Elektrobusse für die ICB

  • Allem Anschein nach strebt die ICB den Kauf von Elektrobussen an, und zwar zunächst fünf Stück nebst Ladesystemen, vermutlich für einen ausgedehnten Probetrieb. Das jedenfalls ist Gegenstand einer Aufforderung zum Teilnahmewettbewerb.




  • Der Einsatz ist auf der Bus-Linie 75 ab Dezember 2018 geplant. SIehe auch Presseinfo von traffiQ, die irgendwie den Weg ins FNF nicht gefunden hat. Deshalb der Vollständigkeit halber in voller Länge:

  • Allem Anschein nach strebt die ICB den Kauf von Elektrobussen an, und zwar zunächst fünf Stück nebst Ladesystemen, vermutlich für einen ausgedehnten Probetrieb. Das jedenfalls ist Gegenstand einer Aufforderung zum Teilnahmewettbewerb.

    Neben den fünf Elektrobussen wurde vor geraumer Zeit auch die Anschaffung von drei Wasserstoffbussen angekündigt, hier macht man gemeinsame Sache mit Verkehrsbetrieben in Wuppertal, Köln, Wiesbaden, Mainz und Bozen...
    > http://ted.europa.eu/udl?uri=T…9-2017:TEXT:DE:HTML&src=0


    Der Beschaffungszeitraum:
    > Ausschreibung > Zuschlag > Auslieferung soll vom 01.09.2017 bis 31.12.2020 laufen.


    Die Beschaffung ist in Lose unterteilt mit unterschiedlicher Größenordnung; die Beschaffung von ICB, MVG und ESWE ist in einem Los zusammengefasst, für Frankfurt sind drei Solobusse vorgesehen, die beiden Landeshauptstädte wollen zwei Solobusse anschaffen und sichern sich eine Option auf jeweils zwei weitere Solobusse.
    Die Fahrzeuge sind ab dem Fahrplanjahr 2019 eingeplant (Fahrplanwechsel: Dezember 2018).

    10.02.01-10.02.19: 18 Jahre U4 zur Messe und Bockenheimer Warte ;)
    11.04.15-11.04.19: Vierter Jahrestag U5-Wagen auf Linie U4 8)
    Seit 09.10.16: Endlich fährt der U5-Wagen auf allen Strecken (U1-U9) :thumbsup:

  • Die Beschaffung ist in Lose unterteilt mit unterschiedlicher Größenordnung; die Beschaffung von ICB, MVG und ESWE ist in einem Los zusammengefasst, für Frankfurt sind drei Solobusse vorgesehen, die beiden Landeshauptstädte wollen zwei Solobusse anschaffen und sichern sich eine Option auf jeweils zwei weitere Solobusse.
    Die Fahrzeuge sind ab dem Fahrplanjahr 2019 eingeplant (Fahrplanwechsel: Dezember 2018).


    Kleine Korrektur: Wiesbaden und Mainz möchten neben den 2 Solobussen (mit Option auf 2 weitere) außerdem jeweils noch 2 Gelenkbusse im gleichen Zeitraum anschaffen. Einfach weiter runterscrollen ;)

  • Kleine Korrektur: Wiesbaden und Mainz möchten neben den 2 Solobussen (mit Option auf 2 weitere) außerdem jeweils noch 2 Gelenkbusse im gleichen Zeitraum anschaffen. Einfach weiter runterscrollen ;)

    Na umso besser, herzlichen Dank für die Ergänzung :!::thumbup:

    10.02.01-10.02.19: 18 Jahre U4 zur Messe und Bockenheimer Warte ;)
    11.04.15-11.04.19: Vierter Jahrestag U5-Wagen auf Linie U4 8)
    Seit 09.10.16: Endlich fährt der U5-Wagen auf allen Strecken (U1-U9) :thumbsup:

  • Am Freitag ist eine Ausschreibung für die "Herstellung und Lieferung von fünf (5) Niederflurbussen (Solobussen) mit
    vollelektrischem Antrieb sowie Lieferung und Installation von
    kompatiblen Ladesystemen" bekannt gemacht worden. Der Unterschied zu dem vor vor zwei Wochen eingestellten Verfahren ist, dass die Ausschreibung jetzt einen Lieferauftrag zum Gegenstand hat und nicht mehr einen Teilnahmewettbewerb; es wurde also nur die Verfahrensart geändert.

  • Zum Thema Elektrobusse gab es gestern einen Förderbescheid vom Verkehrsminister Al-Wazir (Grüne), dieser wurde im BB Rebstock übergeben.


    Die Hessenschau berichtete über dieses Ereignis mit weiteren Hintergrundinfos zum Thema Elektromobilität in Hessen.


    Das Video ist in der neuen Hessenschau-App und im Web dort zu finden: http://www.hessenschau.de/tv-sendung/video-41046.html


    Weitere Infos finden sich dort: http://traffiq.de/1483.de.pres…rmationen.html?_pi=188935
    traffiQ-Presseinformation vom 6. September 2017: „Neue Elektro-Busse für Frankfurt – Minister Al-Wazir übergibt Oberbürgermeister Feldmann Förderbescheid“


    Weiterhin kann man in dem Hessenschau-Video die neuen „25-Jahre-ICB-Aufkleber“ sehen, damit macht das Unternehmen darauf aufmerksam, dass es vor 25 Jahren, also 1992 gegründet wurde...
    > https://de.wikipedia.org/wiki/In-der-City-Bus

    10.02.01-10.02.19: 18 Jahre U4 zur Messe und Bockenheimer Warte ;)
    11.04.15-11.04.19: Vierter Jahrestag U5-Wagen auf Linie U4 8)
    Seit 09.10.16: Endlich fährt der U5-Wagen auf allen Strecken (U1-U9) :thumbsup:

  • PM traffiq:

    Zitat


    traffiQ hatte eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die günstige Einsatzbedingungen für Elektrobusse in Frankfurt ermittelte....


    Wurde hier nur untersucht, welche Linie sich am besten eignet oder auch welches System in Frage kommt?
    Denn mittlerweile gibt es ja mehrere Systeme,- die der Aufladung via Pantograph an den Endhaltestellen, Aufladung per Induktion an Haltestellen etc..
    Apropos Pantograph,- ließe sich hier nicht die Oberleitungs-Infrastruktur der Straßenbahn nutzen?
    Z.B. auf der gemeinsam ganutzten ÖPNV Spur fährt der Bus den Pantographen aus um aufzuladen oder an der Endhaltestelle wird die Oberleitung von der Bim zur Wareteposition des Busses geführt, ich denke da z.B. an Preungesheim.
    Warum also hat man sich für ein System entschieden, bei dem die Busse nachts im Depot geladen werden?
    Diese bieten den Vorteil, dass die Batterien nicht ganz so "fett" sein müssen, was sich auf das Gewicht und somit auf den Energieverbrauch positiv auswirken dürfte.

  • Werte Gemeinde!


    Könnte bitte einer der hier vertretenen Fachleute einem gebildeten Laien mal erklären, wozu diese teuren Elektrobusse gut sind?


    Glaubt man der Tagespresse, so sind in München die (meist modernen) Dieselbusse etwa zu vier Prozent, in Darmstadt etwa zu fünf Prozent an der gesamten Abgasbelastung in den Innenstädten verantwortlich.


    Kann irgendjemand hinterher feststellen, ob durch den Ersatz von Dieselbussen durch Elektrobusse irgendeine Verbesserung der Luftqualität eingetreten ist?


    Für die Verkehrs-Gutmenschen: Natürlich habe ich volles Verständnis für Politiker und Verkehrsbetriebe, die vom E-Hype angesteckt sind; die können halt nicht anders.


    Gruß


    Stationsvorsteher

  • Meine (gegenwärtige) Sichtweise zu Elektrobusse:


    Kleinbusse die ihre Runden durch Stadtteile drehen als "Omabus" sehe ich als
    geeignet an diese elektisch fahren zu lassen. Ebenso um innerstädtische Fuß-
    gängerzonen zu erschliessen wo es keine richtige oder nur grobe Anbindung
    gibt (zB Wien Linien 1A-3A oder kleinere Städte) sind gut geeignet.
    Aber für längere Laufwege sollte man gleich einen O-Bus-System bauen.

    In god (an invention by mankind) we trust - on earth we don't


    Sincerly yours, NSA
    powered by US government

  • Könnte bitte einer der hier vertretenen Fachleute einem gebildeten Laien mal erklären, wozu diese teuren Elektrobusse gut sind?


    Glaubt man der Tagespresse, so sind in München die (meist modernen) Dieselbusse etwa zu vier Prozent, in Darmstadt etwa zu fünf Prozent an der gesamten Abgasbelastung in den Innenstädten verantwortlich.

    Ich bin kein Fachleut und vertrete auch niemanden. Für mich ist die Frage: wie kommt das Neue in die Welt? Indem jemand einen praktischen Schritt in die neue Technologie macht. Kann klappen, kann aber scheitern. Nur: wenn man es nicht probiert, wird man es nicht herausfinden.
    Aus vielen kleinen dezentralen Initiativen wächst ein Erkenntnisgewinn, der zu sukessiven Verbesserungen der Technik führt, nach und nach zu Massenproduktion und Kostensenkung. Es sind nicht nur die Busse, es sind Paket-E-Transporter der Post, der Feldversuch E-Highway u.v.m. Ab einer gewissen Größenordnung führt die zunehmende Zahl kleiner, aber wachsender Projekte (erst 5 Busse, dann 50, dann 200?) zu einer qualitativen Änderung. Es geht schließlich nicht nur um Luftverschmutzung, sondern auch um die Abkehr von fossilen Brennstoffen.


    Vor 120 Jahren könnte Deine Frage gelautet haben, ob einer der Experten mal erklären könnte, wozu diese teuren elektrischen Straßenbahnen gut sein sollen. Sieben Jahre später hatte die Pferdebahn ausgedient, alle Strecken waren elektrifiziert.

    Einmal editiert, zuletzt von tunnelklick ()

  • Straßenbahn-Infrastruktur mittels Panto zum Akku-Laden benutzen: so, wie sie ist, ist sie dafür nicht geeignet, da würde der Minuspol fehlen - oder der Bus bräuchte eine Art Schienen-Kontaktstange, die auf die Schiene geht und die Verbindung herstellt.


    In Prag verkehrt ja bereits ein Batteriebus, der an seiner Endstelle Želivského über Panto nachgeladen wird. Dafür wurde eigens Infrastruktur gebaut: neben der Stromversorgung selber (übrigens mit höherer Spannung als die Straßenbahn, also nicht einfach Strippe rübergezogen, man muß dazusagen: die Prager Straßenbahn fährt auch nur mit 600 Volt) auch etwa 20 Meter zweipolige Oberleitung, sieht aus wie ein ganz kurzes Stück O-Bus-Strecke. Auf dem Panto befinden sich zwei gegeneinander isolierte Schleifstücke, geladen wird nur im Stand.

    Hinweis: Sofern nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet, spiegeln meine Beiträge nur meine persönliche Meinung. Diese muß nicht zwangsläufig der meines Arbeitgebers, irgendwelcher Institutionen oder von sonstwem entsprechen, sie muß auch nicht unbedingt jedem gefallen, ich lasse sie mir aber auch nicht verbieten oder madig machen und werde mich im Normalfall auch nicht dafür, daß ich eben eine eigene Sicht der Dinge habe, entschuldigen.

  • Aus einer Meldung vom 31.01.2017 des SWR:

    Zitat


    In Mainz sei die Belastung mit Stichstoffdioxid [sic!] zu etwa 25 Prozent von den städtischen Bussen verursacht.

  • Die Infrastruktur ist das eine, die technische Ausrüstung das andere. Im Bereich der E-Traktion braucht man das Rad nicht neu erfinden. Nur bei folgenden Punkten sehe ich noch erhebliche Fragen:
    Stromspeicher: Die benötigten Materialien zählen auch nicht unbedingt zu den nachwachsenden Rohstoffen, hier wird an anderer Stelle erheblicher Raubbau an der Natur getrieben.
    Stromerzeugung: Welche Art von Kraftwerken darf es denn sein: So lange noch CO2 und "sonstwas" erzeugende Kraftwerke eine tragende Rolle spielen, ist das auch nur eine Problemverlagerung
    Stromverbrauch: Ich denke hier nur an die Energieefiizienz Einteilung A+++ usw. Bei gewissen Bereichen wird um jedes Milliwatt einsparung gekämpft, bei Automobil ist das alles zweitrangig?
    Kosten: Wie ist die Wirtschaftlichkeit bei den laufenden Kosten Diesel gegenüber Eletrotraktion (Stichwort EEG Umlage usw.)?
    Nachhaltigkeit: Testbetieb ist ja durchaus ok und sinnvoll. Wenn ich aber eine radikale Schadstoffabsenkung erreichen will, dann muss aber auch eine entsprechende Masse an Bussen "elektrifiziert" werden. Und da genau stellt sich mir die Frage, ob da nicht die gute alte Strassenbahn im Innenbereich von Siedlungsräumen wirtschaftlicher ist.


    Positiv ist, die Emissionen werden an den neuralgischen Punkten gesenkt. Dabei schließe ich den Motorenlärm mit ein.

  • 9122_DA:

    Zitat

    Könnte bitte einer der hier vertretenen Fachleute einem gebildeten Laien mal erklären, warum man eine Schriftart benutzen muss, die dermaßen schlecht zu lesen ist?


    Wieso,- Courier New ist doch eine gut lesbare Serifen Schrift. Besser als dieses neumodische blasse Grau, wie es leider auch hier in diesem Forum Anwendung findet. Dies stört nun mich mehr wie eine andere Schriftart.
    Dies und Stationsvorstehers Schriftart wurde bereits an anderer Stelle diskutiert.


    Zurück zum Thema.
    Danke Tatrafan,- ich dachte nur, man könne hier den Synergie Effekt nutzen und die Investitionen in die Infrastruktur gering halten und das Gewicht der erforderlichen Akkus reduzieren.
    Ich kann Condors Beitrag beipflichten, aber ich denke, tunnelklick bringt es auf den Punkt.
    Bei der Elektro Mobilität die durch gespeicherte Energie angetrieben wird sind wir am Beginn der Entwicklung. Man vergleiche den ersten Otto Motor mit einem Otto Motor des 21. Jh..
    Bestrebungen Innerstädtische Fahrzeuge mit Strom zu betreiben gab es schon in den 50iger / 60iger Jahren.
    Die älteren werden sich an O-Busse erinnern, an Akku betriebene Zustellfahrzeuge der Post oder an den guten alten ETA. OK,- dieser war eher weniger in der Innenstadt anzutreffen.
    All diese Versuche die Innerstädtischen Dieselemmisionen in Grenzen zu halten wurden wieder aufgegeben.
    Man bedenke auch, zu dieser Zeit waren die PKW i.d.R. mit Otto Motoren oder auch mit Zweitackter Motoren ausgestattet, nur der gute alte Daimler dieselte ordentlich hinten raus, dieser wiederum hatte hauptsächlich in ländlichen Gebieten seine Freunde.
    Was führte eigentlich dazu, dass all diese Bestrebungen den innerstädtischen Verkehr von Dienstleistern und ÖPNV möglichst elektrisch zu betreiben, aufgegeben wurde?
    Der O-Bus wurde durch Diesel ersetzt, ein Akku Zustellfahrzeug der Deutschn Bundespost ist im Museum zu besichtigen.
    Kann es sein, dass hier vielleicht die Autolobby auf der Inovations Bremse stand?
    Erst jetzt beginnt man sich wieder Gedanken um Elektromobilität zu machen. 50 Jahre wurden verschlafen um eine alltagstaugliche Elektromobilität zu entwickeln.
    Die Post denkt wieder über Akku betriebene Zustellfahrzeuge nach, die Städte wieder über elektrisch angetriebene Busse.
    Vermutlich schneidet ein O-Bus System in der Öko Bilanz tatsächlich besser ab wie ein Akku Bussystem. Denn die Herstellung und die Entsorgung von Akkus ist nun nicht gerade ökologisch. Auch, dass das Gewicht permanent mit geschleppt werden muss schlägt negativ zu Buche.

  • Die Diskussion zu Schriftarten und -typen wurde an eine besser geeignete Stelle verschoben, nämlich hierhin:
    Schriftgröße & Leserlichkeit


    Bitte dort die Diskussion ggf. fortsetzen, danke.

    Gruß, 420 281-8
    Jeder Mensch hat ein zweites Gesicht ...
    Ich bin nicht "das Team" des FNF, PN zu Team-Angelegenheiten werden ignoriert und nicht beantwortet/weitergeleitet.
    Anfragen an das Team bitte an team@frankfurter-nahverkehrsforum.de richten, danke!