Straßenbahn nach Sprendlingen

  • Trotz der Verzögerung....wieso hat man den Weiterbau bis Ginnheim nicht forciert?!

    (bzw gleich komplett vom Hbf bis Ginnheim geplant und gebaut....)

    Der Bau begann 1989 und Inbetriebnahme 2001....BW - Ginnheim wäre dann wohl schon

    eher fertig gewesen...dann wäre man halt mit der U1 erst mal bis BW gefahren.


    Es kam seitdem noch 1999 Ostbf und 2010 die Riedbergstrecke dazu.....


    Vergleich Stuttgart:

    1992 Tunnel Feuerbach

    1993 Abzweig zum Killesberg / Tunnel Weilimdorf

    1994 Tunnel Botnanger Sattel

    1997 Tunnel Gerlingen

    1998 Tunnelabzweig zur Ruhbank

    1999 Verlängerung Remseck / Tunnel Sillenbuch

    2000 Verlängerung Nellingen (mit Tunnel Ruit)

    2005 Tunnel Neugereut

    2005 Verlängerung Mönchfeld

    2010 Strecke Fasanenhof

    2011 Tunnel Zuffenhausen

    2013 Abzweig nach Hallschlag

    2016 Abzweig nach Dürrlewang

    2017 Verlängerung Hallschlagstrecke (mit Tunnel)

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  • Stuttgart hat aber am Ende auch keine größeres Streckennetz als Frankfurt, dort lt. Wikipedia 131 km hier 133 (Stadtbahn und Straßenbahn zusammen. Dort 14 Tunnelstationen, hier 27 (für 65 km Stadtbahnstreckennetz). Im Unterschied zu Frankfurt haben die Stuttgarter ihre Straßenbahn in Stadtbahn umbenannt, in Frankfurt gibt es eben zwei parallele Systeme. Genau genommen müsste man in Frankfurt noch die U4 nach Enkheim, die SL 18, die SL 17 und den Lückenschluss Konstablerwache hinzurechnen.

  • Du übersiehst dabei, daß bei Deiner Auflistung viel Geld "für nix" locker gemacht wurde und es ebenso Verzögerungen gab. Denn durch den Bau der Tunnel und der (eigentlich unnötigen) Umstellung auf Normalspur wurde über Jahrzehnte der Ausbau des Netzes zurückgeworfen, weil alles Geld in den Umbau des Bestandsnetzes geflossen ist und erst anschließend irgendwann mal über Erweiterungen nachgedacht werden konnte. Ohne Tunnel/Umspurung wäre so manche Neubaustrecke deutlich früher gekommen. Das sollte man auch nicht vergessen. Nur sind das Verzögerungen, die sich nicht der Tunnelbaudauer offenbaren, sondern erst hinterher auffallen.


    Zudem kann man die Umstellung auch wieder als ein "Kampf mit unfairen Mitteln" bezeichnen, denn zuvor hatte man jahrelang eine Modernisierung des Wagenparks versäumt. So konnte man natürlich mit der Methode "schaut her, hier die tollen neuen U-Bahn-Wagen und seht da, die alten gammeligen schmalen und langsamen GT4" Äpfel mit Birnen vergleichen und die Leute haben's geglaubt. Sicher, aufgrund der Lage von Stuttgart gibt es Strecken, die gegenüber der alten Führung von Vorteil sind (Botnang z. B.; wobei selbst da kann man wieder die Gegenfrage stellen, wieviele Leute vom Tunnel profitieren und wieviele vom Netz abgehängt wurden), aber es gibt genügend Strecken, bei denen das Geld de facto ohne Mehrwert versenkt wurde.


    Außerdem müßtest Du zu den Zahlen oben nicht nur die Eröffnungsdaten hinstellen, sondern auch die jeweiligen Termine, wann die Planung und wann der Bau begann.


    Und zum Abschluß: Bitte nicht vergessen, daß Stuttgart die Landeshauptstadt ist und welchen Einfluß das u. U. auf das Vorantreiben von Prestigeprojekten hatte und hat.

  • Frankfurt ist die (bank)wirtschaftliche Hauptstadt Hessens...die Landeshauptstadt hat es ja nicht ganz so mit

    Schienenverkehr.


    Mag sein, dass Stuttgart zusätzlich umgespurt hat - die Umspurabschnitte habe ich auch weggelassen in der

    Auflistung. (Dafür habe ich die Verlängerungen mit aufgelistet(*)) Frankfurt hat zwar zwei Systeme, aber letzt-

    endlich liegt dem das gleiche wie in Stuttgart zu Grunde: Umwandlung der Tram in eine Stadtbahn.

    Auf Ausgaben für neue Meterspurfahrzeuge hat man entsprechend verzichtet da ja absehebar war, dass über-

    flüssig werden. Die ältesten GT4 waren von 1959 - bei 40 Jahre Einsatz der Fahrzeuge ist man bei 1999...2007

    war dann die 15 als letzte Linie umgespurt.


    (*) Für Frankfurt müsste dann Stresemannallee, Gravensteiner Platz, Rebstockbad, Kurt-Schuhmacher-Strasse

    als Neubau mit rein....[U4 Enkheim wurde auf vorhandener Infrastruktur eingeführt]

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  • Stuttgart hat aber am Ende auch keine größeres Streckennetz als Frankfurt, dort lt. Wikipedia 131 km hier 133 (Stadtbahn und Straßenbahn zusammen. Dort 14 Tunnelstationen, hier 27 (für 65 km Stadtbahnstreckennetz). Im Unterschied zu Frankfurt haben die Stuttgarter ihre Straßenbahn in Stadtbahn umbenannt, in Frankfurt gibt es eben zwei parallele Systeme. Genau genommen müsste man in Frankfurt noch die U4 nach Enkheim, die SL 18, die SL 17 und den Lückenschluss Konstablerwache hinzurechnen.



    Und im Zusammenhang mit dem Thema sollte man erkennen, dass Frankfurt in soweit etwas richtig gemacht hat, dass man hier vom Ziel abgerückt ist, das Gesamtnetz auf Stadtbahnbetrieb umzustellen, sondern die Straßenbahn als weiteres Verkehrsmittel langfristig erhalten. Das bietet jetzt die Möglichkeit, eine Straßenbahn durch Neu-Isenburg über Sprendlingen oder gar bis Langen zu bauen, ohne dass man einen Tunnel dafür braucht. Wäre die A-Strecke die einzige Option, bräuchte Neu-Isenburg einen Tunnel, nur weil Hochbahnsteige dort keinen Platz hätten. Wäre Neu-Isenburg ein Vorort von Stuttgart, würde dort definitiv ein Tunnel gebaut werden, weil die Stadtbahntriebwagen es so wollen, aber aus keinem anderen wesentlichen Grund.


    Btw. in Stuttgart gibt es 24 Tunnelstationen, nicht 14. Nur sind 10 davon oben offen.

    2 Mal editiert, zuletzt von GoaSkin ()

  • Gruß Tommy

  • Ich finde ja schön, dass sich Langen bei der Verlängerung beteiligt. Allerdings finde ich schade, dass sich die Studie jetzt noch mal um 3 Monate verzögert. Das ist aber typisch Langen. Bei der RTW waren sie ja auch im letzten Moment interessiert.

  • Ich finde ja schön, dass sich Langen bei der Verlängerung beteiligt. Allerdings finde ich schade, dass sich die Studie jetzt noch mal um 3 Monate verzögert. Das ist aber typisch Langen. Bei der RTW waren sie ja auch im letzten Moment interessiert.

    Auch ohne Langen sollte die Studie eigentlich schon letztes Jahr fertig sein.

    Da gibt es wohl noch andere Gründe.

  • Dass sich die Studie nochmal verzögert hat, wurde ja schon mitgeteilt. Dort hieß es noch Frühjahr 2021. Jetzt ist es durch Langen dann (hoffentlich) Sommer. Bei der Straßenbahn nach Bad Vilbel passiert ja auch nichts mehr. Da sollte die Studie im Sommer 2020 fertig sein.

  • Dass sich die Studie nochmal verzögert hat, wurde ja schon mitgeteilt. Dort hieß es noch Frühjahr 2021. Jetzt ist es durch Langen dann (hoffentlich) Sommer. Bei der Straßenbahn nach Bad Vilbel passiert ja auch nichts mehr. Da sollte die Studie im Sommer 2020 fertig sein.

    Wo wurde die Verzögerung mitgeteilt? Und was ist der Grund?

  • Bei dieser Verkehrsachse ist eine Verzögerung von paar Monaten nicht so gravierend.


    Bei der RTW zur Entlastung S3/4 Eschborn Süd ist das anders....da in der Ecke Räumlichkeiten

    für mehrere Tausend Arbeitsplätze beim entstehen sind. ;)

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  • Würde sich im Falle einer Straßenbahn bis Langen die Dreieichbahn (die man ggf. elektrifizieren möchte) so ohne Weiteres kreuzen lassen?

    Wahrscheinlich wäre es dann auch wünschenswert die Bahnübergänge zu ersetzen, die an der alten B3 und zum Wertstoffhof liegen.

    Könnte man mit einer großen Unter/Überführung erledigen

    Grüße ins Forum :saint:

  • Wahrscheinlich wäre es dann auch wünschenswert die Bahnübergänge zu ersetzen, die an der alten B3 und zum Wertstoffhof liegen.

    Könnte man mit einer großen Unter/Überführung erledigen

    Bei der Rostädter Straße sehe ich da den Bedarf nicht.


    Selbst bei Hochbetrieb am Wertstoffhof bei 4 Schließungen pro Stunde (in Zukunft eventuell nur noch 2 wenn sich die Taktlage der Dreieichbahn verschieben sollte und die Züge sich dann in Sprendlingen treffen) gibt es nie so viel Rückstau, dass das ein Problem wäre.

    Bei der Darmstädter Straße könnte eine Unterführung durchaus Sinn machen. Man verhindert, dass sich die Gleise von Tram und Regio kreuzen müssen. (Wie schwierig das technisch wäre weiß ich nicht)


    Hier stellt sich mir auch die Frage ob man die Gleise hier auf der Fahrbahn verlegen würde oder seperat daneben.

    Wenn man die Tram nicht auf der Fahrbahn haben möchte, müssten entweder einige Schrebergärten im Privatbesitz dran glauben oder man muss mehrmals die Seite wechseln. Beides schwierig.

  • Lässt sich irgendwo erfragen wie der aktuelle Stand der Studie ist? Wer erstellt diese eigentlich?


    Es sind nun noch 4 Wochen bis zu den hessischen Sommerferien. Verzögert sich die Studie vielleicht erneut? Will Egelsbach nun auch aufspringen? :D

  • Am 23.6.21 tagt in Neu-Isenburg der Ausschuss für Bau, Planung, Umwelt und Verkehr. Vielleicht wird da die Studie vorgestellt, was ich allerdings nicht glaube, da es dazu keinen Punkt in der Tagesordnung gibt. Der nächste Termin des Ausschusses ist der schon der 1.7, ich könnte mir vorstellen, dass die Studie da veröffentlicht und vorgestellt wird, obwohl es dazu bislang noch keinen Punkt auf der Tagesordnung gibt. (Kann natürlich noch kommen, sind ja noch 2 Wochen)


  • Am 23.6.21 tagt in Neu-Isenburg der Ausschuss für Bau, Planung, Umwelt und Verkehr. Vielleicht wird da die Studie vorgestellt, was ich allerdings nicht glaube, da es dazu keinen Punkt in der Tagesordnung gibt. Der nächste Termin des Ausschusses ist der schon der 1.7, ich könnte mir vorstellen, dass die Studie da veröffentlicht und vorgestellt wird, obwohl es dazu bislang noch keinen Punkt auf der Tagesordnung gibt. (Kann natürlich noch kommen, sind ja noch 2 Wochen)


    War wohl nichts. Zumindest nichts dazu in der Presse.


    In 11 Tagen beginnen ja schon die Sommerferien in Hessen. Da frage ich mich ob die nächste Verschiebung unmittelbar bevor steht?