nach. Falls sie dann Mal einen Güterzug treffen sollte, der deswegen "mal eben kurz" abbremsen oder Halten muß, dann steht ein Nachfolger Re eben etwas länger.


    @ K-Wagen: Was wäre an eine fallweisen RE Führung der S-Bahn schlimm? Das ist z.B. bei S1/S2/S8/S9 Gang und Gebe, teilweise sogar mit großzügig anderen Laufwegen. Ist für die Fahrgäste der entfallenden Halte doof, im Falle einer Streckensperrung aber kein Unterschied zu überhaupt nicht fahrenden Zügen, oder?

  • Condor ,- Im Prinzip hast Du ja Recht. Nur wenn sich die Möglichkeit ergibt den Schmerz ausgefallener Halte zu lindern, dann wäre es doch nicht schlecht dies zu tun.
    Wenn man die Bahnsteigkanten dann auch noch nutzt um 1-2 RE Züge in der HVZ dort halten zu lassen, dann "lohnt" sich vielleicht auch der Unterhalt.

  • Die Unterführung, an der ich die Fotos aufgenommen habe, war in der letzten Zeit lange gesperrt und seit Ende letzter Woche freigegeben. Dafür ist jetzt seit dem Wochenende die Unterührung Bockenheim (zu den Sportplätzen, zur Franckeschule und zur Sportfabrik gesperrt. Ich muss zugestehen, dass die Bahn eine gute Umleitungsführung eingerichtet hat. Da können sich so manche privaten Baustellenbetreiber eine Scheibe von abschneiden.

  • Gings nicht darum, den Fern- und Regionalverkehr ohne Entschleunigung durch Halte von S-Bahnen zu beschleunigen? Warum dann jetzt wieder einen Halt? ?(



    Naja, diese Idee geistert auch schon lange in meinem Kopf rum - als "Betroffener" für die Anbindung des Frankfurter Nordens wäre hier ein Halt wahnsinnig gut und ist eigentlich bzgl. der Innerstädischen Verbindungswirkung ähnlich wie der Südbahnhof. Die gleichen U-Bahn-Linien fahren hier und auch noch diese, die nicht an den Hauptbahnhof angebunden sind. Es käme ja auch kein Mensch auf die Idee, REs nicht mehr am Südbahnhof halten zu lassen. Da ist im Vergleich der Westbahnhof deutlich schlechter, obwohl ich die Umsteiger in Richtung S3/S4 auch sehe - das dürfte aber im ähnlichen Maße sein wie potentielle Umsteiger zur A-Strecke. Schade, dass man sich diese Verknüpfung "verbaut" hat. :pinch:

  • das dürfte aber im ähnlichen Maße sein wie potentielle Umsteiger zur A-Strecke

    Also ähnlich viele oder sogar mehr Fahrgäste als für Frankfurt (Ost) dürfte für Frankfurt (Nord) / Eschersheim schon drin sein, wenn man denn gewollt hätte. Im direkten Einzugsbereich dieses Haltes (Ortsbezirke 8-10 & 12-15) wohnen schon fast so viele Menschen wie in Marburg und Gießen zusammen...

  • Naja, diese Idee geistert auch schon lange in meinem Kopf rum - als "Betroffener" für die Anbindung des Frankfurter Nordens wäre hier ein Halt wahnsinnig gut und ist eigentlich bzgl. der Innerstädischen Verbindungswirkung ähnlich wie der Südbahnhof. Die gleichen U-Bahn-Linien fahren hier und auch noch diese, die nicht an den Hauptbahnhof angebunden sind. Es käme ja auch kein Mensch auf die Idee, REs nicht mehr am Südbahnhof halten zu lassen. Da ist im Vergleich der Westbahnhof deutlich schlechter, obwohl ich die Umsteiger in Richtung S3/S4 auch sehe - das dürfte aber im ähnlichen Maße sein wie potentielle Umsteiger zur A-Strecke. Schade, dass man sich diese Verknüpfung "verbaut" hat. :pinch:


    Auf S3, S4, S5 kann man auch am Hbf direkt umsteigen, genauso wie in West. Man verliert natürlich einige Minuten, aber es geht auch dort. EInen direkten Umstieg zur A-Strecke gibt es dagegen bisher nicht. Ist einfach was anderes. Ich wäre dafür, sämtliche RE auf der Main-Weser-Bahn in Eschersheim halten zu lassen, anstatt nur manche in West.

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  • Einen RE-Halt in Frankfurt Nord / Eschersheim würde ich aus den von meinen Vorpoistern genannten Gründen auch begrüßen, mit 2 Anmerkungen:
    1.) Dieser Halt käme nicht nur dem Mittleren und "Hohen" Norden Frankfurts, sondern auch teilweise unseren Nachbarstädten Oberursel und Bad Homburg zugute, für deren Gebiete die Stadtbahnlinien U 2 und U 3 stadtteilweise eine wesentlich bessere Erschließung bieten als die S-Bahn S 5.
    2.) Ich wäre für ein linien- und tageszeitlich abgestuftes Konzept für die RE-Halte Frankfurt West, Frankfurt Nord / Eschersheim und Bad Vilbel. Letzerer Halt wird ja auch von einzelnen RE bedient, hat selbst zahlreiche Einwohner und Arbeitsplätze im Bestand und in Planung und den Anschluss ans Stockheimer Lieschen.

  • In den Planfeststellungsunterlagen zum 1. Abschnitt bis Bad Vilbel sind im Erläuterungsbericht keine Angaben zu den Umbauten in Bad Vilbel und Bad Vilbel Süd enthalten, nur zu Eschersheim, Frankfurter Berg und Berkersheim.


    Der 2. Abschnitt beginnt erst kurz hinter dem Bahnhof Bad Vilbel, daher frage ich mich gerade, ob es da eine gesonderte Planfeststellung mit entsprechenden Unterlagen gibt. Wenn dem so ist: Kann man die irgendwo einsehen? Mich würde hauptsächlich der Erläuterungsbericht und die Lagepläne interessieren.

  • Der Ausbau der Main-Weser-Bahn ist in zwei Baustufen gegliedert,
    1. BS von F-West bis Bad Vilbel (Bau-km 195,39 - 183,095),

    2. BS von Bad Vilbel bis FB (Bau-km 183,095 - 165,900).


    Die erste Baustufe ist in zwei Planfeststellungsabschnitte aufgeteilt, deren Abgrenzung sich an den Gemeindegrenzen orientiert (so kennen wir das auch von der RTW und der Nodmainischen S-Bahn). Es gibt also einen

    - PFA für die Gemarkung Frankfurt (Bau-km 195,369 - 186,630), einen

    - PFA für die Gemarkung Bad Vilbel (Bau-km 186,630 - 183,095)

    Für beide gibt es gesonderte Planfeststellungsbeschlüsse. Der für den PFA Bad Vilbel dürfte aus dem Jahr 1998 oder 1999 stammen, der für den PFA Frankfurt aus dem jahr 2004, geändert 2015.


    Die Unterlagen für den PFA Bad Vilbel stehen nicht online, können aber sicher beim Eisenbahnbundesamt, Außenstelle Frankfurt eingesehen werden.

  • Bauarbeiten-Update


    Zwischen F-West und Bad Vilbel tut sich einiges:


    Am langen Wochenende um Fronleichnam wurden im Bereich des Bahnhofs Bad Vilbel (Nordkopf) vier Weichen eingebaut sowie alte Stahlschwellen durch neue Betonschwellen ersetzt. Die neuen Weichen, die erst im August nächsten Jahres in den tatsächlichen Betrieb gehen, ermöglichen im künftigen betrieblichen Zustand der S6 bessere Fahrbeziehungen der S-Bahnen von und nach Richtung Friedberg.


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    Fotos: INGE Bauüberwachung S6


    Berkersheim: im Bereich der Eisenbahnüberführung (EÜ) Wiesengarten wird großflächig der Baugrund im Rüttelstopfverfahren verbessert. Kies bzw. Schotter wird in den gering bis mäßig steifen Boden durch Rüttelstopfsäulen eingebracht. Diese ermöglichen im Verbund mit dem verdichteten Boden, die Lasten des Bauwerks zu tragen.


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    Fotos: DB/Keith Egloff


    In der Gemarkung Eschersheim muss zunächst der Bestandsdamm gesichert werden, bevor er verbritert werden kann. Dazu werden bis zu acht Meter lange Bodennägel eingebracht und unter Hochdruck eine Zementsuspension eingepresst. Diese breitet sich im Damm wie eine Wurzel aus und gibt dem Damm zusätzlichen Halt. Danach wird der neue Damm mit dem Bestandsdamm verzahnt, um einen stabilen und einheitlichen Dammkörper zu erhalten.


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    Fotos: DB/Keith Egloff


    Im Bereich Ginnheimer Wäldchen kann man bereits die Lage der neuen Gleise für die S 6 erahnen: Links die bestehende Trasse, in der Mitte die Baustraße und rechts daneben (unter den Bewehrungskörben) das Schotterbett für das künftige äußere Gleis. Für das Fundament der neuen Eisenbahnüberführung „Reichelstraße“ werden Bohrpfähle hergestellt. Damit während der Gründungsarbeiten an der Unterführung keine Schäden entstehen, wird diese mittels einer Holzkonstruktion ausgesteift.


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    Fotos: DB/Keith Egloff


    Diese kleine Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, im Bereich Frankfurter Berg etwa sind die weiter oben schon mal gezeigten Erdarbeiten fortgesetzt worden. In Eschersheim ist die nächste große Maßnahme der Bau einer Straßenunterführung anstelle des BÜ 102 (Lachweg/Berkehrsheimer Weg); das wird ein Projekt des städtischen Straßenbauamtes sein. Außerdem stehen große Erdbaumaßnahmen zwischen dem BÜ 102 und der A661 an.

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  • Danke für die vielen interessanten Fotos!


    Hast du eigentlich irgendeinen Schimmer, wie das zwischen Bad Vilbel und BV Süd aussehen soll? Da ist irgendwie im Moment noch eine Straße im Weg...

  • Derzeit wird die EÜ Homburger Straße (liegt am Südkopf des Bf Bad Vilbel) auf der Westseite für die Aufnahme eines weiteren Gleises verbreitert (drei Gleise liegt dort schon, etwas südlich davon wird die Strecke 2-gleisig.


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    Fotos: DB/Keith Egloff


    Ein stück weiter südlich liegt die Niddabrücke. Dazu schreibt die Bahn:


    Zitat

    Bei der Brücke handelt es sich um ein historisches Bauwerk, das zu Beginn dieses Jahrhunderts errichtet wurde. Mitte der achtziger Jahre erhielt die Brücke eine den derzeitigen Verkehrsverhältnissen angepasste Fahrbahn aus Stahlbeton, wobei das sichtbare bogenförmige Tragwerk aus Natursteinblöcken erhalten blieb. Die bestehende Brücke bleibt bis auf geringfügige Abbrucharbeiten an den Rändern erhalten. Für die beiden hinzukommenden Gleise wird rechts und links ein neues Brückenbauwerk für je ein neues Gleis errichtet, das in der Form an den Bestand angepasst wird. Die westliche Brückenansicht wird nach dem Bau dem Bestand nachempfunden, wobei weitestgehend die vorhandenen Natursteinverkleidungen genutzt werden.



    Im weiteren Verlauf der Strecke Richtung Frankfurt wird der Bahndamm auf der Niddaseite verbreitert; das kann man auf aktuellen Luftbildern bereits gut erkennen.

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