Aktuelles aus Wiesbaden

  • Aktuell funktioniert die Tankstelle nicht was zur Folge hat das die Busse mangels Kraftstoff stehen. Die ESWE kann folglich mit ihnen kein Geld verdienen bzw. die Betriebskosten laufen weiter. Die ESWE hat zu wenige Busfahrer. Ob die Fahrer für die Wasserstoffbusse einen gesonderten Qualifikationsnachweis über die üblichen hinaus benötigen ist mir nicht bekannt. Falls ja wäre das ein zusätzlicher Kostenfaktor für die ESWE, sodass es nachvollziehbar wird warum die ESWE darüber nachdenkt die Wasserstoffbusflotte zu verkaufen.

  • Das Problem liegt darin, dass die Busse statt zu der Tankstelle im Stadtgebiet etwa 23 km nach Mainz-Hechtsheim oder 25 km zum Industriepark Hoechst fahren müssen. Selbst, wenn die Betankung für einen Tag reicht, sind das etwa 50 Leer-Kilometer am Tag + 1 Stunde zusätzliche Fahrerzeit. Das sind nicht nur erhebliche zusätzliche Kosten, sondern die eine Stunde zusätzliche Fahrzeit muss auch noch in die Dienstpläne eingearbeitet werden.

  • Wie ich schon gestern Nacht schrieb, ist es ein indirektes Problem der Fahrzeuge. Der Weg der Fahrzeuge, um ihren Kraftstoff zu tanken, ist nämlich unwirtschaftlich weit, wenn es in Wiesbaden keine entsprechende Tankstelle gibt.


    Nun kann man sich natürlich ausrechnen, ob diese Mehrkosten an Personal und Wasserstoff-Verbrauch bis zur Wiederinstandsetzung der Wiesbadener Tankstelle höher sind als die Beschaffung anderer Busse. Dritte Möglichkeit wäre dann noch die Umrüstung der Wasserstoffbusse auf Diesel oder E-Akkus. Zumindest die umgekehrten Richtung - Diesel auf Wasserstoff - führt Alstom in Stendal gerade vor.


    Diese drei Alternativen müssen wirtschaftlich geprüft werden.

  • Wenn die Busse gegenwärtig nicht fahren, kann man schon mal daraus schliessen, dass diese weder in Höchst

    noch in Hechtsheim betankt werden sondern man die kostengünstiges Lösung nimmt: stehen lassen.


    Umbau wird man da nicht machen....der dürfte die Reapraturkosten der Tankstelle übersteigen.


    Was möglich wäre ist ein Fahrzeugtausch mit Mainz bis die Tankstelle reapriert ist, dass diese die im

    Bereich Hechtsheim einsetzen. Aber selbst so eine Dispostition[sidee] ist weit hergeholt da die Rahmen-

    bedingungen dazu passen müssten (zB Im Umlauf zusätzliche Zeit einpalnen zum Tanken. Buslinie wo

    die Fahrzeuggrösse passt, etc)

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  • Da muss man nicht mal Fahrzeuge tauschen. ESWE könnte Kurse auf der Linie 74 übernehmen, die in der Nähe der Tankstelle in Hechtsheim eine Endstelle hat. Der Mainzer Bus fährt/fuhr ja ausschließlich auf dieser Linie. In Biebrich könnte man die Linie dann umlauftechnisch auf die Linie 47 durchbinden (was sowieso sinnvoll wäre). Somit hätten weiterhin Mainz und Wiesbaden etwas von den Bussen. Man müsste halt nur die Betankung irgendwie in den Dienstplan integrieren, sofern die Betankung in Hechtsheim überhaupt möglich ist. Da hätte man dann aber ziemliche Zwangspunkte in der Planung.

    Einmal editiert, zuletzt von FabiMZ ()

  • Wie stand es denn vor der Misere mit der Tankstelle so um die Einsätze der Wiesbadener Caetanos? Zumindest das Mainzer Pendant konnte man jetzt geschätzte drei Monate gar nicht mehr im Einsatz sehen. Wenn zu dem Tankstellen-Problem nämlich noch ein Zuverlässigkeitsproblem hinzu kommt, wäre den Entscheidungsträgern möglicherweise mit dem Tankstellen-Thema endgültig eine Richtung gewiesen worden…


    Hinzu kommen könnten noch eventuell mit Förderungen verbundene Auflagen sein, die eben voraussetzen, dass in WI getankt wird und nicht „irgendwo“, wobei das mit Sicherheit mit den entsprechenden Stellen geregelt werden könnte. Da sind wir hierzulande dennoch teilweise unfassbar kompliziert. Gerade in der Wasserstoffwirtschaft ist ja noch lange nicht sowas wie ein flächendeckendes Netz mit gleichen Konditionen vorhanden, wie es bei Batterie- oder mit fossilen Brennstoffen betriebenen Fahrzeugen der Fall ist.

  • Euch allen ist aber schon bewusst, dass der Mainzer Bus nach Dienstende auf der 74 von Biebrich zum ESWE Depot einrückte, dort betankt wurde und anschließend als Leerfahrt ins Mainzer Depot fuhr?


    Der Mainzer Bus ist übrigens wegen Mängel seit einiger Zeit nicht im Einsatz. Er wird (oder soll) vom Hersteller wohl repariert. Da gab es in der AZ Mainz im November sogar einen Artikel zu.

    Ein Büssing ölt nicht! Er markiert nur sein Revier!

  • Nun kann man sich natürlich ausrechnen, ob diese Mehrkosten an Personal und Wasserstoff-Verbrauch bis zur Wiederinstandsetzung der Wiesbadener Tankstelle höher sind als die Beschaffung anderer Busse. Dritte Möglichkeit wäre dann noch die Umrüstung der Wasserstoffbusse auf Diesel oder E-Akkus. Zumindest die umgekehrten Richtung - Diesel auf Wasserstoff - führt Alstom in Stendal gerade vor.

    Die Umrüstung von Dieselloks auf Wasserstoff ist eine Umrüstung nur des Treibstoffs.

    Die Wasserstoffbusse sind Brennstoffzellenbusse. Da wird das mit dem Diesel "schwierig".

    Möglich wäre hier vielleicht eine Umrüstung auf reine Elektrobusse, dazu müssten die Wasserstofftanks und die BZ mit Nebenaggregaten durch Akkus ersetzt werden - dann passt aber die Reichweite nicht und die Gewichtsverteilung ändert sich deutlich.

    Einmal editiert, zuletzt von Xalinai2 ()

  • Die FR berichtet unter dem Titel "25 Meter Bus wird getestet", dass geplant ist die erforderliche Kapazität an Beförderungsleistung mittels
    Doppelgelenkbussen zu gewährleisten, nur so könne das Klimaziel erreicht werden.

    Die Wasserstoffbusse und die Solo Diesel Busse werden aus dem Verkehr genommen und durch Diesel Gelenkbusse ersetzt.

    Was dann noch fehlt sind Busfahrerinnen und Busfahrer.

    Es wird geprüft, ob und wie Mainz die Wasserstofftankstelle nebst Bussen kaufen könnte und was mit den Fördergeldern zu geschehen hat.

  • Dadurch, daß Mainz die Tankanlage kauft, ändert den Funktionzustand erst mal nicht.

    Und wenn Mainz die Busse betanken kann, könnte das Wiesbaden auch.


    Für Doppelgelenkbusse wäre Platz in Wiesbadens Betriebshöfen?

  • Für Doppelgelenkbusse wäre Platz in Wiesbadens Betriebshöfen?

    Man sucht derzeit nach einer neuen Fläche für einen Betriebshof. Entsprechend würde man dort (hoffentlich) den benötigten Platz für die Doppelgelenkbusse mit einkalkulieren.
    (Die Mainzer suchen ja derzeit auch - vielleicht kann man ja in einen gemeinsamen Betriebshof im Kasteler Gewerbegebiet investieren)

    Aber interessant, dass Hamburg und Aachen sie wegen des hohen Wartungsaufwands ausgemustert haben und Wiesbaden jetzt damit um die Ecke kommt…

  • Aber interessant, dass Hamburg und Aachen sie wegen des hohen Wartungsaufwands ausgemustert haben und Wiesbaden jetzt damit um die Ecke kommt…

    Man könnte ja mal bei den Kollegen in Hamburg diesbezüglich Nachfragen - aber ob die Beziehungen aufgrund der Historie überhaupt so gut sind... ;-)

    Zumindest war der gegenwärtige Geschäftsführer von ESWE Verkehr auch mal beruflich in Hamburg tätig (wenn auch nicht bei der Hochbahn). Die Problematik könnte also eventuell bekannt sein?!


    Es war doch schon vor Jahren mal im Gespräch das die MM und die ESWE sich ein gemeinsames Busdepo in Kastel bauen wollten bzw die MM wollte doch mal nach Gonsenheim ziehen .

    Das Gelände, was für die MVG in Gonsenheim auserchoren war, ist ja mittlerweile anderweitig bebaut. Daher muss man da erstmal weitersuchen.
    Und was Kastel angeht... wenn man Pech hat, ist das auch schon alles baulich verplant.

    Einmal editiert, zuletzt von olaf78 ()