Neuer Nahverkehrsplan 2025+ weist über 2030 hinaus

  • Ich möchte diesen Artikel nochmal aufgreifen, weil hier Klaus Österling seine Ideen zum weiteren Ausbau der U-Bahn einbringt. Hier auch wie bei der Straßenbahn, Bauvorleistungen oder Betriebsstrecken zu nutzen ist sicherlich pragmatisch und sinnvoll. Man könnte sowohl die U 4 zum Atzelberg mit wenig Tunnel sinnvoll abschließen, als auch die A Strecke mit einer Station in der Darmstädter Landstraße. Diesen Vorschag hatte ich übrigens schon hier im Forum 2013 gemacht😁 Eine fussläufige Verbindung über das Binding-Gelände zur neuen Wohnbebauung sollte zu schaffen sein. Die Hoffnung bleibt, dass es nicht wieder 20 Jahre bis zur Umsetzung dauert.

    Einmal editiert, zuletzt von VGF-Fan ()

  • Die Papierversion listet ein paar weitere Details auf, aber im wesentlichen nichts unbekanntes in dem Forum.

    Stufe 1 enthält z.B. die Ringstraßenbahn, Verlängerung der 11 nach Höchst, etwas konkreter auch die Ergänzungen auf dem Bestandsnetz.

    Stufe 2 enthält die Erweiterungen nach Bad Vilbel, Neu Isenburg, Offenbach sowie die Strecken in die Gutleutstraße oder Griesheim Bahnhof. Dazu noch wirklich unkonkret Dinge wie Hauptwache oder Innenstadt.


    Wünschen würde ich mir aber erstmal, das es mit der Ringstraßenbahn vorangeht und nicht ebenfalls totdiskutiert wird.

  • In München z.B. wird mehr auf den Bus gesetzt.

    Ist das so?

    Bis 2026 sollen 15 Kilometer Straßenbahnstrecke gebaut werden, die neue Stadtregierung hat im Koalitionsvertrag noch in dieser Legislaturperiode den Baubeginn weiterer acht Kilometer Strecke festgeschrieben. Der Nahverkehrsplan priorisiert weitere Strecken, die das Netz verdoppeln bzw. verdreifachen würden, also eine ähnliche Situation wie in Frankfurt. Ich vermute sogar mit etwas mehr Geschlossenheit der Politik für diesen Ausbau.

    Einmal editiert, zuletzt von FrederikB ()

  • Von erheblichen Ausbauplänen im neuen Frankfurter Nahverkehrsplan berichtet heute die Frankfurter Neue Presse. Zur Entlastung der Altstadtstrecke ist eine neue Verbindung über Rossmarkt, Hauptwache, Bleichstraße zur Konrad-Adenauer-Straße nördlich der Konstablerwache geplant, mit Anschluss an die Linien 12 und 18. Essenziell also fast die selbe nördliche Innenstadtverbindung, die 1986 gegen erbitterten Bürgerprotest zu Gunsten der U-Bahn eingestellt wurde.



    Eine Vielzahl weiterer Projekte soll, bei entsprechender Finanzierbarkeit, in drei Stufen umgesetzt werden, von denen zunächst ein neues Linienkonzept bis 2025 kommen soll.



    Für nach 2025 plant man folgende Linien:


    - Ringstraßenbahn Stadion-Hbf-Bockenheim-Dornbusch-Eckenheim-Bornheim-Fechenheim Hugo-Junkers-Straße


    - Verlängerung Linie 11 nach Höchst Bf


    - Linie 12 Schwanheim-Ernst May-Platz mit neuem Abzweig


    - Linie 14 Nied-Prüfling via Zoo mit neuer Endstelle



    Für die Zukunft danach stehen folgende Projekte im Raum:


    - Nördliche Innenstadt wie oben beschrieben


    - Ersatz der Buslinie 30 mit den Strecken Friedberger Warte-Bad Vilbel und Börneplatz-Lokalbahnhof, ggf. weiter bis Sachsenhäuser Warte falls nicht statt dessen die U-Bahn verlängert wird.


    - Haardtwaldplatz-Goldsteinstraße-Lyoner Straße durch die Bürostadt Niederrad


    - Lückenschluss Triftstraße-Stresemannallee


    - Baseler Platz-Gutleutstraße bis Briefzentrum


    - Nördliche Verbindung durch Bornheim via Dortelweiler Straße als neue Trasse für die Ringstraßenbahn


    - Verlängerung Ernst-May-Platz-Inheidener Straße bis Panoramabad/Sportzentrum


    - Unfallklinik-Lohrberg-Bergen, falls nicht doch noch die alte Planung der U4 umgesetzt wird


    - Mainzer Landstraße-Griesheim Bf (1978 wg. S-Bahn stillgelegt)


    - Verlängerung Linie 11 Höchst Bf-Zeilsheim (seit fast 100 Jahren im Eingemeindungsvertrag festgelegt)


    - Fechenheim-Carl-Ulrich-Brücke-Offenbach Hbf (Lückenschluss mit Linie 16 ab Stadtgrenze ist nicht erwähnt, wäre aber hochwahrscheinlich)

  • Zitat von FNP

    - Bad Vilbel: Neubau von Bodenweg über Unfallklinik bis Bad Vilbel für neue Linie bis Sachsenhausen (statt Buslinie 30), erster Teilabschnitt gegebenenfalls nur Bodenweg–Unfallklinik

    - Neu-Isenburg: Verlängerung der Linie 17 nach Neu-Isenburg bis Dreieich-Sprendlingen.

    Auch diese Projekte sind in Phase 2 enthalten.

  • In München z.B. wird mehr auf den Bus gesetzt.

    Das wäre mir neu... Außer Hamburg (und die forcieren zumindest den U-Bahnbau) gibt es soweit ich weiß keine Metropole in Deutschland, die keine Ausbauten der Tram geplant hat. München hat viele Kilometer Tram in Planung, im Busbereich sind hingegen keine Großprojekte geplant.

  • Das wäre mir neu... Außer Hamburg (und die forcieren zumindest den U-Bahnbau) gibt es soweit ich weiß keine Metropole in Deutschland, die keine Ausbauten der Tram geplant hat. München hat viele Kilometer Tram in Planung, im Busbereich sind hingegen keine Großprojekte geplant.

    Nun da liest sich der folgende Artikel aber anders. München testet z.B. jetzt aktuell den CappaCity und will diesen, sogar als Elektro beschaffen wenn es diesen geben würde.

    CappaCity in München


    Liest sich halt ein wenig anders wie z.B. bei uns. Das Thema "Buslinienausbau/- erweiterung" wird hier eher "leise" behandelt.

    Einmal editiert, zuletzt von dortelweiler ()

  • Wünschenswert wäre wenn man die Ringstraßenbahn und die Verbindung Friedberger Warte Prüfling parallel betrachtet und plant. Zum einen wird so das Umsteigen an der Friedberger Warte vermieden, zum anderen wird das neue Innovationsquartier noch besser erschlossen. Dieses ist der erster Teil des neuen Ernst May Viertels und grenzt unmittelbar an die Dortelweile Straße. Dazu kommt, dass es durch die Ringstraßenbahn, die 18 und 19 zu einer Überbelegung im Abschnitt Friedberger Warte Niebelungenplatz kommen könnte, die so vermieden wird.

  • Mal überlegen. 🤔 Eventuell liegt es an der Gefäßgröße, gefühlt besserer Fahrkomfort, bei Nutzung von Ökostrom bessere Umweltbilanz und auch positiveres Image als Busse?

    Gefäßgröße ja aber der Rest? Fährt Fahrgäste von A nach B wie eine U-Bahn oder eine Straßenbahn. Nur ist ein Bus flexibler.

    Ich denke alles Verkehrsmittel besitzen ein nicht so ganz positives Image:D.


    Definitv sollte bei der Verkehrswende der Bus nicht vergessen werden!

  • Verstehe nicht, warum so viel auf die Straßenbahn gesetzt wird. In München z.B. wird mehr auf den Bus gesetzt.

    Das sieht vielleicht so aus, in Wirklichkeit ist man in München aber eher dazu gezwungen, das Busangebot auszubauen, weil neue Strecken für U-Bahn (U5 und U9) und Tram (Nord- und Westtangente) immer weiter verzögert werden. Da man bereits jetzt auf vielen U-Bahn- und Tramlinien an der Kapazitätsgrenze fährt, versucht man mit dem Ausbau des Busangebotes, wieder etwas Luft zu schaffen. Vor allem die U-Bahn soll durch die Schaffung neuer Tangentialverbindungen (mit Hilfe der Expressbuslinien) im Innenstadtbereich entlastet werden. Bei der Tram möchte man in Zukunft sechsteilige Züge mit einer Breite von 2,65 m beschaffen. Das ist ein unglaublicher Zuwachs und zeigt, dass in München zukünftig auf die Tram gesetzt wird.


    Aktuell steht im Bereich Bus als Großprojekt die Elektrifizierung an (neben dem Bau eines neuen Betriebshofes), die eigentlich nur durch eine entsprechende Förderung gestemmt werden kann, weil die Preise noch höher liegen, als für Dieselfahrzeuge. Der CapaCity ist in dem Zusammenhang eigentlich ein Rückschritt, weil man nicht auf das gleiche Platzangebot eines Buszuges kommt. Auf überlasteten Buslinien schafft man sich damit wieder neue Kapazitätsprobleme.

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  • Die Synopse mit den teilweise doch sehr beleidigt formulierten Stellungnahmen des Straßenverkehrsamts ist durchaus lesenswert


    Beispiele

    Zitat


    Die genannten „infrastrukturelle[n] Anpassungen für den Einsatz von Langzügen (u.a. Lichtsignalanlagen ...)“ sind im Zeitraum von 2021-2025 aus Sicht des Straßenverkehrsamtes kaum zu leisten. Die betreffenden Fachabteilungen sind bereits mit – neben dem Tagesgeschäft – verbindlich abzuarbeitenden, zusätzlichen Projekten aus Radentscheid und dem Dieselpaket vollständig ausgelastet.Hinzu kommt mit Blick auf den verabschiedeten Doppel-Haushalt 2020/21 und die zu erwartenden Folgen der Corona-Epidemie eine eher schwierige Situation in der zeitgerechten Haushaltsanmeldung und Finanzierung solcher Maßnahmen.


    Zitat


    Die Aussage...„Eine Beschleunigung des ÖPNV kann nur erfolgen, wenn in den Signalablauf für den MIV eingegriffen wird und eine Bevorrechtigung des ÖPNV auch zu Lasten der MIV-Leistungsfähigkeit realisiert wird. So lange dies (weiterhin) in Frankfurt am Main nicht praktiziert wird, lassen sich merkliche Verbesserungen kaum realisieren.“...wird als sachlich falsch zurückgewiesen. Selbstverständlich greift die ÖPNV-Beschleunigung in den Signalablauf des MIV ein und reduziert bewusst dessen Leistungsfähigkeit. Aus Sicht des Straßenverkehrsamtes sind dem jedoch Grenzen zu setzen, etwa wenn diese Eingriffe zu massiven Folgewirkungen („Gridlock“) bei benachbarten, bzw. umliegenden Knoten führen würden – die dann auch wieder zu Lasten des ÖPNV gingen.

  • Zu den bereits existierenden Expressbuslinien die auf Frankfurter Gemarkung
    verkehren, sind folgende weitere geplant:
    • X15 Darmstadt – Flughafen
    • X16 Offenbach – Gateway Gardens – Weiterstadt
    • X18 Dietzenbach – Flughafen T3 – Walldorf
    • X51 Frankfurt NWZ – Kronberg – Bad Camberg
    • X94 Erlensee – Enkheim


    interessant.